Christof Loy - Die Opernarbeiten auf DVD

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    • Christof Loy - Die Opernarbeiten auf DVD

      Die hier schon für Juli angekündigte Veröffentlichung der Theodora von den Salzburger Festspielen 2009 nehme ich zum Anlass, auch dem Regisseur Christof Loy hier einen Thread in unserer Reihe "Opernarbeiten auf DVD" zu widmen. Das wird auch höchste Zeit, denn was ich bisher von Loy gesehen habe (Henzes Bassariden in München und eben jene Theodora) war hervorragend.

      Gefunden habe ich von Loy auf DVD zunächst 2 Donizetti-Opern, beide in München mit Edita Gruberova aufgenommen:

      und


      Angekündigt ist für demnächst auch eine Lulu aus London, die nicht zuletzt auch wegen Michael Volle als Dr. Schön interessant ist:



      (Man beachte FSK ab 0 bei Lulu - ein Vergnügen für die ganze Familie :D ).


      Gibt es noch andere DVDs mit Loy-Inszenierungen?
      Es gibt kaum etwas Subversiveres als die Oper. Ich bin demütiger Diener gegenüber diesem Material, das voller Pfeffer steckt. Also: Provokation um der Werktreue willen. (Stefan Herheim)
    • Le Merle Bleu schrieb:

      Man beachte FSK ab 0 bei Lulu


      Bei Loy ist ja in der Regel auch kein Sex zu erwarten, ich erinnere nur an seine Unterwäsche-Modenschau bei Henzes Bassariden in München :D (eine Inszenierung, die aber mit Ausnahme des genannten Bacchanals sehr eindringlich war, das muss fairerweise gesagt werden).

      Mein erster Kontakt mit Christof Loy war 1997 oder 1998 eine lebendige Inszenierung von Massenets Manon in Duisburg, die mir dieses Stück etwas nähergebracht hat. Ich habe dann mehrfach Loy-Inszenierungen gesehen, die sich durch eine virtuose Personenregie auszeichneten - z.B. Orfeo (Monteverdi) und Les contes d'Hoffmann, ebenfalls in Düsseldorf/Duisburg. Er ist wahrscheinlich der einzige Regisseur, der es geschafft hat, Edita Gruberova zu einer ansprechenden schauspielerischen Leistung in einem intelligenten Regiekonzept zu verhelfen (Roberto Devereux in München) - alle Achtung. Seit einiger Zeit hat sich Loy allerdings einem szenischen Reduktionismus verschrieben, der manchmal etwas lähmend wirken kann und gern durch gefällige Tableaus glänzt - Simon Boccanegra in Frankfurt (2007) war so ein Fall, wo man sich fragte, wie ein Regisseur so schnell alt werden kann... (einem anderen User dieses Forums hat diese Inszenierung aber noch viel schlechter gefallen als mir :D). Zu den wegweisenden Regisseuren würde ich Loy nicht rechnen, aber für die ein oder andere bemerkenswerte Inszenierung ist er immer gut.


      Loy produziert ja enorm viel (allein 2009 sieben Inszenierungen), dafür ist eher wenig auf DVD erschienen. Außer den Münchner Donizettis und der Londoner Lulu habe ich nur diese Frankfurter Entführung von 2004 (mit Diana Damrau, Julia Jones dirigiert) gefunden:





      Viele Grüße

      Bernd
      Details are always welcome. (Vladimir Nabokov)
    • Mich hat nicht Alden in München zu Händel gebracht, sondern eben Christof Loy mit Saul. Da war eben kein Kasperletheater auf der Bühne und trotzdem eine unglaubliche Spannung mit tollen Überraschungsmomenten. Ich war bestimmt 8x drin und bedaure sehr, dass diese Oper inzwischen wohl in der Versenkung verschwunden ist. Habe natürlich auch nachher keine Inszenierung von ihm in München ausgelassen und fand alle sehr gut.

      Viele Grüße
      Ingrid
    • Händel: Theodora

      Angekündigt war's für Juli 2010, jetzt ist es endlich soweit: Loys sehr schöne "Theodora"-Inszenierung von den Salzburger Festspielen 2009 erscheint in den nächsten Tagen auf DVD (und Blu-Ray):



      mit Christine Schäfer, Bernarda Fink, Bejun Mehta u.a., das Freiburger Barockorchester wird geleitet von Ivor Bolton.
      Es gibt kaum etwas Subversiveres als die Oper. Ich bin demütiger Diener gegenüber diesem Material, das voller Pfeffer steckt. Also: Provokation um der Werktreue willen. (Stefan Herheim)
    • Verdi: Les Vêpres Siciliennes

      Kürzlich erschienen, eine Aufzeichnung aus Amsterdam:


      mit Alejandro Marco-Buhrmester, Jeremy White, Christophe Fel, Burkhard Fritz, Barbara Haveman, das Netherlands PO leitet Paolo Carignani
      Es gibt kaum etwas Subversiveres als die Oper. Ich bin demütiger Diener gegenüber diesem Material, das voller Pfeffer steckt. Also: Provokation um der Werktreue willen. (Stefan Herheim)
    • Mozart: Die Entführung aus dem Serail

      Aus Barcelona:




      mit Diana Damrau, Olga Peretyatko, Christoph Strehl, Norbert Ernst, Franz-Josef Selig und dem Gran Teatre del Liceu Orchestra unter der Leitung von Ivor Bolton


      - gleiche Inszenierung wie die oben genannte aus Frankfurt?
      Es gibt kaum etwas Subversiveres als die Oper. Ich bin demütiger Diener gegenüber diesem Material, das voller Pfeffer steckt. Also: Provokation um der Werktreue willen. (Stefan Herheim)
    • Angekündigt: Die Frau ohne Schatten aus Salzburg, Dirigent ist Christian Thielemann


      Es gibt kaum etwas Subversiveres als die Oper. Ich bin demütiger Diener gegenüber diesem Material, das voller Pfeffer steckt. Also: Provokation um der Werktreue willen. (Stefan Herheim)
    • Christoph Loys Inszenierung der Fanciulla del West von Puccini hat es auf de Vierteljahresliste des "Preises der deutschen Schallplattenkritik" gebracht:

      Nina Stemme, John Lundgren, Aleksandrs Antonenko, Niklas Björling Rygert, Michael Schmidberger, Ola Eliasson, Royal Swedish Opera Orchestra, Pier Giorgio Morandi



      Gruß
      MB

      :wink:
      Die Fähigkeit, geistige Transferleistungen in kurzer Zeit zu vollbringen, führt nicht immer zu tragfähigen Resultaten. So ist "ich kuk" bspw. keine korrekt gebildete Vergangenheitsform.