Eben krass gehört, ey

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen



    • Seit gestern im Handel.

      Mein Höreindruck: Man wird sofort auf eine andere Ebene gehoben. Ruhiges Jazzfeeling, kein Druck, kein Auftrumpfen, kein Sich-Vorwärtsdrängen, kein Ins-Ohr-stechen. Akustische Musik, die sanft weiterträgt. Der Grundton wird 75 Minuten lang durchgezogen. Da muss einer nichts mehr beweisen, da muss er nicht originell sein wollen, da spannt er einfach einen großen Bogen seiner ihm wichtigen Lebensthemen neu, auf seine ganz eigene, typische Art, sehr persönlich, verinnerlicht, herzlich. Familie, Tierschutz, Freunde und Kollegen, liebevoll Betrachtetes aus dem Alltag mischen sich zu einer in sich wunderbar abgerundeten Produktion.

      Eine CD zum Innehalten und Nachdenken.
      Zur Info: Bis auf weiteres keine aktive Moderationstätigkeit meinerseits.
      Herzliche Grüße
      AlexanderK


    • Khanate: "Things Viral"

      Von dem auf der LP enthaltenen Track "Commuted" gibt es ein beeindruckendes Video auf Youtube:

      "http://www.youtube.com/watch?v=mmsReye4pKk

      Khanate ist die Metalband, die ich am meisten schätze. Ich bin alles andere als ein Kenner. Das Genre heißt aber wohl Doom Metal.

      Für mich ist wichtig: Virtuosität spielt keine Rolle (finde ich im Metal ansonsten eher albern - und nervt mich auch oft genug in anderen musikalischen Bereichen). Stattdessen wird das Tempo so weit gedrosselt, bis sich ein durchgehendes Metrum mehr oder weniger in Auflösung befindet. Damit einher geht die Chance, durchaus bekannte Sounds (verzerrte Gitarren und drones, dröhnende Schlagzeug-Attacken, screaming) quasi unter dem Mikroskop zu betrachten (oder anders ausgedrückt mittels eines akustischen Vergrößerungsglases zu hören). Je nach innerer Verfassung gelingt es mir dabei des Öfteren, die auf den ersten Höreindruck vorherrschende Stimmung der Aggression und Destruktion zu pulverisieren und zum Klang an sich vorzudringen. Ich finde, da gibt es viel zu entdecken.

      Beim Betrachten des youtube-clips empfehle ich Folgendes:
      - Im Video tauchen hin und wieder Grabsteine auf. Nehmt die zur Kenntnis, aber vorerst nicht allzu wichtig.
      - Lasst die offenkundige Aggression, Destruktion und Hoffnungslosigkeit, die die Musik vermittelt, auf euch wirken.
      - Hört dann (ein zweites Mal?) genauer auf die rein musikalischen Elemente: achtet darauf, wie vielschichtig das unterschwellige Feedback der Gitarren wabert, wie unterschiedlich die metallischen Sounds des Schlagzeugs klingen, wie der Sänger immer wieder sein screaming unterbricht um Platz für die anderen Sounds zu schaffen.
      - Wenn ihr den Eindruck habt, dass das Musik ist, die für euch von Interesse sein könnte, dann lest den Text (den man beim besten Willen nicht verstehen kann):

      "http://www.metrolyrics.com/commuted-lyrics-khanate.html

      Für mein Verständnis geht es bei Khanate zwar in der Tat um Tod und Vergänglichkeit, dies wird aber im Wesentlichen als Mittel für einen Neubeginn gesehen (Grabsteine revisited!). In meinen Augen ist das ein eindrucksvolles künstlerisches Statement.

      Tharon
    • Tharon schrieb:

      Khanate: "Things Viral"

      Von dem auf der LP enthaltenen Track "Commuted" gibt es ein beeindruckendes Video auf Youtube:

      "http://www.youtube.com/watch?v=mmsReye4pKk

      Khanate ist die Metalband, die ich am meisten schätze. Ich bin alles andere als ein Kenner. Das Genre heißt aber wohl Doom Metal.


      Ich habe mir eben den Track angehört. Klanglich und von der Atmosphäre her fand ich das schon ansprechend. Allerdings etwas lang und erst spät in die Puschen kommend. Der Pathos ist allerdings nicht so ganz meine Welt.
      Nur weil etwas viel Arbeit war und Schweiß gekostet hat, ist es nicht besser oder wichtiger als etwas, das Spaß gemacht hat. (Helge Schneider)
    • Mehr Lust auf Metal.



      The Black Dahlia Murder: Miasma (2005)

      Metal Blade Records 398414536-2

      Für mich mehr Thrash Metal als Death Metal - und gar kein Metalcore. Sicher ein Anspieltipp für alle Slayer-Fans hier!
      (Hier hatte ich einmal blind ins CD-Regal mit der Rockmusik gegriffen. Wow!)

      LG, Kermit
      Es ist vielfach leichter, eine Stecknadel in einem Heuhaufen zu finden, als einen Heuhaufen in einer Stecknadel.
    • Die Partei hat immer Recht. 26 Titel DDR-Propagandamusik
      im Gegensatz zu anderen (dazu später mehr) CD-Veröffentlichungen dieses Genres ist das Booklet hierbei sehr gut aufgemacht und spricht klare Worte (aus Sicht der "Sieger"). Nix für SED-Nostalkigker also.

      Ins Gebüsch verliert sich sein Pfad, hinter ihm schlagen die Sträuche zusammen.
    • Alte Männer, die nicht alt werden - heute: Killing Joke.



      Nix mit Luschen-Pop!


      "Alles Syphilis, dachte Des Esseintes, und sein Auge war gebannt, festgehaftet an den entsetzlichen Tigerflecken des Caladiums. Und plötzlich hatte er die Vision einer unablässig vom Gift der vergangenen Zeiten zerfressenen Menschheit."
      Joris-Karl Huysmans
    • Killing Joke. Nicht schlecht, liegt knapp anseits meines Rock-Interessensgiebtes.

      Jetzt gerade was leichteres im Player:



      Soll rocken und rockt ohne Ende.

      LG, Kermit
      Es ist vielfach leichter, eine Stecknadel in einem Heuhaufen zu finden, als einen Heuhaufen in einer Stecknadel.
    • Nabend,

      @Succubus: Vangelis ist toll! Ab und zu muss man ihm den Kitsch verzeihen, aber er hat tolle Alben gemacht!

      ZUm Aktuellen. Nun, niemals hätte ich gedacht, eine Neil-Young-Platte gut zu finden, aber. "Psychedelic Pill" hat was.

      Die Stücke, die kürzer als 5 min sind, bieten sich mir als kitschige Füllsel dar, aber die über 15 min sind immens spannend! Wahrhaft erstaunlich. Werde ich alt?
      Schöne Grüße, Helli


      Immer cool bleiben.