Rachmaninow, Sergei: Orchesterwerke

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    • RE: Sinfonie Nr.3

      Malcolm schrieb:

      Bei den sinfonischen Tänzen mag ich nur die ersten zwei, den dritten finde ich immer etwas belanglos. Ebensowenig konnte ich mich mit der dritten Sinfonie sonderlich befreunden.

      Hallo Malcolm,

      wir kennen uns ja seit Jahren und haben interssante Diskussionen geführt - :D ?( aber ich schlackere des öfteren mit den Ohren, was bei Dir alles als belanglos, substanzlos und als uninterssant abgetan wird. (Ich erinnere an Khatchaturian als Komponist und zuletzt Penderecki - KK !)

      Gerade der 3.Satz der Sinf.Tänze op.45 empfinde ich als einen ausgezeichneten Hammersatz mit einem fabelhaften Gänsehaut-Abschluss.
      Die Sinfonie Nr.3 schätze ich nicht weniger als die anderen beiden Sinfonien. Ich persönlich finde, dass das Werk nicht zu langsam gespielt werden darf um zu "wirken". Bei einigen hier im Forum werden die Rachmaninoff-Aufnahmen von Maazel (DG) als schlechte und spannungslose Aufnahme abgetan. Das kann ich ja noch bei der Sinfonie Nr.1 und auch bei den Sinf.Tänzen nachvollziehen, denn die sind tatsächlich schwach. Aber gerade die Sinfonie Nr.3 mit Maazel /Berliner PH (DG) liegt mir alleine von der zügigen Tempogestaltung näher, als so manche russische Aufnahme. Die Spielzeiten bei Maazel :thumbup: : 12:20 - 11:23 - 11:45

      Die Ashkenazy-Aufnahmen der Sinfonien Nr.1 -3, der hat auch die Jugendsinfonie dabei, Sinf.Tänze und der Toteninsel (Decca) finde ich übrigens auch ganz ausgezeichnet. Nur die Sinfonie Nr.3 finde ich bei Maazel angemessener gelungen.
      ______________

      Gruß aus Bonn

      Wolfgang
    • teleton schrieb:

      was gibt es bei einer DDD-Aufnahme von 1985 noch gross zu remastern um dann so einen Wucherpreis zu veranschlagen?
      Die Bänder wurden neu überspielt (vermutlich mit halber Geschwindigkeit), um mehr Präsenz aus den Aufnahmen herauszukitzeln.

      MFSL ist halt ein Kultobjekt... :-OOOO-


      jd ;+)
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      "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
      Jean Paul
    • Hallo Wolfgang,

      danke für Deine Hinweise. Dann werde ich mir Rachmanivs 3. mal mit Maazel anhören, Spotify hat sie. Danke für den Tip!

      Ich hoffe, Du nimmst mir meine flapsig offene Ausdrucksweise nicht übel. Ich finde, wir hatten immer interessante Diskussionen und ich habe da meine Meinungen oft korrigiert. Also will ich mal sehen, ob ich die Meinung bezüglich der 3. von Rachmaniv korrigiere. Der Maazel läuft gerade!

      :prost:
      Malcolm
      Der Hedonismus ist die dümmste aller Weltanschauungen und die klügste aller Maximen.
    • teleton schrieb:

      OK Michael,
      dann hat amazon da einen Fehler gemacht, denn da steht unter den Hörschnipseln Szell angegeben.
      Na ja, ich glaube nicht, daß bei Amazon Kenner überprüfen, ob alles stimmt.
      was gibt es bei einer DDD-Aufnahme von 1985 noch gross zu remastern um dann so einen Wucherpreis zu veranschlagen
      MFSL war bekannt dafür, auch aus völlig normalen Aufnahmen ein Optimum herauszuholen.
      Entweder durch besonders sorgfältiges Übertragen der Orginale oder durch eine besonders gewissenhafte Nachbearbeitung.
      Oft war es klasse und ein paar mal hat es leider nicht geklappt.

      Ich besitze z.B. die 2.Sinfonie von Rachmaninoff in der Swetlanow-Einspielung als Gold-CD von MFSL.
      Tja, das ist amtlich, das ist klanglich allererste Sahne.
      Die Bänder wurden neu überspielt (vermutlich mit halber Geschwindigkeit), um mehr Präsenz aus den Aufnahmen herauszukitzeln.

      Das gilt aber nur für Analog-Aufnahmen............

      Im Nachhinein haben die Leute bei MFSL versucht, klanglich nachzubearbeiten, was möglich war.
      Das ging durchaus auch mal schief, aber genau so oft war das Resultat dann einer normalen CD/LP überlegen.

      Falls die MFSL-Leute ein unbearbeitetes Master von Melodya bekommen haben, dann kann ich mir sehr gut vorstellen, daß das Resultat damals von MFSL wesentlich besser war.

      Damals, heute sieht das anders aus, heute sind die Melodya CDs von allerbester Qualität.

      Aber eine DDD- Aufnahmen von 1985 aus der UDSSR..........man dachte damals, daß DDD für höchste Qualität steht, aber im Grunde war das ein Schmarren, auf den alle hereingefallen sind bis heute.

      Man müßte das Orginal mal mit der MFSL-Version vergleichen können, das wäre interessant.
    • RE. Sinfonische Tänze op.45 mit Fedossejew (Melodiya, 1985, DDD)

      Michael Schlechtriem schrieb:

      Damals, heute sieht das anders aus, heute sind die Melodya CDs von allerbester Qualität.

      Meine Melodiya-CD vom deutschen Vertrieb ZYX-Music GMBH stammt aus C 1994.

      Ich glaube gerne, dass MFSL möglicherweise marginale Klangverbesserungen bei dieser Aufnahme produzieren kann, für die man dann viel Geld hinlegen muss. Aber ich versichere Dir nochmal, dass meine CD-Ausgabe den audiophilen Anspruch auch erfüllt. Eine wahnsinnig Klasse CD, die ich in dieser Qualitätstufe von Melodiya nie erwartet hätte.
      Ich habe noch so eine Hammer-CD mit Fedossejew - Strawinsky´s Sacre. Auch eine Melodiya-Aufnahme. Die CD hat JVC in den 80ern heraus gebracht. Hammerstark in Int und Klang !


      OT, aber auch interessant:
      Ich besitze z.B. die 2.Sinfonie von Rachmaninoff in der Swetlanow-Einspielung als Gold-CD von MFSL.

      Du Glückspilz.
      Wir reden natürlich hoffentlich von der Aufnahme 23.Feb 1964 mit dem Bolshoi Theater Orchester Moskau - und nicht von dem langsamen Abklatsch von 1995 !

      Ich hatte mit der Eurodisc-LP-Box mit dieser meiner Erstaufnahme angefangen !
      Dann folgte auf CD die Ausgabe von MOSCOW STUDIO ARCHIVES (Made in USA) (dort wurde das Datum mit 1968 offenbar falsch angegeben).Hier ist noch Der Fels op.7 drauf. Diese CD ist klanglich ungleich besser als die alte Eurodisc-LP.
      Dann folgte bei mir später noch unverhofft die Version in der 10CD-Swetlanow-BRILLANT-Box. Dort habe ich auch erstmals das genaue Aufnahmedatum 23.02.64 gelesen. Aber dieses Remastering ist sogar (trotz Brillant) noch das klanglich Beste (von den 3en) ! Bin auf jeden fall zu Frieden mit dieser Vrsion der "Besten Rach2 - von Swetlanow".
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      Gruß aus Bonn

      Wolfgang
    • teleton schrieb:

      Ich glaube gerne, dass MFSL möglicherweise marginale Klangverbesserungen bei dieser Aufnahme produzieren kann, für die man dann viel Geld hinlegen muss.
      Viel Geld muß man u.U. heute hinlegen, da dies nun Sammlerstücke sind.
      Früher waren diese CDs und LPs etwas teurer, aber das hielt sich im Rahmen.
      MFSL hat u.U. auch gar nicht so viel an der Aufnahme herumgedoktert, sondern diese einfach als Gold- CD auf den Markt gebracht.

      Und vergoldete CDs , jedenfalls die, welche ich habe, klingen einen ganzen Tacken besser.
      Ich benutze übrigens mittlerweile auch vergoldete Rohlinge von Taiyo Yuden zum Brennen, und diese Dinger sind einfach klanglich besser.
      Wir reden natürlich hoffentlich von der Aufnahme 23.Feb 1964 mit dem Bolshoi Theater Orchester Moskau
      Natürlich.
      Und die klingt auf der MFSL Gold- CD geradezu audiophil, ohne irgendwie besonders bearbeitet zu wirken.
      Natürlich wurde da etwas nachgeholfen, aber so geschickt, daß die klangliche Natürlichkeit der alten Analog-Aufnahme bewahrt bleibt.
      Da wurde wohl vor allem ein größerer Aufwand beim Abspielen der alten Bänder betrieben, das ist nämlich schon mal die halbe Miete.
      Bin froh, daß ich sie besitze.
    • Zuletzt war/ist V. Petrenko / Liverpool mein Favorit bei den Sinfonischen Tänzen. Aber auch meine aktuelle Neuerwerbung



      ist außerordentlich gut. Klanglich, wie man es von LSO Live gewohnt ist, auf höchstem Niveau. Der Klang des Schlagwerks gefällt mir, die tiefen Töne knallen manchmal richtig satt rein. Dennoch ist Gergijews Interpretation durchaus feinsinnig und keine Kraftprotzerei. Auch der Strawinski gefällt.

      maticus
      Social media is the toilet of the internet. --- Lady Gaga
      In mir steckt noch ganz viel Zeug hier drin fest, Gefühle und so. --- Nick Tschiller
    • Sinfonie Nr. 2

      Menschenskinder - jedenfalls diejenigen, welche die Musik von Rachmaninoff lieben - aufgepasst!
      Schaut Euch bitte diesen youtube-clip an: "https://www.youtube.com/watch?v=zQtoOWqZ_J4"

      Ich kenne diese Sinfonie nun wirklich fast auswendig und die Aufnahme Ashkenazy`s mit dem klangvollen Concertgeboworchester scheint mir fast unerreicht. Aber eben nur fast. Dieses wunderbare Video mit einem sehr anhörlichen Klang hat mich nun aus den Socken gehauen und stellt den Vladimir und die fliegenden Holländer wahrlich in den Schatten des Peterdoms.

      Ich wusste ja schon immer, dass der treffliche Direttore Sir Antonio Pappano ein excellenter Operndirigent ist und als der wahre King of Covent Garden gilt.
      Aber was er anlässlich eines Proms-Konzertes aus dem römischen Orchestra dell`Accademia Nazionale di Santa Cecilia rauskitzelt, das sucht seinesgleichen!
      Die Italiener (und schönen Italienerinnen!) spielen um ihr Leben und Sir Antonio (deren Musikdirektor seit 2005) versprüht Schweiss und Lebensfreude sondergleichen. Unbedingt empfehlenswert!

      Gruss von Walter aus Bern
    • Lieber Walter,
      Menschenskinder, ja!
      Ich habe mir jetzt nur mal den letzten Satz angehört.
      Was für ein tolles Orchester!

      Und die vielen Details, welche da herausgearbeitet wurden, alleine den dämonischen Klang beim Dies Irae habe ich so noch nicht gehört.
      Schade, daß es das nicht auf CD gibt.

      Vielen lieben Dank Dir,

      Micha
    • Vermutlich nicht dieselbe Aufführung wie auf youtube zu sehen, ab es gibt eine CD-Aufnahme mit gleicher Besetzung der 2. Rachmaninov:



      Der hier angebotene Japan-Import ist teuer, aber vermutlich gibt es die Original-EMi-Aufnahme irgendwo auch gebraucht billger.
    • Walter Heggendorn schrieb:

      Die Italiener (und schönen Italienerinnen!) spielen um ihr Leben und Sir Antonio (deren Musikdirektor seit 2005) versprüht Schweiss und Lebensfreude sondergleichen. Unbedingt empfehlenswert!
      Yes, indeed! Vielen Dank für den schönen Hinweis, lieber Walter!

      Interessant, dass Rachmaninows Zweite (wie auch etwa seine Sinfonischen Tänze) bei mir im Laufe der Zeit nichts an ihrer Faszination verloren hat. Meine erste Berührung damit war auch die von Walter genannte Aufnahme Ashkenazys mit dem Concertgebouw, damals so Anfang der 1990er Jahre in einer Billigserie der Decca. Seitdem haben meine zahlreichen weiteren Käufe diese Einspielung nicht toppen können; auch wenn sie sehr gut waren, kam deshalb auch immer ein wenig Enttäuschung hinzu. Aber dieses Video könnte durchaus an Ashkenazy herankommen, bzw. in einigen Details sogar noch besser sein.

      Das sehnsuchtsvolle Klarinettensolo, hier bewundernswert von Alessandro Carbonare dargeboten, finde ich immer besonders ergreifend. Es gab mal eine Zeit, da habe ich es manchmal "begleitet" vom heimischen Hifi-Orchester auf meiner (allerdings B-) Klarinette (nach Gehör) gespielt, weil ich es so mochte.

      maticus
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    • Agravain schrieb:

      Außerordentlich gut gelingen die "Symphonischen Tänze" meines Erachtens bei Gardiner, der ja bisweilen ins romantische, ja spätromantische Repertoire vordringt und tatsächlich bisweilen auch interpretatorische Treffer landet. Dazu gehört diese Platte, die während seiner kurzen Zeit beim NDR-Sinfonieorchester stammt. Es ist der Mittschnitt eines Konzertes aus dem Jahre 1993. Es ist eine Aufnahme, die zwar rhythmusfixiert und kraftvoll daherkommt, sich aber vor Lyrizismen (bspw. im ersten Tanz) nicht fürchten, sodass die Bandbreite dieser Musik und deren Wirkung gut deutlich gemacht werden.



      Das "Grammophone" schrieb einst:

      "Rachmaninov's Symphonic Dances are played with great sharpness here, emphasizing the extraordinary originality of his last completed work and serving as a reminder that the original title was Fantastic Dances: this might be more suitable for a performance that, though not lacking in lyrical grace, sets some familiar characteristics in a novel, strange and even somewhat disquieting context. The waltz of the central movement (once to have been called "Twilight") has a rhythmic fluency that suggests not so much elegance as a faintly uncertain atmosphere; and there are shadows lying across the urgency of the finale. A fascinating score is intelligently and imaginatively read." (Januar 1996)

      Dem kann ich nur beipflichten.
      Bei diesem Gardiner-Konzert im Jahre 1993 war ich sogar anwesend. Der Live-Mitschnitt auf DG hat es gleichwohl bisher nicht in meine Sammlung geschafft, aber ich habe ihn mir jetzt mal bestellt. Neugierig bin ich schon, wie ich die Interpretation 26 Jahre später beurteilen werde.

      Weswegen ich diesen Faden heute aufgerufen habe: Ich habe heute abend das London Symphony Orchestra unter der Leitung von Sir Simon Rattle u.a. mit der Sinfonie Nr. 2 von Rachmaninow live beim SHMF in Neumünster erlebt. Da das Orchester gerade durch Europa tourt: Nutzt die Gelegenheit, Euch diesen Rachmaninow anzuhören, wo immer er demnächst in Deutschland oder im angrenzenden Ausland in dieser Besetzung aufgeführt wird! Ich habe das etwa zweiminütige Klarinettensolo zu Beginn des Adagios noch nie auch nur annähernd so berührend, so überirdisch schön erlebt wie heute. Rattle muss ähnlich begeistert wie ich gewesen sein, denn beim Schlussapplaus ließ er einzig den Soloklarinettisten gesondert aufstehen, wobei er zu ihm hinging und ihm wie verrückt applaudierte. Keine anderen Instrumentengruppen, keinen anderen Stimmführer ließ er sonst aufstehen, nur den Klarinettisten und das Orchester insgesamt.

      Ich höre gerade meine CD-Einspielungen durch (Kirill Kondrashin/Concertgebouworkest Amsterdam; Mariss Jansons/St. Petersburger Philharmoniker; Jewgenij Swetlanow/Orchester des Bolshoi Theaters Moskau; Sir Neville Marriner/RSO Stuttgart), aber kein Klarinettist dieser Aufnahmen kann auch nur ansatzweise mit dem LSO-Klarinettisten mithalten. Jetzt recherchiere ich mal, ob ich eine Aufnahme finde, die mit der heutigen Aufführung konkurrieren könnte. Mitropoulos vielleicht? Boult? Gergiev? Pappano? Oder die Neuaufnahme mit Vladimir Ashkenazy und dem Philharmonia Orchestra London auf Signum? Die Hörschnipsel der letztgenannten finde ich gar nicht mal so schlecht.
      We drink from hot wells poisoned with the blood of our children.
      (James Taylor, "New Hymn")

      Ich will, dass Ihr handelt, als würde Euer Haus brennen. Denn es brennt.
      (Greta Thunberg)
    • music lover schrieb:

      Mitropoulos vielleicht? Boult? Gergiev? Pappano? Oder die Neuaufnahme mit Vladimir Ashkenazy und dem Philharmonia Orchestra London auf Signum? Die Hörschnipsel der letztgenannten finde ich gar nicht mal so schlecht.
      Wenn Du eine wunderbare Aufnahme im Allgemeinen und ein herausragendes Klarinettensolo im Speziellen hören willst, dann würde ich an Deiner Stelle zu Previn 1973 greifen. Jack Brymer spielt das Solo des dritten Satzes wie ein junger Gott.



      Sehr gelungen finde ich im Ganzen auch Bychkov/Orchestre de Paris:



      :wink: Agravain
    • Agravain schrieb:

      Wenn Du eine wunderbare Aufnahme im Allgemeinen und ein herausragendes Klarinettensolo im Speziellen hören willst, dann würde ich an Deiner Stelle zu Previn 1973 greifen. Jack Brymer spielt das Solo des dritten Satzes wie ein junger Gott.

      Sehr gelungen finde ich im Ganzen auch Bychkov/Orchestre de Paris
      Danke Dir für Deine sachdienlichen Hinweise! Ich werde dann mal auf die Pirsch gehen...
      We drink from hot wells poisoned with the blood of our children.
      (James Taylor, "New Hymn")

      Ich will, dass Ihr handelt, als würde Euer Haus brennen. Denn es brennt.
      (Greta Thunberg)
    • music lover schrieb:

      Weswegen ich diesen Faden heute aufgerufen habe: Ich habe heute abend das London Symphony Orchestra unter der Leitung von Sir Simon Rattle u.a. mit der Sinfonie Nr. 2 von Rachmaninow live beim SHMF in Neumünster erlebt. Da das Orchester gerade durch Europa tourt: Nutzt die Gelegenheit, Euch diesen Rachmaninow anzuhören, wo immer er demnächst in Deutschland oder im angrenzenden Ausland in dieser Besetzung aufgeführt wird! Ich habe das etwa zweiminütige Klarinettensolo zu Beginn des Adagios noch nie auch nur annähernd so berührend, so überirdisch schön erlebt wie heute. Rattle muss ähnlich begeistert wie ich gewesen sein, denn beim Schlussapplaus ließ er einzig den Soloklarinettisten gesondert aufstehen, wobei er zu ihm hinging und ihm wie verrückt applaudierte. Keine anderen Instrumentengruppen, keinen anderen Stimmführer ließ er sonst aufstehen, nur den Klarinettisten und das Orchester insgesamt.
      Lieber music lover,

      ich liebe dieses Klarinettensolo auch sehr (und ich habe das schon mehrmals für mich selbst geübt). In älteren englischen Aufnahmen hört man manchmal ein Vibrato, war das auch hier so?

      War der Klarinettist vielleicht Andrew Marriner (der Sohn von Sir Neville)? andrewmarrinerclarinet.com/biography/

      Auf der Seite des LSO ist er nicht mehr gelistet; in obiger Biographie steht, dass 2019 sein letztes Jahr beim LSO ist, nach 41 Jahren und 34 als Principal. Könnte ja sein, dass dieses Konzert seine Verabschiedung war?

      :wink: maticus
      Social media is the toilet of the internet. --- Lady Gaga
      In mir steckt noch ganz viel Zeug hier drin fest, Gefühle und so. --- Nick Tschiller