Eben krass gehört, ey

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    • AlexanderK schrieb:

      Mag der als Gitarrist David Gilmour?
      Das Leslie West von David Gilmour beeinflußt ist , kann ich mir nicht vorstellen . Gilmour hatte in den ersten Jahren mit Pink Floyd nicht den Status als Gitarrist , den Leslie West genoss . Aus heutiger Sicht mag das anders erscheinen , aber so ist meine Erinnerung . Ist letztlich auch egal , denn es gibt so viele gute Gitarristen - und längst nicht alle tauchen in irgendwelchen Rankings auf . Einfach nur zuhören und freuen , wenn es hinhaut .
      Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang " - Don't all thank me at once (Scott Miller) - Ich behalte mir das Recht vor , Fehler zu machen .
    • Hier stand zunächst was Häßliches über den Gitarristen Leslie West. Ich habe es entfernt und verweise statt dessen auf die Jack Bruce Biografie: "Composing Himself" und die Seiten 152 - 166

      Aber egal:
      Heute habe ich Kaz Lux mal wieder gehört. Wieso? Keine Ahnung. Vielleicht, um mit Akkerman mal Leslie West aus dem Hirn zu kriegen und mit "Eli" ein Album zu hören, welches mal tonangebend war.
      Hier ist ein großer Teil des Albums drauf.

      Man besorge sich das Original!!
      Gruß aus Kiel
      Ich vergesse niemals ein Gesicht. Doch bei Ihnen mache ich eine Ausnahme! (Groucho Marx)
    • 50 Jahre hatte Neil Young Zeit , ein besseres Album als 'Everybody Knows This Is Nowhere' (1969 , vorzüglich Remastered 2009) zu machen . Hat nicht geklappt . Das perfekte Young Album gibt es nach meiner Erfahrung nicht , nicht einmal in Form einer Compilation , dazu waren die Songs in ihrer Qualität immer zu unterschiedlich . Sehr gute Alben gab es schon , aber 'Everybody' war immer das mit der kleinsten Streuung in Hinsicht auf die Songqualität . Toll , wie Musik die Zeit fast unbeschadet übersteht . Wenn ich da in den Spiegel blicke ....
      Überhaupt sind einige seiner Stücke schlicht Klassiker , aber über das Oeuvre verteilt . Natürlich steht es jedem frei , zu einer anderen Einschätzung von Neil Youngs Werken zu kommen .

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    • Und noch ein Canadier : Ian Tyson . Der ritt in seiner Jugend Rodeos und züchtet immer noch Pferde . Sein Song 'Four Strong Winds' wurde zum ' greatest canadian song of all time' gekürt und vielfach gecovert , so auch von Neil Young . Sein für mich schönstes Album ist 'Cowboyography' aus dem Jahr 1987 .
      Den angefügte clip (mit der Live-Version eines Titels von Cowboyography) finde ich wegen der Story von Tyson zu Four Strong Winds sehenswert .



      youtube.com/watch?v=8suOYr_GVsE
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    • Deine Neil-Young-Einschätzung kann ich als lebenslanger Fan so nicht ganz stehen lassen :D

      Everybody knows... ist auch in meinen Top 5, das ist keine Frage.

      Aber die "Live Rust" , die heut halb vergessene "Time Fades Away" (ebenfalls live mit einer Amateurtrümmertruppe names Stray Gators, die aber eine immense emotionale Dichte trotz miesen Sounds hingelegt haben) sowie die Klagemauer "Tonight's the Night" gehören für mich zum Gipfel. Wenn man den Neil akustisch und solo mag gibt's dies und das als heutige Spät Veröffentlichungen, Gänsehaut ist immer dabei.


      Aber meine All Time Favorite Neil Young, ebenfalls Halb vergessen, weil Unentschieden, verwaschen, eigentlich nicht "gut" und ohne jeden Hit, das ist diese:



      Keine Andre als On The Beach scheint mir in die verwinkelten Dunkelkammern seiner Seele, seiner Musik, dessen was er eigentlich ist so tief hineinzuführen wie eben dieses scheinbare Nebenwerk, erfolglos und verrissen wie es war. Da ist der ganze Neil drin. In diesem nebligen, verwaschenen Kram.


      Aber Natürlich ist "Everybody..." ein Meisterwerk, wie es kaum jemand je hingekriegt hat. Das seh ich nicht anders!


      LG :)
      "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
      (Shunryu Suzuki)
    • Hier haben wir ein Mißverständnis da ich mich unklar ausgedrückt habe.

      Ich meine es zwar ernst, aber ich meine es extrem positiv. Das Gegenbild zu - - sagen wir mal - - Eagels oder so... Genau das was (wo Crazy Horse gerade in Pause waren) notwendig und richtig und passend war.

      Wir reden hier ja von einer Phase Anfang der 70er, in der alles immer mehr in Richtung ausgefeilter Arrangements und Perfektion sich drehte. Sie waren ein Gegenstatement, ohne sich als solches verkauft zu haben, sie wußten es vermutlich noch nichtmal.

      Amateurtrümmertruppe? Aber sicher! Gottdeidank dafür! Aber sowas wurde 8 Jahre vor Punk ja nicht goutiert.

      Übrigens: auch manche Stücke, dieser LP (LA, Don't be Denied), die nie groß bekannt wurden, sind für mich Klassiker in Youngs Somgwritingkarriere.

      Hier findet sich doch schon der Kern all dessen, wofür die Cobain-Grunge-Generation ihn später so geliebt haben :D



      Also es war nicht despektierlich sondern verehrend gemeint :D

      Keiner von uns hat Sachen wie Harvest, Goldrush erwähnt, aber tolle Platten sind die auch...


      LG :)
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      (Shunryu Suzuki)
    • garcia schrieb:

      Amateurtrümmertruppe? Aber sicher!
      Wenn Du Dir einmal die Mühe machst , die Stray Gators im Netz zu finden und dann die links zu den einzelnen Mitgliedern aufrufst , schämst Du Dich hoffentlich . Das waren gestandene Musiker , lange bevor sie mit Young spielten . Und sie wußten nicht , was sie spielten ? Sie spielten , was Young wollte . Das nennt man professionell .
      Ende .
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    • Sicher waren das gestandene Musiker, sonst hätte Neil sie ja kaum angeheuert. Und wie eine "Amateurtrümmertruppe" zu klingen und dabei all die emotionalen Fäden zusammenzuhalten, dazu braucht es ungeheuer gute Leute, wie sie es waren.

      Unklarheiten soweit beseitigt? Wir reden hier ja nicht über eine drei-Akkord-Punkband, der Authenzität einfach so passiert. Wir reden über die Leute, die Young sich zusammengestellt hat in einer schwierigen Phase seines Lebens und Arbeitens, in der er von geleckten Harvest-Arrangements (mit denen er bequem hätte weitermachen können), die Nase gestrichen voll hatte.

      Und diese Leute konnten halt klingen wie eine Amateurkaputtniktruppe und dabei das transportieren was er transportieren wollte.

      Kein Job für Amateure. Ich hab immer bedauert daß sie nur so kurz da waren. Lag wohl daran daß es eben Crazy Horse gab... Aber diese eine Platte, die Times Fade Away, die liebe ich ebenso wie die Nowhere, aber nicht ganz so wie die On The Beach, die ich noch tiefer finde, und da gibt's dann nur noch namenlose Studiomusiker.... Aber ich schweife ab! Natürlich waren das große Leute! Oder warum erwähne ich TFA als Meilenstein?

      Eben. Darum.


      LG :)
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      (Shunryu Suzuki)
    • Hier lief Crawfish Fiesta mit Professor Longhair , erschienen in seinem Todesjahr 1980 . Über Professor Longhair - Henry Roeland Byrd - und seine Bedeutung kann man bei wiki mehr erfahren . Als ich im Rahmen meines Interesses am Nachkriegs R&B erstmals auf den Namen stieß , war es die erste Platte , 'Mardi Gras In New Orleans' , die mich in seinen Bann zog . und natürlich das wahnwitzige Klavierspiel . Aber noch etwas fand ich unsagbar cool : die Single von 1949 erschien unter dem Namen ' Professor Longhair & The Shuffling Hungarians' . So ein Bandname ! Ein Rätsel blieb allerdings , wie man auf so etwas kommen konnte und ob da vielleicht etwas hintersteckt . Jahre später enthüllte Dr.John dann den Ursprung , wie er ihm vom Professor erklärt wurde . Shuffle deutet auf den damals populären Rhythmus hin . Und Hungarians ? Der Professor hatte einen Gitarristen in der Band , und der war 'Egyptian' . Und diese kommen , wie jeder weiß , aus Hungary . Dr.John brauchte eine Weile , um zu verstehen , daß mit Egyptian ein Gypsy gemeint war . Und diese kommen tatsächlich , wie man seit Liszt weiß , aus Ungarn . Bleibt aber ein wunderbarer Bandname .( Seine nächste Single - Baldhead - erschien 1950 unter 'Roy Byrd & his Blues Jumpers - finde ich sehr profan ).

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    • Nach langer Zeit mal wieder gehört:

      POX: On your House (2006)

      (Kein Bildchen gefunden)

      Sehr netter (im besten Sinne:) independent-lofi-Krempel aus Antwerpen. Ja, auch das eines der vielen dEUS-Derivate, an denen Rudy Trouve beteiligt (gewesen) ist, die dort (also in Antwerpen) ab ca 1997 aus dem Boden geschossen sind. Nichts von POX bleibt richtig im Ohr oder ist so, dass man es unmittelbar nochmal hören wollen müsste. Macht aber sehr viel Spaß, das alle Jahre wieder zu hören - und dann hört man mal seeeeeehr große Songs! Bis zum nächsten Mal (vielleicht 2021 oder so [falls mein Herz dann noch schlägt]).

      Adieu
      Algabal
      Keine Angst vor der Kultur - es ist nur noch ein Gramm da.