Hilary Hahn

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    • Ich gestehe: als ich die 1979 geborene Hilary Hahn zum ersten Mal wahrnahm, nämlich ein Bild von ihr auf einer CD-Hülle oder einer Werbeanzeige, da dachte ich: "Och nö, noch so ne Geigenlolita. Kann ja nichts taugen." Das war damals Anfang der 90er, als auch eine gewisse Vanessa-Mae ihr Unwesen trieb und nach ihrem Debut mit den Tschaikowski- und Beethovenviolinkonzerten in Richtung Klassikpop abdriftete.

      Hahn aber war eben nicht bloß niedlich. Nach ihrem CD-Debut mit sechzehn, einer interpretatorisch etwas überflüssigen Aufnahme der Bachpartiten, griff sie nicht etwa zur Elektrogeige, sondern ging erst mal drei Jahre lang den Aufnahmestudios aus dem Weg, lernte weiter und ließ sich vom Orchester ihrer Heimatstadt Baltimore, das damals von David Zinman geleitet wurde, unter die Fittiche nehmen. Mit den Baltimorern und Zinman spielte sie 1999 auch ihre zweite CD ein; im Booklet dankt sie den Musikern ausdrücklich dafür, dass sie "verfrühten Karrieredruck von mir fern (hielten), so dass ich meinen College-Abschluss machen konnte, bevor ich zu viele Konzerte geben musste. Mit Zinman und seinen Musikern konnte ich in großen und kleinen Sälen Konzerterfahrungen sammeln und mein Repertoire erweitern. Sie halfen mir sogar, erste Konzerte mit anderen Orchestern zu organisieren, damit ich zunehmend professionell arbeiten konnte, ohne mich früh von einer Agentur vertreten lassen zu müssen."

      Danach ging es Schlag auf Schlag: seit 1999 erschien fast jedes Jahr eine neue CD von Hilary Hahn, bis auf eine (Mozartsche Violinsonaten) durchweg Repertoire für Violine und Orchester. Allerdings mitnichten nur das übliche Repertoire: Hilary Hahn zeigt ein großes Interesse für die Musik des Zwanzigsten Jahrhunderts und koppelt bespielsweise Beethoven mit Bernstein, Brahms mit Stravinsky, Mendelssohn mit Schostakowitsch und Sibelius mit Schönberg. Auch sonst widmet sie sich nicht bloß dem Wunschkonzertrepertoire: Elgar, Spohr, Barber hat sie längst eingespielt , das großartige Korngoldkonzert liegt leider in ihrer Interpretation noch nicht auf CD vor, ist aber auf youtube zu bewundern, ebenso das 1. Prokofievkonzert; in ihrem Konzertrepertoire finden sich u.a. die Sonaten von Ives und Ysaye, das Violinkonzert von Menotti und allerhand andere Pretiosen.

      Ich höre Hilary Hahns Aufnahmen nicht nur sehr gerne, sondern meist mit großer Begeisterung. Das liegt in der Regel weniger an den Interpretationen, die nicht gerade besonders ausgefallen sind, sondern vor allem an ihrem wundervollen, reinen, singenden, geradezu altmodisch schönen Geigenton und der makellosen Phrasierung und Intonation. Ich fühle mich, wenn ich Hahn höre, stark an den von mir hochgeschätzten Geiger Arthur Grumiaux erinnert. Kein Wunder: wie Grumiaux lernte auch Hahn bei einem Schüler Eugene Ysayes (Hahns Lehrer war der greise, inzwischen leider verstorbene Jascha Brodsky), enstammt also der großen belgischen Violintradition. Ihr Spiel hat durchweg eine ungeheure gesangliche Kraft und große Souveränität - immer wirkt es ganz leicht, nie verschwitzt.



      Gelegentlich, wie beispielsweise beim Sibeliuskonzert, das sie zudem außergewöhnlich langsam angeht, kommt mir ihr Zugriff allerdings auch zu leicht vor. Andererseits ist es gerade diese Leichtigkeit, die das sonst so spröde Schönbergkonzert auf der selben CD so zum Klingen und zum Leuchten bringt, dass es kaum zu glauben ist.

      Hahns erste fünf CDs bietet Sony zur Zeit als äußerst empfehlenswerte und preisgünstige "Collection" an - empfehlenswert vor allem auch deshalb, weil die Box die fünf Original-CDs mit Original-Booklets enthält, nicht irgendwelche Neuauflagen in Papphüllen, wie anderswo üblich.



      Außerdem empfehle ich ihre Elgar/Vaughan-Williams-CD:



      und die mit Konzerten von Spohr und Paganini:



      Auf hilaryhahn.com gibt es eine Fülle von Informationen über Hilary Hahn und vor allem von ihr selbst, denn sie neigt dazu, die langweiligen Momente auf Konzertreisen und die Einsamkeit im Hotelzimmer am Computer zu überbrücken. Hahn lässt ihren Geigenkasten twittern (twitter.com/violincase) - er scheint ein etwas muffiger Geselle mit allerhand Identitätskrisen zu sein ("I smell rosewood. Wait. Am I supposed to be able to smell?"; "I wonder what it's like to eat food."), sie produziert kleine Videobotschaften, in denen sie Fanpost beantwortet (http://www.youtube.com/hilaryhahnvideos) und interviewt ihre Kollegen, z.B. den Dirigenten Eiji Oue (Q: Is chocolate a drug? - A: Yes.). All das kommt ganz unprätentiös daher und entspringt sehr offensichtlich ihrer eigenen Lust am Blödsinn und nicht irgendwelchen Marketinghirnen. Am besten gefiel mir Hilary Hahns Idee, zu Arnold Schönbergs 134. Geburtstag eine Pyjama-Party zu veranstalten:

      I tried to imagine a vast array of music dorks (like me) of all ages, ordering peanut-butter-sandwich cakes in the shape of Schoenberg's head, making crafts modeled on tone rows or building miniature instruments, and then, at the end of the evening, laying out the sleeping bags and drifting off to the Sprechstimme dreamland of Pierrot Lunaire.

      Da wäre ich gerne dabeigewesen.

      Grüße
      vom Don
    • Am besten gefiel mir Hilary Hahns Idee, zu Arnold Schönbergs 134. Geburtstag eine Pyjama-Party zu veranstalten:

      Zitat

      I tried to imagine a vast array of music dorks (like me) of all ages, ordering peanut-butter-sandwich cakes in the shape of Schoenberg's head, making crafts modeled on tone rows or building miniature instruments, and then, at the end of the evening, laying out the sleeping bags and drifting off to the Sprechstimme dreamland of Pierrot Lunaire.


      Da wäre ich gerne dabeigewesen.
      Ich auch. Ebenso sympathisch auch ihr Ansporn der großartigen Musik Schönbergs (in diesem Fall das unvergleichliche Violinkonzert op. 36) durch gute bzw. sinnvolle Wiedergaben die längst überfällige und hochverdiente Aufmerksamkeit im Musikleben zu verschaffen. Das kann nur in höchsten Tönen gepriesen werden. CDs mit Hilary Hahn sind nicht in meiner Sammlung. Aber z.B. vom Schönbergschen Violinkonzert habe ich mit Hahn folgende Radiomitschnitte:

      Schönberg Violinkonzert op. 36 Paris, 23.01.09, Eötvös, Hahn; Orchestre Philharmonique de Radio France
      Schönberg Violinkonzert op. 36 Frankfurt, 24.03.06, Inkinen, Hahn, HR-Sinfonieorchester
      Schönberg Violinkonzert op. 36 Hannover, 21.09.07, Oue, Hahn, NDR Radiophilharmonie
      Schönberg Violinkonzert op. 36 Stockholm, 27.09.07 Salonen, Hahn, Schwedisches RSO

      Am besten gefällt mir der Mitschnitt mit dem Philharmonique de Radio France unter Eötvös. In Hannover hat sie op. 36 trotz sehr starker Erkältung sehr engagiert und spannungsreich wiedergegeben, aber verzichtete - verständlicher Weise - auf eine Zugabe (meistens aus Bachs Solostücke für Violine, die dann auch jedes Mal gelungerner sind, als ihre frühe Studioeinspielung; die ist tatsächlioch nicht so dolle ist, dazu der bescheuerte dumpfe Sound, vermutlich vom Tonmeister verbockt) und sogar die manchmal etwas dröge NDR-Radiophilharmonie stieg an diesem Abend unter Oue zu bemerkenswerter Form auf.

      Mir gefällt auch sehr ein Livemitschnitt des Elgarschen Violinkonzert mit dem Bayrischen S.O und Hahn unter C. Davis von 2002 (München)

      Sehr beeindruckend auch ihre Einspielungen der Bachschen Violinkonzerte (ich bin auf Kuiken am vom SWR2 am 14.09 gespannt, hoffentlich ist das was) mit dem ausgezeichnetem Los Angeles Chamber Orchestra unter Kahane. Hier könnt ihr euch das reinziehen.

      Was wäre von der Geigerin Hilary Hahn zu wünschen:

      ...dass sie weiterhin Schönbergschen Musik so fest (+ mit Humor) die Treue hält; vielleicht auch mal die Fantasie für Violine mit Klavierbegleitung spielt.

      ...Wiedergaben des Bergschen (da ist ein gutes Orchester ganz besonders wichtig), Skalkottaschen und Valensche Violinkonzertes

      ...dass sie neben der klassischen Moderne auch verstärkt Perlen der zeitgenössischen Moderne /Avantgade wiedergeben bzw. ausgraben möge..

      ... eine Tour durch die BRD mit den Bachschen Violinkonzerten, natürlich mit fetzigem Orchester und auch mit den Bachschen Sonaten + Partiten für Solovioline, vollständig natürlich

      das alles selbstverständlich von empfangbaren Radiostationen übertragen bzw. gesendet .

      :wink:
      „Ein Komponist, der weiß, was er will, will doch nur was er weiß...“ Helmut Lachenmann
    • :wink:

      Na wunderbar, auch ich habe manche Aufnahme von Hilary Hahn im Schrank und den Grund dafür hätte ich nicht so schön beschreiben können wie der Don. Angefangen hat es übrigens mit dem Beethoven-Konzert. In den Jahren als ich keinen Plattenspieler besaß hatte ich lange nach einer Interpretation gesucht, sehr viele, großartige Geiger gehört und nichts hatte mir rundum gefallen. Bis dann die Aufnahme mit Hahn kam, deren so natürlicher Ton mich gleich gefangen nahm. Dann hatte ich schon etwas von Edgar Meyer, dessen Musik mir schon sehr gefallen hatte und es kam das ihr gewidmete Violinkonzert heraus. Auch ein schöner Treffer, übrigens bei beiden auch wegen der gekoppelten Aufnahmen von Bernsteins Serenade und Barbers Konzert.
      Meine Hoffnung gilt mehr, dass sie sich auch mehr in Aufnahmen der Kammermusik zuwendet. Ich kann mir erinnern, dass man damals von ihrer Aufnahme einiger Mozart-Sonaten begeistert war, die ich aber nicht kenne.

      Gruß, Frank
    • Mein erster und zugleich bislang auch einziger Kontakt mit Hilary Hahn waren ihre Violin-Solos in James Newton Howards Musik zum Film "The Village":



      Ein bezaubernder Score, zu dem auch Hahn ihren Teil beiträgt. Hier der Track "The Gravel Road":

      "http://www.youtube.com/watch?v=aJEk824VIas"

      DiO :beatnik:
      "Wer Europa in seiner komplizierten Verschränkung von Gemeinsamkeit und Eigenart verstehen will, tut gut daran, die Oper zu studieren." - Ralph Bollmann, Walküre in Detmold
    • Beryllo schrieb:

      dass man damals von ihrer Aufnahme einiger Mozart-Sonaten begeistert war, die ich aber nicht kenne.


      Wirklich schade, dass Hilary Hahn davon noch nicht mehr gemacht hat:



      Bewundernswert finde ich vor allem auch ihre künstlerische Bandbreite: von Bach, bis Schönberg und Barber!


      :wink: :wink:

      Christian
      Rem tene- verba sequentur - Beherrsche die Sache, die Worte werden folgen

      Cato der Ältere
    • Don Fatale schrieb:

      Andererseits ist es gerade diese Leichtigkeit, die das sonst so spröde Schönbergkonzert auf der selben CD so zum Klingen und zum Leuchten bringt, dass es kaum zu glauben ist.


      Ich habe etwas Probleme mit der Studioeinspielung: Ihren Vorzug, den ich auch hören kann, benennst du, lieber Don. Aber mir kommt es in der Interpretation etwas unentschieden vor, insbesondere bei den Akzentuierungen teilweise etwas beliebig. Größere Zusammenhänge werden für mich etwas sehr leicht überspielt. Möglicherweise ist dies ihrer Arbeitsweise, wenn sie die auch bei der Schönberg-Einspielung beibehalten hat, geschuldet, über die sie in einem Interview verriet, sie anlaysiere vor Einspielungen gar nicht so sehr, sondern höre sich unbelastet einfach viele andere Aufnahmen an und suche sich daraus aus, was ihr gefalle und probiere dann einfach. Wenn es auch hier so war, dann scheint mir das bei Schönberg ein nicht so glückliches Verfahren.

      Da Amfortas schon andernorts in diesem Forum ihre Live-Einspielungen in höchsten Tönen gelobt hat, war ich auf sie ausgesprochen gespannt.

      Amfortas09 schrieb:

      Schönberg Violinkonzert op. 36 Paris, 23.01.09, Eötvös, Hahn; Orchestre Philharmonique de Radio France
      Schönberg Violinkonzert op. 36 Frankfurt, 24.03.06, Inkinen, Hahn, HR-Sinfonieorchester
      Schönberg Violinkonzert op. 36 Hannover, 21.09.07, Oue, Hahn, NDR Radiophilharmonie
      Schönberg Violinkonzert op. 36 Stockholm, 27.09.07 Salonen, Hahn, Schwedisches RSO

      Am besten gefällt mir der Mitschnitt mit dem Philharmonique de Radio France unter Eötvös.


      Nachdem ich sie, ihm sei dank, inzwischen auch hören konnte, muß ich feststellen, hier finde ich, je jünger der Mitschnitt ist, mein Problem immer besser gelöst. Es ist zu hören, wie sie immer mehr zu einer eigenen Interpretationshaltung kommt, die auch in sich immer schlüssiger wird. Schon den Mitschnitt mit Salonen finde ich besser als die CD, mit Eötvös ist das dann wirklich ganz groß.

      Aber das spricht ja nur für die immer noch junge Künstlerin, nur die CD-Einspielung wäre wohl etwas später, nach noch mehr Konzertpraxis noch besser geworden, doch dem standen wohl Gesetzmäßigkeiten des Musikbetriebs im Wege.

      :wink: Matthias
    • Matthias Oberg schrieb:

      Aber das spricht ja nur für die immer noch junge Künstlerin, nur die CD-Einspielung wäre wohl etwas später, nach noch mehr Konzertpraxis noch besser geworden, doch dem standen wohl Gesetzmäßigkeiten des Musikbetriebs im Wege.

      es gibt da eine ganz doofe Gesetzmäßigkeit:
      Eine CD-Aufnahme ist die beste Probe für die darauf folgenden Konzerte
      :troest:
    • RE: Hilary Hahns Aufnahme der Bernstein-Serenade

      Ich habe dieser Tage aus meiner wunderschönen Hilary-Hahn - Collection ((SONY) -5 tolle CD´s mit ihren teils fabelhaften VC-Aufnahmen) auch die Bernstein-Serenade verglichen:



      Bei Hahn/Zinmann eine schöne Aufnahme (alle mal besser als Mutter/Previn (DG)); doch an Ausdruckskraft, packender Phrasierung und dem orchestralen Gesamtbild kommen Hahn / Zinman nur bedingt an beide Bernstein-Aufnahmen bei

      SONY mit Zino Francescatti und

      DG mit Gidon Kremer, die beide einfach ein ungleich höheres Einfühlungsvermögen für das das Werk zeigen, heran !
      ______________

      Gruß aus Bonn

      Wolfgang
    • Für den dritten Januar ist eine neue Aufnahme von Hilary Hahn angekündigt:

      Hilary Hahn spielt ein für sie komponiertes Violinkonzert der amerikanischen Komponisten Jennifer Hidgon. Hidgon hat für die Komposition den Pulitzer-Preis erhalten. Neben Hidgons Konzert hat Hilary Hahn Tschaikowskys Violinkonzert aufgenommen. Man darf gespannt sein! In den USA und Japan ist die Aufnahme bereits erschienen:



      Mal schauen, ob ich mir die Aufnahme kaufe - wenn ich nicht schon die eine oder andere Aufnahme des Tschaikowsky-Konzerts hätte ;+) Was mir bei der Gelegenheit gerade einfällt: Haben wir eigentlich einen Thread zum Tschaikowsky-Konzerts?

      :wink: :wink:

      Christian
      Rem tene- verba sequentur - Beherrsche die Sache, die Worte werden folgen

      Cato der Ältere
    • Caesar73 schrieb:

      Für den dritten Januar ist eine neue Aufnahme von Hilary Hahn angekündigt:

      Hilary Hahn spielt ein für sie komponiertes Violinkonzert der amerikanischen Komponisten Jennifer Hidgon. Hidgon hat für die Komposition den Pulitzer-Preis erhalten. Neben Hidgons Konzert hat Hilary Hahn Tschaikowskys Violinkonzert aufgenommen. Man darf gespannt sein! In den USA und Japan ist die Aufnahme bereits erschienen:



      Mal schauen, ob ich mir die Aufnahme kaufe - wenn ich nicht schon die eine oder andere Aufnahme des Tschaikowsky-Konzerts hätte ;+) Was mir bei der Gelegenheit gerade einfällt: Haben wir eigentlich einen Thread zum Tschaikowsky-Konzerts?

      :wink: :wink:

      Christian
      Hallo Christian,

      kommt sie also doch auch hier auf den Markt. Ich habe die CD schon im Oktober aus den USA erhalten und mich ganz kurz hier mal geäußert. Bisher habe ich sie noch kein zweites Mal eingelegt – was aber eher daran liegt, daß andere Neuzugänge auch noch zu ihrem Recht kommen wollen.

      Grüße,
      Wolfgang
      Die Wahrheit zu sehen müssen wir vertragen können, vor Allem aber
      sollen wir sie unseren Mitmenschen und der Nachwelt überliefern,
      sei sie günstig oder ungünstig für uns. (August Sander)
    • Hat eigentlich schon mal jemand Gelegenheit gehabt, in Hilary Hahns jüngstes Projekt reinzuhören? In den Staaten ist die CD schon erhältlich, hier noch nicht.

      Bei YouTube gibt es ein ( http://www.youtube.com/watch?v=mYIQdolv_vo ) Promotion-Video.

      Persönlich habe ich noch nie Ives-Violinsonaten gehört und bin auf jeden Fall neugierig.
      Lucius Travinius Potellus
      Those who would give up essential Liberty, to purchase a little temporary Safety, deserve neither Liberty nor Safety. (B.Franklin)
    • Travinius schrieb:

      Hat eigentlich schon mal jemand Gelegenheit gehabt, in Hilary Hahns jüngstes Projekt reinzuhören? In den Staaten ist die CD schon erhältlich, hier noch nicht.

      Bei YouTube gibt es ein ( http://www.youtube.com/watch?v=mYIQdolv_vo ) Promotion-Video.

      Persönlich habe ich noch nie Ives-Violinsonaten gehört und bin auf jeden Fall neugierig.

      Ist sicherlich interessant. Besonders gefällt mir ja auch die Pianistin Valentina Lisitsa. Bei jpc kann man die CD schon bestellen. Voraussichtlicher Erscheinungstermin hier ist der 12.01.12
      „You don’t need a weatherman to know which way the wind blows“ (Bob Dylan)
    • [Kopie aus "Eben gehört".
      :wink:
      Gurnemanz]



      Heute nochmal Hilary Hahn, und zwar mit:



      Aber es gefällt mir nach wie vor überhaupt nicht. In ihren Interviews liest man, dass sie sich mit den Werken, die sie spielt, intensiv befasst. Es ist schon erstaunlich, zu welchem Ergebnis sie bei dieser Einspielung kommt, mich stören vor allem das durchgängige, gleichförmige Vibrato und die Art der Phrasierung. Manches mit dem Holzhammer, anderes mit großem Bogen überspielt. Klingt wie eine Aufnahme aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Da hilft auch Perfektion nicht: ich lege es wieder weg.

      Einen schönen Sonntag wünscht Vendee
    • Wenn dieser Eintrag hier so alleine steht, könnte der Eindruck entstehen, dass ich Hilary Hahn nicht mag, aber das Gegenteil trifft zu, ich mag vieles und finde manches einzigartig. Deshalb hier eine modifizierte Version (Datumsangabe) meines dem obigen Beitrag vorangegangenen Kommentars in "Eben gehört":


      "Ich habe zuerst den Radio-Mitschnitt eines Live-Konzerts vom 18.11.2011 gehört:

      NDR Radiophilharmonie
      Solistin: Hilary Hahn, Violine
      Dirigent: Eivind Gullberg Jensen

      Felix Mendelssohn Bartholdy:
      Violinkonzert e-Moll op. 64

      Anton Bruckner:
      Sinfonie Nr. 4 Es-Dur – Romantische

      Dann zum Vergleich diese Aufnahme:


      Ein großer Unterschied, besonders im ersten Satz. Mir hat die 10 Jahre alte CD-Einspielung gefallen, der Live-Mittschnitt gefällt mir noch sehr viel besser. Und nach wie vor **liebe** ich die Intonation von Hilary Hahn."

      Viele Grüße,
      Vendee
    • Vendee schrieb:

      [...] der Live-Mittschnitt gefällt mir noch sehr viel besser.
      Danke für den Hinweis, liebe Vendee! In knapp 3 Wochen werde ich Hilary Hahn (mit der ich bislang noch keine eigenen Erfahrungen gemacht habe) mit ebendem Mendelssohn-Konzert in Frankfurt erleben.

      Nach dem, was Du schreibst, könnte man annehmen, daß die Künstlerin im romantischen Bereich eher zuhause ist als im Barock...?

      :wink:
      Es grüßt Gurnemanz
      ---
      Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
      Helmut Lachenmann
    • H. Hahn in Berlin, Frankfurt und Köln

      Don Fatale schrieb:

      [...] wirklich ein tolles Programm!
      :thumbup: Desgleichen in Berlin am 7.12. Genaueres hier: "http://www.hr-online.de/website/rubriken/kultur/index.jsp?rubrik=66407".

      :wink:
      Es grüßt Gurnemanz
      ---
      Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
      Helmut Lachenmann