Brahms: Symphonie Nr. 1 c-Moll op. 68 - Aufnahmen

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Einer ist hier noch nicht genannt worden (von vielen bestimmt auch nicht vermisst worden), ich bringe ihn aber dennoch ins Spiel: Christian Thielemann.



      Wenn ich mich recht entsinne, kam diese Aufnahme bei ihrer Veröffentlichung vor ein paar Jahren (2007) recht gut an. Allgemein wurde sie höher eingestuft als sein Münchner Debüt mit Bruckner 5. Gleichwohl scheint sie jetzt schon halbwegs in der Versenkung verschwunden zu sein.
      Schade, ich höre sie weiterhin gern.
      Sie bietet auch den Vorteil, dass man schon innerhalb der ersten Takte weiß, ob einem das folgende zusagen wird oder nicht. Die Paukenschläge habe ich jedenfalls so nicht wieder gehört. Irgendwie eine Spur zu spät scheinen sie zu kommen und das Vorwärtsdrängende zu bremsen, immer wieder. Das erscheint alles weniger eindeutig, als man bei manchen Interpretationen denken mag. Und deshlab gefällt mir diese Einspielung so gut, weil ich mir vorstelle, dass sie recht gut zu Brahms passen mag.

      :wink:
    • Hier eine weitere Aufnahme (diesmal wieder DVD) und mein persönlicher Eindruck davon:



      Nach ein paar Wochen Brahms Pause sich die bei den Salzburger Festspielen am 4. und 5.8.2012 im Großen Festspielhaus entstandene DVD Aufnahme mit Mariss Jansons und den Wiener Philharmonikern (Konzertmeister Rainer Honeck) anzusehen und zu –hören heißt für mich, in mehrfacher Hinsicht nach Hause zu kommen. Was hat diese Musik doch in den Ecksätzen für eine erhabene Größe, wie herrlich schön sind die Mittelsätze! Jansons weiß die Wiener Philharmonische Brahms-Tradition neu aufleben zu lassen, die Klang- wie die Tempodramaturgie fallen nicht durch Extrema auf. Das ungemein Lebendige und Farbige der Musik ergibt sich aus dem hochkonzentrierten Spielfluss wie aus dem herzlichen Ausmodellieren jeder Phrase. Beim ersten Satz wiederholt Jansons die Exposition nicht. Akustisch wird man bei dieser DVD Aufnahme von 2012 ungleich differenzierter als in vergangenen Jahrzehnten bedient: sorgfältig aufgefächerte Klanggruppen, die Holzbläser gegenüber den Streichern aufgewertet, gute Durchhörbarkeit.
      Herzliche Grüße
      AlexanderK
    • Interpretationsvergleich

      Morgen, 24.02., sendet BR Klassik von 20:03-22:00 einen Vergleich der 1. Brahms in Interpretationen von mehr als 80 Jahren Aufnahmegeschichte, auf die ich gespannt bin.
      Näheres hier:

      "http://www.br.de/radio/br-klassik/programmkalender/sendung988440.html"

      Ich besitze 7 Einspielungen, zwei unter Kempe (1957 u. 1975), unter Schuricht, Bertini u. Keilberth je eine, schließlich unter Wand zwei (Studio 1982) und live (1996) beide mit dem NDR-SO, wobei für mich die letztere, ein Mitschnitt aus der Kölner Philharmonie, Favorit ist.

      :wink: lysiart
    • Ich möchte auch unbedingt den Sanderling-Zyklus mit der Staatskapelle Dresden hier nennen :



      Ihn habe ich, mit mehr Glück als Verstand, günstig erwerben können im November letzten Jahres. Die Aufnahmen mit seinem Berliner Orchester kenne ich nicht, aber nach denen hier brauche ich die auch nicht mehr.

      Man sollte auch immer Karajan bei Brahms auf dem Zettel stehen haben, bei mir zuhause sind es die Spätaufnahmen aus den 80-er Jahren.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)


    • (P) 1954 His Master's Voice ALP 1152 [43:17]
      rec. 21.-22. Mai 1953 (Kingsway Hall, London) mono

      Philharmonia Orchestra
      D: Guido Cantelli

      Kraftvoll, straff, wuchtig, strammes Tempo, dennoch eine detailiierte Analyse der einzelnen Stimmen im Orchestersatz. Ich kenne inzwischen einige Einspielungen der 1., aber diese hier kommt schon recht weit in der Bestenliste nach oben.

      Ich besitze die Testament-CD links und muß sagen: klanglich top aufbereitet - Baß, Mitten und Höhen klar hörbar, Details sind gut herauszufiltern, keine Störgeräusche. Eine großartige Mono-Aufnahme in exzellentem Remastering. Klasse... :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup:
      "Interpretation ist mein Gemüse."
      Hudebux
      "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
      Jean Paul