Autoritär oder kollegial? Über den Führungsstil im Orchester

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    • Felix Meritis schrieb:

      Ich verstehe den Artikel nicht. Weshalb sollte Barenboim unersetzlich sein? Gibt es sonst keine Dirigenten? Ich habe auch nicht den Eindruck, dass er der angesehnste Dirigent der Gegenwart ist.
      Ich denke, dass das auch politisch zu sehen ist. Als "Weltmann" mit einem ziemlich weitem Arm, was seine Beziehungen angeht, ist er für das internationale Berlin vermutlich extrem wichtig geworden die letzten 25 Jahre. Er scheint auch die Gabe zu haben, der Politik die Gelder abzuschwatzen, die man benötigt, um die Oper weiter am Laufen halten zu können.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Das kann ich aber immer noch nicht nachvollziehen, denn eigentlich ist es für einen Musiker ein absolutes Privileg in Berlin, das wohl wichtigste Zentrum für klassische Musik weltweit, wirken zu dürfen. Dieses Duckmäusertum überrascht mich doch etwas. Seine Geldeintreiberqualitäten sind natürlich nicht unwichtig, aber dass Deutschland seine wichtigste Oper untergehen lassen würde, kann ich mir schwer vorstellen.
      Im Zweifelsfall immer Haydn.
    • <= zumindest Beitr. 125

      ...machte ja bereits mal den Schlenker zum Chor-Dirigenten . . .

      nu ist es Jahrzehnte her, dass ich (grade mal) zwei Jahre in nem (damals wohl durchaus renommierten Laien-Chor) mitgetan habe, aber etwas interessantes (+ recht fix auf`n Punkt zu bringendes) ist mir nu doch noch eingefallen . . .

      Wenn Der-Da-Vorne "autoritär austeilt", dann macht es schon sehr den Unterschied, ob das gemeine Chor-Schaf sich "nur" (von mir aus auch "doppelt und dreifach") geohrfeigt fühlt oder ob es sich echt durchgeprügelt vorkommt !! U N D Je eher Der-Da-Vorne "nach Dienstschluss" offen ist für Gespräche auf Augenhöhe, je eher kann er sich besagte "verbale Ohrfeigen" auch auf Dauer erlauben !!

      Im Klartext: Unser KMD hat uns in c. jeder dritten Probe als "Altersheim" u. ä. beschimpft … und NEIN: es war nicht die Bohne mehr lustig, für niemanden mehr ! ABER ich bin mir noch lange Jahre später ziemlich sicher, dass sich ebenso niemand durchgeprügelt fühlte - auch da DER ALTE durchaus des Öfteren mal "kurz vor dem losbrüllen" war, aber es kein einziges Mal wirklich dazu kommen ließ (<= dabei wäre es "räumlich ideal" gewesen, unser Probenraum lag wirklich s e h r versteckt...)

      Und bzgl. "nach Dienstschluss": bis heute sehe ich ab und an seine sehr hellen, freundlichen Augen, die er für mich über hatte - nachdem ich kaum zehnmal (sicher nur halbwegs regelmäßig, aber wohl immer sichtbar engagiert) zur Probe erschienen war... "Junge, Du bist hier genauso dabei wie unsere alten Hasen: also frag einfach, falls es was zu klären gibt!!"

      o. k. - nicht ganz uninteressant I hope so … aber noch mal sei betont: es war "nur" ein (wenn auch renommierter) Laien-Chor - entspr. mit einem Leiter, der vergleichsweise vermutl. gradezu Unmengen an Freizeit (ergo auch reichlich Zeit für "Hintergrundgespräche" u. ä.) hatte.....

      :wink:
      >>>>Wer Rechtschreibefehler findet, darf mich g e r n e darauf hinweisen!!<<<<

      Es ging aus heiterem Himmel um Irgendwas. Ich passte da nicht rein. Die anderen auch nicht. (Fischer-Dieskau üb. seine 1. >u. letzte!< Talk-Show) … … Hollywood ist ein Witz (Aki Kaurismäki)