Musen der Neuen Musik - Wenn Interpreten Musikgeschichte schreiben

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    • Musen der Neuen Musik - Wenn Interpreten Musikgeschichte schreiben

      Interpreten als Muse, Interpreten als Widmungsträger, Interpreten als Auftraggeber - jeder wird zahllose Beispiele aus der "alten Musik" kennen (also vor 1945 ;+) ), seien es Solokonzerte, die durch berühmte Virtuosen ihrer Zeit angeregt wurden, oder Opernpartien, die einer ganz bestimmten Sängerin in die Kehle komponiert wurden. In vielen Fällen kann man davon ausgehen, dass die entsprechenden Werke gar nicht oder ganz anders komponiert worden wären, wenn Komponist und Interpret sich nicht begegnet wären.

      Das ist in der Neuen Musik nicht anders - und dies soll hier gesammelt werden. Nicht so sehr um isolierte Einzelfälle soll es gehen, sondern mehr um Interpreten, die auf viele verschiedene Komponisten einen Einfluss hatten und dadurch entscheidend dazu beigetragen haben, dass das Repertoire für ihr Fach weiter entwickelt wurde. Instrumentalsolisten, Sänger(innen), Dirigenten, oder auch Ensembles - welche Beispiele fallen Euch ein?


      Michel
      Es gibt kaum etwas Subversiveres als die Oper. Ich bin demütiger Diener gegenüber diesem Material, das voller Pfeffer steckt. Also: Provokation um der Werktreue willen. (Stefan Herheim)
    • Siegfried Palm

      Zu Beginn gleich ein herausragendes Beispiel: Der Cellist Siegfried Palm (1927-2005), der quasi im Alleingang das Cello als Soloinstrument in der Neuen Musik etabliert hat. Zahllos sind die Werke, die von den Großen der Zunft für ihn geschrieben wurden. Die Literatur für Solo-Cello nach 1945 dürfte zu einem beträchtlichen Teil auf sein Konto gehen (B.A. Zimmermann Sonate für Cello solo, Xenakis Nomos Alpha, Yun Glissées, Penderecki Capriccio per Siegfried Palm, Terzakis Dialog der Seele mit ihrem Schatten u.a.). Und auch zahlreiche Solokonzerte sind für ihn geschrieben worden (natürlich wieder B.A.Zimmermann, aber auch Ligeti, Rihm, Penderecki, Medek usw.)


      Es gibt kaum etwas Subversiveres als die Oper. Ich bin demütiger Diener gegenüber diesem Material, das voller Pfeffer steckt. Also: Provokation um der Werktreue willen. (Stefan Herheim)
    • Arditti-Quartett

      "Several hundred string quartets and other chamber works have been written for the ensemble since its foundation"
      Die sind was für's Buch der Rekorde.
      Jedenfalls die erste Geige, die anderen halten ja nicht so lange ...
      This play can only function if performed strictly as written and in accordance with its stage instructions, nothing added and nothing removed. (Samuel Beckett)
    • Le Merle Bleu schrieb:

      Die Literatur für Solo-Cello nach 1945 dürfte zu einem beträchtlichen Teil auf sein Konto gehen


      Das ist sicher richtig und ich möchte die Bedeutung Palms nicht schmälern. Aber noch mehr Cellomusik dürfte für Rostropowitsch komponiert worden sein - aufzählen mag ich das alles nicht, findet sich bestimmt bei Wikipedia. Vieles von dem Komponierten unterfällt dem Oberbegriff "Neue Musik"
    • Mstislaw Rostropowitsch

      Knulp schrieb:

      Das ist sicher richtig und ich möchte die Bedeutung Palms nicht schmälern. Aber noch mehr Cellomusik dürfte für Rostropowitsch komponiert worden sein - aufzählen mag ich das alles nicht, findet sich bestimmt bei Wikipedia. Vieles von dem Komponierten unterfällt dem Oberbegriff "Neue Musik"
      Hängt ein wenig davon ab, was man unter "Neuer Musik" versteht. Wenn man (und mein Eingangsbeitrag legt das nahe) dies als Epochenbegriff betrachtet, also alles nach 1945 oder so, dann hat natürlich Rostropowitsch eine immense Rolle gespielt und das Repertoire für Cello wäre ohne ihn erheblich schmaler. Ganz spontan fallen mir Werke von Prokofiew, Schostakowitsch und Britten ein, die Liste ließe sich leicht fortsetzen. Und später kamen auch Komponisten jüngerer Generationen hinzu. Insofern gebührt auch ihm selbstverständlich die Auszeichnung "Muse der Neuen Musik". :juhu:

      Wenn man "Neue Musik" enger gefasst als Gattungsbegriff sieht und auf das Umfeld der Avantgarde der Darmstädter Ferienkurse für Neue Musik beschränkt (wo Palm übrigens in den 60gern unterrichtete), dann ist dort zunächst ein Einfluss Rostropowitschs meines Wissens nach kaum feststellbar. Zu den Zeiten, als dort für Palm komponiert wurde, bestanden beide Musik-Welten nebeneinander, mit wenig Austausch. Und hier hat Palm seinen Teil dazu beigetragen, dass das Cello in so vielen Werken als Soloinstrument Verwendung fand.

      In späteren Jahren, als die Darmstädter ihre Isolation zu überwinden anfingen und beide Welten wieder zusammenwuchsen, haben auch Komponisten aus diesem Umfeld für Slawa geschrieben, so ist etwa Messiaens letztes Werk Éclairs sur l'au-delà u.a. ihm gewidmet. Vor allem aber hat Rostropowitsch im Jahre 1976 zum 80. Geburtstag von Paul Sacher Werke bei einigen der ganz Großen bestellt - hier entstanden für ihn u.a. Messagesquisse von Boulez und Il Ritorno Degli Snovidenia von Berio.

      Welches Glück für die Cellisten, dass es diese beiden gab! Palm und Rostropowitsch haben, jeder auf seine Weise, die Musik des 20. Jahrhunderts geprägt und auch zum Jahrhundert des Cellos gemacht.

      Michel :wink:
      Es gibt kaum etwas Subversiveres als die Oper. Ich bin demütiger Diener gegenüber diesem Material, das voller Pfeffer steckt. Also: Provokation um der Werktreue willen. (Stefan Herheim)
    • Anne-Sophie Mutter

      Ob sie wirklich eine »Muse der Neuen Musik« ist, weiß ich nicht (sicherlich nicht im engeren der beiden von Merle angesprochenen Bedeutungen von »Neuer Musik«), doch haben ihr eine Reihe von Komponisten Werke gewidmet, die sie uraufgeführt und eingespielt hat. Aufgrund ihrer Popularität hat sie damit sicherlich eine Art Triggerfunktion für Werke der Gegenwartmusik und erreicht u.U. auch Leute, für die die Geschichte des Violinkonzerts für gewöhnlich ungefähr mit Tschaikowskis op. 35 endet.

      Hier mal eine Auswahl:

      - Witold Lutoslawski: Chain II für Violine und Orchester (1986)
      - Wolfgang Rihm: Gesungene Zeit für Violine und Orchester (1992)
      - Krzysztof Penderecki: Violinkonzert Nr. 2, Metamorphosen (1995)
      - Krzysztof Penderecki: Sonata per violino e pianoforte Nr. 2 (2000)
      - Henri Dutilleux: Sur le même accord für Violine und Orchester (2002)
      - Sofia Gubaidulina: In Tempus Praesens für Violine und Orchester (2007)

      Und dann naklar noch ein Haufen Zeugs von André Previn (u.a. das Violinkonzert »Anne-Sophie« [2002] :D ).

      Adieu,
      Algabal
      Keine Angst vor der Kultur - es ist nur noch ein Gramm da.
    • Cathy Berberian

      Zum Thema gehört vielleicht auch die amerikanische Sängerin Cathy Berberian (1928-84), verheiratet mit dem Komponisten Luciano Berio, der einige Sachen für sie schrieb. Auch John Cage hat für sie komponiert. Soweit nach Wikipedia; selbst erinnere ich mich nur, daß sie in den 1970ern so etwas wie die Vorzeigesängerin der Neuen Musik gewesen sein muß.

      :wink:
      Es grüßt Gurnemanz
      ---
      Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
      Helmut Lachenmann
    • Apropos John Cage: Natürlich muss die Aufzählung noch durch den Pianisten (und Komponisten) David Tudor (1926-1996) ergänzt werden, der eng mit Cage kollaborierte und etliche Werke der sog. Avantgarde erstmalig zur Aufführung brachte, u.a. Feldman, La Monte Young, Boulez u.a.

      Stockhausen widmete ihm sein Klavierstück VI aus dem Jahre 1955.


      :wink:
      Wulf
      "Gar nichts erlebt. Auch schön." (Mozart, Tagebuch 13. Juli 1770)
    • LaSalle String Quartet

      putto schrieb:

      "Several hundred string quartets and other chamber works have been written for the ensemble since its foundation"
      Die sind was für's Buch der Rekorde.
      Jedenfalls die erste Geige, die anderen halten ja nicht so lange ...

      Wer Arditti sagt, muss auch LaSalle sagen :) , die ganz eng zum Darmstädter Kreis gehörten. Das 2. Streichquartett von Ligeti ist für sie, und natürlich Nonos "Fragmente-Stille, An Diotima". Dazu Werke von Kagel, Lutoslawski, Gielen und das ein oder andere, was mir jetzt gerade nicht einfallen will.

      Michel
      Es gibt kaum etwas Subversiveres als die Oper. Ich bin demütiger Diener gegenüber diesem Material, das voller Pfeffer steckt. Also: Provokation um der Werktreue willen. (Stefan Herheim)
    • Hallo zusammen,

      hier kann man sich das Repertoire des Arditti-Quartetts anschauen:

      http://www.ownvoice.com/ardittiquartet/repert1.htm

      Werke, die sie selber uraufgeführt haben, sind entsprechend markiert.

      Die Liste gibt wahrscheinlich einen sehr umfassenden Überblick über die im 20. Jhdt. komponierten Streichquartette. Da bräuchte ich zum Hören ja schon Jahrzehnte :S

      Viele Grüße,

      Melanie
      With music I know happiness (Kurtág)
    • Vielleicht könnte man auch Dietrich Fischer-Dieskau im Bereich der neueren Vokalmusik dazu rechnen? Seine Intelligenz, die ausgefeilte Nuancierung und seine Anlage des Singens von der Wortbetonung her scheinen eine Reihe von Komponisten in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu Werken inspiriert oder zumindest dazu angeregt zu haben, ihn bei der Uraufführung ihrer Vokalwerke als erste Wahl zu betrachten.

      Benjamin Britten hat ihm, nachdem er ihn im War Requiem erlebt hatte, die Songs and Proverbs of William Blake gewidmet, zusammen mit Pears hat er außerdem unter Ansermet in der Uraufführung von Brittens Cantata misericordium gesungen.

      Inwieweit ihm noch weitere Vokalwerke speziell gewidmet wurden, weiß ich leider nicht, aber außer Britten gibt es noch eine Reihe weiterer moderner Komponisten, die bei mehreren ihrer Werke in der Uraufführung/Premiere auf seine Mitwirkung setzten, z. B. Gottfried von Einem, Werner Henze, Wolfgang Fortner, Ernst Krenek und Aribert Reimann.

      Viele Grüße
      Federica
    • An Palm, Rostropowitsch, Berberian und Tudor habe ich natürlich neben dem Arditti String Quartet , für die ja unzähliges geschieben wurde und die echte Akkordarbeiter in der Einstudierung neuer Werke sein müssen, auch gleich gedacht.

      Ich mache mal weiter mit zweien, die für die Entwicklung neuer Ausdrucksmöglichkeiten meines Instruments, des Kontrabass , besonders wichtig waren und die beide auch dabei eng an das anküpften und für Komponisten der "klassischen" Musik verwendbar machten, was die Bassisten der Jazz-Avantgarde entwickelt hatten.

      Stefano Scodanibbio hat vor allem eng mit Giacinto Scelsi und Luigi Nono zusammengearbeitet. Scelsi hat einiges für und mit ihm geschrieben, Nono hatte seinen Bass im Ohr, wenn er für Bass schrieb, so steht z.B. in der Partitur des Prometeo: “arco mobile à la Stefano Scodanibbio”. Luciano Berios Sequenza XIVb in der Kontrabassversion ist auch für ihn entstanden. Außerdem haben Sylvano Bussotti, Franco Donatoni, Julio Estrada, Brian Ferneyhough, Vinko Globokar, Salvatore Sciarrino, Iannis Xenakis und viele weitere für ihn Werke geschrieben.

      Er ist weiterhin als Interpret tätig, meist mit Solowerken oder viel auch mit Rohan de Saram oder Markus Stockhausen, gelegentlich auch im Grenzbereich zwischen Neuer Musik, Freier Improvisation und Free Jazz.

      Scodanibbio ist aber auch ein sehr guter Komponist, in der Regel mit Kammermusik für Streicher, z. B. von den Ardittis aufgeührt, auch mit ihm selbst und den Ardittis.

      Joëlle Léandre hat ebenfalls sehr eng mit Scelsi zusammengearbeitet, der Werke auch für sie und mit ihr schrieb, ebenso eng auch mit John Cage, woraus ebenfalls Werke für sie entstanden. Auch eine ganze Reihe weiterer Komponisten haben Werke entweder für sie solo oder für sie als Ensemble-Solistin geschrieben, als sie noch 1. Bassistin in Gruppen wie 2E2M, Itinéraire und dem Ensemble Intercontemporain war. Ich habe ihre CDs gerade nicht greiffbar, aber mir fallen z.B. Morton Feldman, Earl Brown und George Lewis ein. Sie hat mehrere CDs mit Werken für Kontrabass solo eingespielt, das meiste davon auch für sie geschrieben. Sie ist aber seit langem vor allem in der Feien Improvisation und dem Free Jazz aktiv.

      Weitere herausragende Bassisten, für die Werke geschieben wurden und die einiges uraufgeführt haben, waren Richard Davis, Reggie Workman, J.-F. Jenny-Clark und Aladar Pege, - alle sind bekannter als Jazz-Bassisten, waren aber paralell auch in der neuen Musik tätig, woher sie auch kamen. Das ist wohl kein Zufall. Die Entwicklung des Kontrabass als Soloinstrument im 20. Jahrhundert ist mit seiner enormen Erweiterung des Ausdrucksspektrum und der Spielmöglichkeiten wesentlich von den Bassisten der Jazz-Avantegarde ausgegangen und diesen Grenzgängern zu verdanken. Richard Davis erzählte mit großer Verbitterung, wie er in den 50er und 60er Jahren immer gerufen wurde, wenn es ausnahmsweise mal etwas relativ Schweres für Bass einzustudieren gab und er dann auf einmal auch als 1. Stimmführer der Bassisten in z.B. Verdis Otello aushelfen durfte, er aber als Afro-Amerikaner nie eine Absicherung einer festen Orchester- oder Kammermusikensemblestelle erhielt, obwohl er in Nordamerika zu seiner Zeit auch in der Klassik als der Beste galt..

      Vieles, was man zum Teil noch heute, gerade in Deutschland, im klassischen Kontrabassunterricht lernt, z.B. "deutsche Bogenhaltung", Fingersatztechniken der linken Hand, muß man am Besten sofort wieder vergessen, nicht nur um im Jazz auf dem erreichten Niveau überhaupt nur mitspielen zu können, sondern um auch überhaupt eine Chance zu haben, die Solowerke der neuen Musik adäquat einstudieren zu können.

      :wink: Matthias
    • Die Entwicklung der Posaune scheint mit der des Kontrabass vergleichbar: Auch Christian Lindberg nennt Albert Mangelsdorff und Paul Rutherford, hier also zwei europäische Jazzer, als wichtigste Posaunen-Innovatoren im 20. Jahrhundert.

      Dazu muß man aber sicherlich auch den Posaunisten und Komponisten Vinko Globokar rechnen. Aber auch er fing mit Jazz an und ist ebenso in der Freien Improvisation zu Hause. Für ihn und im Austausch mit ihm schrieb Berio z.B. seine Sequenza für Posaune. Leibowitz, Stockhausen, Kagel und viele andere schrieben Werke für ihn.

      Christian Lindberg ist wahrscheinlich der meistbeschäftigste und einer der versiertesten unter den klassischen Solo-Posaunisten der Gegenwart, für den neben vielen anderen, Xenakis, Berio, Turnage und Schnittke Posaunenkonzerte geschrieben haben.





      Auf der Posaunen-solo-CD sind jedoch einige Stücke für Globokar geschrieben.

      Ein weiterer wichtiger Anreger auch zahlreicher neuerer Komponisten ist George Lewis, Posaunist, Komponist, Elektro-Akustische-Musik-Tüftler, Free-und Creative-Jazzer, Professor für Philosophie und afro-american Arts, Grenzgänger zwichen den Kunstformen (Musik und Tanz, Raumkunst, Klangskulpturen, Literatur), dem Chicagoer AACM, der Vereinigung von Musikern der "Creative Great Black Music", wie sie ihren Jazz nennen, ebenso angehörend wie an Boulez IRCAM forschend und musikalisch tätig.

      Die Brüder Johannes und Konrad Bauer haben ebenfalls immer wieder auch Werke neuer Musik uraufgeführt, die von ihnen angeregt und für sie geschrieben wurden, sind primär aber in der Freien Improvisation und im Avantegarde-Jazz aktiv.

      In jüngster Zeit sind einige interessante Werke jüngerer Komponisten, z.B. von Guillermo Gregorio für Jeb Bischop geschrieben worden. Auch Jeb Bischop ist primär in der der experimentellen Jazz-Szene Chicagos aktiv, spielt auch noch Kontrabass und E-Bass und ist auch noch Komponist und studierter Philosoph wie George Lewis.

      :wink: Matthias
    • Fretwork und das Freiburger-Barockorchester

      Ein Gamben-Consort und ein HIP-Orchester als Musen der neuen Musik? Ja, beide Ensemble vergeben regelmäßig Komposionsaufträge an Gegenwartskomponisten, führen moderne, für sie geschriebene Werke für alte Instrumente auf und sind auch in neuer Musik sehr versiert.

      Fretwork kenne ich mit tollen Kompositionen von George Benjamin und Sir Maxwell Davies, aber wesentlich mehr moderne Komponisten haben für sie komponiert.

      Das Freiburger Barockorchester ist mit für sie geschriebenen modernen Werken u. a. von Rebecca Saunders hierdrauf zu hören:



      Die interessante Doppel-CD ist immer noch sehr billig zu bekommen. Inzwischen sind das aber lange nicht alle neuen Werke, die für sie geschrieben wurden.

      :wink: Matthias
    • RE: Mstislaw Rostropowitsch

      Le Merle Bleu schrieb:

      Vor allem aber hat Rostropowitsch im Jahre 1976 zum 80. Geburtstag von Paul Sacher Werke bei einigen der ganz Großen bestellt - hier entstanden für ihn u.a. Messagesquisse von Boulez und Il Ritorno Degli Snovidenia von Berio.


      Sind das die Stücke dieser CD?


      Paul Sacher ist wohl einer der bedeutendsten Förderer und Mäzene der Musik im 20. Jahrhundert.
      Wikipedia:
      Sacher leitete als Dirigent auch Uraufführungen der von ihm geförderten Werke, so 1937 Bartóks „Musik für Saiteninstrumente, Schlagzeug und Celesta“, 1940 Ernst Kreneks „Symphonisches Stück für Streichorchester“, 1947 Strawinskys „Concerto en Ré“, 1958 Hans Werner Henzes „Sonata per archi“.
      Andere Auftragnehmer waren Conrad Beck, Harrison Birtwistle, Boris Blacher, Willy Burkhard, Elliott Carter, Alfredo Casella, Henri Dutilleux, Wolfgang Fortner, Alberto Ginastera, Cristóbal Halffter, Paul Hindemith, Heinz Holliger, Arthur Honegger, Jacques Ibert, Witold Lutosławski, Gian Francesco Malipiero, Frank Martin, Bohuslav Martinů, Peter Mieg, Wolfgang Rihm, Rolf Urs Ringger, Michael Tippett, Sándor Veress, Wladimir Vogel, Jürg Wyttenbach und weitere. Zu der spätromantischen Musik von Richard Strauss hatte Sacher keine Affinität, gleichwohl hat er, um ihm in seiner wirtschaftlichen und finanziellen Not nach dem deutschen Zusammenbruch zu helfen, ihm den Auftrag für die „Metamorphosen für 23 Solostreicher“ erteilt, die am 25. Januar 1946 mit dem Collegium Musicum Zürich uraufgeführt wurden


      Laut dieser Quelle:
      swissinfo.ch/ger/100._Geburtst…l_Sacher.html?cid=5143040

      hat er über 200 Kompositionsaufträge vergeben.

      :wink: Talestri
      One word is sufficient. But if one cannot find it?
      Virginia Woolf, Jacob's Room