Rachmaninow, Sergei: Orchesterwerke

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Rachmaninow, Sergei: Orchesterwerke

      Hallo Rachmaninoff-Freunde,

      leider exitiert noch kein THREAD über die Orchestrwerke von Rachmaninoff.

      Den Anfang möchte ich mit den großartigen Sinf.Tänzen, die oft mit der Sinfonischen Dichtung Die Toteninsel zusammen auf einer CD gekoppelt sind, machen:

      Die Sinfonischen Tänze op.45 (1940) sind das letzte große Orchesterwerk von Rachmaninow und finden sich wegen der inhaltlichen und thematischen Nähe zur Sinf.Dichtung "Die Toteninsel" (1919) oft auf einer CD. Beide Werke enthalten das berühmte DiesIare-Thema.
      Es ist schade das es so wenig Resonanz für dieses orchestrale Meisterwerk gibt ! Müssen es denn immer die Klavierkonzerte von Rachmaninow sein ? Auch die 3 Sinfonien halte ich für wichtige und sehr hörenswerte Musik - darüber später mehr.

      Durch meinen den Kauf der Maazel-Aufnahme habe ich auch mal wieder meine anderen Aufnahmen zum I-Vergleich beschäftigt und habe feststellen müssen, das die Ashkenazy-Aufnahme auf Decca von mir bisher nicht ins richtige Licht gestellt wurde.



      Zu den Interpretationen:

      1.) Maazel / Berliner PH auf DG:
      Nach Swetlanow, Ashkenazy, Batiz und Janssons ist die Maazel-Aufnahme von 1984 (DDD) die fünfte Aufnahme, des von mit hochgeschätzen Werkes. Maazel bietet die transparenteste Aufnahme der Sinf.Tänze, die auch an den entsprechenden Stellen ihre Energie entläd. Doch Maazel läßt die Streicher stellenweise sehr in den Vordergrund treten und läßt alles wunderschön spielen - zu schön um wahr zu sein, denn es klingt wie R.Korsakows Sheherazade. Wo eigendlich andere Orchesterstimmen die Spannung einheizen müsten, da sind bei Maazel die Streicher im Vordergrund. Das ist alles gut, aber mehr nicht. Die zahlreichen Entladungen sind zwar Energiegeladen mit prägnanten Pauken, doch läßt einen die Interpretetion im Vergleich zu den anderen drei Aufnahmen kalt. Es fehlt die Spannung.

      2.) Ashkenazy / Concertgebow Orch.Amsterdam auf Decca:
      Die Ashkenazy-Aufnahme war meine erste CD-Aufnahme nach Swetlanow (Eurodisc-LP). Da ich damals Swetlanow in der Ashkenazy-CD nicht wiederfand, hatte ich diese nicht so hoch bewertet. Heute, nach fast 20 jahren sehe ich die Interpretationen mit anderen Augen und stelle fest, wie nah Ashkenazy doch an der Qualität der Swetlanow-Aufnahme dran ist. Gleich zu Beginn baut Ashkenazy eine Spannung auf die quasi von selbst zu entstehen scheint - die richtigen Orchesterstimmen werden Akzentuiert, es klingt nicht so überromantisiert, wie bei Maazel. Der Orchesterklang des Concertgebow Orch. ist wesentlich fetter als bei Maazel und trotzdem gut durchhörbar; die Pauken sind zwar mit einem weicheren Schlägel, aber effektvoll ins Orchester integriert. Die Entladungen werden unheimlich Spannend und mit Feuer präsentiert. Am Ende des 3.Satzes (Finale) ist man "fertig" --- herrlich.
      Diese CD habe ich quasi wiederentdeckt !

      3.) Janssons / Petersburg SO auf EMI:
      Die Aufnahme klingt wie die "Orchesterbilder aus dem alten Russland" - allgemein schöne Aufnahme, aber wie so oft bei Janssons werden die Ecken und Kanten nicht richtig ausgespielt und belanglos übergangen.
      Die Klangqualität ist auch nicht ganz so prägnant geraten wie bei Decca, Naxos und DG.


      4.) Batiz / Royal PO auf NAXOS:
      Diese Aufnahme vereint die Vorzüge der Maazel- und Askkenazy-Aufnahme und ist rundum zu einer Spitzenaufnahme gelungen. Der wirklich einzige Kritikpunkt wäre, das bei Naxos die hohen Töne (insbesondere Blechbläser)in Lauten Passagen etwas schrill, im Verbleich zur souveräneren Decca-Technik, klingen.

      5.) Swetlanow / Och.des Bolshoi Theaters Moskau auf Eurodisc-LP aus den 60ern:
      :thumbsup: Diese Aufnahme ist für mich das Maß (aller Dinge) der Sinf.Tänze. Hier stimmt alles. Sogar die Klangtechnik auf der Alten aber heute verkratzten LP klingen audiophil (meine beste Eurodisc-Aufnahme).
      Es gab nicht umsonst von dieser Aufnahme bei einem Label in der audiophilen Gold-Serie mal eine CD-Ausgabe, von der ich leider den Kauf verpaßt habe.

      Daher muß ich diese auch irgendwann auf CD an Land ziehen, wenn ich diese irgendwo bekommen kann.

      Denn meine alte Melodiya-Studio-Aufnahme von 1964 (kann auch 1968 sein) auf meiner Eurodisc-Doppel-LP ist nicht nur von der Interpretation her eine absolute Wucht, die 1986er deutlich in jeder Hinsicht übertreffend, sondern auch klanglich spitze (das war mal eine meiner besten LP´s).


      Es handelt sich vermutlich um diese abgebildete Melodiya-CD, die nur noch zu Liebhaberpreisen verwuchert wird:


      [Blockierte Grafik: http://ecx.images-amazon.com/images/I/41T0GVF3R8L._SL500_AA300_.jpg]
      [Blockierte Grafik: http://ec2.images-amazon.com/images/P/B0009F62P8.03._SS300_SCLZZZZZZZ_.jpg]

      MELODIYA, 1964-1968, AAD



      6.) Swetlanow / UDSSR SO auf Regis:
      Selbstverständlich wurde der Wunsch wieder die hervorragende Swetlanow-Aufnahme der Sinfonischen Tänze op.45 mit dem Orchester des Bolshoi Theaters Moskau , die ich nur auf LP habe, auch auf CD zu besitzen wach.
      Ich bestellte mir diese Regis - CD in der Annahme es wäre diese Aufnahme:
      [Blockierte Grafik: http://www.jpc.de/image/cover/front/0/2902599.jpg]
      Symphonische Tänze op. 45 Nr. 1-3
      +Prinz Rostislav; Capriccio über Zigeunerthemen

      USSR SO, Svetlanov
      REGIS 1986/1973 AAD

      Die Aufnahmedaten 1973 / 1986 hatte ich falsch rum interpretiert:
      Tatsächlich ist die Sinf.Dichtung Prinz Rostislav und das Capriccio von 1973 und die gesuchte Aufnahme der Sinf.Tänze eine analoge Liveaufnahme vom 03.02.1986 - das ist Winterzeit und ein großteil des Publikums war ganz schön erkältet, was man deutlich hört.
      Nein, diese Aufnahme kommt an die alten Swetlanow-Studio-Aufnahme mit dem Orchester des Bolshoi Theaters Moskau von 1964 (kann auch 1968 sein) nicht heran, die Päzision des Orchesters fehlt, das Husten stört, die Spannung fehlt. Da ist auf CD eindeutig Ashkenazy und Batiz vorzuziehen !

      Die "richtige" Swetlanow - Aufnahme gab es bei Eurodisc mal auf CD.
      Die Regis-CD biete mir allerdings Neuland an:
      Die Sinf.Dichtung Prinz Rostislav und das an Tschikowsky´s Capricio Italien und R.Korsakows Capriccio Espagnole angelente Stück Capriccio über Zigeunerthemen aus Rachmanonows Studienzeiten sind beide nett anzuhören - es kommt eine Stimmung auf, die ich mit den alten Eurodisc-LP-Aufschriften asoziiere: "Orchesterbilder aus dem alten Russland".



      Diese LIVE-Aufnahme vom 03.02.1986 findet sich auch auf der CD des Labels MOSCOW STUDIO ARCHIVES aus USA mit etwas besserem Remastering.

      7.) Swetlanow / UDSSR SO auf Warner:
      Der Kauf der REGIS-CD mit Swetlanow entpuppte sich als die falsche Swetlanow-Aufnahme, die LIVE ist und an seine alte Melodia/Eurodisc-AN nicht herankommt.

      Nun nachdem Eurodisc "pleite" ist hat Warner eine neue CD mit Swetlanow herausgebracht.

      [Blockierte Grafik: http://www.jpc.de/image/cover/front/0/6002911.jpg]
      Symphonische Tänze op. 45 Nr. 1-3
      +Prinz Rostislav;Vocalise op. 34 Nr. 14

      USSR State SO, Evgeny Svetlanov
      WARNER, 1995 ADD

      Auf der CD ist an keiner Stelle vermerkt ob es eine Aufnahme in DDD oder wie bei jpc angegeben, ADD ist.
      Vom rauschfreien Klangeindruck und von der Logik des Aufnahmedatums 2.-7.Oktober 1995 her müßte es eine Digitalaufnahme sein.
      Das Textheft ist in englisch und französisch

      Die Interpretation ist erwartungsgemäß sehr gut und kann mit den neueren Spitzenaufnahmen mit Batiz (Naxos) und Ashkenazy (Decca) ohne weiteres gleichziehen.
      Swetlanow´s Interpretation ist fern jedes Anfluges von Überromatisierungen, was seine Aufnahmen für mich so symphatisch macht.

      Ein Wermutstropfen bleibt:
      Den letzten Biss Swetlanows alter Eurodisc-Aufnahme mit dem Staatlichen Akademischen Sinf.Ochester dere UDSSR Moskau aus den 60erJahren erreicht die Aufnahme leider nicht.
      Daher muß ich diese auch irgendwann auf CD an Land ziehen, wenn ich diese irgendwo bekommen kann.



      Zu meiner Freude:
      Die Regis-Live-Husten-Aufnahme von 1986, mit der ich reingefallen war, wird von der neuen Warner-CD aber um Längen übertroffen.
      ______________

      Gruß aus Bonn

      Wolfgang
    • Hallo Wolfgang,

      danke für die Einführung. Allerdings erlaube ich mir gleich, mal kräftig zu widersprechen - aber auch nur in einem Punkt :D . Die EMI-Jansons ist doch glänzend. Zumindest den berühmte Beginn des ersten Tanzes hat niemand, nicht Ashkenazy und nicht einmal Svetlanov derart impulsiv und packend dargestellt. Die durch Pause getrennten 2x5 Schäge des Schlagzeugs sind doch rhythmisch dermaßen entfesselt, dass die folgende "Entspannung" geradezu magisch wirkt. Hör dir das noch einmal an.

      :wink:
      Wulf

      P.S. Höre gerade die Aufnahme und bin äußerst begeistert. Sehr präzise, mal archaisch-wild, dann wieder lyrisch verhalten und in der Behandlung des Schlagzeugs allererste Sahne.



      Die war mal günstiger! 8|
      "Gar nichts erlebt. Auch schön." (Mozart, Tagebuch 13. Juli 1770)
    • Wulf schrieb:

      Die war mal günstiger! 8|


      Bei jpc gibt's die Jansons-Aufnahme von op. 45 zusammen mit allen drei Sinfonien extrem günstig:





      Ich kenne mich nicht besonders gut mit Rachmaninow aus. Wird wohl nie mein Lieblingskomponist werden. Aber die Sinfonischen Tänze gefallen mir sehr gut, die haben auch eine gewisse Härte und Lakonie, manchmal jedenfalls. Der Beginn des ersten Tanzes ist wirklich elektrisierend.

      Hört sich bei Jansons im Klangschnipsel ziemlich knackig an. Kann aber gut verstehen, dass Wolfgang von den heftigen Pauken ein bisschen verschreckt ist :D :hide: .


      Viele Grüße

      Bernd
      Details are always welcome. (Vladimir Nabokov)
    • Rachmaninov ist bei weitem auch nicht mein Lieblingskomponist, aber ich glaube der ständige Fokus auf seine Klavierkonzerte - vornehmlich auf das 2. und 3. - tut ihm vielleicht doch etwas Unrecht.
      Ich bin kein Kenner, aber die Symphonischen Tänze schätze ich aus ganz ähnlichen Gründen wie Du, Bernd. Ebenfalls würde ich alle Klavierkonzerte eintauschen gegen die Paganini-Variationen. Das sind zwei Werke Rachmaninows, die ich doch sehr schätze.

      Dass die Tänze in der nicht gerade ansehnlichen Box vorliegen, ist mir nicht aufgefallen - für Cover-Puristen ( :wink: audiamus) wohl keine erste Wahl. ;+)

      :wink:
      Wulf
      "Gar nichts erlebt. Auch schön." (Mozart, Tagebuch 13. Juli 1770)
    • Zwielicht schrieb:



      Bei jpc gibt's die Jansons-Aufnahme von op. 45 zusammen mit allen drei Sinfonien extrem günstig:





      Wie (fast) immer kann ich mit Jansons Dirigat nicht viel anfangen. Vieles von dem, was sich auf dieser Box findet, empfinde ich als eher durchschnittlich und nur wenig dazu geeignet, um sich mit dem Komponisten anzufreunden. Das geht mir auch bei den "Symphonischen Tänzen" nicht anders. Das ist nett musiziert, aber der letzte Funke fehlt.

      Sicher ist es keine schlechte Wahl, wenn Rachmaninow von einem Landsmann interpretiert wird, für viele Hörer ist das ja auch bei Tschaikowsky nicht unwichtig. Mir indes ist selbiges eher Schnurz, solange nur die Musik stimmt. Außerordentlich gut gelingen die "Symphonischen Tänze" meines Erachtens bei Gardiner, der ja bisweilen ins romantische, ja spätromantische Repertoire vordringt und tatsächlich bisweilen auch interpretatorische Treffer landet. Dazu gehört diese Platte, die während seiner kurzen Zeit beim NDR-Sinfonieorchester stammt. Es ist der Mittschnitt eines Konzertes aus dem Jahre 1993. Es ist eine Aufnahme, die zwar rhythmusfixiert und kraftvoll daherkommt, sich aber vor Lyrizismen (bspw. im ersten Tanz) nicht fürchten, sodass die Bandbreite dieser Musik und deren Wirkung gut deutlich gemacht werden.



      Das "Grammophone" schrieb einst:

      "Rachmaninov's Symphonic Dances are played with great sharpness here, emphasizing the extraordinary originality of his last completed work and serving as a reminder that the original title was Fantastic Dances: this might be more suitable for a performance that, though not lacking in lyrical grace, sets some familiar characteristics in a novel, strange and even somewhat disquieting context. The waltz of the central movement (once to have been called "Twilight") has a rhythmic fluency that suggests not so much elegance as a faintly uncertain atmosphere; and there are shadows lying across the urgency of the finale. A fascinating score is intelligently and imaginatively read." (Januar 1996)

      Dem kann ich nur beipflichten.

      :wink: Agravain
    • teleton schrieb:

      [/i]Den letzten Biss Swetlanows alter Eurodisc-Aufnahme mit dem Staatlichen Akademischen Sinf.Ochester dere UDSSR Moskau aus den 60erJahren erreicht die Aufnahme leider nicht.
      Daher muß ich diese auch irgendwann auf CD an Land ziehen, wenn ich diese irgendwo bekommen kann.

      Hallo teleton,
      ich bin mir nicht sicher, ob es diese ist, die Du suchst:
      itunes.apple.com/de/album/rach…phonic-dances/id300361829
      (die Herkunftsangabe ist leider unklar).
      [edit]der Dirigent ist Kyril Kondrashin[/edit]


      Wulf schrieb:

      Ich bin kein Kenner, aber die Symphonischen Tänze schätze ich aus ganz ähnlichen Gründen wie Du, Bernd. Ebenfalls würde ich alle Klavierkonzerte eintauschen gegen die Paganini-Variationen.

      Da schließe ich mich euch beiden an, und erwähne nocht die Corelli-Variationen und das Prelude cis-moll. Achso, hier geht's ja um Orchesterwerke :stumm:

      Schöne Grüße,
      Peter
    • Symphonische Tänze? Da sage ich nur: Royal Liverpool PO unter Vasily Petrenko



      Ich hatte erst neulich an anderer Stelle darüber geschrieben, deshalb hier nur in aller Kürze:
      Exemplarische Einspielung für mich, hervorragend im Klang, rundum begeisternd. Referenzcharakter!

      Gruß, Cosima

      P.S.: Sehr hörenswert ist auch die 2-Klavier-Fassung (Demidenko/Alexeev oder Donohoe/Roscoe).
    • Joah. Petrenko ist relativ gefühlig, es menschelt im Karton. Das wild Urwüchsige kommt mir bei ihm zu kurz, klingt eher nach einem schönen "Jenseits von Afrika" auf russisch - vermutlich die Perfekte Frauen-Variante mit dem Kuschelfaktor inklusive. Ein Schelm, wer beim Cover wieder Böses denkt. :-I

      Wer den Igor in der Musik sucht und weniger die Olga in den Augen der Gertrude, der greife zu Jansons - weniger kitschverdächtig. :hide:

      :wink:
      Wulf
      "Gar nichts erlebt. Auch schön." (Mozart, Tagebuch 13. Juli 1770)
    • audiamus schrieb:

      WO ISN DIE????

      Maßstabsetzend, zeitlos, LSO, die Zweite vollständig, bei der haben sogar die Russen das Heulen angefangen.

      Japs.


      Hab ich nur die Dritte von, und die ist in der Tat fabelhaft. Meine Referenz für die Zweite ist Svetlanov, für die Erste Jansons. Die "Toteninsel" oder auch "Der Fels" höre ich gelegentlich auch recht gern, wobei mich die Jansons-Toteninsel sehr enttäuscht hat. Hiermit gefällt mir Maazel sehr gut.

      Rachmaninoff hat eigene Werke nicht nur selbst auf dem Klavier eingespielt, sondern auch dirigiert. Offenbar liegen alle hier von uns genannten moderneren Dirigenten doch recht weit von den Vorstellungen des Komponisten entfernt :D





      Wie gefällt Euch denn die Erste? Die Uraufführung war ja ein katastrophaler, desatröser, niederschmetternder Misserfolg für den erst 24jährigen Komponisten. Glasunow hatte als Dirigent der Uraufführung ordentlich Vodka getankt, was zum kompletten Misserfolg des Konzerts beigetragen haben mag. Danach verfiel der Komponist in Depressionen und beschränkte sich drei Jahre lang nur noch aufs Konzertieren als Pianist. Sicher gehört das verschwurbelte und unübersichtliche Stück nicht zu Rachmaninoffs besten Werken, es enthält aber jedenfalls eine Menge an guten Ideen und bietet viel für Freunde des breiten, pastösen Strichs :D

      Cheers,

      Lavine :wink:
      "You gotta grab'em by Debussy" (DJ Trump)
    • RE: Jansons und die Sinf.Tänze op.45 / Previn

      Wulf schrieb:

      danke für die Einführung. Allerdings erlaube ich mir gleich, mal kräftig zu widersprechen - aber auch nur in einem Punkt . Die EMI-Jansons ist doch glänzend. Zumindest den berühmte Beginn des ersten Tanzes hat niemand, nicht Ashkenazy und nicht einmal Svetlanov derart impulsiv und packend dargestellt.




      Hallo wulf und alle Rachnaninow-Freunde,

      es stimmt, das der Anfang bei Jansons wirklich packend ist; auch die Pauken können begeistern ( :D Bernd zu Schlingel). Ich Ansonsten finde ich insgesamt, auch bei den Sinfonien Nr.1 -3, das Jansons die Werke etwas zu sehr überromantisiert - und das ist genau der Punkt weshalb ich die alte Swetlanow vorziehe.

      Insgesamt habt ihr recht - das sind alles perfekte Jansons-Aufnahmen, auch von den Sinfonien Nr.1 -3, die ich ebenfalls ins obere Drittel einsortieren würde. Ich habe die Rachmaninow-Jansons-EMI-Aufnahmen in einer EMI-Box mit den KK. Die Klavierkonzerte Nr.1 -4 inclusive der hier auch glänzend interpretierten Paganini-Variationen gefallen mir mit Jansons/Rudi aus dieser EMI-Box noch am besten.

      Leider ist die Swetlanow-Aufnahme der Sinf.Tänze von 1964 (oder 1968 - Eurodisc hat keine genauen Angaben auf der LP) ja relativ unbekannt, aber was den von wulf angesprochenen Anfang angeht, da ist Swetlanow ebenfalls absolut Klasse.
      @Nightrider
      Die von Dir angesprochene ist es nicht - das ist doch Kondraschin ! Diese ist leider klangtechnisch sehr historisch ...



      Hallo audiamus,

      ich kann Deinen Schock schon verstehen, weil Du Previn schätzt und er wurde (oh Schreck) gar nicht erwähnt. Ich bin kein großer Previn-Fan, da er mich zu oft enttäuscht hat und habe daher auch nie an einen entsprechenden Kauf gedacht. Aus anderen Kritiken und bei Tamino habe ich schon gelesen, dass er gerade bei der Sinfonie Nr.2 eine TOP-Aufnahme gemacht hat.
      :wink: Glaube ich Euch ja gerne und vielleicht erreicht mich mal eine Rachmaninoff-Previn-Aufnahme um mich zu überzeugen.
      ;+) Gerade bei Previn gibt es neben absolutem Schrott auch herausragendes (wie ich erst dieser Tage als Pianist bei Gershwin-KK erlebt habe).



      Nun zum nächsten Werk: Die Toteninsel - Sinfonische Dichtung op.29

      Als Böcklin-Fan findet sich mein Avatarbild auf fast allen CD-Covern dieses Werkes. Die herausragensten Aufnahmen, die tatsächlich ohne romantisierendes Geplänkel auskommen sind:

      1. Batiz / Royal PO (NAXOS, 1991, DDD)
      Eigendlich ist Batiz als Mexikaner immer recht feurig und schnell unterwegs - nicht hier, denn die unheiliche Athmosphäre bei der Bootsfahrt zur Toteninsel kostet er fantastisch aus - es ist mit 23:08 eine der längsten Aufnahmen. Fabelhafte Naxos-CD. Ich würde sagen: Eine der besten Naxos-CD´s die es im sinfonischen Bereich gibt !

      2. Swetlanow / Staatliches SO der UDSSR Moskau (Melodiya/MOSKOW STUDIO ARCHIVES, 1968, ADD)
      Man kann es nicht begreifen, ab hier auf dieser CD findet sich genau die Parallelaufnahme von 1968, die auch auf meiner Euridisc-LP drauf ist - Swetlanows Erstaufnahme (leider nicht op.45 !). Trotz schnellerem Tempo Hochspannung vom ersten Takt an - 20:29 die Gesamtzeit; absolut packend. Auf der CD ist die Sinfonie Nr.1 gekoppelt.

      3. Swetlanow / Orchestre Syphonique d´etatde la federation de russe (WARNER, 1995, DDD)
      Mit diesen späten Swetlanow-Aufnahmen bin ich nicht immer so glücklich, weil sein BISS später einfach nicht mehr vorhanden ist, wie früher. Hier bei der Toetninsel und den Sinf.Tänzen allerdings auch absolut Klasse - Spieldauer 22:53.

      4. Maazel / Berliner PH (DG, 1984, DDD)
      Insgesamt finde ich die Maazel-Aufnahmen gar nicht so übel, wei mancher (auch bei Tamino) dies verworfen hat. Sie sind von präzision und gekennzeichnet. Aber im vergleich zieht maazel dann doch den kürzeren. Aber auch hier bei der Toteninsel schätze ich ihn höher als bei den Sinfonien und den Sinf.Tänzen, die mir zu Exzessfrei sind - Spieldauer aber sehr flott mit 19:36 !

      5. Ashkenazy / Concertgebow Orchestra Amsterdam (Decca, 1984, DDD)
      Spitzenaufnahme der Toteninsel ! Nur Swetlanow punktet da bei mir noch höher, weil er den typisch russischen Orchesterklang zur Verfügung hat - Spieldauer angemesse 20:52.

      6. Jansons / St.Petersburg PO (EMI, 1998, DDD)
      Toller Orchesterklang der ehemaligen Leningrader PH. Was will man mehr ? Ich weis es nicht, aber die 5 o.g begeistern und überzeugen mich einfach mehr ! Spieldauer 19:47.
      ______________

      Gruß aus Bonn

      Wolfgang
    • Die Sinfonien Nr.1 -3

      Général Lavine schrieb:

      Wie gefällt Euch denn die Erste? Die Uraufführung war ja ein katastrophaler, desatröser, niederschmetternder Misserfolg für den erst 24jährigen Komponisten. Glasunow hatte als Dirigent der Uraufführung ordentlich Vodka getankt, was zum kompletten Misserfolg des Konzerts beigetragen haben mag.



      Hallo Lavine,

      Du wirst Lachen - den Misserfolg der Sinfonie Nr.1 kann ich überhaupt nicht nachvollziehen --- es ist von den Dreien meine Liebste ! Der Misserfolg kann nur auf Glasunow und seinen Vodka zurückzuführen sein. Ich finde das Werk absolut genial und niederschmetternd.

      Meine erste Aufnahme auf Eurodisc-LP mit Swetlanow / Staatliches SO der UDSSR ist auch mein Favorit geblieben. Denn so aufgewühlt spannend habe ich diese Sinfonie leider nie wieder gehört. Eurodisc war präzise bei der Angabe der Orchester, denn Swetlanows Melodiya-Erstaufnahmen sind je Sinfonie mit drei verschiedenen Moskauer Orchestern eingespielt.

      Ich habe diese Aufnahmen auf 3 CD bei dem Label MOSKOW STUDIO ARCHIVES. Hier ist aber die Orchesterangabe ungenau, denn die schreiben lapidar USSR Syphonie Orchestra - grrr. Dafür ist das Aufnahmejahr angegeben:

      :!: Sinfonie Nr.1 Staatliches SO der UDSSR (Melodiya - 1966)
      :!: Sinfonie Nr.2 Orchester des Bolshoi Theaters Moskau (Melodiya - 1968)
      :!: Sinfonie Nr.3 Grosses RSO der UDSSR Moskau (Melodiya - 1966)


      Von Swetlanows spätere LIVE-Aufnahmen bei WARNER, 1995 war ich ziemlich enttäuscht; wie gesagt kein Biss wie damals mehr und alles fürchterlich in die länge gezogen. Einzig die Sinfonie Nr.1 ist akzeptabel - und positiv, die Warner-aufnahmen haben ein vorzügliochen Klang (aber das reicht alleine nicht). Die Sinfonie Nr.2 klingt für mich in ihrer überromantisierten Art hier einfach schrecklich; hinzu kommt das alles langgezogen wird - bei der Sinfonie Nr.3 noch schlimmer !

      Die Abb zeigt die Melodiya-Ausgabe.
      Melodiya, 1966, ADD



      Für die Sinfonie Nr.2 ist die alte Swetlanow (Melodiya, 1968) sowie die sehr ausgewogene und packende Ashkenazy-Aufnahme / Concertgebow Orchestra Amsterdam (Decca, 1983) (meine 2.GA) meine Favoriten. Maazel (DG) meine 3.GA auch sehr ausgewogen ohne Schmalz - beinahe die goldene Mitte.


      Melodiya, 1968, ADD


      Die Sinfonie Nr.3 gefällt mir in einer straff-präzisen Version am Besten. Auch hier liegt (oh Wunder) diesesmal Swetlanow nicht an der Spitze, weil er mir in seinen Aufnahmen durchweg zu langsam ist. :thumbup: Nein, hier finde ich die unromanische Sicht von Maazel am angemessensten - straffe Spielzeiten: 12:20 - 11:23 - 11:45 machen diese Aufnahme der Dritten zu meinem Favorit.

      :thumbdown: Dagegen ganz daneben und viel zu zahm ist Maazel die Erste gelungen.

      Ich habe noch die 3CD-Ausgabe !
      DG, 1981-1984, DDD


      Mein 4.GA Jansons / St.Petersburg PO (EMI, DDD); wie gesagt alles nicht übel, da würde ich mit meiner Einschätzung nicht so weit gehen wie Agravain. Aber die drei og mit Swetlanow (aber nur siw Alte), Ashkenazy und Maazel packen mich mehr und werden somit höher eingeschätzt. Die Sinfonie Nr.1 ist natürlich auch mit Jansons der Maazel-Aufnahme, die für mich vergeigt klingt, haushoch überlegen.



      Ich habe auch noch ein paar Einzelaufnahmen, die mich aber nicht so groß überzeugen konnten:

      Da ist die Pletnew-Aufnahme (DG, 2000) der Sinfonie Nr. 1 und der Toteniunsel für mich auch nicht das gelbe vom Ei - die Toteninsel zieht er als schnellster in 18:40 durch ....

      In Roshdestwensky hatte ich ja als größte Hoffnungen gesetzt (nach dem Mega-Schostakowitsch) aber seine BBC-Aufnahme der Sinfonie Nr.1 von 1979 klingt von Orchester ziemlich uninspiriert gespielt. (Die BBC-CD hatte ich auch nur wegen Prokofieffs Ode to the End of the War gekauft.)



      Ich glaube cosima ja, das Petrenkos Aufnahme des op.45 gut ist. Schaue ich mir sein braves Cover an, so könnz man Zweifel haben ... ich bin ja ohnehin bestens ausgestattet, den Petrenko kann ich mir dann verkneifen, so perfekt er auch sein mag !?! An Swetlanow kratzt beim op.45 keiner.

      Interesant finde ich die Empfehlung/und Kritik der Gardiner-Aufnahme von Agravain. Da kann ich nur zustimmen, denn Holst´s Planeten zeigt er sich ebenfalls genau von der von mir gewünschten Seite.
      ______________

      Gruß aus Bonn

      Wolfgang
    • teleton schrieb:

      :wink: Glaube ich Euch ja gerne und vielleicht erreicht mich mal eine Rachmaninoff-Previn-Aufnahme um mich zu überzeugen.


      Wünsche ich Dir sehr. Zumindest die Zweite.

      ;+) Gerade bei Previn gibt es neben absolutem Schrott auch herausragendes (wie ich erst dieser Tage als Pianist bei Gershwin-KK erlebt habe).


      Vielleicht gibst Du ihm dann auch mit Romeo noch ne Chance. :wink:
      "...es ist fabelhaft schwer, die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen." - Johannes Brahms
    • Hallo,

      in meiner CD-Sammlung finden sich zwei "Boxen" zu diesem Thema:

      1. folgende Doppel-CD mir vier Werken RACHMANINOVs unter der Leitung von E. Svetlanov:

      kein Cover verfügbar

      - Symphonie Nr. 2 op.16 / Orch. des Bolschoi (rec. 1969)
      - Vocalise op.34/14/ USSR Symph.-Orch. (rec. 1973)
      - Symphonische Tänze op.45/ USSR Symph.-Orch. (rec. 1988)
      - "Die Glocken" op.35 / USSR Symph.-Orch. (rec. 1979)

      2. die drei Einzel-CDs mit dem Russischen Nationalorchester unter M. Pletnev



      - Symphonie Nr.1 op.13, + "Die Toteninsel" op.29 (rec. 1999)
      - Symphonie Nr. 2 op.29, + "Der Fels" op.7 (rec. 1993)
      - Symphonie Nr. 3 op.44, + Symphonische Tänze op. 45 (rec. 1997)

      über die hier erstaunlicherweise noch nicht gesprochen wurde (was wohl nicht an den kürzlich gegen Pletnev erhobenen Vorwürfen liegen wird (?), die -soviel ich weiß- bisher unbewiesen sind!).
      Ich habe die CDs bisher nicht allzuoft gehört, aber doch als gelungen in Erinnerung. Vielleicht höre ich ja aus Anlass dieses Threads mal wieder etwas öfter "rein".
      Pletnev erscheint mir als Pianist und Dirigent besonder für die russische Musik des 19./20.Jahrhunderts (TSCHAIKOWSKY, RACHMANINOV, SKRJABIN, u.a.) meistens erste Wahl.

      Gruß pt_concours
      W o h n z i m m e r w e t t b e w e r b:
      Petit concours à la maison... (S. Richter, 1976)
    • Danke für den thread, Wolfgang,

      ich habe einige der hier besprochenen CDs und darüber hinaus noch weitere, die ich wieder mal vergleichshören müsste.

      Ich möchte die hoffentlich zahlreichen neuen Rachmaninow-besser-Kennenlerner dazu ermuntern, den brilliant-opera-omnia-würfel beherzt einzufangen, wenn er mal wieder preiswert über den Marktplatz springt:



      Ich habe ihn (31 CDs) natürlich noch lange nicht komplett durchgehört, aber weil er von Aussen vielleicht etwas unscheinbar wirkt, will ich hier doch mal einige Bestandteile ganz laut herausposaunen: Er beinhaltet unter anderem:

      - Die Klavierkonzerte und Paganini-Rhapsodie in der hochgelobten Aufnahme Horenstein / Wild / Royal Philharmonic (1965, Studio, gute Tonqualität, super Scheibe!)

      - Diverse Orchesterwerke (Der Fels, Toteninsel*, Prinz Rostislaw ("symphonic poem", 18:18 min), die sinfonischen Tänze, die Glocken, ...) Chandos-Lizenz mit Valery Polyansky und dem Russian State Symphony Orchestra (*ab 17:05 tontechnische Störungen... weiß nicht, ob allgemein oder nur auf meiner CD)

      - Die Sinfonien mit Roschdestwenskij live (1&3 mit dem UdSSR-Kulturministeriumsorchester, die 2te mit dem LSO (1988 - 1991)

      - Fragment (?) einer einsätzigen Jugendsinfonie in d moll mit Slatkin / St. Louis S.O. (11:25 Minuten)

      ...

      weitere Bestandteile der CD sind teils auch ganz hervorragend, was aber nicht unbedingt in den Orchesterwerkethread gehört.
      Ins Gebüsch verliert sich sein Pfad, hinter ihm schlagen die Sträuche zusammen.
    • RE: Pletnev und Polyansky

      Hallo pt-concours,

      die Pletnev-CD mit der Sinfonie Nr. 1+ Toteninsel (DG) habe ich auch; sie hat mich nicht so 100% überzeugt. Aber das heisst gar nichts, denn bei den weiteren abgebildeten Werken/CD´s kann es mit Pletnev ganz anders sein ...


      Ich bin ja immer noch auf der Suche nach einer Aufnahme der Sinfonischen Tänze, die der alten Wahnsinns- Swetlanow-Aufnahme von 1964 (oder1968) gleich kommt. Ich habe in die Hörschnipsel mit Pletnev reingehört und war megaüberrascht - seit Jahren ist de der erste Ausschnitt der mich tatsächlich überzeugt und an Swetlanow erinnert - da würde ich wohl käuflich tätig werden müssen, wenn ich nicht Bedenken bei den hierzu ausgewalzten Spielzeiten hätte 13:08 -9:54 - 14:33 hätte.

      Auch das was von der Sinfonie Nr.3 zu hören war klang absolut überzeugend, aber auch hier erscheinen mir die spielzeiten zu lang ! (Hörschnipsel sagen einem letztendlich doch nicht ganz die Wahrheit.)


      Das Pletnev für das russische Repertoire erste Wahl ist habe ich im Falle von Tschaikowsky (als Pianist und Dirigent) auch schon mit Freude festgestellt. Seine kühle und zugleich zupackende Sichtweise überzeugte mich bereits mehrfach.





      Hallo Thomas Bernhard,

      bei deiner Swetlanow-Doppel-CD ist wieder die spätere LIVE-Aufnahme von 1986 (1988 ist warscheinlich CD-Erscheinungsdatum) verwendet wurde und nicht die umwerfende frühe Studioaufnahme (bei mir auf Eurodisc).

      Ansonsten hast Du mit der Sinfonie Nr.2 die bestmögliche Aufnahme, mit dem Bolshoi Theater-Orchester Moskau darin enthalten. ;+) Vergleiche diese mal mit Polyansky ( :D wenn Du dabei nicht einschläfst) und berichte !



      Deine 31CD-Brillant-Box ist sicher interessant um Rachmaninoff komplett zu haben. Aber der Inhalt ist wieder typisch Brillant-Mehr-CD-Box. Es wird alles verramscht, was ansonsten nicht unterzubringen ist. Sicher mag auch im Falle von Horenstein/Wild und auch sonstiges herausragendes dabei sein - aber klangtechnisch ... das nächste Manko, das man dann bei diesen Brillant-Boxen antrifft !?!
      Ich halte Valery Polyansky durchweg nicht für einen Dirigenten, der russische Orchesterwerke so interpretiert, wie es eigendlich angemessen wäre. :( Auf meine Polyansky-CD´s kann ich eigendlich komplett verzichten ... ein Langweiler par excelance.
      ______________

      Gruß aus Bonn

      Wolfgang
    • Die brilliant-Box ist eben kein Ramsch mit mieser Tonqualität oder drittklassigen Künstlern. (Die Interpretationen beispielsweise in den Segmenten Lieder, Kirchenmusik und Kammermusik gefallen mir ganz prächtig. Die Klavier-solo-Sachen und die Opern habe ich noch nicht gehört)

      Polyansky ist einer der besten Chor-Dirigenten, die ich kenne. Dass er dir bei Orchesteraufnahmen zu zahm sein könnte, finde ich teilweise nachvollziehbar. Die sinfonischen Tänze haben mir aber gerade dennoch gut gefallen, auch wenn kein kochendes Öl im Spiel ist. (Deinen Tip mit Svetlanov schreibe ich mir dennoch hinter die Ohren).

      Die Sinfonien wie gesagt mit Roschdestwenskij - ist ja auch einer deiner Lieblinge. Und das sind keine hoffnungslos verhusteten und verröchelte Aufnahmen.

      ...

      :wink:
      Ins Gebüsch verliert sich sein Pfad, hinter ihm schlagen die Sträuche zusammen.
    • RE: Roshdestwensky

      ThomasBernhard schrieb:

      Die Sinfonien wie gesagt mit Roschdestwenskij - ist ja auch einer deiner Lieblinge. Und das sind keine hoffnungslos verhusteten und verröchelte Aufnahmen.



      Hallo Thomas,

      oh ja, interessant; dass scheinen ja gemäß deiner Worte dann interessante Aufnahmen der Sinfonien zu sein.

      Danke auch an Lavine für den 2001-Tipp, aber es ist dort nur die CD mit der Sinfonie Nr.2 zu einem Normalpreis von 10€ vorhanden ...

      Roshdestwensky ist natürlich der richtige Dirigent für "diesen Stoff", aber wenn das Orchester, wie im Falle meiner BBC SO-CD mit der Ersten nicht mitspielt, dann hilft der beste Dirigent nichts. Mit dem Orchester des Kultusmin. der UDSSR habe ich da keine bedenken !



      Die Aufnahmen deiner Brillant-31CD-Box liegen von 1929 - 2004; also zumindest klangtechnisch sehr weit auseinander ...
      ______________

      Gruß aus Bonn

      Wolfgang
    • RE: RE: Roshdestwensky

      teleton schrieb:



      Die Aufnahmen deiner Brillant-31CD-Box liegen von 1929 - 2004; also zumindest klangtechnisch sehr weit auseinander ...


      Die extremen Jahreszahlen stammen von den Bonus-CDs. Dort spielt der Komponist selbst und als Dreingabe gibt es histotische Gilels- und Richter-Aufnahmen. Das aber als reiner Bonus. Diese Werke der Bonus-CDs sind doppelt in der Box vertreten - man kann also alle Werke von Rachmaninow rauschfrei und in stereo hören.

      :wink:

      p.s.: die Sinfonien mit Rosch höre ich gerade. Die Aufnahmen sind mit Applaus am Ende aber ansonsten völlig hustenfrei. Und sie gefallen mir unabhängig davon auch sonst sehr gut.
      Ins Gebüsch verliert sich sein Pfad, hinter ihm schlagen die Sträuche zusammen.