Lortzing: Zar und Zimmermann - Gelsenkirchen, 26.03.

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    • Lortzing: Zar und Zimmermann - Gelsenkirchen, 26.03.

      Gestern Abend war ja die Premiere von "Zar und Zimmermann" am MiR und für alle die das moderne Regietheater lieben, sei hier eine Empfehlung ausgesprochen.
      Roland Schwab, der kürzlich noch den Giovanni in Berlin gemacht hat, gibt dem Peter Michaelow viel von seiner historischen Grausamkeit. Dieser Ansatz ist sehr spannend, aber hinzu kommen doch viele platte Einfälle der stumpfen Provokation: So krabbelt Zar Peter unter den Tisch um eine Chordame zu befriedigen, Texte werden erst rezitiert dann (gekürzt) gesungen, die Hochzeit ist natürlich eine alberne Schwulenhochzeit. Am Ende hat einige Bravo-Rufer, aber viele grollende Buhs und vor allem lauen Applaus auf seiner Seite. Eigentlich schade, denn der eiegntliche Ansatz der Inszenierung ist super.
      Rein gesanglich war es wohl einzig Alfia Kamalova, die als Marie einen wunderschönen Sopran hören lies, die wirklich zu 100 % zufrieden stellen konnte. Joachim G. Maaß war szenisch klasse, aber gsanglich doch sehr frei und deklamierend, Piotr Prochera ein eindrucksvoller Peter Michaelow, der aber nicht das heldische Pfund für diese Partie besitzt. Sehr gut wird die Aufführung von Heiko Mathias Förster geleitet, der ebenso auch die dunklen Zwischentöne in der genialen Partie Lortzings sucht.
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