Konzertführer Orchestermusik

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    • Hallo Alberich,

      Okay, bestellt ist er jetzt eh schon. Ich werde berichten, ob mir der Humor besser gefällt als dir. Aber exemplarische Werke bringen doch alle nur, oder? Das ist ja auch das Problem bei meinem Reclam Konzertführer. Da fehlt halt schon einiges was, was ich gerne drin hätte. :boese1: :) ^^
    • Ich habe, wie ich oben schonmal andeutete, in den Beikircher nur, als er relativ neu war, mal im Laden reingelesen, aber ich sehe es ähnlich wie Alberich. Zwar würde ich eher pseudowitzig sagen, aber die Kleinlichkeit (eher hämische Besserwisserei), die überhaupt nicht zu dem sonst so lockeren Stil passt, ist mir auch unangenehm aufgefallen. Wenn man mehr oder minder geistreiche Anmerkungen passionierter, aber offensichtlich einseitiger und nicht selten polemischer Musikliebhaber lesen will, sollte man eher die Essay-Bände von Rosendorfer und Henscheid, wohlgemerkt ohne jeglichen Anspruch auf objektive Information im Konzertführerstil, nehmen.

      Der Reclam hat Schwächen, aber er ist doch immer noch besser als die meisten anderen und weit ausführlicher als der Beikircher, der überhaupt keine Systematik oder annähernde Vollständigkeit anstrebt, soweit ich recht erinnere.

      Wie schon oben gesagt, gehören für Klassik und Romantik Konolds Führer aus den 1980ern, die teils in je einem Band wiederaufgelegt wurde, m.E. zu den besten. Für 20. Jhd. und Barock, keine Ahnung. Konolds "Romantik" geht bis Nielsen und Sibelius und es gibt auch einen Band (bzw. 3 in der alten Ausgabe) zum Barock, aber den Barockband fand ich schlechter als die anderen.
      ...a man who refuses to have his own philosophy will not even have the advantages of a brute beast, and be left to his own instincts. He will only have the used-up scraps of somebody else’s philosophy; which the beasts do not have to inherit; hence their happiness. Men have always one of two things: either a complete and conscious philosophy or the unconscious acceptance of the broken bits of some incomplete and shattered and often discredited philosophy. (G. K. Chesterton)
    • Der ebenfalls oben erwähnte Konzertführer von Csampai/Holland ist auch nicht von durchgehend passabler Qualität, aber doch im Bereich der klassischen Moderne und teilweise in der zweiten Hälfte des 20. Jh. relativ gut aufgestellt. Inhaltsverzeichnis hier: d-nb.info/975618806/04. Ältere Auflagen aus den 90ern gibt's ziemlich preiswert.

      PS: Wobei ich mich weiter oben recht kritisch geäußert hatte... :D Habe schon lange nicht mehr reingeschaut.

      Wenn man sich wie Friese tiefgehender mit bestimmten Komponisten wie Prokofiev und Hindemith auseinandersetzen möchte, wäre möglicherweise gleich Spezialliteratur empfehlenswert.



      :wink:
      Details are always welcome. (Vladimir Nabokov)
    • So, ich habe aber nur kurz rein gelesen heute. Dabei ist mir erst einmal noch nichts negatives aufgefallen. Habe aber auch nur bei Bartok und Prokofiev reingelesen. Und bei erster ist mir positiv aufgefallen, dass die erste doch interessanter und ausführlicher dargestellt wird als im Reclam. Und auch die 5. bekommt eine Besprechung. Im Reclam wird ja nur die erste kurz beschrieben. Also erst einmal alles positiv.

      Ich danke euch für eure Anregungen und Gedanken. Ich gehe davon aus, dass der Csampai/Holland demnächst auch noch kommt, so dass ich mir querbeet was anlesen kann.
    • Jetzt habe ich aber doch noch mal eine Frage an die Experten hier. Beikircher schreibt bei Prokofievs 1. Sinfonie, dass "in den letzten Takten des zweiten Satzes, die Pauke zweimal die Terz des Grund Tones hören lassen darf, eine Art kleiner Mini-Melodie.....".... Ich höre aber keine Pauke am Ende des zweiten Satzes. Muss ich genauer hinhören oder hat Beikircher sich vertan?
    • Bin kein Experte, aber folge mal diesen Link und springe zu 08:08.

      "https://www.youtube.com/watch?v=WLT55kPIFCo

      Die Noten für die Pauke (A - cis) sind in der Partitur zu sehen und mit meinen Notebook-Lautsprechern zumindest zu erahnen. Schwierig wird die Sache dadurch, dass die Pauke dreifaches piano hat, die Celli und Kontrabässe, die in den fraglichen drei letzten Takten dasselben wie die Pauke zu spielen haben, aber "nur" pianissimo notiert haben. Die Paukentöne sind eher eine Einfärbung der Töne der tiefen Streicher.

      Dass Prokofieff sehr an der "richtigen" Klangfarbe gelegen war, sieht man z. B. daran, dass die Celli arco spielen, die Kontrabässe aber divisi - die eine Hälfte arco, die andere Pizzicato. - Da kann jeder ja mal überlegen, wie es klänge, wenn die Celli ebenso divisi (arco(pizz.) spielten wie die Kontrabässe oder die Celli arco und die Bässe pizz. oder umgekehrt ... hoffen wir mal, dass jeder Dirigent genug Probenzeit hat, um auch dieses Detail sorgfältig herauszuarbeiten.

      Gruß
      MB

      :wink:
      "Behalten Sie Ihren Hammer, Sie Rüpel!" (Paul Watzlawick)
    • Hallo MB,

      Und danke MB. Erahnen kann ich es jetzt. Mit deinem link war es besser zu erahnen, als mit meiner Aufnahme und dem meisten was ich bei Youtube gehört hatte. Man wird ja irgendwann auch unsicher. Gestern Abend hatte ich bei der YT Aufnahme von Bernstein gedacht, ich höre sie, aber nach Drei weiteren Versuchen, war ich mir nicht mehr sicher. Und Noten lesen kann ich nicht. Von daher noch mal vielen Dank.

      LG, Michael
    • Wer des Englischen mächtig ist und wer sich vor allem für symphonische Werke interessiert, dem kann ich Robert Laytons A Guide to the Symphony empfehlen. Es gibt vermutlich kein umfassenderes Werk zu dem Thema zu einem vernünftigen Preis.

      Auch Michael Steinbergs The Symphony A Listeners Guide ist lesenswert, wenn auch sehr selektiv. Er besteht praktisch aus Konzerteinführungen, die der Autor über viele Jahre hinweg geschrieben hat.



      Und für diejenigen, die sich für nicht-avantgardistisches/tonales Repertoire im 20. Jahrhundert interessieren, gibt es keine bessere Einführung als diese hier:

    • Hi,

      wow, wie geil! Der Leighton und der Reilly sind direkt in meinen Einkaufskorb gehüpft. Danke für die Tipps!
      ...als ob ich nicht genug ungelesene Bücher hätte... :versteck1:
      Schöne Grüße, Helli


      "Das ist irrelevant!" (Seven of Nine, Star Trek Voyager)
    • motiaan schrieb:

      wow, wie geil! Der Leighton und der Reilly sind direkt in meinen Einkaufskorb gehüpft. Danke für die Tipps!
      Yes, indeed! Same with me.

      Edit: Not quite. Bei mir ist es der Steinberg und der Reilly...

      maticus
      Bartolo hatte Recht. --- Andreas März
      This is Bartolo, King of the King of Wines. --- Alan Tardi