NAXOS - Empfehlenswerte Zyklen und Komponistenportraits

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    • NAXOS - Empfehlenswerte Zyklen und Komponistenportraits

      An all die irren Mitsammler da draußen!

      Auch auf die Gefahr hin, hier zum ersten "Cover-Boy" (sprich CD-Cover-Einstell-Wütiger) gebrandmarkt zu werden: Mich interessiert, welche Projekte von Naxos euch wichtig sind, in denen die Macher sich in einer Edition einem Komponisten oder zumindest einem Werkzyklus gewidmet haben. Und zwar so, dass ihr sie rundherum empfehlen mögt, entweder aufgrund ihrer Qualität oder aus Ermangelung an Alternativen. Dementsprechend denke ich nicht, dass wir hier die Dvorak-Sinfonien oder Mozart-Klavierkonzerte finden werden. Ebenso sollten einzelne hervorragende Naxos-CDs woanders einen Platz finden. Hier geht es mir also um ganze Werkreihen, verteilt auf mehreren CDs.


      Als Beispiel soll meine erste Empfehlung dienen, die dem Amerikaner Ned Rorem gilt. Naxos hat diesem avancierten Amerikaner eine Werkschau ermöglicht. Freunden der amerikanischen Komponisten seien diese Aufnahmen angeraten, wenn man genug Barber oder Copland gehört hat. (Was ich bei ersterem gar nicht glauben mag...) Aufgrund eben der fehlenden (bezahlbaren) Alternativen halte ich diese Edition für gut und wichtig und kann sie jedem ans Herz legen.





      LG
      C.
      „Beim Minigolf lernte ich, wie man mit Anstand verliert.“ (Element of Crime)
    • Ja, da gibt es eine Werkreihe von Naxos, die ich bis jetzt vollständig habe und weiter verfolgen werden:
      Die Orgelwerke von Max Reger. Da mir die anderen Gesamtaufnahmen viel zu teuer sind, kaufe ich sie mir dann lieber einzeln, wenn auch in zeitlich größeren Abständen, zusammen. Ich bin bis jetzt mit Instrumenten und Organisten rundum zufrieden und kann das nur weiterempfehlen. Meine Highlights sind bis jetzt Vol. 2 (war lange Zeit vergriffen) und Vol. 8. Letzteres war sogar meine absolute Lieblings-CD im letzten Jahr und sie läuft immer noch regelmäßig.



      :wink:

      LG, Peter.
      Alles kann, nichts muss.
    • Elliott Carter Streichquartette

      Ich empfehle die Naxos-Cds (2 Stück) mit sämtlichen Streichquartetten Elliott Carters mit dem Pacifica Streichquartett. Preisgünstige und fetzige Wiedergabe.



      und auch diese Elliott-Carterei sollte man sich reinziehen:



      und wenn wir schon bei Carter sind auch diese recht preisgünstige Scheibe. Oli Knussen macht das mega-toll:




      :wink:
      „Ein Komponist, der weiß, was er will, will doch nur was er weiß...“ Helmut Lachenmann
    • Guten Abend.

      Uneingeschränkt empfehlen kann ich die 5 CD´s mit der gesammten Kammermusik von Francis Poulenc:





      .

      Großartige Musik in hervorragenden Interpretationen, am Klavier Alexandre Tharaud, der mittlerweile bei Harmonia Mundi France herausragende Aufnahmen veröffentlicht.

      Liebe Grüße

      Bernhard


      "Alles Syphilis, dachte Des Esseintes, und sein Auge war gebannt, festgehaftet an den entsetzlichen Tigerflecken des Caladiums. Und plötzlich hatte er die Vision einer unablässig vom Gift der vergangenen Zeiten zerfressenen Menschheit."
      Joris-Karl Huysmans
    • Hallo,

      an dieser Stelle möchte ich darauf hinweisen, dass Naxos seit gewisser Zeit auch sehr rare historische Tondokumente wiederveröffentlicht, jedoch nicht in CD-Form, sondern als (kostenpflichtige, aber sehr preiswerte) Downloads. Die entsprechende Seite kann man über die Naxos-Homepage sehr schnell herausfinden. Ich habe heute morgen erstmals von diesem Angebot Gebrauch gemacht und empfehle es hier deswegen umgehend, weil es sich vom Repertoirewert her wirklich lohnt: seltene amerikanische Sinfonik, Musik aus den Niederlanden und gerade auch Osteuropäisches wie das Violinkonzert von Matschawariani oder die "Religiofonija (Simfonija Orijenta)" des jugoslawischen Komponisten Josip Slavenski: diese sehr interessante Chorsinfonie, die in sieben sehr farbigen und atmosphärischen Sätzen die Weltreligionen (mit Ausnahme des Hinduismus, dafür unter Hinzunahme der Heiden, "Freier Denker" sowie einer finalen "Hymne an die Arbeit") porträtiert, ist sogar nur auf diesem Wege ohne Weiteres zugänglich. Natürlich muss man mit einer historisch bedingt eher bescheidenen Klangqualität leben (vermutlich handelt es sich zumindest teilweise um Schallplattentransfers), was aber durch den Repertoirewert und den Preis (€ 2,99 pro CD!) absolut ausgeglichen wird.

      Viele Grüße
      Holger
    • Hallo ..........

      kann mich mit No-Name und Billiglabels nicht anfreunden; irgendwie klingen die irgenwie "dünn"
      NAXOS ist da ein Favorit.
      Bei unserem ausgefallenen Geschmack hat man aber keine andere Wahl.
      Welches Label ist ungehört empfehlenswert oder abzulehnen.
      Hat jemand komplexe Erfahrungen ?
      Die Weisheit Des Lebens
      Besteht Im Ausschalten
      Der Unwesentlichen Dinge
      - aus China -
    • cpo ist zwar kein Billig Label, aber bringt Sonderangebote raus. Es ist sinnvoller auf schon Gehörtes zu verweisen, sonst ist es mir zu sehr "Katze im Sack". z.B. Hammergeil sind folgende Sonderangebote:







      wenn ich wieder etwas mehr Kohle habe, werde ich mir Billig-Wuorinen-Cds von Naxos zulegen und gebe dann darüber Feedback .....

      :wink:
      „Ein Komponist, der weiß, was er will, will doch nur was er weiß...“ Helmut Lachenmann
    • "Ungehört" etwas zu empfehlen ist eigentlich Humbug, da hat Amfortas schon recht. Ein Label mit dem ich bisher aber fast nur gute Erfahrungen gemacht habe ist "eloquence". Da werden ältere, aber auch nicht so alte Aufnahmen der DG, von Decca und Philips zweitverwertet, man bekommt Aufnahmen berühmter Interpreten zum gleichen Preis wie die Naxos-Aufnahmen. Da man als Schüler/Student bei CD-Käufen natürlich erst einmal aufs Geld sehen muss, habe ich von eloquence schon sehr, sehr viele CDs gekauft. Ich finde Naxos allerdings auch nicht schlecht, vor allem finde ich es bemerkenswert, wie dieses Label sich für Raritäten und völlig unbekannte Komponisten engagiert! Da kann man Entdeckungen machen zu einem Preis, der nicht wirklich wehtut, von vielen Werken liegen bei Naxos auch die einzigen Einspielungen vor, die es überhaupt gibt.
      Ich kann daher auch nicht ganz deine Ablehnung nachvollziehen, echo. Zum einen kaufe ich CDs doch wegen der Musik, nicht in erster Linie wegen dem Interpreten (zumindest bei Randrepertoire) und was machst du zum zweiten im Konzertleben? Da kann man sich doch auch nicht nur die internationalen Spitzenkräfte heraussuchen, sondern "muss" mit unbekannten regionalen Musikern leben. Was ich übrigens keineswegs schlecht finde...
      Ich liebe Wagners Musik mehr als irgendeine andre. Sie ist so laut, daß man sich die ganze Zeit unterhalten kann, ohne daß andre Menschen hören, was man sagt. - Oscar Wilde
    • .. da werden ältere, aber auch nicht so alte Aufnahmen der DG, von Decca und Philips zweitverwertet, man bekommt Aufnahmen berühmter Interpreten zum gleichen Preis wie die Naxos-Aufnahmen......

      Da möchte ich mal gleich diese Chopin-Aufnahme , nämlich - ohne h - die Preludes empfehlen (gibts auch gebraucht noch billiger bei Amazon) :



      :wink:
      „Ein Komponist, der weiß, was er will, will doch nur was er weiß...“ Helmut Lachenmann
    • Vielleicht habe ich einfach nur Pech mit den Scheiben ....
      Mein aktuellster Kauf war Piccinni - La Cecchina von NUOVA ERA.
      Gleich im ersten Stück habe ich Nebengeräusche, als ob jemand zum Takt auf den Boden trampelt.
      Oder ein ständiges Husten neben dem Mikrofon bei irgendeiner NAXOS Einspielung.
      Das ärgert mich dann schon, obwohl es sehr Preiswert war.
      Solche Erfahrungen macht man selbst bei DG-Liveaufnahmen nicht, oder ?
      Die Weisheit Des Lebens
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      Der Unwesentlichen Dinge
      - aus China -
    • Solche Erfahrungen macht man selbst bei DG-Liveaufnahmen nicht, oder ?

      Ja auch bei den Teuer-Live-Mitschnitten, wobei ich mich dann noch viel mehr geärgert habe, wenn Teuer-Studio-Wiedergaben aseptisch und/oder der Klang breiig wurde.... deshalb ziehe ich inzwischen eigene Radio-Mitschnitte vor... aber bei so einer Billig-CD ist der Ärger doch eher gering, wähne ich ... beim Teuer-Live-Wozzeck mit Abbado (DG) sind zwar viele Bühnengeräusche, aber das Orchester ist einfach fetzig..

      :wink:
      „Ein Komponist, der weiß, was er will, will doch nur was er weiß...“ Helmut Lachenmann
    • Bevor das hier gänzlich off topic wird, möchte ich gerne die Arbeit Von NAXOS und Thomas Sanderling erwähnen, die sie dem orchestralen Schaffen Tanejews widmen. Mit der Konzertsuite für Violine und zwei Sinfonien sind für mich schon zwei sehr schöne Veröffentlichungen dabei. Ich hoffe, die Reihe wird fortgesetzt.





      LG
      C.
      „Beim Minigolf lernte ich, wie man mit Anstand verliert.“ (Element of Crime)
    • Sehr löblich und gut ist auch die Naxos Re-Edition der ganz großartigen Orchesterwerke von Igor Merkevitch, den die meisten nur als Dirigenten kennen. Ursprünglich ist die 7 CDs umfassende Dokumentation von Markevitchs Orchesterwerken bei Marco Polo erschienen - bei Naxos sind bisher zwei CDs wieder aufgelegt worden (Vorsicht: die Naxos-Edition weicht in der Nummerierung von der Marco Polo-Edition ab. Die Einspielungen sind aber identisch):



      Adieu,
      Algabal
      Keine Angst vor der Kultur - es ist nur noch ein Gramm da.
    • Hat jemand eine Meinung zu den Aufnahmen mit Orchesterwerken von Igor Markevitch? Bisher sind 2 CDs erschienen:



      und fortgesetzt werden soll die Serie mit CDs, die früher bei Marco Polo erschienen sind. Ich kenne von Markevitch nur das sehr schöne "L'envole d'Icare" und hätte nichts dagegen, mehr kennenzulernen.

      Michel

      EDIT: Ich habe mich nicht mit Algabal abgesprochen, ganz ehrlich. Das ist so witzig, dass ich das Post stehen lasse :D
      Es gibt kaum etwas Subversiveres als die Oper. Ich bin demütiger Diener gegenüber diesem Material, das voller Pfeffer steckt. Also: Provokation um der Werktreue willen. (Stefan Herheim)
    • Dem-Derjenigen, der sich preiswert mit dem Liedgut von Benjamin Britten beschäftigen möchte, kann ich unumschränkt diese CDs empfehlen:







      Es handelt sich um Wiederveröffentlichungen von Aufnahmen, die in den 90ern beim Label Collins erschienen waren. Ich habe die Collins-Cds seinerzeit für teures Geld erworben. Besonders bemerkenswert die Folksong Arrangements wegen ihrer selten zu findenden Komplettheit. Die Sänger - insbesondere Philip Langridge - sind durchweg erstklassig, Steuart Bedford ist ein renommierter Britten-Dirigent und an der Klavierbegleitung von Graham Johnson gibt es nichts auszusetzen. Ein wirklich billiger, lohnenswerter Einstieg, zumal die Aufnahmen mit Peter Pears (unübertroffen seine Sonnets) meines Wissen bisher nur für den australischen Eloquence-Ableger - billig aber horrende Versandkosten - wiederaufgelegt wurden.

      Gruß
      Henning
      Stattdessen sind Sie Knall und Fall mitten im Unterricht vom Gymnasium abgegangen.
      GULDA: Ja, ich hab' gesagt, Herr Professor, darf ich aufs Klo, und bin nicht wiedergekommen. Ich glaub', es war in der Mathematikstunde .
      Warum sind Sie nicht in der Pause gegangen?
      GULDA: Das wär' ja fad gewesen. Keiner lacht. Die Tür ist eh offen. Ich wollte schon, daß es prickelt.
    • Le Merle Bleu schrieb:


      EDIT: Ich habe mich nicht mit Algabal abgesprochen, ganz ehrlich. Das ist so witzig, dass ich das Post stehen lasse :D


      Ja, musste auch herzlich lachen! ;+) Die Einspielungen sind sehr gut (ich habe die CDs 1+2 aus der Naxos-Edition und die CDs 4 bis 7 aus der Marco Polo-Reihe). Markevitch Musik gefällt mir überaus gut - eine meist motorisch treibende, überaus vitalistische und virtuose Mucke mit dissonanten Schärfen, Ecken und Kanten, aber auch durchaus lyrischen Momenten - sehr anregend und mitreißend, wie ich finde. Ganz klar eine Empfehlung zum Kennenlernen.

      Naxos scheint ja ohnehin, den alten Marco-Polo-Katalog jetzt von blau auf weiß umzukleiden. Das gilt auch für die Symphonien von Havergal Brian:





      und - was mir noch wichtiger ist - für die von Gian Francesco Malipiero:





      Adieu,
      Algabal
      Keine Angst vor der Kultur - es ist nur noch ein Gramm da.
    • Inzwischen gibt es auch Vol. 3 mit Orchesterwerken von Igor Markevitch



      Christopher Lyndon-Gee ist ein ausgezeichneter Dirigent, der bei Marco Polo und Naxos einiges eingespielt hat. Herausragend ist seine Henze-Aufnahme, die alle Vergleichsaufnahmen um Längen schlägt:



      Peter Sheppard Skaerved (vi), Aaron Shorr, RSO Saarbrücken- Lyndon-Gee

      Nicht nur die Violinkonzerte, auch die wunderhübschen Nachtstücke werden ganz ausgezeichnet gegeben.

      Mit einem wieder großartigen Peter Sheppard Skaerved an der Violine und dem RSO Saarbrücken- Lyndon-Gee ist auch das Violinkonzert Rochbergs sehr geglückt.



      Die Violinenstimme ist hier schon faszinierend und macht das Werk in dieser guten Wiedergabe schon hörenswert. Lyndon-Gee hat bei Naxos auch noch Symphonien Rochbergs eingespielt, zu denen ich aber nichts sagen kann, ebenso wenig zu seinen Schostakowitsch- Klavierkonzerten und seinen Varese-Aufnahmen dort. Kennt die jemand?

      Ausgezeichnet hat er auch die üppige Klangpracht und Dramatik dieser Ballettmusik von Arthur Bliss mit dem Queensland SO eingefangen.



      :wink: Matthias
    • Die Great Pianists- (Friedman, Moiseiwitsch, Petri, Backhaus etc.) und die Great Violinists-Reihe (Huberman, Heifetz, Elman usw.) sind sehr gut. Beispiele:

      Mischa Elman mit einem traumhaften Tschaikowsky

      Egon Petri mit fantastischen Paganini-Variationen
    • Sir Malcolm Arnold hat noch mehr wunderbare Werke geschrieben als nur seine berühmte Grand Grand Overture opus 57, für 3 Staubsauger, 1 Bodenpolierer, 4 Gewehre und Sinfonieorchester. Ich habe diese tolle Box von Naxos. Ich kann nicht mit anderen Einspielungen vergleichen, aber ich habe den Eindruck, dass dies eine fabelhafte Einspielung ist. Jedenfalls macht es Freude, das symphonische Werk von Sir Malcolm zu einem so niedrigen Preis in dieser guten Aufnahme kennen zu lernen. Bei einer Hochpreisbox wäre die Hemmschwelle sicherlich sehr groß. Einziges Manko dieser Box: A Grand Grand Overture ist leider nicht enthalten. Schade.









      Malcolm Arnold:

      Symphonien Nr. 1-9

      National SO of Ireland, Penny



      Besten Dank an Carsten für den Hinweis auf Ned Rorem. Bedecke ich mich mit Schande, wenn ich gestehe, diesen namen hier zum ersten Mal gelesen zu haben? Die Hörschnipsel bei JPC klingen sehr verlockend. Da möchte ich mir mal was bestellen, zumal mit den portofreien Tagen bei JPC die Hemmschwelle ja noch niedriger gesetzt wird .. . :rolleyes:



      Beste Grüße, Ansgar