Eben gekauft - Noch nicht gelesen

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    • Amfortas09 schrieb:

      Über z.B. Wahrheits- oder den Unwahrheitsgehalt des gedanklich Verzapften besagt es m.E. erstemal gar nichts.
      Doch andererseits könnten Erkenntnisse, Einsichten sich gewissermaßen auch aus quasi somatischen Quellen, den Magen, Schlund, Nasenschleimhäute etc. mit ableiten bzw geprägt sein. Also der Konsum von Cannabis, Obstlern, Gin oder eine bestimmte Ernährung (z.B. Lammkeule in Knoblauch und Kräutern eingelegt oder Datteln in Frischkäse mit Cayenne-Pfeffer ), Energy-Drinks vom Brause-Klub RB-Leipzig könnten Auswirkungen auf Form, Gestaltung von Gedanken zeitigen ?(
      So ist es. Und das gilt generell für jede einzelne unserer Verstehensleistungen und Lebensäußerungen. Und damit wird die Überlegung dann auch wiederum hinfällig. Was bleibt, ist die Schrift: Die gibt über ihren "Wahrheits- oder den Unwahrheitsgehalt" Auskunft, wenn wir sie denn mit unserem eben genüsslich zerkauten Tierbaby im Magen überhaupt verstehen. Damit fängt's ja dann an.

      @Gurnemanz: Ich wünsche dir viel Freude am Hegel. Habe gerade lange Zeit mit dem Hauptwerk von Gadamer verbracht, und darin werden Hegels Gedanken primär hinsichtlich ihrer Bedeutung für die Hermeneutik sehr, sehr geschätzt und hervorgehoben.
      ...schreibt Christoph :wink:
    • Gurnemanz schrieb:

      Das freut mich. Aber ich plane definitiv nicht, einen solchen Thread zu eröffnen. Dafür weiß ich zu wenig.
      Dann lass uns doch an deinem - nach eigenem Ermessen bisher zu wenigen, im Verhältnis zu meinen nicht vorhandenen Kenntnissen sehr umfangreiches - Wissen teilhaben. Da du deine Lektüre fortsetzt, wird es mehr und verändert sich.
      Es melden bereits doch 2 User ihr großes Interesse an, deine Erläuterungen, Kommentare zu Hegel sich reinzuziehn...
      „Ein Komponist, der weiß, was er will, will doch nur was er weiß...“ Helmut Lachenmann
    • Das Zitat Kittlers zu Hegels Drogen habe ich der digitalen Ausgabe der Welt entnommen:

      welt.de/print/wams/kultur/arti…-daraus-zu-schoepfen.html

      Mit meiner (scherzhaften) Bemerkung, Hegel habe darum den Unterschied zwischen Sein und Schein nicht verstanden, wollte ich keine Diskussion entfachen. Das reine Sein und das reine Nichts sind halt beide völlig bestimmungslos und insofern ununterscheidbar. Ob das ein fruchtbarer Gedanke ist, lasse ich dahingestellt. Um Hegel habe ich immer einen Bogen gemacht. Anders als hier in einem Brucknerthread (zur 6. Sinfonie) behauptet, glaube ich nicht, dass der Ausdruck "einen Bogen um etwas machen" ein negatives Urteil über das ausspricht, dem man aus dem Weg geht. Man kann auch einen Bogen um etwas machen und ihm ausweichen, weil man fühlt, dass man damit zu viel (Verständnis) Probleme haben wird.
    • Benutzername schrieb:

      @Gurnemanz: Ich wünsche dir viel Freude am Hegel. Habe gerade lange Zeit mit dem Hauptwerk von Gadamer verbracht, und darin werden Hegels Gedanken primär hinsichtlich ihrer Bedeutung für die Hermeneutik sehr, sehr geschätzt und hervorgehoben.
      Dank Dir! :) Gadamer hätte ich hier in Heidelberg noch persönlich erleben können, denn er war ja noch bis ins hohe Alter schwer aktiv. Mit seiner Hermeneutik bin ich allerdings noch gar nicht vertraut.

      Amfortas09 schrieb:

      Da du deine Lektüre fortsetzt, wird es mehr und verändert sich.
      Das hoffe ich. Geht aber allen Lesern so, nicht nur bei Hegel.

      Abendroth schrieb:

      Das reine Sein und das reine Nichts sind halt beide völlig bestimmungslos und insofern ununterscheidbar. Ob das ein fruchtbarer Gedanke ist, lasse ich dahingestellt.
      Ja, auch für mich eine offene Frage. Spannend!

      Abendroth schrieb:

      Um Hegel habe ich immer einen Bogen gemacht.
      So wie ich z. B. bei Heidegger. Und das meine ich ebensowenig negativ wie Du Deine Hegel-Vermeidung. ;)

      :wink:
      Es grüßt Gurnemanz
      ---
      Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
      Helmut Lachenmann
    • Gurnemanz schrieb:

      Was Hegel selbst während des Verfassens seiner Bücher konsumiert haben mag, finde ich dagegen nicht relevant. Selbst wenn es Haschisch war: Was besagt das schon?
      daß der sog. "starke Tobak" damals vermutlich nicht so krass "potent" (sp sagt man wohl) war wie heutige Züchtungen - sonst frage ich mich ernsthaft, wie er das geschafft haben kann, von der dauerhaften Konzentrationsfähigkeit her...
      Die englischen Stimmen ermuntern die Sinnen
      daß Alles für Freuden erwacht
    • Noch 12 Jahre bis zur Rente, aber ich baue vor :D





      Dogen Zenji, Shobogenzo (Japan C.a. 1135-1150) - DAS Grundbuch des japanischen Zenbuddhismus in der Ausprägung der Soto-Schule, die der Dogen begründet hat.


      Mit den ausführlichen Kommentarbänden von Nishijima Roshi (der den Shobogenzo auch übersetzt und sich jahrzehntelang damit beschäftigt hat) sollte es aber kein aussichtslosen, wenn auch ein Jahrzehnte umfassendes Vorhaben sein...

      Das sind 7 Bände, hier beispielhaft No 1:



      Daß hier niemand auf die Idee kommt einen Thread drüber einzufordern! :alter1:

      Ein irres, hanebüchenes Unterfangen, weiß ich ja. Aber ich MUSS es versuchen, der Drang ist seit langen in mir und ich Folge dem nun so gut ich eben kann...


      LG
      "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
      (Shunryu Suzuki)
    • Au weia ...



      ... auch hier Urlaubsvorbereitungen ( "wie war's?" - " ... mal wieder viel zu kurz ...")

      Gruß
      MB

      :wink:
      Un homme d'esprit est perdu s'il ne joint pas à l'esprit l'énergie de caractère. Quand on a la lanterne de Diogène, il faut avoir son bâton. (Nicolas-Sébastien de Chamfort)
    • Aber auch ich brauch solche Grenzerfahrungen ab und an.



      Allerdings schon begonnen, steh auf Seite 130, was auch partiell großartig war, nur ob das über die Distanz trägt... bin noch unentschlossen...


      LG :)
      "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
      (Shunryu Suzuki)
    • Nicht gekauft, sondern von meinem Bandkollegen, einem pensionierten Bassisten der Mecklenburgischen Staatskapelle, geschenkt erhalten:



      Fast durch bin ich mit dieser erquicklichen Hör-CD:



      Meine wöchentlichen Autofahrten von Schwerin nach Hamburg vergehen wie im Flug
    • Aus dem Urlaub bestellt, weil ich imNetz über das Kapitel „Elgar‘s Empire“ gestolpert bin. Das hat natürlich mein Interesse geweckt. Davon ab ist das ganze Thema natürlich höchst interessant.
      Ich hoffe, dass der Wälzer bei meiner Rückkehr auf mich zu Hause wartet. :D



      :wink: Agravain


    • Nach all den Vorschusslorbeeren in den Zeitungen und Diskussionen hier im Forum interessiert mich dieser Vortrag nun doch zu sehr. Ich bin sehr gespannt.
      „Jeder Mensch hat einen Instinkt dafür, ob etwas echt ist oder vorgetäuscht. Aber ich glaube, Musiker sind durch ihr Training besonders empfindlich in dieser Hinsicht. Das macht sie nicht zu besseren Menschen, aber sie registrieren mehr.“ - Herbert Blomstedt
    • Lohnt sich bestimmt. Überhaupt ist Adorno ein weißer Fleck auf meiner Landkarte, ein Umstand, den ich an sich endlich mal korrigieren sollte :pfeif:
      Wo sollte man denn da einsteigen? Tips sind willkommen :)

      Seit eben auf dem Weg zu mir und daher natürlich noch ungelesen was ganz Andres:




      LG :)
      "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
      (Shunryu Suzuki)
    • garcia schrieb:

      Wo sollte man denn da einsteigen? Tips sind willkommen
      Wie wäre es hiermit? ;)



      Ich habe die Versionen über Platon, Hegel und Kant. Sehr verständliche, sogar vergnügliche Zusammenfassungen.
      „Jeder Mensch hat einen Instinkt dafür, ob etwas echt ist oder vorgetäuscht. Aber ich glaube, Musiker sind durch ihr Training besonders empfindlich in dieser Hinsicht. Das macht sie nicht zu besseren Menschen, aber sie registrieren mehr.“ - Herbert Blomstedt
    • Jupp, genau was ich erstmal suchte.

      Bestellt, vielen Dank für den Tip :)
      "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
      (Shunryu Suzuki)