Eben die Seele gestreichelt - Capriccio goes Soul

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    • Bobby Womack

      ... der Mann aus Cleveland darf hier natürlich nicht fehlen! Aus seiner Feder stammt u.a. der erste No1-Hit der Stones, "It's all over now"





      Viele werden vor allem "Across 110th Street" aus dem Tarantino-Film Jackie Brown mit Pam Grier :juhu: kennen: "http://www.youtube.com/watch?v=Js6r-1BcrrA&feature=related"

      Hier ein weiterer Klassiker: "http://www.youtube.com/watch?v=FBHeao4lD_U&feature=related"

      Cheers,

      Lavine :wink:
      "You gotta grab'em by Debussy" (DJ Trump)
    • Heute abend hab ich mal einen schon oft, aber lange nicht mehr gehörten Klassiker hervorgekramt: Bill Withers, 1972 noch beinahe ganz am Anfang seiner Karriere stehend, vermochte bereits die Carnegie Hall zu füllen und das Publikum mitzureissen. Bei so unglaublich guten Songs wie "Use me" oder "Lonely Town, Lonely Street" kein Wunder. Seine musikalische Laufbahn begann er während seiner Army-Zeit, die er neun Jahre lang im Nahen Osten verbrachte. Der Mann hat unübertroffene Sänger-Liedschreiber-Qualitäten - und im Bereich des Soul dürften niemandes Songs so häufig gecovert worden sein wie seine. Lean on Me, Ain't no Sunshine, Lovely Day, Just the Two of Us kennt wohl jeder...





      Cheers,

      Lavine :wink:
      "You gotta grab'em by Debussy" (DJ Trump)
    • The Roots & John Legend

      Da mache ich es mir am gestrigen Abend um 18 Uhr gemütlich, um den Live-Stream von Jon Stewarts Kundgebung Rally to restore Sanity in Washinton DC anzusehen und harre der Dinge, die da kommen mögen. Gleich zu Beginn entern dann plötzlich The Roots die Bühne. Was für eine Freude und was für ein halbstündiges Musik-Opening für diese Veranstaltung! Im Verlauf der nächsten drei Stunden waren sie dann auch die Begleitband für Ozzy Osbourne, Sheryl Crow, die O'Jays, Cat Stevens und andere.

      Was früher Soul war, nennt sich ja heute neudeutsch R'n'B. Einflüsse des Hip Hop dürfen da nicht fehlen. In diesem Bereich sind The Roots seit fast zwei Jahrzehnten ein bedeutender Maßstab. Die Besetzung wechselte zwar hin und wieder, doch auch die aktuelle Truppe hat alles, was eine Soul-/Funk-/R'n'B-Band braucht: Ein drei Meter großes Frisur-Monster am Schlagzeug (Questlove), einen unschlagbaren Gitarristen (Captain Kirk Douglas), ein blubberndes Bass-Wunder (Owen Biddle), der von Tuba Gooding Jr. an der Tuba Unterstützung erfährt. Noch ein bisschen Keyboard und Percussion, dazu ein Frontmann (Black Thought), der mehr als nur über Frauen, Geld und das Ghetto zu erzählen hat. Fertig ist eine Band, die - besonders live - keine Fragen offen lässt.

      The Roots sind zurzeit auch die Hausband der amerikanischen TV-Show Late Night with Jimmy Fallon (sehr zu empfehlen!) In jüngerer Zeit spielen sie viel mit dem Sänger und Pianisten John Legend, der zwischen samtweich und Hundert-Dezibel-Gospel-Chant alles beherrscht. In dieser Formation sind sie auch gestern in Washington vor einer geschätzten Viertelmillion aufgetreten und haben mich fast vom Schreibtischstuhl gefegt.

      Wie so oft im Blues, Soul oder Jazz geben CDs nicht annähernd das wieder, was live möglich ist. Schade eigentlich - ist das mangelnder Mut oder ein Kompromiss an die Firmen? Vor einem Monat hatte ich die Roots/John Legend-CD erworben. Sie lässt aber nur dunkel erahnen, was diese Truppe wirklich drauf hat.


      The Roots with John Legend
      Wake Up!

      Columbia, 2010

      Die CD ist eine Hommage an große Soul-Zeiten und -künstler. Sie beinhaltet Stücke u.a. von Marvin Gaye, Donnie Hathaway und Baby Huey.

      "http://www.youtube.com/watch?v=NXjqgCJBACM&p=C1B74C9CAB0032E1&index=9&feature=BF"
      "http://www.youtube.com/watch?v=rCJmUl7VSwE&playnext=2&p=C1B74C9CAB0032E1"

      LG
      C.
      „Beim Minigolf lernte ich, wie man mit Anstand verliert.“ (Element of Crime)
    • Général Lavine schrieb:

      Und wer sang zu Barack Obamas Inauguration Ball? Miss Patti Labelle
      Etwas verspätet noch was zu dieser Dame, die mir immer im Gedächtnis geblieben ist, mit dem alten Sinatra-Song "The house I live in", das sie zu Frank's 80. Geburtstag sang: :juhu: :juhu: :juhu:

      "http://www.youtube.com/watch?v=QmTCZDjX6A0[/url]


      Einfach wundervoll, schön daß es so viele Arten toller Musik gibt und ich Freude dran habe.


      Liebe Grüße

      Kristin :wink: :wink: :wink:
      Vom Ernst des Lebens halb verschont ist der schon der in München wohnt (Eugen Roth)
    • Général Lavine schrieb:

      Die besten Soul-Performances ereignen sich live


      :wink:

      Hier fehlt bisher noch eine meiner Lieblingsstimmen/-künstler, gestern meine alte Platte mit Otis Redding "Live at Monterey 1967" aufgelegt (eine Seite Redding, andere Hendrix).
      Die Stücke auf der Platte sind "Shake", "Respect", "I've been loving you too long", "Satisfaction" und "Try a little tenderness". Phantastisch!

      Gruß, Frank
    • Aus dieser interessanten Box



      höre ich soeben Arethas erste Columbia-LP (laut Wikipedia ihre zweite überhaupt): Aretha with the Ray Bryant Combo (1961).

      Nachdem ich jetzt ein paar der frühen Aretha Franklin Platten gehört habe, bekomme ich den Eindruck, dass sie dann gut ist, wenn man sie nicht in Streichern ertränkt (das ist bei der oben genannten Aufnahme nicht der Fall).

      Tolle Sängerin.

      Tharon.
    • Luther Vandross, Lamont Dozier, Steve Wonder

      Die wohl einzige Liveplatte des leider 2003 früh verstorbenen Luther Vandross:



      Unbedingt anhören, einfach nur klasse, vor allem das Zusammenspiel mit dem Chor.

      Und im meiner Jugend - lang, lang ist her *seufz* - da hörten wir immer Lamont Dozier:



      Die LP habe ich noch, dürfte aber mittlerweile durch das häufige Abspielen ziemlich abgenudelt sein.

      Ein super Konzert von Steve Wonder:



      Einfach geil !

      Viele Grüße, Bernd
    • Puccini goes Soul

      Die Legende geht so:

      Es war einmal ein großartiger, vollschlanker Tenor - der größte wie manche sagen, wenn sie der dickste meinen. Er sollte mit einem Grammy für sein Lebenswerk ausgezeichnet werden. Doch dann wurde der Tenor krank und konnte weder bei der Veranstaltung erschienen noch sein berühmtes Hallo-Wach-Lied singen. Er hatte aber eine wunderbare Freundin, nicht die eisgekühlte Prinzessin aus der Oper, sondern eine lebendige Königin, Herrscherin über das Reich des Soul.
      Und sie, Queen Aretha, wie die Chroniken erzählen,

      "… with less than 30 minutes to prepare, stepped in for Luciano Pavarotti to sing "Nessun Dorma" at the 1998 Grammy Awards." [wikipedia]

      Und legte eine mitreißende, zauberhafte Performance hin, die man hier

      "www.youtube.com/watch?v=_6WW6TXPdPw"

      bewundern kann.

      :juhu: :juhu: :juhu: :juhu: :juhu:

      :wink: Talestri
      One word is sufficient. But if one cannot find it?
      Virginia Woolf, Jacob's Room
    • Wirklich cool! :juhu: :juhu: :juhu: Kannte ich noch gar nicht, danke!

      Nur Hardcore-Pavarotti-Fans oder fanatische Klassikpuristen können angesichts dieser Performance die Unpässlichkeit Lucianos an diesem Abend ernsthaft bedauern... ;+)

      Liebe Grüße,
      Areios
      "Wenn [...] mehrere abweichende Forschungsmeinungen angegeben werden, müssen Sie Stellung nehmen, warum Sie A und nicht B folgen („Reichlich spekulativ die Behauptung von Mumpitz, Dinosaurier im alten Rom, S. 11, dass der Brand Roms 64 n. Chr. durch den hyperventilierenden Hausdrachen des Kaisers ausgelöst worden sei. Dieser war – wie der Grabstein AE 2024,234 zeigt – schon im Jahr zuvor verschieden.“)."
      Andreas Hartmann, Tutorium Quercopolitanum, S. 163.
    • Viel mehr als den großen Soul-Stars galt meine Begeisterung immer den Musikern, die die musikalische Kärnerarbeit geleistet und häufig auch aus ihren Improvisationen heraus die Hits gebastelt haben, für die dann andere abkassierten. Sehr häufig wurden sie nicht einmal genannt, diese fantastischen Instrumentalisten aus denen sich die Funk-Brothers bei Motown, die Memphis Horns und Bar-Keys bei Stax usw. jeweils zusammensetzten.

      Als E-Bassist ist jeder natürlich besonders in der Schuld von James Jamerson :juhu: und Bob Babbitt :juhu: bei den Funk Brothers, die den Fender Bass in den Soul einführten und zu Anfang praktisch im Alleingang eine ganz neue Art der Rhythmuslinien und Phrasierung erfanden, deren eigene Basslinien zu unzählien bekannten Hits und weniger bekannten Soul-Werken heute noch faszinieren. Und Bob Babbitts erstes Fender-Bass-Solo war Jahrzehnte bei Studiobassisten ein Einstellungstest - es heute noch toll und schwer.

      Der Mann aber, der die Wah-Wah-Gitarre in den Soul und Funk einbrachte, war Dennis Coffey bei den Funk Brothers. Nachdem er unzählige Hits der Temptations, Supremes usw. mitentwickelt hatte, gelang ihm zumindest im Zuge der Blaxploitation-Filme auch ein eigener Erfolg, besonders mit "Scorpio" und dann einigen weiteren Soul-Funk-Produktionen in den 70ern.

      Dieses Jahr hat der alte Mann seit langer Zeit mal wieder eine neue CD vorgelegt:



      :juhu: :juhu: :juhu: :juhu: :juhu:

      Mit "sanft die Seele gestreichelt" ist hier nix, aber dafür gibt es packenden, bestens arrangierten Soul-Funk (volle Bläser usw.) mit viel Black Rock, etwas Psychedelic-Fusion-Jazz und ganz viel Hard und Metalrockgitarre (!!!) vom Feinsten. Das Gitarre-Spielen hat derFunk Brothers-Veteran wirklich nicht verlernt :juhu: und Stehenbleiben bei dem, was er früher immer so gemacht hat, wollte er offenbar auch nicht. Bei einigen wenigen Titeln gibts auch noch sehr gute Gastsängerinnen, die dann für Mid- und Up-Tempo-Soul sorgen dürfen. Balladen hingegen fand ich eigentlich immer schon weitgehend überflüssig, - Dennis Coffey offenbar auch. 8+)

      Eine Rez. und ein Interview mit dem coolen Coffey 8+) zur neuen CD: "http://funkexplosion.de/blog/?p=1322" in übrigens einem ganz interessanten Funk-Blog.

      :wink: Matthias
    • Aretha Franklin - The Legendary Concertgebouw Concert - Amsterdam 1968

      Kürzlich hat ARTE Aretha Franklin’s legendäres Amsterdam-Konzert aus dem Jahr 1968 gesendet.
      Wer den Konzertmitschnitt verpasst haben sollte muss sich nicht ärgern, denn es gibt noch zwei weitere TV-Ausstrahlungstermine:
      Montag, 29. August 2011, 11:30
      Montag, 5. September 2011, 16:15

      Ausserdem kann man das 42-Minuten-Video noch ein paar Tage lang in der Arte-Mediathek anschauen.

      Es lohnt sich!

      :wink: Matthias


    • Schon wieder läuft Aretha. Diesmal "The tender, the moving, the swinging Aretha Franklin" (die linke auf dem oben abgebildeten Sampler), eine frühe Platte von 1962, die in der Tat zumindest streckenweise auch sehr ordentlich swingt. Die Streicher sind für meinen Geschmack manchmal etwas zu schmalzig. Beeindruckt hat mich aber z. B. die Art und Weise, wie unprätentiös Aretha den Billie-Holday-Klassiker "God bless the child" in ihren eigenen Stil integriert hat. Ich finde, sie kann singen, was sie will. Es ist immer Aretha.

      Tharon.
    • Dionne Warwick

      Die alten Soulsachen wie die hier bereits genannte Aretha Franklin mag ich auch sehr gerne.

      Soeben habe ich mehrere Stücke von Dionne Warwick gehört. Ich finde die alten Platten aus der Anfangszeit des Soul faszinierend, vielleicht, weil sie etwas von dem Lebensgefühl wiedergeben, von dem ich früher auch gekostet habe. Das Original des häufig gespielten "I Say A Little Prayer" ist großartig.



      Uwe
      Wenn alle ein klein wenig verrückter wären, dann wäre die Welt nicht so durchgedreht.
    • Das paßt wohl eher hierhin:



      Amen! - A Gospel Celebration

      Jennifer Holliday, Maureen McGovern, Lou Rawls
      Azusa Pacific University Choir
      Central State University Choir
      Cincinnati Pops Chorale
      Cincinnati Pops Orchestra
      D: Erich Kunzel



      Eine Auswahl von 14 Stücken, die in bewahrter Telarc-Klangästhetik die Boxen rocken. Schön anzuhören.


      jd :wink:
      "Interpretation ist mein Gemüse."
      Hudebux
      "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
      Jean Paul
    • Kennt jemand diese hier:



      Ich habe die unlängst in meiner Sammlung entdeckt, nachdem ich dachte, ich hätte sie längst mal aussortiert und weiterverkauft. Ist eigentlich nicht meine Musik, aber ich schwanke dann doch zwischen Faszination und "einfach nur bizarr!" und habe sie dann wieder behalten (wie anscheinen schon einmal)
      Tout le malheur des hommes vient d'une seule chose, qui est de ne pas savoir demeurer en repos dans une chambre.
      (B. Pascal)
    • The Temptations

      Heute Abend war und ist bei Soultime mit den "Temptations". Diese fünfköpfige Vocalgruppe finde ich wirklich cool - und sehr leidenschaftlich. Das war wohl eine frühe "Boygroup" - wie die Live-Konzerte zeigen. Und dabei technisch sauber und total cool. Auch die Bühnenpräsenz finde ich gut - eben früh-soulig.

      Uwe
      Wenn alle ein klein wenig verrückter wären, dann wäre die Welt nicht so durchgedreht.
    • Kater Murr schrieb:

      Kennt jemand diese hier:



      Ich habe die unlängst in meiner Sammlung entdeckt, nachdem ich dachte, ich hätte sie längst mal aussortiert und weiterverkauft. Ist eigentlich nicht meine Musik, aber ich schwanke dann doch zwischen Faszination und "einfach nur bizarr!" und habe sie dann wieder behalten (wie anscheinen schon einmal)


      habe ich vor (Licht)Jahren mal besessen. Ich erinnere mich nur noch schwach, dass es am Ende nicht meine Musik war. Verschenkt.
    • Uwe Schoof schrieb:

      Heute Abend war und ist bei Soultime mit den "Temptations". Diese fünfköpfige Vocalgruppe finde ich wirklich cool - und sehr leidenschaftlich. Das war wohl eine frühe "Boygroup" - wie die Live-Konzerte zeigen. Und dabei technisch sauber und total cool. Auch die Bühnenpräsenz finde ich gut - eben früh-soulig.

      Uwe



      Für mich immer noch in bester Erinnerung der Disco-Kracher in den 70er Jahren Papa was a rolling stone.

      VG
      Achim