Haydn, Joseph: Oboenkonzert C-Dur Hob. VIIg:C1

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    • Hallo zusammen,

      hat eigentlich irgend jemand neuere Infos zur möglichen Urheberschaft dieses wunderbaren Konzertes ?
      Da ich mich ja gerade selber daran versuche :D , interessiert mich das nun natürlich besonders ...
      Viele Grüße - Allegro

      "Musik ist ... ein Motor, Schönheit, Intensität, Liebe, Zauber, alles in allem: ein Elixier." Lajos Lencsés
    • Eben habe ich bei der Notenansicht auf imslp noch folgende Notiz gefunden:

      " Haynes Catalog attributes the composition to Ignaz Malzat (1757-1804)."

      Kennt jemand irgendwelche Werke dieses Oboisten Ignaz Malzat oder kann sonst irgendetwas dazu sagen ?

      8+)
      Viele Grüße - Allegro

      "Musik ist ... ein Motor, Schönheit, Intensität, Liebe, Zauber, alles in allem: ein Elixier." Lajos Lencsés
    • Allegro schrieb:

      Kennt jemand irgendwelche Werke dieses Oboisten Ignaz Malzat oder kann sonst irgendetwas dazu sagen ?

      Guck mal hier:

      Ignaz Malzat, ein »Virtuos auf der Ob. und dem engl. Hr.«, kam 1774 nach Salzburg und erhielt hier, obwohl erst 17jähr., Anstellungen als Hofmusikus (3., dann 2. Oboist) und Cammerportier. Auch unter den Schülern Michael Haydns wird er genannt. Ende 1775 oder Anfang 1776 floh Malzat, anscheinend Schulden halber, aus Salzburg, durchreiste (nach C.F. Cramer; s. Lit.) Frankreich, Italien und die Schweiz. 1778-1788 war er Oboist des Pfarrchors in Bozen, 1788-1803 Kammermusikus und Kammerdiener des Fürstbischofs von Passau.
      Wie sein Bruder stand auch Ignaz Malzat mit dem Verleger Traeg in Verbindung, der 1799 Konzerte und KaM. ankündigte. Das großangelegte Doppelkonzert für Ob. und Fg., mit bemerkenswerten Entsprechungen zum Konzert für Ob., das unter dem Namen J. Haydns verbreitet ist (H.-W. Hamann), weist ihn als einen gewandten, formsicheren Komp. aus; Träger der thematischen Entwicklung sind die Soloinstr. Die Motivbildung, auch anderer Kompos., ist vorwiegend instr. bestimmt.

      [Die Musik in Geschichte und Gegenwart: Malzat (Familie). Musik in Geschichte und Gegenwart, S. 48991
      (vgl. MGG Bd. 08, S. 1559-1560) (c) Bärenreiter-Verlag 1986
      "http://www.digitale-bibliothek.de/band60.htm ]
      Das ist die Kopie aus aus der alten MGG (CDRom). Wie weit das noch aktuell ist, kann ich nicht sagen.


      lg vom eifelplatz, Chris.
    • Danke Chris :kiss:

      Leider sind im www keine Hörproben irgendwelcher seiner Werke zu finden und bei jpc finde ich auch nur eine einzige CD mit einer Sinfonia von ihm ... :cry:
      Viele Grüße - Allegro

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    • audiamus schrieb:

      Gibt's DIE Bomben-Aufnahme zum Kennenlernen?
      Ja - die gibt es mittlerweile 8o - und zwar mit dem m. M. nach besten Oboisten, den es zur Zeit gibt, nämlich Francois Leleux :verbeugung2: :
      1. Satz - allegro spirituoso: youtube.com/watch?v=-vpyFH0eui0
      2. Satz - andante: youtube.com/watch?v=QsJtWhBGfo8

      3. Satz - Rondo - allegretto: youtube.com/watch?v=z7OBgWDIchM
      Viele Grüße - Allegro

      "Musik ist ... ein Motor, Schönheit, Intensität, Liebe, Zauber, alles in allem: ein Elixier." Lajos Lencsés
    • Letztes Jahr im November durfte ich übrigens Francois Leleux live mit diesemOboenkonzert genießen .... und dabei war zu erfahren, dass er die Meinung vertritt, dass das Werk von Ignaz Pleyel stammen könnte ....
      Viele Grüße - Allegro

      "Musik ist ... ein Motor, Schönheit, Intensität, Liebe, Zauber, alles in allem: ein Elixier." Lajos Lencsés
    • Den ersten Satz mit Leleux habe ich mir (Allegros Link folgend) gerade noch einmal angehört - und plötzlich bin ich mir im Gegensatz zu früher unsicher, ob es sich wirklich um "die Bombenaufnahme" handelt...

      Bei allergrößtem Respekt vor seinem unglaublichen technischen Vermögen und seinem Willen, die Zuhörer mitzureißen, finde ich das, was Leleux hier macht, am Ende doch etwas "overdone". Das betrifft gewisse ständig wiederkehrende "Binnenrubati" (= bewusste Unregelmässigkeiten in den Läufen), es betrifft die streckenweise etwas übersteuert wirkende Tongebung, es betrifft den Vibratoeinsatz (!) - und es betrifft natürlich die nicht unerhebliche Theatralik, mit der Leleux auftritt. Als Hörer habe ich schon ein wenig den Eindruck, dass mir da eine überaus subjektive Lesart des Konzerts nicht nur präsentiert, sondern geradezu mit dem Holzhammer aufgezwungen werden soll. Die ganz großen Interpretationen wirken auf mich am Ende weniger manieriert....

      Mer kann och alles överdriewe.... :whistling:

      Herzliche Grüße

      Bernd