J.S. Bach: BWV 988 - Die Goldberg-Variationen

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    • zabki schrieb:

      im ersten Moment dachte ich, da würden die Goldberg-Variationen auf Flaschen geblasen ...
      Ich wollte dann noch anfügen, dass ich noch auf die Goldberg-Variationen auf meinem "Lieblingsinstrument" - der Blockflöte - warte, um dann feststellen zu müssen, dass es das schon gibt. Auf FÜNF Blockflöten!!! :versteck1:

    • Wieland schrieb:

      Ich wollte dann noch anfügen, dass ich noch auf die Goldberg-Variationen auf meinem "Lieblingsinstrument" - der Blockflöte - warte, um dann feststellen zu müssen, dass es das schon gibt. Auf FÜNF Blockflöten!!!
      Zu Gouldbergvariationen in Dumm-Flöten-Version passende Links:
      youtube.com/watch?v=D5npF9GV7rQ
      youtube.com/watch?v=BwITisbue7Y&list=RDD5npF9GV7rQ&index=2
      youtube.com/watch?v=59oxAjmzY_s&list=RDD5npF9GV7rQ&index=3
      youtube.com/watch?v=eclu7FwNWbo&list=RDD5npF9GV7rQ&index=4
      :thumbsup: :thumbsup:
      „Ein Komponist, der weiß, was er will, will doch nur was er weiß...“ Helmut Lachenmann
    • Vielen Dank, Wieland und Amfortas, für die Blockflöten-GBV!
      Ist ja irre, was es inzwischen alles für "Blockflöten" gibt - das eine Teil ist ja geradezu ein Baum! 8o
      Klingt jedenfalls RICHTIG GUT!!! :rolleyes:
      Die Kunst der Fuge kannte ich schon auf Blockflöten, auch sehr gut, und nun der Flöten-Goldberg ist ebenfalls eine echte Bereicherung!
      Bach muss sehr happy sein auf seiner Wolke, wenn er runter schaut auf die vielen Musiker, die in allen möglichen Varianten seine Musik erklingen lassen,
      und die vielen Ohren, die Bachs Werke hören, und den Meister bewundern... ;)

      :wink:

      amamusica

      ... und wenn man es einfach eingibt, dann erscheinen in der Tube alle Folgen :)
      Ein Blümchen an einem wilden Wegrain, die Schale einer kleinen Muschel am Strand, die Feder eines Vogels -
      all das verkündet dir, daß der Schöpfer ein Künstler ist. (Tertullian)

      ...und immer wieder schaffen es die Menschen auch, Künstler zu sein.
      Nicht zuletzt mit so mancher Musik. Die muß gar nicht immer "große Kunst" sein, um das Herz zu berühren...



    • amamusica schrieb:

      Bach muss sehr happy sein auf seiner Wolke, wenn er runter schaut auf die vielen Musiker, die in allen möglichen Varianten seine Musik erklingen lassen
      youtube.com/watch?v=PRo__zjUb2…jUb2U&start_radio=1&t=221
      oller Bach war allgemein m.E. offen für unterschiedliche Instrumentalversionen (dabei mal von GBV abgesehen); vermutlich auch notgedrungen, was er gerade an Intrumentenquälern zur Verfügung hatte ... hab allerdings keinen Schimmer, ob zu seiner Zeit überhaupt sowas wie Originalität/Authenzität von Mucke hoch im Kurs stand bzw. ein Begriff davon rum hausierte ..

      Wieland schrieb:

      Dann doch lieber die gestrichene Version mit den Ardeo Damen
      Na ja. Bei GBV tun sich meine Löffel davon Dummflöten- und/oder Streicherversionen nicht gerne an :) .. bei Cembalo kommen Scott Ross und Fabio Bonizzoni mit Fetzigkeitslevel rüber, aber letzlich hängen meine Löffel immer wieder an Klavier-Tastenquälereien davon ab.... .

      (Bei KdF weiterhin Streichquartett-Version mit 1/2en Quartetto Italiano mir am geilsten. Bis auf Contrapunctus 8, da fetzt die Klavierversion von Xiao-Mei doch sehr viel geiler youtube.com/watch?v=1QMAWyViXOM ff youtube.com/watch?v=0fNdNJ0kjWw und bei Mo komplette Scherchen-Version aus Hertha-Stadt youtube.com/watch?v=TXsKC4RARPg, sowie Webern-Version von Ricercata youtube.com/watch?v=4Z_Begt1P08 ... Lauscherchen auch neugierig auf MO in Streichquartett-Version, aber no Schimmer, ob sowas bereits existiert.. . )
      „Ein Komponist, der weiß, was er will, will doch nur was er weiß...“ Helmut Lachenmann
    • Guten Abend,

      ich höre im Moment die neue Studio-Aufnahme von Lang Lang. Die Meßlatte liegt angesichts der vielen EInspielugnen hoch.

      Die langsamen Variationen werden bis zum rhythmischen Zerfall zerdehnt. Der zentralen Variation 25 bekommt das nicht gut. Die schnellen werden in bester Gould-Manier zügigst gespielt, allerdings scheinen nur die Bass/Nebenstimmen staccato, die Melodie nicht so sehr. Die Variation 30 hat hier schon die langsame, lyrische Qualität der Arias.

      Mir scheint, dass hier eine sich auf jeden Fall abhebende Einspielung geschaffen werden sollte. Das ist gelungen, aber der grundlegene Fluss oder Puls leiden ziemlich darunter. Wer reichlich rubati mag, kommt hier auf seine Kosten.

      Ich füchte, diese Version wird nicht zu meinen Favoriten gehören.

      EDIT: Die Live-Version gefälltmir auch nicht viel besser. Auch hier fehlt der durchgängie Puls. Die ständigen Betonungen durch Verzögerungen lassen die langsamen Stellen holprig und verstolpert.
      Schöne Grüße, Helli


      Immer cool bleiben.
    • Auch wenn Lang Lang vielleicht nicht das akustische non-plus-ultra sein mag, so wird unzweifelbar sein Verdienst sein, dass diese herrliche Musik im Reich der Mitte gute Verbreitung finden, ja evtl sogar tiefe Wurzeln schlagen wird :)

      Bei allen Sorten und Varianten fehlen natürlich noch Fassungen für traditionelle chinesische Instrumente, gut transkribiert und kunstvoll eingespielt klingt das sicher auch richtig schön und gelungen und würde Bach auf seiner Wolke sicher auch sehr freuen,

      :wink:

      amamusica
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      ...und immer wieder schaffen es die Menschen auch, Künstler zu sein.
      Nicht zuletzt mit so mancher Musik. Die muß gar nicht immer "große Kunst" sein, um das Herz zu berühren...



    • amamusica schrieb:

      Bei allen Sorten und Varianten fehlen natürlich noch Fassungen für traditionelle chinesische Instrumente, gut transkribiert und kunstvoll eingespielt klingt das sicher auch richtig schön und gelungen und würde Bach auf seiner Wolke sicher auch sehr freuen,
      zumindest die Aria gibts schon mal ...

      youtube.com/watch?v=ghhbQrkSgfo
      ---
      Es wäre lächerlich anzunehmen, daß das, was alle, die die Sache kennen, daran sehen, von dem Künstler allein nicht gesehen worden wäre.
      (J. Chr. Lobe, Fliegende Blätter für Musik, 1855, Bd. 1, S. 24).


      Wenn du größer wirst, verkehre mehr mit Partituren als mit Virtuosen.
      (Schumann, Musikalische Haus- und Lebensregeln).
    • :) :thumbup:

      Genau das meinte ich, vielen Dank, zabki!
      Fehlt nur noch das dazugehörige "Drumherum", und der ganze "Rest", aber immerhin schon einmal ein Anfang!
      Und da jedes Instrument seine eigene typische Klangfarbe hat, sind der Kreativität und musikalischen Gestaltungsmöglichkeit keine Grenzen gesetzt.
      Wenn dann in einem richtig guten Ensemble ein begnadeter Transkribierer seine Truppe für so ein Projekt begeistern kann, ist das Ergebnis sicherlich eine Ohrenfreude mit exotischem Einschlag, auf dass auch schlaflose chinesische Traditionalisten gut schlummern mögen ;)

      :wink:

      amamusica
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    • In dieser Sendung spielt Lang Lang Kostproben aus seiner neuen Aufnahme in der Halle eines alten Tempels in Peking
      "https://www.youtube.com/watch?v=Bm2OTmIGOgA"

      Die Aria ist in der Tat seeeeeeeeehr langsam gespielt, aber schön, finde ich, und passt gut, wenn man von der schlaflos-möchte-wieder-einschlafen-Story ausgeht,
      wobei man da schon gleich am Anfang einschläft und es den Rest gar nicht mehr braucht ;)

      Die Einspielung zielt sicher auch stark auf den asiatischen Geschmack, der es - pi mal Daumen - gerne "romantisch-gefühlvoll-leidenschaftlich" mag,
      jetzt mal furchtbar grob vereinfachend gesagt.
      Oder halt mit ordentlich Tempo, flinke Virtuosenfinger hat Lang Lang ja definitiv!
      Schöne Ziertriller auch beim Quodlibet, das aber für meine Ohren erstaunlich langsam ausfällt
      Zielgruppe ist wahrscheinlich eher nicht der Europäer, der das Stück schon in zig Einspielungen in- und auswendig kennt und über eine ganz andere Bach-Hörtradition verfügt,
      denke ich mir mal spontan.

      Toll finde ich, dass Lang Lang auch in der Thomaskirche spielen konnte, das war für ihn sicher ein emotional sehr bewegendes Konzert, wie er ja selber sagt -
      auch wenn er da möglicherweise übers Ziel hinausgeschossen hat. Der Meister wird auf seiner Wolke nachsichtig sein und sich trotzdem freuen :)

      :wink:

      amamusica
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    • motiaan schrieb:

      Hallo ihr Lieben,
      mit Bach für das Reich der Mitte hat Zhu Xiao-Mei gegenüber Lang Lang ganz klar die Nase vorn:
      GBV mit Lang Lang bisher nicht eingeschmissen; jedoch mit Zhu Xiao-Mei: France-Musique-String vom 08.08.09 aus Château de Florans sowie Audio-String aus Leipzig 2013. Beide Male kamen GBV-Tastenquälereien mit fetziger Emphase rüber :top: . Und als großer Kontrast dazu dockte Igor Levit an. :top:
      Fazit: Beide Tastenquäler bilden geile GBV-Entdeckungen meiner Lauscherchen seit jüngster Zeit => Stammplätze im GBV-Kader... .
      „Ein Komponist, der weiß, was er will, will doch nur was er weiß...“ Helmut Lachenmann
    • Was die Interpretation der GV auf dem Klavier anbelangt, kann es gut sein (bin Laie, und habe den LangLang ja nur in den kleinen Stücken in der Tube gehört) dass Zhu Xiao-Mei die Nase vorn hat.
      Habe mir ihre blaue Platte in der Tube angehört. So richtig "meins" ist das nicht, aber das ist einfach nur meine spontane Reaktion.
      Denn für mich ist z Zt einfach Jean Rondeaus Cembalo-Spiel "meins", Klang, Tempi, "Stimmung"... :rolleyes:
      Zum Thema Zhu Xiao-Mei und Lang Lang: Letzterer ist halt einfach ein umfassender Show-Künstler und "Promi", und hat daher glaube ich im Reich der Mitte eine größere Reichweite, das meinte ich, das Künstlerische jetzt mal beiseite.
      Und nun hat er ja zusätzlich auch noch seine überaus schöne, junge deutsch-koreanische Pianistin-Ehefrau, so dass er in den Medien noch mehr Aufmerksamkeit bekommt.
      Wie gesagt, wenn die GV auf diese Weise noch den einen oder anderen neuen Hörer bekommen, warum nicht? Selber muss man LL ja nicht mögen oder hören ;)
      Aber wäre so spannend zu wissen, was Bach über all die verschiedenen Interpretationen denkt, wenn er auf seiner Wolke sitzend immer wieder mal eine neue Interpretation hört.
      Er würde sich sicher freuen, dass man seine Musik nach so langer Zeit so wertschätzt und sich so intensiv und ernsthaft mit ihr befasst. Und klar, er hätte sicher auch seine "Lieblingsfassungen" und würde sich sicher oft denken, wow, den oder diese Musiker hätte ich damals auch so gerne gehabt.
      Und wer weiß, was er auf seiner Wolke inzwischen alles neues weiterkomponiert hat! ;) Zeit genug hat er da oben ja ;)

      :wink:

      amamusica
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    • amamusica schrieb:


      Wie gesagt, wenn die GV auf diese Weise noch den einen oder anderen neuen Hörer bekommen, warum nicht?
      Diese Argumentation hat man inzwischen unzählige Male gehört ("neue Fans gewinnen" usw ...). Jedes Mal hat sie sich als reines Wunschdenken erwiesen.
      Alles, wie immer, IMHO.
    • GV ist als Abkürzung eigentlich schon anderweitig vergeben.
      Ich meine ebenfalls nicht, dass man mit der vagen Hoffnung, neue Freunde der klassischen Musik zu erschließen, jeden Crossoverquatsch rechtfertigen kann. Aber das ist eine eigenwillige Aufnahme der GBV ja auch nicht.
      Tout le malheur des hommes vient d'une seule chose, qui est de ne pas savoir demeurer en repos dans une chambre.
      (B. Pascal)
    • Ja nun, an mir liegt es ja nicht, die Aufnahme ist ja nun bereits existent, und ob sie neue Hörer für die GBV erschließen kann in Asien oder sonstigen Ecken der Welt, inklusive unserer "Ecke", ist ja dann eh wie es ist, unabhängig von der Diskussion in einem Klassik-Forum ;)
      Und wer lieber einen anderen Interpreten hört, kann LL ja getrost ignorieren :)

      :wink:

      amamusica
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    • Von wegen, es gibt keine vollständigen Goldbergs auf traditionellen asiatischen Instrumenten:
      Mieko Miyazaki spielt es kongenial auf einer KOTO.
      Erhältlich auf amazon als Mp3-Download.
      Und diese Aufnahme ist nicht nur die x-te, einfach "notengetreu" heruntergespielte, sondern man entdeckt auch pentatonische Anklänge.
      Auf der Röhre bzw. music.youtube, so weit ich weiß, auch erhältlich, aber die Verknüpfung finde ich augenblicklich nicht mehr.
      Also anhören!

      PS
      Dazu paßt vielleicht eine vollständige Aufnahme des Wohltemperierten Claviers (beide Bücher) auf einer OUD von einem Fayza Woueda.
    • Neu

      Vielen Dank für den Hinweis, CatoMaior!

      :wink:

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      ...und immer wieder schaffen es die Menschen auch, Künstler zu sein.
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