Eben krass gehört, ey

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    • Weil es doch November ist , habe ich mit meinem Totengedenken weitergemacht . Erinnert habe ich mich akustisch an zwei Texas - Troubadore . Rich Minus (welch ein Name ! ) kam aus dem Umfeld von Townes Van Zandt . Wenn Guy Clark den "erfolgreichen" Singer/Writer aus diesem Kreis darstellte , dann war Rich Minus sein Gegenpol . Am 10/12/1940 geboren , wurde sein erster Song 1978 (!) aufgenommen (Laredo Rose ) . Ein paar Alben folgten , meist in Frankreich veröffentlicht , und dann war da ein Haufen Probleme , unter denen der Alkohol nicht das größte war . Er hatte einen BA & MA in International Relations & Economics und war Doktorand an der Universität von Austin ,Texas . Aber 1972 schmiss er für seine Musik alles hin . Von Krankheit und beginnender Demenz gezeichnet , konnte ihm im Oktober 2014 noch ein Herzenswunsch erfüllt werden - er nahm im Sun Studio in Memphis auf . Mehr als 7 Stücke schaffte er nicht , die dann erst posthum veröffentlicht wurden . Verarmt und mittellos starb er am 29/6/2016 .




      Die Sun Studio Version von 'Last Night' : youtube.com/watch?v=nghXCqwNEBg

      Calvin Russell ( 1/11/1948 - 3/4/2011 ) war sein Freund und kam ebenfalls aus dem Umkreis von Townes Van Zandt . Bei ihm habe ich begriffen , woher das Schweißband im Hut seinen Namen hat . Erst 1990 erschien sein erstes Soloalbum , da hatten Alkohol , Drogen und was sonst so im Leben passiert ihn schon so gezeichnet , daß er älter aussah als Rich Minus , obwohl er 8 Jahre jünger war . Bis zu seinem Tod mit 62 Jahren - an Leberkrebs - nahm er ein gutes Dutzend Alben auf . Immer wieder coverte er Titel von Rich Minus , damit der etwas zum Trinken hatte . Sein relativer Erfolg in Europa führte dazu , daß er auch in seiner Heimat mehr beachtet wurde . Sein Leben und seine Musik waren intensiv .





      Ein Konzertmitschnitt kurz vor seinem Tod : youtube.com/watch?v=sNnlnnW29gE

      Ich wünsche ihnen , daß sie ihren Frieden gefunden haben .
      Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang "
    • Ich schmelze dahin :D



      Ja, da war er wirklich noch groß der Erich :) was ist ihm bloß in den 80ern passiert? Alksucht? Großmannssucht? Simple Geschmacksverirrung? Ich weiß es nicht. :tee1: Aber so wie hier ist er Teil meiner Biographie und ich mag das nimmer missen :)


      LG
      "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
      (Shunryu Suzuki)
    • Tscha, was sagt man dazu

      garcia schrieb:

      Ja, da war er wirklich noch groß der Erich was ist ihm bloß in den 80ern passiert?
      Wenn ich die Biografie Claptons richtg lese, war er in den 70iger Schwerstalkoholiker und die LP entstand in dieser Zeit. (Clapton Biografie: Mein Leben Seite 167ff. Kiepenheuer und Witsch 2007, übrigens eine schonungslos offene Abrechnung mit seinem Alkoholikerleben, seinen zig Versuchen davon loszukommen und dem immer wieder Scheitern bis es endlich ging. )
      Darin übrigens seinem Kumpel Jack Bruce ähnelnd, der mit dem grandiosen Album "Out of the Storm" gerade in den wildesten Drogensturm seines Lebens reinrannte, obwohl Pete Brown ihm noch das Lied "Keep it down" auf den Leib schrieb. Clapton versoff seine Zeit auf Paradise Island oder kiffte, wenn er nicht gerade Musik machte
      Nee, Clapton wurde Ende der 80iger wieder nüchtern und suchte seinen Stil in aller Klarheit wieder.
      Gruß heute mal aus Berlin

      Ein thematisch naher Beitrag: Clapton wechselte Anfang der 70iger von Heroin zu Alk und in der "Wechselphase" entstand "461 Ocean Boulevard".
      Hier ist beschrieben wie ihn der gute Freund Pete Townsend quasi ins Leben zurücklockte
      "http://jazz-rock-fusion-guitar.blogspot.com/2018/08/eric-clapton-1973-1986-eric-claptons.html"

      Nachtrag: Seltsamerweise war der einzige ernsthaft Drogensüchtige bei CREAM Ginger Baker. Clapton und Bruce fingen erst hinterher richtig an.
      Ich vergesse niemals ein Gesicht. Doch bei Ihnen mache ich eine Ausnahme! (Groucho Marx)
    • HipHop gehört ja zu den Musikrichtungen die hier fast nie laufen. Ich find das doof ape01 ape2 ape3 denn ich bin ein bornierter alter weißer Mann


      Aber keine Regel ohne Ausnahme :D


      Beastie Boys, "Paul's Boutique"


      Das gibt es doch tatsächlich - rhythmisierter Sprechgesang mit Herz und Hirn... eine auf ihre Art erstaunliche Scheibe. Macht viel Spaß. Und tief schürfen geht auch in diesem Dschungel

      LG :)
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      (Shunryu Suzuki)
    • Immer noch November . Heldengedenken oder so ähnlich . Gelegenheit , mal einige meiner 'personal best ' Tracks des British Blues(-Rocks) zu hören . Den Anfang machte Chicken Shack mit der Single-Version von ' When The Train Comes Back' . Ich lieber den Gesang von Christine Perfect sowie die später hinzugefügten Bläser . Und habe eine persönliche Erinnerung an die Truppe , deren Entwicklung ich über Wochen begleiten konnte . 1968.
      youtube.com/watch?v=mAnGVww7G2U

      Fleetwood Mac : Love that Burns . Peter Green - yes , one white man could sing and play the blues . Natürlich die Version von Mr.Wonderful mit Bläsern und Christine Perfect am Klavier .1968 .
      youtube.com/watch?v=2NaM0TFsqps

      Aynsley Dunbar Retaliation : Warning . Dunbar spielte wie Green bei John Mayallls Bluesbreakers , ebenso der Bassist dieser Aufnahme , Keith Tillman . Gleichzeitig mit dieser Single erschien auch die erste Fleetwood Mac Single , und jeweils die ersten 500 Exemplare hatten ein Picture Sleeve .( Warning wurde einige Jahre später von - ausgerechnet - Black Sabbath gecovert ). 1967.

      youtube.com/watch?v=wwlcq8_EuEc

      Savoy Brown eröffneten das Album 'Blue Matter' mit ihrem für mich ultimativen Song ' Train To Nowhere ' . Die Bläser und die Stimme von Chris Youlden sind unvergesslich . 1969 .

      youtube.com/watch?v=pYnqE9XGXYE

      Blodwyn Pig hatten für 'Ahead Rings Out' nicht nur eines der besten Cover , sondern Mick Abrahams schrieb mit ' Dear Jill ' auch einen der schönsten Songs . 1969.


      youtube.com/watch?v=UbOwmVGFc4k

      Free nahmen 1968 ihr erstes Album 'Tons Of Sobs' auf . Irgendwann um 1977 herum erhielt ich eine Casette , auf der ein Stück mit dem Titel ' Visions Of Hell ' war , wie sich herausstellte , ein Outtake von Tons Of Sobs . Warum der Song nicht auf der LP war - jedem fielen 2 oder 3 ersetzbare Ttel ein - blieb meinen Freunden und mir ein Rätsel . Auf der 2000er Compilation 'Songs of Yesterday' tauchte eine andere Version auf , und als Bonus auf der 2001 Remaster-Ausgabe von Tons of Sobs dann endlich der Master Mix von 'Visions Of Hell' .

      youtube.com/watch?v=KXjdOA64Wu8 `


      Und dann war da noch die Keef Hartley Band mit dem unvergänglichen 'Born To Die' von ihrer ersten LP 'Halfbreed' . Sternstunde des British Blues .1969 .

      youtube.com/watch?v=Vi2Kt0mbcIY

      Das gibt mir Gelegenheit , an Ian Cruikshank aka Spit James zu erinnern . Er verstarb am 29/4/2017 im Alter von 70 Jahren . Nach seiner Zeit bei Keef Hartley entdeckte er die Musik von Django Reinhardt , der er sich von nun an widmete . Bücher , Aufnahmen und Auftritte über und mit Gypsy Jazz Music folgten . Er wurde der bekannteste Exponent dieser Richtung in England . Doch den meisten bleibt er wegen seiner Gitarrenarbeit auf Halfbreed in Erinnerung . ( Er spielte auch noch auf dem Nachfolge-Album ). Keef Hartley und Gary Thain waren damals eine der besten Rhythm Sections , Peter Dines ein fabelhafter Hammond B-3 Organist , und Miller Anderson ein begnadeter Sänger - doch die Krönung blieb das Werk von Ian Cruickshank / Spit James , der alle Gitarren auf dem Album spielte .
      RIP

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    • Seit 35 Jahren wohl nicht mehr gehört.

      AC/DC: Highway to Hell



      Ich meine, dies wäre zu Recht ein Klassikforum. Was ja AC/DC nicht ausschließt. Insbesondere mit Bon Scott.

      Gruß
      MB

      :wink:
      Die Fähigkeit, geistige Transferleistungen in kurzer Zeit zu vollbringen, führt nicht immer zu tragfähigen Resultaten. So ist "ich kuk" bspw. keine korrekt gebildete Vergangenheitsform.
    • Weiß nicht so recht, ob ich in diesem Thread richtig bin, da italienische Musik ...

      Vasco Rossi: Modena Park (2017)





      Ich finde ihn noch immer großartig. Mein ital. Lieblingssänger in puncto "Pop und Rock" ... Habe ihn bislang (leider nur) 2 x live erlebt und das waren mit die besten Konzerte meines Lebens. Und seine Reibeisenstimme hat noch immer das gewisse Etwas. Über das Cover kann man natürlich streiten ... ;)
      "Zweierlei eignet sich als Zuflucht vor den Widrigkeiten des Lebens: Musik und Katzen." (Albert Schweitzer)
    • Was ich so zeitlos nenne ?' Crazy Horse ' , daß nach der Gruppe betitelte Album aus dem Jahr 1971 zählt sicherlich dazu . Ging auch ohne Neil Young . Nachdem ich heute im Radio der in Zuckerrübensirup ertränkten Verunstaltung durch R. Stewart nicht ausweichen konnte , mußte ich das Original von Dennis Whitten hören , der bald nach der Aufnahme starb , verewigt durch Neil Youngs ' The Needle and The Damage Done' , womit auch die Todesursache geklärt ist . Aber der Rest des Albums ist nicht schlechter . Gute Songs , gute Musker , und Ry Cooder in der Hinterhand - so ein Werk klingt nie alt .

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    • Noch mehr zeitloses aus dem Fundus . Obwohl 'Pirates Choice ' vom Orchestra Baobab aus Senegal hochgeschätzt wird , gehört meine Präferenz der CD 'Bamba' , auf der 2 LPs der Band aus 1980 vereint sind . Neben dem betörenden Gesang ist es die faszinierende Gitarre , die dem Werk für mich seine Zeitlosigkeit verleiht .

      Hörprobe : youtube.com/watch?v=2RhCTU-bQ2I
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    • Wenn man so animiert wird wie vom Major, dann muss ein nahezu gleich alter Mann ins Archiv steigen und suchen:

      b-major schrieb:

      Chicken Shack Fletwood Mac, Aynsley Dunbar, Savoy Brown, Blodwyn Pig, Free und Keef Hartley
      Fangen wir mit Chicken Shack an: Mein Lieblingsstück, auch von Christin Perfect geschrieben: You ain't no good.
      "Mr. Wonderful" v on Fleetwood Mac hatte ich als LP und konnte sie für einen Haufen Geld versteigern. Dann konnte ich das "Messin round" einstellen.
      Was mich bis heute wundert. Warum hieß die Gruppe nach Mick Fleetwood, es war doch anfangs klar, das Peter Green das Sagen hatte.
      Aynsley Dunbar verpasste ich damals, der kam viel später dran.
      Dafür dudelte aber "Blue Matter" rauf und runter und ich war die "tauchende Ente"
      Ebenfalls bewundert habe ich die Kraft, die Mick Abrahams freisetzte, nachdem er sich von den Zwängen Jethro Tulls Musikdiktats befreit hatte. Ein großes Album!

      Da wäre man nicht nach Hause gekommen.
      Ich kenne von "Tons of Sobs" nur die LP, die damals erschien, die Gruppe war an sich ein Wunder, denn genau genommen war es eine Teeny Band. 1968 beim Erscheinen der LP war noch keiner 20 Jahre alt, Andy Fraser sogar erst 16. Und was für ne Musik! Da geht man schon mal im Schatten.

      Tja und zu "Halfbreed" habe ich so ein besonderes Verhältnis. Ich hatte die LP auf Tonband und habe sie nach vielen Mühen einem Freund im Original abgeschnackt. Ich mag das Eingangsstück, das mit dem Telefonat sehr, in dem John Mayall Keef aus der Band entfernt. Es heißt ja auch "Sacked"
      Gruß aus Kiel
      Ich vergesse niemals ein Gesicht. Doch bei Ihnen mache ich eine Ausnahme! (Groucho Marx)
    • Trivia for the collector : Peter Green's Fleetwood Mac war der ursprüngliche Name . Allerdings war John McVie noch gar nicht dabei , der zögerte , weil das Einkommen bei John Mayall gesicherter war . Dafür war Jeremy Spencer in der Gruppe , der im Namen nicht auftaucht . Bei den ersten Plattenaufnahmen spielte Bob Brunning den Bass , so auch auf der ersten Sngle , 'I Believe My Time Ain't Long / Rambling Pony ' , welche im November 1967 - also vor 51 Jahren - erschien . Das 'klassische Quartett' nahm auch ein Instrumental von Peter Green , 'Fleetwood Mac' , auf . Zu finden auf der Compilation 'The Original Fleetwood Mac ' .
      Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang "
    • Gerade gehört: "Ash in the Rainbow" von der japanischen Sängerin Haco (bürgerlich Haruko Mizuguchi) und dem Cellisten Sakamoto Hiromichi.
      Es handelt sich um Artpop in der Tradition von Björk, vielleicht auch Radiohead (von denen kenne ich aber zuwenig). Zu hören gibt es sowohl lyrisch-kontemplative wie auch skurril -dadaistische Tracks (namentlich "Airhead"). Die Musik ist weitgehend schlagzeuglos.



      EDIT: Danke für den Hinweis, @Lionel ;) dachte bei amazon würde der Link nicht funktionieren und bei jpc hatte ich gar nicht geschaut...
      zwischen nichtton und weißem rauschen


    • Ich weiß ja daß ich mit meinen Grateful Dead Hinweisen bestenfalls Langeweile auslöse (ach der "Garcia" schon wieder :pop: )


      Trotzdessen... :D ich finde nix GEILER und LOHNENSWERTER als es doch mal zu versuchen... Und wenns dann Müll war... Alles auf mein Haupt :D


      Also ich persönlich hatte einen MAGISCHEN Nachmittag :D und den wünsche ich euch ebenso :love:
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      (Shunryu Suzuki)
    • EinTon schrieb:

      Gerade gehört: "Ash in the Rainbow" von der japanischen Sängerin Haco (bürgerlich Haruko Mizuguchi) und dem Cellisten Sakamoto Hiromichi.
      Es handelt sich um Artpop in der Tradition von Björk, vielleicht auch Radiohead (von denen kenne ich aber zuwenig). Zu hören gibt es sowohl lyrisch-kontemplative wie auch skurril -dadaistische Tracks (namentlich "Airhead"). Die Musik ist weitgehend schlagzeuglos.

      img.discogs.com/4W8ngmZdxCVKgL…67270-1255600074.jpeg.jpg

      rerdownloads.com/?p=551
      bzw.
      "Musik ist für mich ein schönes Mosaik, das Gott zusammengestellt hat. Er nimmt alle Stücke in die Hand, wirft sie auf die Welt, und wir müssen das Bild zusammensetzen." (Jean Sibelius)
    • Schon sehr früh gut

      Colosseum, eine Gruppe, auf deren Qualität ich nicht oft genug hinweisen kann, gaben bereits 1969 Anlass zu einer Live LP.
      "Live at the Boston Tea Party" Noch mit Litherland statt Clempson und Reeves statt Clarke und ohne Farlowe, aber schon ganz und gar Colosseum. Und wie ich finde passte mir der Gesang von Litherland, der immer was Trauriges in der Stimme hatte (Elegy) manchmal besser als der stimmgewaltige Macho Chris Farlowe, der übrigens in London damals einen Devotionalienhandel mit Sachen aus dem "Dritten Reich" unterhielt, um sein bescheidenes Einkommen als Sänger aufzubessern.
      Gruß aus Kiel
      [IMG:https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/71JJ37KJVXL._SL1280_.jpg]
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    • Und dann ging James Litherland weg von Colosseum, oder schmiss man ihn raus.
      Egal, er gründete eine neue Gruppe namens "Mogul Thrash" mit John Wetton am Bass, ein außerordentlich talentierter Bassist.
      Die LP ist durchwachsen, eben so, wenn Limies versuchen, amerikanischen Bläsersound zu integrieren. Aber in Teilen ist sie sehr schön. "Elegy" und "St. Peter"

      Gruß aus Kiel
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    • Neu

      1978 dröhnte überall die Single der Buzzcocks ' Ever Fallen In Love ( With Someone You Shouldn't've ) ' , gesungen und geschrieben von Pete Shelley .

      youtube.com/watch?v=51OB2YoC4sg

      Im selben Jahr hörte ich in England im Radio einen Song der Buzzcocks in den Peel Sessions , ebenfalls von Pete Shelley , und den verbinde ich mit ihm : Late For The Train

      youtube.com/watch?v=yxdTiLrYwfE

      Pete Shelley - 1955 - 2018 . RIP
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    • John Cale Live in Berlin

      Neu

      Gestern waren meine Lieblingsehefrau CMS und die liebe Berliner Freundin Kathrin auf deren Idee hin mit mir in die Verti Music Hall gezogen, den mittlerweile 76 Jahre alten John Cale mit seiner Band nebst Streichern und Bläsern zu erleben.
      Der Platz, an dem die Halle steht, gehört zu gruseligen Wiedervereinungsarchitektursünden, widerlichst! An der Warschauer Straße hat man die O2 Arena nun in Mercedes Benz Arena umgetauft und auf dem Gelände steht die Verti Music Hall, im Routenplaner als Columbia Hall angezeit. Schauerliche Umgebung.
      Der Wind pfiff kalt um uns und um die diversen Baustellen, die noch im Gange sind.
      Was will man an einem solchen Ort?
      Zu John Cale!

      Das Konzert.
      Es war gut bis sehr gut.
      Sehr gut: Cales Stimme, klar, kraftvoll und von dieser metallischen Schärfe, wie ich sie von der sensationellen CD "Fragments of a Rainy Season" so sehr schätze. Diese Platte ist schlicht ein Juwel.
      Gut, sogar eher weniger gut: Der Sound war manchmal zu matschig und basslastig.
      Gut: Das Konzert dauerte nur knapp 90 Minuten, dann wurde ne Zugabe gereicht "Emily". Und ich fürchte noch ein Jahr, dann kommt er im Rollator auf die Bühne, er ist schon recht wackelig auf den Beinchen
      Auch nur gut: Stücke wurden stark verlängert. "Helen of Troy" dauerte locker 10 Minuten.
      Aber wie sagte Kathrin: "Diese Instanz nochmal zu hören ist ganz groß"
      Er begann mit "Frozen Warnings", ein Lied, das er für Nico schrieb und endete mit "Waiting for my Man". Dazwischen ein Querschnitt seines Schaffens, oft roh und unbehauen im Sound, eben ganz "Johann Grünkohl" (Ok statt C ein K)
      Das Konzert gab jedenfalls Anlass, dass wir drei im Anschluss noch drei Stunden in der mir liebsten Bar Berlins, der "Hausbar", am diskutieren waren.
      Gruß aus Kiel
      Ich vergesse niemals ein Gesicht. Doch bei Ihnen mache ich eine Ausnahme! (Groucho Marx)