Bayreuther Festspiele

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    • Kartenverkauf

      Ganz interessant das folgende Interview und insbesondere die beigefügte Statistik (den abschließenden Kommentar von Monika Beer, die seit geraumer Zeit ihren privaten Rachefeldzug gegen die Festspiele führt, mal beiseitegelassen):

      "http://www.infranken.de/ueberregional/kultur/Bayreuther-Festspiele-Wagner-Heinz-Dieter-Sense-Katharina-Wagner-Festspielkarten-Der-ideale-Festspiel-Kunde-geht-selber-rein;art182,739876"

      Danach ist noch vor sechs Jahren nur ein Drittel der Festspielkarten in den freien Verkauf gegangen, die restlichen zwei Drittel wurden überwiegend an diverse privilegierte Gruppen verteilt. Inzwischen hat sich das Verhältnis immerhin umgekehrt: zwei Drittel gehen in den freien Verkauf. Der Onlineverkauf, über den wir auch hier schon diskutiert haben, soll noch ausgeweitet werden - dann hoffentlich ohne die technischen Pannen des letzten Herbstes. Das, finde ich, sind Entwicklungen, die - wenngleich längst überfällig - als positiv zu verbuchen sind.


      Viele Grüße

      Bernd
      .
    • Man fragt sich in der Tat, warum diese Festspiele noch subventioniert werden. Da gäbe es reichlich Spielstätten die das eher nötig hätten. Auch wenn jetzt nur noch 1/3 der Karten reserviert bleibt, werden die Subventionsgeber, nämlich die Steuerzahler, weitgehend ausgeschlossen. Und bei 6 Jahren Wartezeit könnte man leicht die Kartenpreise etwas anheben, und schon liesse sich alles ohne Zuschüsse organisieren. Das Argument, das dann nur noch die reichen Leute hingehen können, taugt auch nicht, denn alle anderen können Wagner überall in Deutschland, in z.T. interessanteren Aufführungen zu deutlich geringeren Kosten hören. Wer dann doch mal hin möchte um die zugegeben spezielle Atmosphäre zu erleben, der bräuchte vielleicht keine 6 Jahre mehr zu warten. Die goldenen Zeiten in Bayreuth sind längst vorbei. Und ein gesellschaftliches Event können die Teilnehmer gerne allein bezahlen.

      Eusebius
      "Sie haben mich gerade beleidigt. Nehmen Sie das eventuell zurück?" "Nein" "Na gut, dann ist der Fall für mich erledigt" (Groucho Marx)
    • Die Zuschüsse für die Bayreuther Festspiele (hauptsächlich erbracht vom Bund, Freistaat Bayern und der Stadt Bayreuth) betragen jährlich 7 Mio. Euro. Das ist weniger als die Summe, die ein sehr kleines Haus wie das benachbarte Landestheater Coburg pro Jahr bekommt (die Bayerische Staatsoper erhält ca. 56 Mio.). Immerhin 60 Prozent ihres Etats erwirtschaften die Festspiele selbst, das erreicht kein deutsches Opernhaus auch nur annähernd.

      Diese vergleichsweise geringe Summe darf sich m.E. die öffentliche Hand schon kosten lassen, um den Bestand der Festspiele zu garantieren (immerhin das älteste Opernfestival überhaupt, zudem vom Komponisten der gespielten Werke gegründet; mit diversen singulären Merkmalen: Architektur, Akustik, Festspielorchester und -chor). Dieser Meinung kann man selbst sein, wenn man mit Wagner nichts anfangen kann (was auf mich nicht zutrifft) und man die Geschichte der Festspiele mehr als kritisch betrachtet (was auf mich zutrifft).

      Die Kartenpreise sind schon jetzt sehr hoch: von relativ wenigen Balkon- und Galerieplätzen abgesehen (hier gehen die Preise teilweise bis 30 € runter) muss man für ein Ticket 120 bis 320 € zahlen. Bei Streichung der Zuschüsse würden die Kartenpreise für die meisten endgültig unbezahlbar werden. Ich kapiere auch nicht, warum "die Steuerzahler" von den Karten weitgehend ausgeschlossen sein sollen. Wie gesagt: zwei Drittel gehen in den freien Verkauf (zunehmend demnächst auch ohne Wartezeit mit Onlinebestellung). Und der größte Teil des restlichen Drittels geht an die Gesellschaft der Freunde von Bayreuth: diese tragen immerhin mit erheblichen Summen zum Bestand der Bayreuther Festspiele bei und bekommen dafür einen (wohl ziemlich kleinen) Anteil des investierten Betrags in Form von Eintrittskarten zurück. Man sollte auch nicht so tun, als gäbe es in normalen Opernhäusern keine Vorzugskarten für privilegierte Gruppen.

      Ob die "goldenen Zeiten" der Festspiele wirklich immer so golden waren, sei mal dahingestellt. Ich finde z.B., dass man in Bayreuther Aufnahmen der 50er bis teilweise in die 80er Jahre manchmal hören kann, dass im Orchester teilweise recht grob geholzt wird. Vom Niveau des derzeitigen Festspielorchesters ist man da einiges entfernt. Wagnergesang ist ein eigenes Kapitel und es ist sicherlich richtig, dass die Quantität und Qualität der Wagneraufführungen außerhalb Bayreuths stark zugelegt hat. Trotz aller Mängel bei den Festspielen: es gibt dort immer noch bzw. inzwischen wieder exzellente, gewagte Aufführungen und eben auch - und darauf wollte ich mit meinem letzten Beitrag hinweisen - ein wesentlich transparenteres Geschäftsgebaren als früher.


      Viele Grüße

      Bernd
      .
    • Zwielicht schrieb:

      Die Zuschüsse für die Bayreuther Festspiele (hauptsächlich erbracht vom Bund, Freistaat Bayern und der Stadt Bayreuth) betragen jährlich 7 Mio. Euro. Das ist weniger als die Summe, die ein sehr kleines Haus wie das benachbarte Landestheater Coburg pro Jahr bekommt (die Bayerische Staatsoper erhält ca. 56 Mio.). Immerhin 60 Prozent ihres Etats erwirtschaften die Festspiele selbst, das erreicht kein deutsches Opernhaus auch nur annähernd.


      Viele Grüße

      Bernd
      Der Vergleich mit der Bayerischen Staatsoper hinkt ein wenig, denn immerhin bringen die eine volle Spielzeit mit entsprechend zahlreichen Aufführungen. Setzt man die relativ kurze Spielzeit in Bayreuth dagegen so ist der Suventionsanteil in etwa gleich. Und gegenüber den kleineren Bühnen übersteigt er diesen dann bei weitem.
      Bei den Salzburger Festspielen sind die Kartenpreise noch um einiges höher, und sie sind trotzdem gut besucht. Aber auch bei niedrigerem Preisniveau wird der größte Teil der Steuerzahler, die mit ihren Steuern zur Finanzierung beitragen ausgeschlossen, weil sie diese Preise schlicht nicht bezahlen können. Und diejenigen die unbedingt hinwollen zahlen auch die höheren Preise ohne zu klagen. Den Bestand der Festspiele sehe ich dadurch nicht gefährdet. Aber bevor wieder ein Provinztheater, also eines für die Grundversorgung, geschlossen wird, sollte man sich über die Subventionen für diejenigen Spielstätten Gedanken machen die das eigentlich nicht nötig haben.

      Eusebius
      "Sie haben mich gerade beleidigt. Nehmen Sie das eventuell zurück?" "Nein" "Na gut, dann ist der Fall für mich erledigt" (Groucho Marx)
    • Mit dem Vergleich der Zuschüsse für verschiedene Institutionen wollte ich nur eines zeigen: Die Summe von 7 Mio. für die Festspiele ist im Vergleich derartig lächerlich gering, dass sie im Fall der Verwendung für feste Bühnen wie ein Tropfen auf den heißen Stein wirken würde - sprich: wirkungslos versickern. Das gilt umso mehr, wenn man sich die Herkunft der Zuschüsse anschaut. Stadt Bayreuth und Regierungsbezirk Oberfranken investieren nicht umsonst ca. 2,3 Mio. für die Festspiele: über die Umwegfinanzierung holen sie das mehrfach wieder rein. Was wäre gewonnen, wenn man mit der gleichen Summe in Bayreuth Provinztheater finanzieren würde? Die 2,3 Mio. des Bundes fließen nur, weil die Festspiele als "Kultureinrichtung von nationalem Rang" gelten, was im föderalen System den Bund zur Förderung berechtigt. Diese Gelder würden im Falle der Streichung für die Festspiele auch nicht irgendwelchen kleinen Theatern zugute kommen. Bleiben noch die 2,3 Mio. des Freistaats Bayern: naja.

      Die Kartenpreise bei den vom österreichischen Staat erheblich bezuschussten Salzburger Sommerfestspielen sind zwar in den Spitzen höher als in Bayreuth (420 Euro bei den vier aufwendigsten szenischen Opernproduktionen), in den preiswerteren Kategorien allerdings niedriger. Bei Umrechnung der Preise unter Berücksichtigung der anteilsmäßigen Verteilung auf die verschiedenen Preisgruppen dürfte zwischen den Salzburger Opernproduktionen und Bayreuth inzwischen ein Patt bestehen, bei den Konzerten sind in Salzburg die Preise immer wesentlich geringer als bei den Bayreuther Vorstellungen. Die Salzburger Osterfestspiele erhalten dagegen so gut wie keine Zuschüsse der öffentlichen Hand: hier sind die Kartenpreise für eine Opernvorstellung tatsächlich ca. 1,5mal so hoch wie in Bayreuth oder bei den Salzburger Sommerfestspielen (in den Spitzen bis 490 €). Im österlichen Salzburg sieht man dann tatsächlich durchweg ein schwerreiches Publikum, das man klischeehaft häufig Bayreuth zuordnet.

      Mit dem "größten Teil der Steuerzahler" zu argumentieren, ist schlichtweg populistisch. Für den größten Teil der Steuerzahler sind nach dieser Argumentation auch 80% der Plätze in der Bayerischen Staatsoper unbezahlbar. Ich gehöre zu den anteilsmäßig größten Gruppen von Einkommenssteuerpflichtigen in Deutschland und habe trotzdem dieses Jahr zum wiederholten Mal Bayreuth-Karten erworben. Es kommt halt darauf an, wie man sein frei verfügbares Nettoeinkommen einsetzt: ich kaufe nur noch sehr wenig Tonträger, stelle diese nicht in speziell angefertigte Regale, leiste mir keine superteure Stereoanlage nebst ebensolchen Lautsprechern, leihe mir Bücher meist aus der Bibliothek aus und besitze auch kein Auto. Da bleibt dann eben soviel Geld übrig, dass ich mir öfter Tickets für 70-100 sowie ab und zu auch mal Eintrittskarten für 200-300 Euro leisten kann.

      Die Bayreuther Festspiele sind als singuläre kulturelle Einrichtung meiner Meinung nach zu wichtig, als dass man sie dem freien Markt überlassen sollte. Sie sind weißgott nicht das einzige Musikfestival in Deutschland, das Zuschüsse der öffentlichen Hand erhält - unter diesen aber das mit der größten institutionellen Tradition und dem größten internationalen Renommée.


      Viele Grüße

      Bernd
      .
    • Zwielicht schrieb:

      Mit dem "größten Teil der Steuerzahler" zu argumentieren, ist schlichtweg populistisch. Für den größten Teil der Steuerzahler sind nach dieser Argumentation auch 80% der Plätze in der Bayerischen Staatsoper unbezahlbar.
      Genau das ist ja das Problem bei der öffentlichen Akzeptanz von Kultureinrichtungen. Es wird immer schwieriger, diejenigen welche über Subventionen entscheiden davon zu überzeugen, dass dies notwendig ist. Die Auswirkungen wurden ja in einem anderen Thread schon ausführlich diskutiert. Der überwiegende Eindruck in der Öffentlichkeit ist eben der, dass die Mehrheit die kulturellen Vorlieben einer kleinen Gruppe zu finanzieren hat. Und die Bayreuther Festspiele werden als Veranstaltung einer kleinen und feinen Elite wahrgenommen. Dazu trägt insbesondere auch der öffentlich inszenierte Auftakt mit viel Prominenz bei. Es geht also vorrangig nicht um die Subventionen, sondern um die Aussendarstellung der Festspiele, und da könnte man noch einiges leisten, um von dem Image der Elitenveranstaltung wegzukommen, z.B. indem man der Familie Wagner nicht mehr das Exklusivrecht für die Besetzung der Festspielleitung einräumt.
      Es gibt aber schon so manchen der sich darüber ärgert, dass er das über seine Steuergelder mitfinanzieren muss. Das der Anteil insgesamt eher zu vernachlässigen ist spielt dabei keine große Rolle. Das könnte man zwar mit entsprechender Aufklärung relativieren, aber es läuft auf eine Neuordnung der kulturellen Landschaft hinaus. Auch die Diskussion in Hamburg über die Elbphilharmonie wird sehr intensiv unter dem Argument geführt, dass hier Steuergelder verschwendet werden, was in diesem Punkt auch tatsächlich der Fall ist, und die Gegner mit willkommenen Argumenten beliefert. Bei alldem gerät die einzigartige Kulturlandschaft in Deutschland in die Defensive.
      Da ich selber ja auch Nutzniesser dieser Kulturlandschaft bin, habe ich natürlich auch Interesse an deren Erhaltung. Wenn diese durch drakonische Spardiktate eingeschränkt wird, dann nützt es mir auch nichts wenn ich für eine Opernkarte auf andere Dinge verzichte, denn ich bekomme gar nicht mehr die Gelegenheit in die Oper gehen zu können.

      Herzliche Grüße
      Eusebius
      "Sie haben mich gerade beleidigt. Nehmen Sie das eventuell zurück?" "Nein" "Na gut, dann ist der Fall für mich erledigt" (Groucho Marx)
    • Damit sind wir aber bereits bei der generellen Frage von Zuschüssen der öffentlichen Hand für Institutionen des Klassikbetriebs. Hier finanziert immer die "Mehrheit" die Bedürfnisse einer "Minderheit" - das ist nicht nur im Fall Bayreuth so. Darüber sollten wir auch besser in den entsprechenden allgemeinen Threads diskutieren.

      Das Problem der Preise: Hier segeln die Theater zwischen Scylla und Charybdis. Wenn es sich Institutionen wie die Bayerische Staatsoper oder eben die Bayreuther Festspiele aufgrund der Publikumsstruktur leisten können, hohe Eintrittspreise zu erheben, werden sie auf der einen Seite gelobt, weil sie dadurch eine hohe Eigenfinanzierungsquote erzielen und weniger Zuschüsse der öffentlichen Hand benötigen. Auf der anderen Seite wird diesen Institutionen zum Vorwurf gemacht, dass sie dadurch finanzschwächere Bevölkerungsschichten ausschließen. Andersrum: Wenn ein Opernhaus in strukturschwachen Regionen Tickets zu sozialverträglichen Preisen anbieten muss, können sich zwar viele Leute den Zutrtit zu Vorstellungen leisten, die Eigenfinanzierungsquote ist aber naturgemäß mies - was dann auch wieder beklagt wird. So leicht ist da kein Ausweg zu finden.

      Zur Selbstdarstellung der Bayreuther Festspiele: Klar erzeugt das alberne Tamtam um die Eröffnungsvorstellung ein falsches Bild. Und es gibt auch sonst noch genug, was man an Bayreuth kritisieren kann (auch die Rolle der Familie Wagner, wobei diese natürlich wieder der Auratisierung einer singulären Tradition geschuldet ist). Aber - und darauf wollte ich schließlich mit meinem Link in Beitrag 21 hinaus: Die Festspiele geben inzwischen weitaus mehr Karten in den offenen Verkauf als noch vor wenigen Jahren, die Vergabe der Karten wird - ungeachtet aller Pannen - inzwischen transparenter gestaltet. Man versucht in Bayreuth und überregional durch Übertragungen auf Großleinwand und in Kinos eine stärkere Öffnung nach außen. Es gibt Kindervorstellungen und wasweißich noch alles. Und gerade jetzt, wo sich die Festspiele zumindest halbwegs den Maßstäben einer öffentlich geförderten Institution annähern, sollte man die Zuschüsse streichen?


      Viele Grüße

      Bernd
      .
    • Vielleicht habe ich mich missverständlich ausgedrückt: Mir geht es nicht primär darum irgendwo die Subventionen zu kürzen, weder in Bayreuth noch sonstwo. Ich würde sie sogar wieder anheben. Aber wenn es eine Auslese geben sollte, dann können die Bayreuther Festspiele wohl am ehesten darauf verzichten.
      Die neuerlichen Tendenzen zur Öffnung begrüße ich ausdrücklich, sie sind sicher dazu geeignet die öffentliche Wahrnehmung positiv zu beeinflussen, wenngleich ich mir sicher nicht den Tannhäuser auf einer Großbildleinwand anschauen würde. Aber für den der noch nie in einem Opernhaus war ist das vielleicht ein guter Einstieg um Appetit zu bekommen. Warten wir mal ab wie sich das Ganze entwickeln wird.

      Herzliche Grüße
      Eusebius
      "Sie haben mich gerade beleidigt. Nehmen Sie das eventuell zurück?" "Nein" "Na gut, dann ist der Fall für mich erledigt" (Groucho Marx)
    • Themen, die die Welt bewegen: Endlich mal eine Studie zu den Temperaturen im Bayreuther Festspielhaus während der Aufführungen. Durchschnittswerte gegen Ende einer Aufführung: zwischen 26,5 Grad Celsius in der ersten Reihe des Parketts bis zu gut 28 Grad oben in der Galerie. Bei sehr hohen Außentemperaturen wie im diesjährigen August können am Ende der Götterdämmerung auch vorne im Parkett 30,5 Grad erreicht werden. Das Orchester hat es minimal kühler. Zudem muss im ganzen Haus eine Luftfeuchtigkeit von bis zu 64 Prozent verkraftet werden. Fazit der Untersuchung: "Zusammenfassend ist festzustellen, dass eine Senkung der Temperaturen im Festspielhaus besonders wünschenswert erscheint." Ob das aber bei der anstehenden Renovierung des Hauses zum Einbau einer Lüftung führen wird, ist fraglich.

      "http://www.welt.de/print/die_welt/kultur/article149883247/Im-eigenen-Schweisse-schwimmst-du-nun.html"


      Viele Grüße

      Bernd
      .
    • audiamus schrieb:

      Wie isn grad das Wetter in der Scala?


      Obwohl dieses Opernhaus bekanntlich nach der Temperaturscala benannt worden ist, wird die entsprechende Tradition dort bis heute schmählich vernachlässigt. Mir liegen jedenfalls keine entsprechenden Messwerte aus Mailand vor.

      Hier soll es aber um den Geruch im Bayreuther Festspielhaus gehen. Ich rege im übrigen die Gründung eines eigenen Unterforums für dieses Themenspektrum an.


      Viele Grüße

      Bernd
      .
    • Zwielicht schrieb:

      Endlich mal eine Studie zu den Temperaturen im Bayreuther Festspielhaus während der Aufführungen. Durchschnittswerte gegen Ende einer Aufführung: zwischen 26,5 Grad Celsius in der ersten Reihe des Parketts bis zu gut 28 Grad oben in der Galerie. Bei sehr hohen Außentemperaturen wie im diesjährigen August können am Ende der Götterdämmerung auch vorne im Parkett 30,5 Grad erreicht werden. Das Orchester hat es minimal kühler. Zudem muss im ganzen Haus eine Luftfeuchtigkeit von bis zu 64 Prozent verkraftet werden.
      Oh, und ich habe gerade eine Karte für den Tristan am 17. August gekauft ;(. Da das mein erster Bayreuth-Besuch wird, werde ich beizeiten die erfahrenen Alt-Wagnerianer hier noch einmal bzgl. der passenden Garderobe um Rat bitten...

      Christian
      "Herr Professor, vor zwei Wochen schien die Welt noch in Ordnung."
      "Mir nicht."
      (Theodor W. Adorno)
    • Ich höre meist krawattenfrei
      und mein' das dies kein Fehler sei.
      Und in der Glut vom Festspielhaus
      zieh ich sogar mein Sakko aus.

      Eusebius
      "Sie haben mich gerade beleidigt. Nehmen Sie das eventuell zurück?" "Nein" "Na gut, dann ist der Fall für mich erledigt" (Groucho Marx)
    • Das Kissen brauch ich wegen harten Sitzen,
      doch werde ich wohl trotzdem schwitzen.
      Denn ist es ohnehin schon heiß
      so kommt hinzu des Nachbarn Schweiß.

      Und wenn jung Siegfried seinen Nothung schmiedet
      mir auch das Blut in meinen Adern siedet.

      Wagalaweia woge zur Welle
      und bring mir die Kühlung jetzt auf der Stelle.
      "Sie haben mich gerade beleidigt. Nehmen Sie das eventuell zurück?" "Nein" "Na gut, dann ist der Fall für mich erledigt" (Groucho Marx)

    • "Die Hintergründe sind unklar; angeblich haben Differenzen mit Stardirigent Christian Thielemann Nelsons zu seinem Schritt bewogen", heißt es dort lapidar. Hm.

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      Es grüßt Gurnemanz
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      Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
      Helmut Lachenmann