Schostakowitsch - Die 15 Streichquartette

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    • Wieland schrieb:

      The result has been highly praised by Maxim Shostakovich: "The new recording of the complete string quartets of Dimitri Shostakovich by the Rasumovsky Quartet has made the very deepest impression on me. The creative and sensual penetration into the world of the music of Dimitri Shostakovich, the individual mastery and the talent of each of the individual members of this excellent ensemble allow this recording to be numbered amongst the best interpretations ever of the music of my father".

      diesen Werbetext kenne ich.
      Eben sowas meinte ich mit "derart gepuscht", nebst ständiger Präsenz im SR-Programm.
      Selber hören und vergleichen wäre angebracht. Welche der einschlägig genannten anderen Einspielungen mag Maxim Sch. gehört haben?

      Gäbe es nicht die starke Konkurrenz, dann würde ich ihm vielleicht recht geben.

      Mein "unerträglich" bezieht sich insbesondere für meine Ohren auf den Beginn des 4. Quartetts: Cello hält einen langen Orgelpunkt auf D aus, was spielt die 1. Violine dazu? Saubere d's klingen anders. Oder der Beginn des 9. Quartetts, den die Sorrels so wunderbar mystisch, ja hypnotisierend hinbekommen - beim Rasumovsky Quartett sucht die 1. Violine ihr Heil im lieber-ein-bisschen-höher-spielen-wenn-man-nicht-so-recht-weiß.
      Eine wirklich saubere Intonation eröffnet eine ganz besondere klangliche Aura, weil nur dadurch stehende Klänge gebildet werden, die den Hörer ganz anders einhüllen als physikalisch nicht kohärente weil unsaubere Töne.

      Andere mögen den gespreizten Klang von zu hoch intonierenden Oberstimmen packender oder ausdrucksstärker finden. Oder einfach gewohnt sein weil es jahrzehntelang Standard war. Ich wüsste aber doch gern, was ihr im direkten Vergleich sagt.
      Ja, und ich hätte auch keine Angst davor, das mit Maxim anhand von Hörbeispielen zu diskutieren.

      Gruß,
      Khampan
    • Khampan schrieb:

      Mein "unerträglich" bezieht sich insbesondere für meine Ohren auf den Beginn des 4. Quartetts: Cello hält einen langen Orgelpunkt auf D aus, was spielt die 1. Violine dazu? Saubere d's klingen anders. Oder der Beginn des 9. Quartetts, den die Sorrels so wunderbar mystisch, ja hypnotisierend hinbekommen - beim Rasumovsky Quartett sucht die 1. Violine ihr Heil im lieber-ein-bisschen-höher-spielen-wenn-man-nicht-so-recht-weiß.
      Eine wirklich saubere Intonation eröffnet eine ganz besondere klangliche Aura, weil nur dadurch stehende Klänge gebildet werden, die den Hörer ganz anders einhüllen als physikalisch nicht kohärente weil unsaubere Töne.
      Ich werde versuchen, es nachzuhören. Bei mir gibt es auch einige SQ-Aufnahmen, die ich nicht goutieren kann, z.B. die Spohrquartette mit dem New Budapest String Quartett. Was der Primarius da auf ca. 1 Dutzend CDs so von sich gibt, stört mich derart, dass ich dann lieber keine Spohrquartette höre.
    • Lieber Alexander,

      ich kenne die Einspielungen des Rasumovsky Q nicht. Aber unabhängig davon, wenn Dir die DSCH-Quartette am Herzen liegen, dann wäre eine zweite Garnitur ja sowieso nicht verkehrt. Und vielleicht tun sich für Dich dann neue Genusswelten auf, auch ohne zwanghaft auf die Details achten zu müssen. Z. B. ist die GA mit dem Pacifica Q etwa bei jpc mit 28,99 EUR sehr günstig. Oder die von mir in jeder Hinsicht als perfekt angesehene Doppel-CD des Borodin Q mit den Nrn. 2, 3, 7, 8, 12 für 7,99 EUR. Alle mit hervorragendem Klang.

      maticus

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      Und wer Herr Reichelt ist, weiß ich auch erst seit Montag. --- Prof. Dr. Christian Drosten
    • Generell finde ich es nicht zwanghaft. Es klang nur so, dass Alexander es nun tun wolle, weil er es müsse. Ich will nur argumentieren, dass er das nicht muss.


      maticus
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    • Liebe Fans der Schostakowitsch Streichquartette, ob zwanghaft oder nicht, demnächst freue ich mich darauf, Schostakowitsch Quartette in mehreren Aufnahmen zu hören und gerne viele Anregungen aus diesem Thread dabei zu berücksichtigen. :top:
      Herzliche Grüße
      AlexanderK
    • Es gibt auf Decca eine Neueinspielung aller 15 Quartette durch das renommierte Borodin Quartett. Plus dem Klavierquintett mit Alexei Volodin. Die vor drei Jahren zum Vollpreis erstandene Einzel CD mit den Quartetten 1, 8 und 14 kann ich jetzt ja wohl als unverkäuflichen "Teaser" abhaken. ;(

    • Bei thread-Eröffnung wurde die Gesamtaufnahme der Quartette durch das Shostakovich Quartet erwähnt , danach nicht wieder . Das hat sie nicht verdient . Entstanden zwischen 1978-1988 , hat dieser Zyklus - wie die anderen auch - einige Höhepunkte und auch Quartette oder einzelne Sätze , die nicht ganz so überzeugen . Klanglich sind die späteren Aufnahmen transparenter , und auch die einzelnen Instrumente sind für mich besser und gleichgewichtiger hörbar . Persönliche Höhepunkte sind die Quartette 10 , 11 & 15 , die auf der 4.CD der GA zu finden sind . (Gibt es auch einzeln ). Besonders gefiel mir hier gerade das Spiel des Primarius , Andre Shislov . Aber das ganze Ensemble braucht sich vor den anderen Quartetten nicht zu verstecken - denn eine völlig überzeugende GA gibt es wie so oft bei den Gesamtschauen nicht .
      Auf verschiedenen Labels erhältlich - im 5er Pack , als 2 Doppel + 1 Einzel-CD , sowie auch als 5 einzelne CDs. Man kann also Rosinen picken .

      Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang " "Kamikaze - You Yellow Fiend !"
    • Prägung:
      Ende der 80iger oder Anfang der 90iger, so genau kann ich das nicht mehr erinnern, trat das Borodin Quartett anläßlich des Schleswig-Holstein Musik Festivals auf und brachte alle 15 Streichquartette von Shostakovich zu Gehör.
      CMS und ich hatten Karten für das 3. Konzert (es war das Colosseum in Lübeck) und kauften anschließend sofort noch Karten für alle Folgenden.
      Es war überwältigend. Wir reisten durch unser kleines Land auf den Spuren des Quartetts und es lohnte sich.
      Zu dieser Zeit entstand eine neue Gesamteinspielung (Live bei EMI verlegt) in der von uns gehörten Besetzung
      Kopelman, Abramenkov, Shebalin und Berlinsky.
      Die kaufte ich und bin bis heute höchst zufrieden.
      [Blockierte Grafik: https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/51whNP35PJL.jpg]
      Gruß aus Kiel
      Manchmal tue ich so, als wäre ich normal. Doch dann wird mir langweilig und ich bin wieder ich selbst.
    • EMI. Ist die mehr oder weniger identisch mit der gelben Box bei Melodija? Auch bei der gibt es das Quintett mit Richter. Ansonsten war mir gar nicht bewusst, dass es diese EMI-GA gibt.

      maticus
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    • maticus schrieb:

      gelben Box bei Melodija? Auch bei der gibt es das Quintett mit Richter
      Ich glaube ja.
      Das mögen andere wissen. Ich habe jedenfalls das Klafünfquartett mit Richter und Los Borodinos auf ner CD zusammen mit den Quartetten 7 und 8 aus der Serie.
      Gruß aus Kiel
      Manchmal tue ich so, als wäre ich normal. Doch dann wird mir langweilig und ich bin wieder ich selbst.
    • Doc Stänker schrieb:

      Das mögen andere wissen.
      Der Kärrner meint , zwischen (fast) 3 GAs der Borodins unterscheiden zu können . Quartette 1-13 in Originalbesetzung aus den 60ern ( Chandos ) . Dann - aufgenommen zwischen 1978 und 1983 - eine Ausgabe , die auf Melodiya und EMI ab 1984 in verschiedenen Ausführungen immer wieder erschien , u.a. in der gelbem Box , jeweils mit dem op.57 live 1983 mit Richter ( es gibt übrigens auch noch eine ältere Live-Aufnahme mit Richter und der Borodin-Originalbesetzung aus 1966 ) , und schließlich die aktuelle Neuaufnahme bei Decca , 2018 . Außerdem existieren noch Einspielungen einzelner Quartette bei Teldec und Virgin ( ca. ab 1990 ) , die aber keine GA ergeben .
      1 Anderer
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