Ragna Schirmer - Im Anfang war Bach

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    • Ragna Schirmer - Im Anfang war Bach

      Ragna Schirmer: Die große Bühne betrat die damals 28-jährige Pianistin im Jahr 2000 mit Bach. Nicht mit irgendeinem Bach, sondern dem Bach. Johann Sebastian Bach. Und nicht mit einer der Inventionen oder den Suiten. Für ihr erstes Album wählte Ragna Schirmer die Goldberg-Variationen. An diesem Zyklus hängt ja ein ganzer Zopf von Geschichte und Geschichten. Die schöne Mär von der Entstehung, die Spitta - meine ich- überliefert, ist allgemein bekannt, dann die große Reihe der Interpreten der Variationen: Wer an die Goldbergvariationen auf dem Flügel denkt, denkt häufig an Glenn Gould. Seine beiden Einspielungen der Variationen gelten immer noch als Meilensteine. Debütiert man also als Pianist mit den Goldberg-Variationen schwingen diese ganzen Geschichten mit. Ich kann mich noch erinnern, was mir durch den Kopf ging, als ich die Aufnahme im Geschäft in der Auslage liegen sah: Na ja, hübsches Cover und wieder eine Aufnahme der Goldbergvarationen. Und das war´s dann erst mal gewesen. Gekauft habe ich mir das Debutalbum erst vergleichsweise spät ;+)



      Inzwischen sind rund zehn Jahre vergangen und aus der jungen Debütantin ist eine bekannte, gestandene Künstlerin geworden. Das Wort "Star" möchte ich hier nicht gebrauchen. Denn das was man mit einem Star verbindet, Glamour, Schlagzeilen und Allüren - diese Attribute treffen auf Ragna Schirmer nicht zu. Ragna Schirmer ist eine ernsthafte, unprätentiöse Künstlerin, die ihren Beruf liebt, die mit Leib und Seele Pianistin ist und die mit ebenso großer Leidenschaft auch unterrichtet: seit ihrem Debut hat Ragna Schirmer eine Professur an der Musikhochschule Mannheim inne und lehrt auch seit einigen Jahren an einer Musikschule in Halle. Grade der Nachwuchs leigt ihr am Herzen: Hört man Interviews mit der Künstlerin bekommt man ein Gespür dafür, wie wichtig ihr die pädagogische Arbeit ist.

      Einige biographische Fakten: Ragna Schirmer wurde 1972 in Hildesheim geboren, seit 1990 studierte sie an der Musikhochschule Hannover bei Karl Heinz Kämmerling, seit 1993 bei Bernard Ringeisen in Paris, 1995 schloss sie ihr Studium mit Bestnote, ihre Ausbildung zur Konzertpianistin 1999 ab.

      Was zeichnet Ragna Schirmer als Pianistin aus? Eine große Liebe zum Detail, "ich kann mich stundenlang mit einem Triller beschäftigen, bis er so klingt, wie ich ihn haben will" - und trotz dieser Vorliebe für die Tüftelei verliert sich Ragna Schirmer nicht in diesen Details, so dass man vor lauter schönen Einzelheiten das große Ganze nicht mehr wahrnehmen kann. Dazu kommt eine herausragende Virtuosiät, wobei die Virtuosität nie Selbstzweck zu sein scheint. Ragna Schirmer vermag unwahrscheinlich differenziert zu gestalten. Schaut man sich ihr Repertoire an, ihre Konzertprogramme an, wird eine andere Vorliebe deutlich: Ragna Schirmer liebt "Vollständigkeit": Nahm sie im Jahr 2009 die kompletten Händelsuiten auf, spielte sie dieses Jahr im Rahmen des Heidelberger Frühlings die Etüden opp. 10 und 25 von Chopin (was eigentlich schon für ein Recital reicht) und nach der Pause noch Schumanns Symphonische Etüden. Da kann man nur sagen: Chapeau.



      Bei Ragna Schirmer drängt sich ja unwillkürlich der Vergleich mit Martin Stadtfeldt auf: beide Künstler begannen ihrer Karrieren mit Bachs Goldbergvariationen, wobei der Hype um Martin Stadtfelds Debut seinerzeit weitaus größer als, als der um das Debut Ragna Schirmers. Schaue ich mir die Entwicklung der beiden Pianisten im Laufe der letzten zehn Jahre an, so scheint mir, dass Ragna Schirmer bei der Wahl ihrer Programme phantasievoller zu sein. Sie kombiniert Frederic Chopin mit John Corigliano, spielt Schnittke, Haydn, und Mendelssohn. Bei Stadtfeld scheint mir mehr das Ettikett "Bach-Spezialist" hängengeblieben zu sein.

      Welche Aufnahmen sollte man kennen? Schwer zu sagen ;+)

      In jedem Fall ihre Händel Aufnahme, wenn man Händel auf dem modernen Flügel hören möchte. Näheres dazu findet sich in einem eigenen Thread: Händel auf dem modernen Flügel



      Zuletzt erschienen ist eine Aufnahme mit den Händel-Variationen von Brahms, was ja auch irgendwie ins Bild passt ;+)



      Ergänzt wird das Programm durch die Walzer op. 39 und die Rhapsodien op. 79. Wobei Ragna Schirmer bei den Walzern die beiden Fassungen kombiniert.

      Was mir Ragna Schirmer sehr sympathisch macht: :D

      Die Pianistin ist bekennender Freddy Mercury Fan, vor allem der DVD´s seiner Live-Konzerte. Was sie daran bewundert? Seine völlige Hingabe, das sich Verausgaben, das Alles-aus-sich-herausholen für die Kunst für das Publikum ohne Playback, ohne Netz und doppelten Boden, der Wille zur Perfektion, der sie inspiriert.

      Und das sagt auch sehr viel über die Künsterlin und den Menschen Ragna Schirmer aus, wie ich finde.

      :wink: :wink:

      Christian
      Rem tene- verba sequentur - Beherrsche die Sache, die Worte werden folgen

      Cato der Ältere
    • Im Anschluss einige Impressionen von Gurnemanz und mir, zum Konzert Ragna Schirmers während des Heidelberger Frühlings, dann muss man nicht ständig zwischen den beiden Threads hin- und herspringen ;+)




      Ragna Schirmer spielte gestern [ also am achten April 2010] im Rahmen des Heidelberger Frühlings ein Programm, dass es in sich hatte: in der ersten Hälfte Chopins Etüden - und zwar op. 10 und op. 25 vollständig. Was als Programm für einen Klavierabend bereits völlig ausreichen würde möchte ich meinen. Nach der Pause spielte Frau Schirmer dann Schumanns Symphonische Etüden. Was mir im Verlauf dieses Konzerts bewusst geworden ist: Man hört die Aufnahme eines Stückes und vergisst dabei, was so ein Programm allein für eine physische Leistung darstellt - von Konzentration und geistiger Anspannung gar nicht zu reden.

      Die erste Etüde op. 10 in C-Dur nahm die Pianistin langsamer als beispielsweise Maurizio Pollini, insgesamt eher zurückhaltend. Ragna Schirmer spielte die folgenden Etüden praktisch ohne einmal abzusetzen durch, faktisch ohne Pause zwischen den einzelnen Nummern, interpretierte die Etüden wie einen einzigen großen Satz, dessen Gipfelpunkt die letzte Etüde in c-moll war, ein Stück, was man landläufig auch unter dem Titel Revolutionsetüde kennt: Chopin soll die Etüde unter dem Eindruck des gescheiterten Warschauer Aufstands komponiert haben. Ragna Schirmer spielte diese Etüde wie einen einzigen tobenden Sturm vom ersten Takt bis zum letzten. Ich habe selten so gebannt auf der Stuhlkannte gesessen. Man fieberte regelrecht mit der Künstlerin mit, ob sie diesen Hindernislauf der ersten Kategorie bewältigen würde. Was sie tat: Mit Bravour. Der letzte Akkord war verklungen, Ragna Schirmer nahm die Finger von der Tastatur, man konnte sehen, wie die Anspannung aus ihrem Gesicht wich, die Erleichterung war spürbar - mehrfach wurde die Künstlerin von den begeisterten Zuschauer wieder aufs Podium gebeten: Die Schweißperlen auf der Stirn waren sicher nicht nur der Wärme der Scheinwerfer geschuldet, man konnte sehen, wie Ragna Schirmer erst einmal wieder zu Atem kommen musste. Das Publikum war schon jetzt völlig aus dem Häuschen - zu Recht. Was mir auffiel: der sparsame Gebrauch des rechten Pedals: alle Stücke waren scharf konturiert, kein pastoser Klangbrei.

      Nach einer kurzen Pause von wenigen Minuten, folgte dann der zweite Akt des Dramas, ein Massiv aus technischen Schwierigkeiten - ebenso in den Himmel ragend wie die vorangehenden zwölf Etüden, man lege sich mal ide Noten daneben. Hört man eine Einspielung der Etüden auf CD, vergisst man oft, was es bedeutet diese 24 Stücke in einem Block, als Einheit darzubieten, was das für eine Leistung ist, da werden pausenlos technische Höchstschwierigkeiten aneinander gereiht, ohne das der Künstler dabei einmal innehalten kann:

      In der Literatur werden die Etüden ja gerne auch als Parnassus bezeichnet, um so mehr gilt das für die letzten drei Etüden aus op. 25: Allegro con fuoco ist Nummer 10 überschrieben, die auch den Titel "Okatvenetüde" trägt. Es lohnt sich einmal, einen Blick in die Partitur zu werfen, um zu sehen, was Chopin da von seinen Interpreten fordert. Da müssen chromatische Triolen in doppelten Oktaven gegriffen werden. Ragna Schirmer ging hier volles Risiko und spielte diesen Brocken auch so wie Chopin es fordert: mit Feuer, mit Verve und Kraft, das gesangliche Trio dagegen mit der notwendigen Ruhe, gewissermaßen als Innehalten vor dem Sturm. Und dann ist der Höhepunkt ja noch immer nicht erreicht: dann folgt die Etüde in a-moll, die beschaulich mit einer liedhaften Introduktion beginnt. Dann ist es aber mit der Ruhe vorbei. Höhepunkt und Finale dann die letzte Etüde, wieder in c-moll: molto allegro, con fuoco. Mich hat es unglaublich fasziniert, das Ragna Schirmer es auch hier vermochte noch einmal alle Energie zu mobilisieren, die Intensität des Ausdrucks nochmal zu steigern.


      Rem tene- verba sequentur - Beherrsche die Sache, die Worte werden folgen

      Cato der Ältere
    • Meine Eindrücke zum Konzert am 8.4.10:
      Das Konzert - Christian hat des ja schon beschrieben - war großartig; mir fehlen angemessene Worte, um das angemessen zu beschreiben. Mit den Chopin-Etüden bin ich bislang wenig vertraut, ohnehin ist Chopin nicht eben mein Lieblingskomponist. Was Ragna Schirmer allerdings bot, war insofern für mich lehrreich und beglückend, weil mir auch klarer wurde, warum Debussy Chopin so geschätzt hsaben dürfte: Die Etüden lösen Melodie, Harmonie und Rhythmus in reinen Klang auf; gerade die atemberaubend schnellen Läufe ließen, so mein Eindruck gestern, nicht mehr Einzeltöne wahrnehmen, sondern Kaskaden voin Klangfolgen - das war insofern hoch überzeugend, als die Pianistin - wie Christian bereits erwähnt - mit dem Pedal äußerst sparsam umgeht.

      Auch der zweite große Programmpunkt, Schumanns Sinfonische Etüden op. 13, haben mich begeistert, auch wenn ich am Ende leichte Ermüdungserscheiniungen (ungewollte Temposchwankungen?) zu bemerken meinte - was Wunder nach diesem Parforceritt!

      :wink:
      Es grüßt Gurnemanz
      ---
      Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
      Helmut Lachenmann
    • Zur Programmgestaltung des ersten Konzert - da Ragna Schirmer in diesem Jahr Artist in Residence des Heidelberger Frühlings war, gab es mehrere Konzerte:



      Zitat von »Kater Murr«
      Klingt sehr interessant, wobei ich das Programm tatsächlich ein wenig kraftmeierisch finde. :faint: Ein Band der Etüden hätte auch gelangt.


      Habe ich mir auch gedacht, als ich das Programm gelesen habe - aber es gibt sicher eine Begründung für die Programmgestaltung. Außer Kraftmeierei :D Aber eines hat das Programm auf jeden Fall allen Besuchern deutlich gemacht: Nämlich was für außerordentliche Werke Chopin mit beiden Zyklen geschaffen hat. Ich spekuliere jetzt mal: Vielleicht ging es Ragna Schirmer auch um den Kontrast zwischen den Etüden Chopins und den Symphonischen Etüden Schumanns, die ja im klassischen Sinn keine Etüden sondern Variationen sind?

      Zitat von »Kater Murr«
      und die letzten drei sind einfach der Hammer).


      Aber ein richtig großer Hammer- ein Vorschlaghammer so to speak ;+) Diese Trias ist wirklich atemberaubend - und gehört für mich zu den Höhepunkten dessen, was für Klavier je komponiert wurde.


      Zitat von »Kater Murr«
      gibt es für die Nichtpianisten irgendwo eine Übersicht, welche typischen Schwierigkeiten (Terzen, Oktaven, was weiß ich) in welcher Etüde trainiert werden?



      Eine kurze knappe Beschreibung der einzelnen Etüden gibt es bei Tomaszewski: Frederic Chopin und seine Zeit, wenn´s ein wenig ausführlicher sein darf: die einschlägigen Kapitel in Zielinskis Chopin-Buch.


      Zitat von »Kater Murr«
      Welche ist die "Terzenetüde" in op.10?



      Die "Terzenetüde" ist die Nummer 6 in gis-moll aus op. 25.

      Rem tene- verba sequentur - Beherrsche die Sache, die Worte werden folgen

      Cato der Ältere
    • Am 15.4.2010 fand in am selben Ort, der Stadthalle Heidelberg, das zweite Konzert Ragna Schirmers statt. Auf dem Programm standen diesmal:

      Gurnemanz schrieb:

      Johann Sebastian Bach (1685-1750)
      Chromatische Fantasie und Fuge d-Moll BWV 903

      Georg Friedrich Händel (1685-1759)
      Suite d-Moll HWV 437
      Chaconne G-Dur HWV 435
      Suite B-Dur HWV 434

      Johann Sebastian Bach / Ferruccio Busoni (1866-1924)
      Chaconne d-Moll B 24 (nach BWV 1004)

      Johannes Brahms (1833-1897)
      Variationen über ein Thema von Georg Friedrich Händel op. 24
      Meine Eindrücke, am folgenden Tag:

      Gurnemanz schrieb:

      Gestern also zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage: Ragna Schirmer in Heidelberg, wieder in der Stadthalle, mit dem Programm wie oben angekündigt, allerdings die Bach-Busoni-Chaconne als Abschluß vor der Pause und Händels B-dur-Suite danach, gemeinsam mit Brahms' Händel-Variationen. Es war ein "Gesprächskonzert", wie die Künstlerin zu Beginn erläuterte, d. h., sie gab zu den Werken jeweils kleine Einführungen, in schlichten, klaren Worten: Ihre angenehm sympathische, unprätentiöse, bescheidene Art zeigte sich auch hier. Informativ war es auch: So weiß ich jetzt, was ein "Leipziger Loch" ist (eine Verzögerung des Schlußakkords etwa bei Händel). Auch wenn R. Schirmer wie auch in ihren CD-Aufnahmen den modernen Konzertflügel wählt, ist sie sich der historischen Aufführungspraxis bewußt, wie sich etwa an ihrer Erklärung zeigte, wie Steigerungen (crescendo) an Klavier und Cembalo unterschiedlich gestaltet werden.

      Das Programm war sinnig: Mit Bach und Händel zwei Große des Barocks und ihr Einfluß auf zwei Komponisten der Romantik. Zu Busonis Bach-Bearbeitung hat R. Schirmer ein ambivalentes Verhältnis: Es sei nicht Bach, nicht Busoni, sondern "Irgendetwas dazwischen". Ich kenne die Bearbeitung der Chaconne aus der großartigen, fast endzeitlich anmutenden Interpretation von A. Benedetti Michelangelo; hier rückte die Künstlerin das Werk deutlich mehr Richtung Quelle, das klang schlichter und feiner, virtuos zwar auch, aber mehr eingebettet in barocke Klarheit.

      Variationenform und Chaconne bildeten denn auch eine den Abend durchgehendes Leitmotiv. Die letzte Erläuterung zu Beginn des zweiten Teils, mit der Ankündigung, daß Händels B-dur-Suite ohne Unterbrechung in Brahms' Händel-Variationen überging. Brahms wählte hier ebendas Thema der Aria, die Händels Suite beschließt, mit dem schönen Effekt, daß Brahms Themenexposition wie ein weiterer Suitensatz wirkte und die Grenze, wo Händel aufhört und Brahms beginnt, verwischte.

      Zum Spiel nur so viel: Das, was ich ohnehin an Ragna Schirmer schätze; ihr hohes technisches Niveau, mit dem sie beispielsweise schnelle Läufe so gestaltet, daß sie einerseits flüssig klingen, andererseits nie im Nebel untergehen, weil sie sparsam und wohldosiert mit dem Pedal umgeht - das konnte ich auch gestern wieder bewundern. Lebendig und warm musiziert war das!

      Als Zugabe zwei Chopin-Etüden aus dem Programm der letzten Woche, zuletzt die "Revolutionsetüde" (wenn ich es richtig erkannt habe).

      :wink:
      Es grüßt Gurnemanz
      ---
      Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
      Helmut Lachenmann
    • Hallo,

      also ich habe mir seinerzeit die Klaviersuiten von Händel mit Ragna Schirmer gekauft, nachdem ich sie damit im Radio gehört hatte.
      Das ist ein ausgesprochen differenziertes und nuanciertes Spiel, das mir auf jeden Fall mehr zusagt, als die Klaviersuiten mit Richter
      und Gavrilov, wobei ich für einen genaueren Vergleich letztere nocheinmal hören müsste, da dies schon länger zurück liegt.

      Leider hatte ich bisher noch keine Gelegenheit Ragna Schirmer live im Konzert zu hören. Das hat ja noch einmal eine ganz andere
      Qualität . Eure Erfahrungen lassen mich vor Neid erblassen. :(

      Gruß, Holla
    • HollaD schrieb:

      Eure Erfahrungen lassen mich vor Neid erblassen. :(


      Da gibt es nur ein Mittel, lieber Holla! Du solltest Dir bei nächster Gelegenheit eine Konzertkarte kaufen, wenn Ragna Schirmer bei Euch ein Konzert in der Gegend gibt :D

      Schau doch mal auf ihrer Homepage: "www.ragnaschirmer.de"

      wobei ich für einen genaueren Vergleich letztere nocheinmal hören müsste, da dies schon länger zurück liegt.


      Mach doch mal, wenn Du Zeit findest, einen einschlägigen Thread haben wir ja ;+)

      :wink: :wink:

      Christian
      Rem tene- verba sequentur - Beherrsche die Sache, die Worte werden folgen

      Cato der Ältere
    • HollaD schrieb:


      Zitat von »HollaD«

      Eure Erfahrungen lassen mich vor Neid erblassen. :(

      Da gibt es nur ein Mittel, lieber Holla! Du solltest Dir bei nächster Gelegenheit eine Konzertkarte kaufen, wenn Ragna Schirmer bei Euch ein Konzert in der Gegend gibt :D

      Werde ich sicher machen, wenn sie ins Ruhrgebiet kommt. ;+)

      Holla


      Kannste haben:

      Am 11.05.2011 spielt Sie in Hagen (9. Symphoniekonzert) Beethovens 4. KK und die Fantasie für Soli, Chor und Orchester. Außerdem steht die UA eines Werks von Wolfram Buchenberg auf dem Programm (Sonnengesang für Chor, Kammerchor und Orchester).

      Liiiiiiiiink.

      Ich werde wohl da sein.

      Adieu,
      Algabal
      Keine Angst vor der Kultur - es ist nur noch ein Gramm da.


    • Johannes Brahms: Variationen und Fuge über ein Thema von Händel B-dur op. 24

      Ragna Schirmer bietet eine beeindruckende Interpretation

      Liebe Grüße Peter
      .
      Auch fand er aufgeregte Menschen zwar immer sehr lehrreich, aber er hatte dann die Neigung, ein bloßer Zuschauer zu sein, und es kam ihm seltsam vor, selbst mitzuspielen.
      (Hermann Bahr)
    • Da diese beiden Postings aus "Eben gehört" hierher sehr gut passen, habe ich sie hierherkopiert. Sie stehen natürlich auch noch am ursprünglichen Ort ;+)

      :wink: :wink:

      Caesar73



      Peter Brixius schrieb:

      Johannes Brahms: Variationen und Fuge über ein Thema von Händel B-dur op. 24

      Ragna Schirmer bietet eine beeindruckende Interpretation


      Finde ich auch, lieber Peter. Insbesondere die Kombination mit den Walzern und den Rhapsodien gefällt mir gut.

      :wink: :wink:

      Christian
      Rem tene- verba sequentur - Beherrsche die Sache, die Worte werden folgen

      Cato der Ältere
    • Caesar73 schrieb:

      Peter Brixius schrieb:

      Johannes Brahms: Variationen und Fuge über ein Thema von Händel B-dur op. 24

      Ragna Schirmer bietet eine beeindruckende Interpretation


      Finde ich auch, lieber Peter. Insbesondere die Kombination mit den Walzern und den Rhapsodien gefällt mir gut.


      Lieber Christian,

      ich habe nur die Händelvariationen im ARD-Nachtkonzert gehört (und habe meiner nächtlichen Aufmerksamkeit mit den Noten nachgeholfen, die ich gerade zur Hand hatte), aber Dein Hinweis verleitet mich doch, es nicht bei dem Mitschnitt zu lassen, sondern noch die ganze CD mir nachliefern zu lassen.

      Vielen Dank für den Tipp. Liebe Grüße Peter
      .
      Auch fand er aufgeregte Menschen zwar immer sehr lehrreich, aber er hatte dann die Neigung, ein bloßer Zuschauer zu sein, und es kam ihm seltsam vor, selbst mitzuspielen.
      (Hermann Bahr)
    • Beethovens 3. Klavierkonzert

      Demnächst kann Ragna Schirmer in Heidelberg erlebt werden (und ich erwäge hinzugehen):

      Sonntag, 20. November 2011
      Stadthalle Heidelberg, Neckarstaden 24, 69117 Heidelberg
      Beginn: 19:00 Uhr

      Felix Mendelssohn Bartholdy: Streichersinfonie Nr. 12 g-moll
      Wolfgang Amadeus Mozart: Sinfonie C-Dur KV 425 »Linzer Sinfonie«
      Ludwig van Beethoven: Klavierkonzert Nr. 3 c-Moll, op.37

      Mitwirkende:
      Ragna Schirmer, Klavier
      Heidelberger Sinfoniker, Leitung: Thomas Fey

      Nähere Informationen:
      heidelberger-sinfoniker.de/das…tkalender/index.php?id=44

      :wink:
      Es grüßt Gurnemanz
      ---
      Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
      Helmut Lachenmann
    • Caesar73 schrieb:


      Einige biographische Fakten: Ragna Schirmer wurde 1972 in Halle geboren,


      Wo ich dies gerade lese: Dieses biographische Faktum ist leider falsch.

      Ragna Schirmer wurde mitnichten in Halle, sondern in Hildesheim als Tochter eines ehemals großen Autohändlers geboren und ging dort auch zur Schule. Ganz zufällig mit mir. Ich kannte sie damals aufgrund verschiedenster gemeinsamer schulisch-musikalischer Aktivitäten recht gut. Ihr Bruder Rouven ist im Übrigen ein begabter Cellist. Für die Klatsch-und-Tratsch-Spalte mag auch interessant sein, dass eben dasselbe Gymnasium neben meiner Winzigkeit und Ragna Schirmer auch noch Thomas Quasthoff hervorgebracht hat.

      Eitle Grüße :D

      :wink: Agravain

      @Gurnemanz: Das solltest Du nicht nur erwägen...
    • Gurnemanz schrieb:

      Demnächst kann Ragna Schirmer in Heidelberg erlebt werden (und ich erwäge hinzugehen):



      Schade, dass ist ein wenig kurzfristig - interessiert hätte es mich auf jeden Fall ;+)

      Trotzdem an dieser Stelle ein Hinweis auf Ragna Schirmers Beitrag zum Liszt-Jahr:

      Es handelt sich dabei um eine Aufnahme der Années de Pelerinage, also die Lehr- und Wanderjahre des Komponisten und Virtuosen Franz Liszt, inclusive Venezia e Napoli S 162:



      Mit von der Partie ist übrigens auch das Ensemble armarcord, das Madrigale Gesualdos und Marenzinos singt. Die Madigale sind zwischen die einzelnen Stücke der Années eingefügt, jeweils zwei Madrigale pro Band. Wieso die Wahl hier auf Gesualdo und Marenzino gefallen ist, konnte ich dem Beiheft noch nicht entnehmen, allerdings finde ich die Idee an sich ansprechend.

      Neben den drei CD´s enthält die Produktion ein Reisetagebuch Ragna Schirmers mit Bildern und Texten, dabei folgt die Pianistin den Spuren Liszt in der Schweiz und Italien. Eine interessante Idee, allerdings sind die Texte im Beiheft relativ kleingedruckt, da häufig Bilder und Texte kombiniert werden.

      Hören können habe ich die Aufnahme noch nicht, falls jemand anderes schneller ist ;+)

      :wink: :wink:

      Christian
      Rem tene- verba sequentur - Beherrsche die Sache, die Worte werden folgen

      Cato der Ältere
    • Agravain schrieb:

      [...] dass eben dasselbe Gymnasium neben meiner Winzigkeit und Ragna Schirmer auch noch Thomas Quasthoff hervorgebracht hat.
      :juhu: Was in deutschen Provinzen alles so heranrwächst - alle Achtung!
      Das solltest Du nicht nur erwägen...
      Damit rennst Du bei mir offene Türen ein, vgl. hier: Heidelberger Frühling: Klavierabende mit Ragna Schirmer. ;+)

      Caesar73 schrieb:

      Schade, dass ist ein wenig kurzfristig [...]
      Ja, schade, hätte mich natürlich gefreut...

      :wink:
      Es grüßt Gurnemanz
      ---
      Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
      Helmut Lachenmann
    • Agravain schrieb:

      Zitat von »Caesar73«

      Einige biographische Fakten: Ragna Schirmer wurde 1972 in Halle geboren,



      Wo ich dies gerade lese: Dieses biographische Faktum ist leider falsch.


      Da hast Du natürlich völlig recht ;+)

      Und eigentlich weiß ich das auch, dass Ragna Schirmer in Hildesheim geboren ist .... Den Verschreiber kann ich mir nur so erklären: Ragna Schirmer lebt und arbeitet ja inzwischen in Halle. Kurios, dass mir der Fehler nie aufgefallen ist. Freud lässt grüßen ..... ;+)

      :wink: :wink:

      Christian
      Rem tene- verba sequentur - Beherrsche die Sache, die Worte werden folgen

      Cato der Ältere
    • Da dieser Beitrag aus "Eben gehört" auch hierher sehr gut passt, habe ich ihn noch einmal hierher kopiert, Caesar73


      Ich war heute in Essen bei Proust... und konnte nicht widerstehen:


      Die ersten Hörproben, die ich da vor Ort vornehmen konnte (da kann man nämlich noch richtig in die CDs reinhören, nicht nur in irgendwelche technisch mangelhafte Samples von wenigen Sekunden!) haben mich begeistert.

      Dazu kommt ein interessantes Gesamtkonzept: Ragna Schirmer ist auf Liszts Pfaden gewandelt und dokumentiert das in einem sehr persönlichen Booklet, das eine ausgezeichnete Begleitung zu dem Zyklus darstellt. Außerdem streut sie an verschiedenen Stellen immer wieder italienische Madrigale ein.

      Alles zu sammen ist ein hochinteressantes Gesamtkonzept, und das noch auf musikalisch höchstem Niveau, wie ich finde.
      Lucius Travinius Potellus
      Those who would give up essential Liberty, to purchase a little temporary Safety, deserve neither Liberty nor Safety. (B.Franklin)
    • Travinius schrieb:

      Alles zu sammen ist ein hochinteressantes Gesamtkonzept, und das noch auf musikalisch höchstem Niveau, wie ich finde.



      Hallo Travinius, das Konzept fand ich auch sehr interessant - hast Du inzwischen mehr von den CD´s hören können? Ich bin noch nicht so recht dazugekommen. Meine Höreindrücke beschränken sich bisher auf Teile des ersten Bandes, leider ;+)

      :wink: :wink:

      Christian
      Rem tene- verba sequentur - Beherrsche die Sache, die Worte werden folgen

      Cato der Ältere