Was so kommt - Anstehende Neuerscheinungen und Wiederveröffentlichungen

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    • Holger Sambale schrieb:

      Hallo,

      gerade stelle ich fest, dass jpc folgende hoch interessante Neuerscheinung listet:



      Fritz Geißler (1921-1984)
      Sinfonie Nr. 5 (1968/69)
      Rundfunk-Sinfonieorchester Leipzig / Herbert Kegel
      Sinfonie Nr. 11 mit Alt-Solo nach Texten von C. F. Meyer, J. R. Becher und G. Heym (1982)
      Snejinka Awramowa, Alt / Philharmonisches Orchester Rostock / Gerd Puls
      Concertino für Violoncello und kleines Orchester (1981)
      Hans-Joachim Scheitzbach, Violoncello / Philharmonisches Orchester Erfurt / Ude Nissen
      Konzert für Klarinette und Orchester (1983)
      Michael Simm, Klarinette / Berliner Sinfonie-Orchester / Libor Pešek

      Eine tolle Nachricht! Die Fünfte Sinfonie gab's mal auf einer Schallplatte, die mir vorliegt - ein vorzügliches, sehr intensives Werk, bestehend aus einem hoch expressiven Adagio und einem energetischen schnellen Satz, in den zwei langsame "Ritornelle" eingeschoben sind. Geißler, ein DDR-Komponist, arbeitet hier mit durchaus modernen Kompositionstechniken; einige Stellen klingen z. B. nach Aleatorik, die Musik wirkt jedoch sehr unmittelbar. Sie ist ebenso gut komponiert wie ansprechend. Ich meine mich zu erinnern, dass eine programmatische Konzeption zu Grunde liegt (die Sinfonie ist Dresden gewidmet, eine Orientierung am Schema Zerstörung - Wiederaufbau liegt irgendwie auf der Hand). Jedenfalls ist Geißler ein unbedingt beachtenswerter Komponist, und ich bin sehr froh über diese Neuerscheinung. Die übrigen drei Werke sind erstmals auf Tonträger erhältlich. Ich weiß, dass Geißler in späteren Jahren zu einer konservativeren Musiksprache zurückfand, nun ja, ich bin gespannt. Überflüssig zu sagen, dass die Bestellung bereits abgeschickt ist!

      Viele Grüße
      Holger
      Hallo Holger,

      wieder einmal -wie schon öfter- hast Du mich zu einem Komponisten geführt, den ich bisher noch nicht bewußt wahrgenommen hatte. Das Werk hört sich sehr interessant an, aber auch die Sinfonie Nr. 3, die JPC ja bereits im Angebot hat, scheint nicht uninteressant zu sein.

      Gruß :wink:


      Roger
      "Ich brauche keine Musikkritiker"
      (Gennadi Roshdestwenskij)
    • Hallo Roger,

      Roshdestwenskij schrieb:

      Holger Sambale schrieb:



      Fritz Geißler (1921-1984)
      Sinfonie Nr. 5 (1968/69)
      Rundfunk-Sinfonieorchester Leipzig / Herbert Kegel
      Sinfonie Nr. 11 mit Alt-Solo nach Texten von C. F. Meyer, J. R. Becher und G. Heym (1982)
      Snejinka Awramowa, Alt / Philharmonisches Orchester Rostock / Gerd Puls
      Concertino für Violoncello und kleines Orchester (1981)
      Hans-Joachim Scheitzbach, Violoncello / Philharmonisches Orchester Erfurt / Ude Nissen
      Konzert für Klarinette und Orchester (1983)
      Michael Simm, Klarinette / Berliner Sinfonie-Orchester / Libor Pešek
      [...]
      [...]

      wieder einmal -wie schon öfter- hast Du mich zu einem Komponisten geführt, den ich bisher noch nicht bewußt wahrgenommen hatte. Das Werk hört sich sehr interessant an, aber auch die Sinfonie Nr. 3, die JPC ja bereits im Angebot hat, scheint nicht uninteressant zu sein.
      gerade erst bemerke ich deine Antwort hier. Ja, auch Geißlers Dritte Sinfonie ist hoch interessant - sehr ausdrucksstarke Musik, etwa das wahnsinnige Crescendo am Schluss der Sinfonie, wie ein sich stetig intensivierendes Anstürmen. Komponisten wie Geißler, die einerseits politisch nach allem, was ich weiß, durchaus linientreu auf DDR-Kurs standen, andererseits moderneren Kompositionstechniken gegenüber aufgeschlossen waren und diese beiden Aspekte in ihrer Musik auch deutlich zur Geltung kommen ließen, scheinen mir in gewisser Hinsicht ein DDR-Spezifikum zu sein, jedenfalls kenne ich keine ähnliche Richtung etwa aus der Sowjetunion. Die Ergebnisse sind meines Erachtens bemerkenswert, eher intellektuelle Musik, die aber dennoch ziemlich unmittelbar den Hörer anspricht. Ich kenne von Geißlers Sinfonien die Nummern 1, 2, 3, 5, 6 und 7, ferner besitze ich die Partituren der Neunten und Zehnten, und eine Aufnahme der Elften kommt ja in den nächsten Tagen hinzu. Die Zweite (und auch diese verdient eine entschiedene Empfehlung) gibt's ebenfalls bei jpc, nämlich als Teil dieser Box, der ich bezüglich Repertoire-Auswahl und Begleittext allerdings mit einiger Skepsis gegenüberstehe:



      Viele Grüße
      Holger
    • Der Preisverfall ist wirklich eklatant, ich habe vor einigen Jahren noch diesen Preis für den in der Box enthaltenen Simon Boccangera bezahlt. :faint:

      "You realize that it’s not necessary to own 50 Beethoven cycles, 46 of which you never play, when you can be just as happy with 20 of them, 16 of which you never play.
      "
      , David Hurwitz
    • Harnoncourt-Fan schrieb:

      Witzig, diese Box hatte ich gestern schon beim Saturn in Linz in der Hand.


      Ja, in der Hand gehabt - aber verkauft hätten sie sie Dir erst am 7.8. ;) ! Im Ernst - ich habe die Angabe von amazon und da kommt es schon mal vor, dass man dort erst später ausliefert. Jedenfalls ganz schlechte Recherche meinerseits!

      Liebe Grüße,
      :wink:
      Renate
      Unsre Freuden, unsre Leiden, alles eines Irrlichts Spiel... (Wilhelm Müller)
    • amelia grimaldi schrieb:

      Harnoncourt-Fan schrieb:

      Witzig, diese Box hatte ich gestern schon beim Saturn in Linz in der Hand.


      Ja, in der Hand gehabt - aber verkauft hätten sie sie Dir erst am 7.8. ;) ! Im Ernst - ich habe die Angabe von amazon und da kommt es schon mal vor, dass man dort erst später ausliefert. Jedenfalls ganz schlechte Recherche meinerseits!

      Liebe Grüße,
      :wink:
      Renate


      Ich glaub eher das liegt an Saturn, die haben auch oft sehr seltsame Preisgestaltungen in der Klassikabteilung. Neue CDs um 5 statt um 20 Euro und ähnliches. Auch das Dvorak-Requiem unter Harnoncourt war deutlich länger erhältlich als von Sony geplant (leider nicht gewusst und auf der Wunschliste belassen).
      Wenn ich F10 auf meinem Computer drücke, schweigt er. Wie passend...
    • Huh, da dürfte vor allem der Rosenkavalier von Bernstein für manche Fans ein Leckerli sein (war das nicht auch sein Wien-Debüt?). Boulez' Pelleas und Melisande klingt auch nicht schlecht.

      Diese Serie dürfte recht jung sein, bereits im April sind eine ganze Menge an Aufnahmen erschienen und interessanterweise nicht nur die üblichen Verdächtigen sondern auch einige Opern, die einem relativen Opernignoranten wie mir völlig neu sind.
      Wenn ich F10 auf meinem Computer drücke, schweigt er. Wie passend...
    • Lieber Harnoncourt-Fan!

      Da ist wirklich einiges Interessantes dabei! Soviel ich weiß, ist das der zweite Schwung in dieser Aufmachung, von den im April erschienenen Aufnahmen habe ich schon einige gekauft. Diese Serien haben ja leider auch den Effekt, dass man dann alles haben will (für mich ist das zumindest immer eine Verlockung).

      Die "Louise" mit Cotrubas wollte ich auch schon lange, war aber nicht zu bekommen.

      Liebe Grüße und einen schönen Abend OT: Warst Du in der Lady Macbeth in Linz oder täusche ich mich da?
      :wink:
      Renate
      Unsre Freuden, unsre Leiden, alles eines Irrlichts Spiel... (Wilhelm Müller)
    • Die DG kündigt auf ihrer Website für den 15. Oktober an:

      „For the first time, Maurizio Pollini records Bach“ :juhu:

      Maurizio Pollini spielt das „Wohltemperierte Clavier“.

      Darauf habe ich schon lange gewartet, dass er einmal Bach aufnehmen würde!

      Gruß, Cosima
    • Die neueste veröffentlichung in der AliaVox Heritage-Reihe:

      Cristobal de Morales: Requiem
      Tomás Luis de Victoria: Marienmotetten
      Francisco Guerrero: Motetten

      Drei herausragende Platten (SACDs!!!) für den Preis von einer! Alle drei stammen aus dem Astrée-Katalog, doch jetzt erscheinen sie mit besserer Klangqualität, wunderschön verpackt - sogar für die empfehlenswert, die auch die Originalausgaben besitzen!
      (Ich habe schon mehrere Ausgaben der Neuerscheinungsreihe gekauft, obwohl ich auch die Orginale habe: der Unterschied in der Klangqualität ist deutlich hörbar!)
      "Vor dem Essen, nach dem Essen,

      Biber hören nicht vergessen!"


      Fugato
    • Musica Viva Festival 2008

      Münchner Freunde Neuer Musik werden sich freuen, dass am 1. September beim Label NEOS (siehe hier ) mit 4 SACD+1CD erscheinen wird, auf denen die Konzerte des Festivals festgehalten sind.

      Ich freue mich natürlich besonders auf diejenigen Stücke, die mir Konzert damals gut gefallen haben:
      - Stockhausen: Mixtur 2003
      - Jörg Widmann: Armonica
      - Matthias Pintscher: Hérodiade-Fragmente (übrigens mit Marisol Montalvo, der Lulu aus Bieitos Baseler Produktion)
      - Beat Furrer: Klavierkonzert
      - Xenakis: Antikhton
      - Scelsi: Uaxuctum

      und vieles andere.

      Liebe Grüße
      Michel
      Es gibt kaum etwas Subversiveres als die Oper. Ich bin demütiger Diener gegenüber diesem Material, das voller Pfeffer steckt. Also: Provokation um der Werktreue willen. (Stefan Herheim)