Außergewöhnliche Filmmusiken

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    • Clint Eastwood hat sich auch schon höchst selbst - aus meiner Sicht mindestens mit beachtenswertem musikalischen Erfolg - an einen Score gewagt:

      Mystic River, ein Film in dem er auch Regie führte.

      Mir gefällts.

      ... alle Menschen werden Brüder.
      ... We need 2 come 2gether, come 2gether as one.
    • Und mehr:

      "http://www.imdb.com/name/nm0000142/#Composer"

      Matthias
      "Bei Bachs Musik ist uns zumute, als ob wir dabei wären, wie Gott die Welt schuf." (Friedrich Nietzsche)
      "Heutzutage gilt es schon als Musik, wenn jemand über einem Rhythmus hustet." (Wynton Marsalis)
      "Kennen Sie lustige Musik? Ich nicht." (Franz Schubert)
      "Eine Theateraufführung sollte so intensiv und aufregend sein wie ein Stierkampf." (Calixto Bieito)
    • Ich hätte sogar gewettet, daß er auch Musik für Gran Torino geschrieben hat... Zumindest wohl dann sein Sohn Kyle... Ich dachte, ich hätte im Abspann von Gran Torino auch gesehen, daß er (Clint) ggfls. sogar irgendein Instrument spielte...
      "Bei Bachs Musik ist uns zumute, als ob wir dabei wären, wie Gott die Welt schuf." (Friedrich Nietzsche)
      "Heutzutage gilt es schon als Musik, wenn jemand über einem Rhythmus hustet." (Wynton Marsalis)
      "Kennen Sie lustige Musik? Ich nicht." (Franz Schubert)
      "Eine Theateraufführung sollte so intensiv und aufregend sein wie ein Stierkampf." (Calixto Bieito)
    • Ein Kommentar aus dem Ärmel geschüttelt, weil ich den Film gerade mal wieder sah:
      Nicht wirklich außergewöhnlich, aber ich mag sie gelegentlich trotzdem sehr: die "sister act"-Filmmusik.
      Ich war noch nie jenseits des großen Teichs und kann nicht einschätzen, wie gut der amerikanische Katholizismus in dem Film abgebildet/karikiert ist, aber der Film reisst mich doch immer wieder mit. Obwohl er extrem "amerikanisch" (sprich kitschig) und "90er Jahre" ist, macht es doch nach ein, zwei Jahren Pause wieder einen Riesenspaß, ihn erneut zu sehen. Das Repertoire, dass der Nonnenchor in dem Film singt, ist längst fester Bestandteil jedes deutschen "Gospelchors" (so nennt sich ja mindestens jeder dritte deutsche Kirchenchor heutzutage). Dass man die Musik also in jedem dritten Kirchenchorkonzert allerort hören kann, nutzt deren Originalität stark ab, aber dafür kann der Film nichts.



      Es gibt auch eine Fortsetzung dieses Films, Sister Act 2 - jener Film ist aber leider total Scheiße.
      Ins Gebüsch verliert sich sein Pfad, hinter ihm schlagen die Sträuche zusammen.
    • godard

      pierrot le fou und weekend: antoine duhamel

      z.b.: "http://www.youtube.com/watch?v=LLIWMCJvLow" FERDINAND" (pierrot le fou)

      oder

      vivre sa vie und bande à part: michel legrand

      z.b.: "http://www.youtube.com/watch?v=aYQWldZMJ_M" vivre sa vie

      nicht zu vergessen:

      "http://www.youtube.com/watch?v=IT7P7ijpAPY" georges delerue


      [Links wurden deaktiviert: YouTube-Links sind bei Capriccio nicht erlaubt, vgl. hier.
      :wink:
      Gurnemanz]
    • Alfred Newman

      Ich fürchte, da gibt es einen, den hat man noch nicht erwähnt:

      http://de.wikipedia.org/wiki/Alfred_Newman

      Es gibt von ihm einen Soundtrack, den ich mir immer wieder gern anhöre und deshalb den entsprechenden Film oft laufen ließ:



      The Robe
      [Das Gewand]
      USA 1953


      Ganz zu schweigen, daß ich diese Bibel-Schmonzette wegen Richard Burton so liebe, ist das einer meiner liebsten Scores überhaupt. Beginnend mit der Neueinspielung von Newmans bereits 1933 komponierten Fox-Fanfare, folgt der Score im seiner filmischen Reihenfolge. Soweit ich das nachvollziehen kann, fehlen einige Stücke, vor allem beim ersten Aufenthalt Marcellus' in Jerusalem (z.B. Demetrius' Treffen auf Judas), aber die Stücke sind komplett vorhanden.* Es ist übrigens die originale Einspielung für den Film, keine Neu-Aufnahme aus heutiger Zeit.

      Danach mußte ich mir direkt dieses Doppelpack reinziehen:

      :D



      *Es gibt auch eine komplette Version, leider Out of Print:

      amazon.de/The-Robe-Anniversary…-Soundtrack/dp/B000QREQUW'][img]http://ecx.images-amazon.com/images/I/41M2lchJzYL._SL500_AA300_.jpg

      Insgesamt 33 Stücke plus drei Bonustracks (unter [i]Produktionsbeschreibungen[/i] angegeben).


      jd :wink:[/img]
      "Interpretation ist mein Gemüse."
      Hudebux
      "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
      Jean Paul
    • Dieser Soundtrack zu Martin Scorceses Film " The last temptation of Christ"
      Gabriel hat ihn auf seinem "real world" label herausgebracht. Entstanden ist er mit vielen interessanten, unbekannten Gastmusikern .... Göttlich! :angel:
      http://ecx.images-amazon.com/images/I/51oiNhrXJlL._SL500_AA300_.jpg']51oiNhrXJlL._SL500_AA300_.jpg



    • Wurde das schon genannt?

      Nun, nichts "Außergewöhnliches", aber halt ein "Klassiker":

      Die Zither-Musik aus "Der dritte Mann":

      "http://www.youtube.com/watch?v=2oEsWi88Qv0&feature=related"


      :wink:

      amamusica :pfeif:
      Ein Blümchen an einem wilden Wegrain, die Schale einer kleinen Muschel am Strand, die Feder eines Vogels -
      all das verkündet dir, daß der Schöpfer ein Künstler ist. (Tertullian)

      ...und immer wieder schaffen es die Menschen auch, Künstler zu sein.
      Nicht zuletzt mit so mancher Musik. Die muß gar nicht immer "große Kunst" sein, um das Herz zu berühren...



    • Kenne jetzt nur dieses eine Stück und sonst nichts, weder von dem Film " The Tree of Life ", noch von dem Komponisten Zbigniew Preisner .
      (Den Film kenne ich auch nicht. Also ob außergewöhnlich oder nicht, wohl eher nicht...?
      "Herr der Ringe" müßte man ja sonst eigentlich auch hier reinsetzen... :D )

      Bin über einen Hörsampler einer Sumi Jo-CD da gelandet: " Lacrimosa " :

      Original mit Sopran Elzbieta Towarnicka:
      "http://www.youtube.com/watch?v=JmnYqKl1LzE&feature=related"

      Version mit Sumi Jo:
      "http://www.youtube.com/watch?v=GwHJPc1ukjw&feature=related"

      Mag sein, daß es total ultra-kitschig ist, aber ich muß sagen, das geht wirklich unter die Haut und direkt ins Herz...
      (so ist das ja sicher auch intendiert, vom Komponisten, er hat ja auch alle "Register" gezogen)

      Wiki-Infos über Zb. Preisner:
      "http://en.wikipedia.org/wiki/Zbigniew_Preisner"


      :wink:

      amamusica :pfeif:
      Ein Blümchen an einem wilden Wegrain, die Schale einer kleinen Muschel am Strand, die Feder eines Vogels -
      all das verkündet dir, daß der Schöpfer ein Künstler ist. (Tertullian)

      ...und immer wieder schaffen es die Menschen auch, Künstler zu sein.
      Nicht zuletzt mit so mancher Musik. Die muß gar nicht immer "große Kunst" sein, um das Herz zu berühren...



    • Hallo Tamás,

      oha,

      Tschabrendeki schrieb:

      Der Film "The Tree of Life" ist MEHR als nur ausergewöhnlich. Es ist ein zeitloser Meisterwerk eines Genies.
      da bin ich jetzt aber stolz auf mich! ( :D )

      Werde mich bemühen, die "Bildungslücke" mit dem Film schleunigst zu stopfen.

      Dann darf man das Stück auch "guten Gewissens" mögen? ( ;+) )

      Es ist wirklich wunderschön.

      Und wunderschön gesungen, von beiden Sopranistinnen.

      ...und schlimmstenfalls, ab und zu ein bißchen Kitsch sollte auch erlaubt sein. ( :angel: )


      :wink:

      amamusica :pfeif:
      Ein Blümchen an einem wilden Wegrain, die Schale einer kleinen Muschel am Strand, die Feder eines Vogels -
      all das verkündet dir, daß der Schöpfer ein Künstler ist. (Tertullian)

      ...und immer wieder schaffen es die Menschen auch, Künstler zu sein.
      Nicht zuletzt mit so mancher Musik. Die muß gar nicht immer "große Kunst" sein, um das Herz zu berühren...



    • amamusica schrieb:

      Hallo Tamás,

      oha,

      Tschabrendeki schrieb:

      Der Film "The Tree of Life" ist MEHR als nur ausergewöhnlich. Es ist ein zeitloser Meisterwerk eines Genies.
      da bin ich jetzt aber stolz auf mich! ( :D )

      Werde mich bemühen, die "Bildungslücke" mit dem Film schleunigst zu stopfen.

      Dann darf man das Stück auch "guten Gewissens" mögen? ( ;+) )

      Es ist wirklich wunderschön.

      Und wunderschön gesungen, von beiden Sopranistinnen.

      ...und schlimmstenfalls, ab und zu ein bißchen Kitsch sollte auch erlaubt sein. ( :angel: )


      :wink:

      amamusica :pfeif:

      :D Wie es sich mit dem Preisner-Stück verhält, weiß ich auch nicht... im Film hat es eine fast schon katartische Kraft. Aber... ja... etwas kitschig ist es schon. Der Film ist aber grandios. Doch Vorsicht: überhaupt kein leichter Kost.

      LG
      Tamás
      "Vor dem Essen, nach dem Essen,

      Biber hören nicht vergessen!"


      Fugato
    • (Muß noch mit einem Augenzwinkern erklären...

      ...meine "frühkindliche Anti-Kitsch-Erziehung".

      Hatte einen "gestrengen" älteren Bruder.

      Der achtete sehr darauf, daß ich nichts kitschiges mögen sollte.

      Nichts rosanes, nichts "typisch mädchenhaftes", keine schnulzig-süßen Lieder.

      So manches hätte ich gerne gehabt oder gehört, aber... ...wenn es auf dem "Index" stand... ( ;+) )

      ...so mußte ich es mir verkneifen oder nur sehnsüchtig daran denken oder eben nur heimlich einen halben Ton hören.

      Nichts war von mir gefürchteter als das harte Urteil meines Bruders: "Das ist kitschig!" oder: "Das ist eine Schnulze!"

      Da blieb mir nur... ...seufz...

      ...aber es war auch eine recht gute, wenn auch harte "Geschmackserziehung".

      Dennoch kommt es bei mir hin und wieder zu eklatanten "Geschmacksverirrungen"... ( ;+) )

      (Und außerdem bin ich inzwischen ein paar Jährchen älter und habe mich ein wenig von früher "freigeschwommen"...

      ...aber im Hinterkopf bleibt wohl immer die bange Frage: Ist das jetzt (hoffentlich nicht) - KITSCH ??)


      :wink:

      amamusica :pfeif:
      Ein Blümchen an einem wilden Wegrain, die Schale einer kleinen Muschel am Strand, die Feder eines Vogels -
      all das verkündet dir, daß der Schöpfer ein Künstler ist. (Tertullian)

      ...und immer wieder schaffen es die Menschen auch, Künstler zu sein.
      Nicht zuletzt mit so mancher Musik. Die muß gar nicht immer "große Kunst" sein, um das Herz zu berühren...



    • Statt eines eigenen Kommentars zitiere ich mal ein drei Jahre altes Posting von Maldoror aus diesem Thread Musik und Tanz, dem ich mich voll und ganz anschließen kann:
      Kennst Du die Filme von Kieslowski und/oder die Musik von Zbigniew
      Preisner (Kieslowskis Hauptkomponisten)? - Es gibt eine Stelle in "Die
      zwei Leben der Veronika" die so unfaßbar ist, daß ich weinen muß und was
      Preisner da komponiert hat ist für mich heute noch eines der
      unbegreiflichsten Stücke Musik die ich kenne (trotz der Kitschgefahr)
      und ich muß immer wieder daran denken, wie gerne ich so singen würde . .
      siehe auch "http://www.youtube.com/watch?v=7bHC8XEfEYk"

      Für mich gehören Preisners Musiken, insonderheit die für seinen Freund Kieslowski, zu den herausragenden Kompositionen, nicht nur für das Medium Film, sondern der Gegenwart überhaupt:



      Wer ihn noch halbwegws günstig erhaschen kann, sollte sich unbedingt den Soundtrack zu LA DOUBLE VIE DE VERONIQUE zulegen. Am besten aber gleich den ganzen Film

      :wink: Rideamus



      Musik und Tanz
      Ein Problem ist eine Chance in Arbeitskleidung
    • Mir ist nicht klar, wo man bei der Musik mit dem Begriff "Kitsch" ansetzt. Kern scheint mir das "Unwahre" zu sein. Da hat man es bei der Literatur (und dem Film als Ganzes) leichter als bei der Musik. Als wir uns das letzte Mal mit "Kitsch" beschäftigten, war der (vorläufige) Schluss, dass es in der (Erlebnis-)Perspektive des Einzelnen, nicht aber im Werk als solchen liege, ob man etwas als Kitsch bezeichnet oder nicht.

      Liebe Grüße Peter
      .
      Auch fand er aufgeregte Menschen zwar immer sehr lehrreich, aber er hatte dann die Neigung, ein bloßer Zuschauer zu sein, und es kam ihm seltsam vor, selbst mitzuspielen.
      (Hermann Bahr)
    • Och, bei uns war damals die Definition ganz einfach: Alles, was zu "zuckrig-klebrig" ist.

      Und sich dabei auch noch durch ein extrem simples "Strickmuster" auszeichnet.


      :wink:

      amamusica :pfeif:
      Ein Blümchen an einem wilden Wegrain, die Schale einer kleinen Muschel am Strand, die Feder eines Vogels -
      all das verkündet dir, daß der Schöpfer ein Künstler ist. (Tertullian)

      ...und immer wieder schaffen es die Menschen auch, Künstler zu sein.
      Nicht zuletzt mit so mancher Musik. Die muß gar nicht immer "große Kunst" sein, um das Herz zu berühren...



    • amamusica schrieb:

      Och, bei uns war damals die Definition ganz einfach: Alles, was zu "zuckrig-klebrig" ist.

      Und sich dabei auch noch durch ein extrem simples "Strickmuster" auszeichnet.


      :wink:

      amamusica :pfeif:


      "Zuckrig-klebrig" ist wohl eher ein Kriterium der Ausführung (und da kann ich auch aus einem Bach "Kitsch" produzieren), extrem simples "Strickmuster" ist eines der Komposition - aber ist etwa Arvo Pärt Kitsch? Die Kombination von künstlerisch Leichtgewichtigen und überhöhrenden Pathos bringt einen dann allerdings tatsächlich in den Bereich des Unwahren.

      Liebe Grüße Peter
      .
      Auch fand er aufgeregte Menschen zwar immer sehr lehrreich, aber er hatte dann die Neigung, ein bloßer Zuschauer zu sein, und es kam ihm seltsam vor, selbst mitzuspielen.
      (Hermann Bahr)
    • Zu dumm, dass hier immer wieder Themen parallel laufen, wie jetzt der Kitsch zum Hühnerhof.

      von amamusica
      Alles, was zu "zuckrig-klebrig" ist


      Bei Eis oder Honig wäre das nicht Kitsch, sondern Klasse.

      Peters Hinweis auf das "Unwahre" (ich würde es unauthentisch nennen), trifft es schon ganz gut. Das Süßliche, etwa hohe Sopranstimmen instrumental eingesetzt) kann ein Hinweis sein, muss aber nicht zum Kitsch führen, wie eben bei Preisner ("http://www.youtube.com/watch?v=8-SX1TN2N0E&feature=related") oder Morricones Musik zu THE MISSION ("http://www.youtube.com/watch?v=3FZZH5M38bs"), um ein anderes Beispiel zu nennen. Da kommt es sowohl auf den Zusammenhang wie auf die Ausführung an.

      Kitsch ist aber auch das hier, obwohl da nichts Süßliches vorkommt: "http://www.youtube.com/watch?v=OX9iS_nuQj0&feature=related"

      Was aber, um bei Filmmusik zu bleiben, ist das, wenn man nicht so gegensteuert, wie der Regisseur und Komponist hier?

      Geben wir's zu: Kitsch kann auch ungeheuer unterhaltsam und sogar bewegend sein, wenn man die Verfremdung nicht übertreibt.

      :wink: Rideamus
      Ein Problem ist eine Chance in Arbeitskleidung
    • Rideamus schrieb:

      Geben wir's zu: Kitsch kann auch ungeheuer unterhaltsam und sogar bewegend sein, wenn man die Verfremdung nicht übertreibt.

      Sehr richtig... :yes:

      Es gibt viele Scores, die an sich kitschig sind, aber ungeheuer wirkungsvoll. Ich empfinde das bereits beim von mir vor Kurzem geposteten Score so: Alfred Newmans The Robe. Das ist schwelgerische Erhabenheitsmusik, um die Bekehrung des jungen Tribun zum überzeugten Christen besonders herauszustellen; Hollywood hatte dafür immer eine besondere Vorliebe. Aber es hört eine besondere Form der Klasse dazu, daß überzeugend funktionieren zu lassen. So ähnlich, aber etwas subtiler gestaltet, empfinde ich auch Rózsas Ben Hur.


      jd :wink:
      "Interpretation ist mein Gemüse."
      Hudebux
      "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
      Jean Paul