Eben gekauft - Noch nicht gelesen

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    • Ich habe kürzlich den Online-Buchshop (Bücher kommen als Print-Ausgabe nachhause, manche sind auch als pdf kostenlos bzw. kostenpflichtig runterzuladen) der Bundeszentrale für politische Bildung entdeckt.

      Da gibt es zum Beispiel den "Sound des Jahrhunderts" (reich bebilderter telefonbuchdicker Wälzer mit DVD) für 7 Euro (pdf zum Probelesen dort vorhanden) und (wahrscheinlich hochsubventionierte) Lizenzausgaben von ganz unterschiedlichen Büchern wie György Dalos´"Der Vorhang geht auf. Das Ende der Diktaturen in Osteuropa" und "Lebt wohl, Genossen" und auch "Terror und Traum. Moskau 1937" von Karl Schlögel für 1 Euro !!!!!! Und das Buch ist sehr zu empfehlen.

      Versand auf Rechnung, keine Vorkasse oder Bankeinzug nötig.

      http://www.bpb.de/shop/buecher/zeitbilder/170341/sound-des-jahrhunderts

      http://www.bpb.de/shop/buecher/schriftenreihe/35678/terror-und-traum

      Ins Gebüsch verliert sich sein Pfad, hinter ihm schlagen die Sträuche zusammen.
    • Zum zweiten Mal greife ich zu Meister und Margarita. Diesmal in der Neuübersetzung von Nitzberg. Die Reschke-Übersetzung und das Original (kann man aufgrund der schwierigen Quellenlage nicht so bezeichnen, ich weiß) werde ich griffbereit daneben liegen haben.

      Ins Gebüsch verliert sich sein Pfad, hinter ihm schlagen die Sträuche zusammen.
    • ThomasBernhard schrieb:

      Zum zweiten Mal greife ich zu Meister und Margarita. Diesmal in der Neuübersetzung von Nitzberg. Die Reschke-Übersetzung und das Original (kann man aufgrund der schwierigen Quellenlage nicht so bezeichnen, ich weiß) werde ich griffbereit daneben liegen haben.


      Das habe ich mir auch gerade für als Sommerlektüre besorgt, allerdings vom dem Luchterhand Verl. die Reschke-Übersetzung, aus einem Modernen Antiquariat. Und wenn es mir immer noch so gut gefällt wie früher, werde ich dann auch mal zu einer Neuübersetzung in größerer Schrift greifen.


      lg vom eifelplatz, Chris.
    • Bulgakows Roman habe ich vor Jahren mit großer Begeisterung gelesen, vermutlich in der Übersetzung von Thomas Reschke. Die neue Übersetzung von Alexander Nitzberg scheint von der alten ganz beträchtlich abzuweichen. Die Amazon-Beurteilungen fallen recht kontrovers aus. Welche von beiden Übersetzungen steht nun dem Original näher?

      Vgl. auch hier: "http://www.glanzundelend.de/Artikel/abc/b/bulgakow-meister-margarita.htm".

      :wink:
      Es grüßt Gurnemanz
      ---
      Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
      Helmut Lachenmann
    • Ich habe mir auch vor ein paar Wochen den Roman gekauft (Luchterhand/Reschke). Ich freue mich schon drauf, ihn zu lesen (wenn Zeit ist). Die Frage von Gurnemanz interessiert mich auch.

      maticus
      Social media is the toilet of the internet. --- Lady Gaga
    • maticus schrieb:

      Ich habe mir auch vor ein paar Wochen den Roman gekauft (Luchterhand/Reschke). Ich freue mich schon drauf, ihn zu lesen (wenn Zeit ist). Die Frage von Gurnemanz interessiert mich auch.


      Das Buch ist sehr zu empfehlen (auch wenn ich mir etwas ganz anderes erwartet hatte).
      Ich kenne nur die alte Übersetzung. Die Kritik in dem Link von Gurnemanz finde ich sehr einleuchtend. (Und die fällt für mich sehr klar zugunsten der älteren aus; der Roman ist zwar skurril, aber auch von einem gewissen trockenen Humor, da braucht es keine extrem manierierte Sprache.)

      Selbst wenn ich das normalerweise nicht beurteilen kann (und beim Russischen schon gar nicht), ist mir der extreme Hype um einige Neuübersetzungen auch schon aufgefallen. Gerade beim Russischen kann man wohl getrost davon ausgehen, dass >80% der Rezensenten, die in die Lobeshymnen einstimmen, der Sprache nicht (ausreichend) mächtig sind, um das zuverlässig beurteilen zu können. Letztlich wird geschmäcklerisch geurteilt, aber unter dem Mäntelchen angeblich besserer Wiedergabe des Originaltexts.
      ...a man who refuses to have his own philosophy will not even have the advantages of a brute beast, and be left to his own instincts. He will only have the used-up scraps of somebody else’s philosophy; which the beasts do not have to inherit; hence their happiness. Men have always one of two things: either a complete and conscious philosophy or the unconscious acceptance of the broken bits of some incomplete and shattered and often discredited philosophy. (G. K. Chesterton)
    • In dem Link sind ein paar Beispiele und Vergleiche. Da der Rezensent insgesamt der Neuübersetzung kritisch gegenübersteht, könnte natürlich sein, dass er tendenziös ausgewählt hat. Aber anhand seiner Beispiele finde ich die Kritik sehr einleuchtend (und einige der Beispiele aus der Neuübersetzung unerträglich manieriert). Überhaupt scheint mir das ein verbreiteter Zug der oft so gelobten Neuübersetzungen zu sein. Weil den älteren Übersetzungen "Glättung", Einebnung von Soziolekten o.ä. vorgeworfen wird, übertreiben es die neuen in die andere Richtung. Was oft problematisch ist, da in der Zielsprache ein Dialekt oder Soziolekt ganz andere Konnotationen hat.
      M.E. ist es oft besser, solch eine Ebene im Zweifel zu vernachlässigen als sie verfremdend und mit falschen Konnotationen zu imitieren. Aber natürlich sind das oft schwierige Entscheidungen und Gratwanderungen. Ziemlichen Nonsense finde ich zB in Prosa Wortstellungen, die in der Ausgangssprache im normalen Rahmen bleiben, in der Zielsprache aber völlig ungewohnt wirken, Lesefluss und Verstehbarkeit hemmen, zu imitieren.
      ...a man who refuses to have his own philosophy will not even have the advantages of a brute beast, and be left to his own instincts. He will only have the used-up scraps of somebody else’s philosophy; which the beasts do not have to inherit; hence their happiness. Men have always one of two things: either a complete and conscious philosophy or the unconscious acceptance of the broken bits of some incomplete and shattered and often discredited philosophy. (G. K. Chesterton)
    • Kater Murr schrieb:

      In dem Link sind ein paar Beispiele und Vergleiche.

      Das sieht tatsächlich übel aus - eine Art "Regietheaterübersetzung" :D . Dass heute solche "Dynamisierungen" bei Uebersetzungen gemacht werden, war mir gar nicht bewusst. Ich kannte nur einige Beispiele für zu direkte Uebersetzungen ins Deutsche, die den Ausdruck verfälschen. Das Lieblingsbeispiel meines Grossvaters, er war Slawist, war "Batjuschka". Dieses Wort war eine typische Anrede von Bauern gegenüber den Söhnen des Gutsbesitzers, heisst also im wesentlichen "junger Herr". Direkt übersetzt heisst es aber "Väterchen", was im Deutschen anders konnotiert ist.
      Im Zweifelsfall immer Haydn.
    • Heute zum Geburtstag bekommen:


      Habe heute beim Frühstück nur den Abschnitt über Strauss' Dirigat gelesen. Klingt sehr interessant und aufschlussreich. Natürlich sind die Artikel von unterschiedlichen Autoren, daher auch stilistisch unterschiedlich. Aber für mich als bekennender Strauss-Fan ist das ein Füllhorn an Informationen.
      Lucius Travinius Potellus
      Those who would give up essential Liberty, to purchase a little temporary Safety, deserve neither Liberty nor Safety. (B.Franklin)
    • Meine Urlaubslektüre, soeben erworben:


      Wolfgang Schivelbusch: Geschichte der Eisenbahnreise - Zur Industrialisierung von Raum und Zeit im 19. Jahrhundert


      Monika Reißer: Cairn Terrier - Auswahl, Haltung, Erziehung, Beschäftigung

      :wink:
      Es grüßt Gurnemanz
      ---
      Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
      Helmut Lachenmann
    • Gurnemanz schrieb:

      Wolfgang Schivelbusch: Geschichte der Eisenbahnreise - Zur Industrialisierung von Raum und Zeit im 19. Jahrhundert

      Eine gelungene Symbiose aus informativem Inhalt und gut, ja vergnüglich zu lesendem Stil. Wahrscheinlich immer noch ein Musterexemplar der populären Sachliteratur.
      Nur weil etwas viel Arbeit war und Schweiß gekostet hat, ist es nicht besser oder wichtiger als etwas, das Spaß gemacht hat. (Helge Schneider)
    • Tyras schrieb:

      Eine gelungene Symbiose aus informativem Inhalt und gut, ja vergnüglich zu lesendem Stil.
      So auch mein erster Eindruck. Wobei ich mich frage: Warum haben sich die Reisenden in einer Postkutsche oft lebhaft miteinander unterhalten, in einem Eisenbahnabteil aber in der Regel geschwiegen und gelesen? Sagt jedenfalls Schivelbusch. Aber ich hab's ja erst zu lesen begonnen.

      :wink:
      Es grüßt Gurnemanz
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      Helmut Lachenmann