Jazz mit Laser und Nadel: Gerade goutiert

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    • Ja, eine großartige, eine wunderbare Platte ist Zappas Grand Wazoo, aber die Schwesterplatte, die Waka/Jawaka, die darf nicht unerwähnt bleiben


      Hier ebenso klasse - mein Albert Mangelsdorff. Live mit Jako Pastorios und Alphonze Mouzon. Ich kann Euch leider keine Verlinkung bieten, die amazon- und jpc- Buttons sind milchig und nicht ansprech(Tipp)bar... Gibt es da ein technisches Problem im Forum? Oder nur bei meinem Handy?

      LG auch ohne Cover...
      "Die Wahrheit im Vollsinn des Wortes dreht sich nicht um wichtigtuerische Überlegungen zum Leben nach dem Tod. Sie dreht sich um das Leben vor dem Tod. Sie dreht sich um die Frage, wie man dreißig oder sogar fünfzig Jahre alt wird, ohne sich die Kugel zu geben." (DFW," Dies hier ist Wasser")
    • Ich habe heute mir eine CD angehört, die nicht auf dem Markt zu haben ist, da sie von einem Kollegen von mir bei einem meiner Auftritte mit geschnitten worden ist. Dank der inzwischen exzellenten Mp3-Player kann man so immer mal wieder eigene Auftritte in achtbarer Klangqualität mitschneiden. In meinem Falle sind es 45 Minuten aus drei Sets, die wir in ungewöhnlicher Besetzung gespielt haben. Der Abend war zu Ehren von Django Rheinhardt zustande gekommen.

      Wir haben in folgender Besetzung gespielt: Svenn Hack (Klarinette, Tenorsax) - Fritz Scheerer (Gitarre) - Thomas Schilling (Bass) - Peter Fahrenholz (Drums) und mit mir an der Trompete

      AD: 23.03.2018 , Art Bar FFM

      01. 's Wonderful 02. Nuages 03. Joseph, Joseph 04. Blue Drag 05. Honeysuckle Rose 06. Dark Eyes 07. I got Rhythm 08. Low Cotton 09. I've Found a new Baby

      Die Band hatte so noch nie zusammen gespielt, aber jeder Musiker hatte einen Bezug zu einander. Dass das am Ende mit nur in einem Stück wirklichen Problemen endete (Minor Swing war am Anfang etwas holprig und ist auch nicht auf der CD drauf), spricht für die Kollegen. Es ist für uns eine sehr schöne Erinnerung an einen gelungenen Abend. Sorry, wenn ich mal da ein wenig Eigenlob verbreite, aber es hat uns so einen Spaß gemacht, dass wir versuchen, einen weiteren Abend mit der Musik Rheinhardts dieses Jahr machen zu wollen. Stücke haben wir genug, wollen aber auch einen Teil des alten Programmes erneut spielen.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • EinTon schrieb:

      Doc Stänker schrieb:

      aber ansonsten halte ich es mit Zappas Weisheit "Jazz is not dead, it just smells funny."
      Gleichwohl hat Zappa zumindest in den frühen 70ern auch stark vom Jazz beeinflusste bzw. jazzrockige Alben eingespielt, zB das mitreißende "The Grand Wazoo":
      Auch in seinen späten Jahren war Zappa dem Jazz zugetan. Erwähnt sei hier etwa seine Version von Oliver Nelsons Klassiker "Stolen moments" auf dem "Broadway the Hard Way"-Album

      sowie das auf der 1988er Welttournee mitgeschnittene Doppelalbum "Make a Jazz Noise Here", welches nicht nur das Wort "Jazz" im Albumtitel hat, sondern tatsächlich mit vielen Jazzanklängen versehen ist

      Meine Anspieltipps: "Let's make the water turn black", "Harry, you're a beast", "The Orange County lumber truck" und "Theme from Lumpy Gravy". Allesamt grandiose Blechbläser-Arrangements in einem Stil irgendwo zwischen Jazz und Ska.
      Für Rapper ist das Wort "ficken" dasselbe wie für Schlümpfe das Wort "schlumpfen". Es ersetzt einfach alle anderen Tu-Wörter. "Alter, hab' ich voll gefickt, ey" kann auch heißen: "Die Überweisung ist gestern bei uns rausgegangen."
      (Dieter Nuhr)
    • Hallo Alexander,
      Ich kenne sie nicht. Aber in drei vier Tagen kenne ich sie da ich sie sofort geordert abe.
      Vielen lieben Dank für den Tip :D

      Zappas "Make A Jazz Noise Here" ist eine ganz überragende, hervorragende Scheibe. Schön daß Music Lover sie hier einmal aufs Podest hebt :) Unbedingt mit erwähnt werden muß dann aber auch das "Schwesteralbum" (fast selbe Band, fast selbe Tournee):



      Wer beide bestellt ist keine 20 Euros los und hat 4 CDs mit aller-allerfeinster Musik zuhause.

      LG
      "Die Wahrheit im Vollsinn des Wortes dreht sich nicht um wichtigtuerische Überlegungen zum Leben nach dem Tod. Sie dreht sich um das Leben vor dem Tod. Sie dreht sich um die Frage, wie man dreißig oder sogar fünfzig Jahre alt wird, ohne sich die Kugel zu geben." (DFW," Dies hier ist Wasser")
    • Ach, nochmal zu Zappa.
      Der (zu) häufig zitierte Satz, Jazz rieche komisch, der kommt ja aus dem Be Bop Tango von der genialen Roxy & Elsewhere. Wer sich immer gefragt hat wie der Gesangscontest wohl auf der Bühne ausgesehen haben mag, mit GoGoTänzerinnen und allen Schikanen :D der kann es erleben:



      Und da spricht der Meister dann auch live und in Farbe seinen Satz

      Viel Spaß dabei und LG :thumbsup:
      "Die Wahrheit im Vollsinn des Wortes dreht sich nicht um wichtigtuerische Überlegungen zum Leben nach dem Tod. Sie dreht sich um das Leben vor dem Tod. Sie dreht sich um die Frage, wie man dreißig oder sogar fünfzig Jahre alt wird, ohne sich die Kugel zu geben." (DFW," Dies hier ist Wasser")
    • garcia schrieb:

      Unbedingt mit erwähnt werden muß dann aber auch das "Schwesteralbum" (fast selbe Band, fast selbe Tournee)
      Absolut d'accord. Ich habe "The best band you never heard in your life" nur deswegen nicht gleich mit erwähnt, weil ich in Bezug auf dieses Doppelalbum keine Jazzelemente in Erinnerung habe. Auf "Make a Jazz Noise Here" gibt es dafür umso mehr davon.

      garcia schrieb:

      Wer beide bestellt ist keine 20 Euros los und hat 4 CDs mit aller-allerfeinster Musik zuhause.
      Wenn ich den Tipp noch ergänzen darf: Legt "Broadway the Hard Way" auch noch mit in den Warenkorb. Ebenfalls live mitgeschnitten auf der 1988er Welttournee. Und ebenfalls unglaublich gut.

      Auf dem The Police-Titel "Murder by Numbers" hat Zappa übrigens einen sehr namhaften Gastvokalisten mit auf der Bühne. Und der Hammer ist: Dies wird nirgends auf dem Album erwähnt, noch nicht mal im Kleingedruckten. Vermutlich hat das irgendwelche vertragsrechtlichen Gründe. Zappa sagt ihn aber an: Es handelt sich um Sting.
      Für Rapper ist das Wort "ficken" dasselbe wie für Schlümpfe das Wort "schlumpfen". Es ersetzt einfach alle anderen Tu-Wörter. "Alter, hab' ich voll gefickt, ey" kann auch heißen: "Die Überweisung ist gestern bei uns rausgegangen."
      (Dieter Nuhr)
    • Ja, der Frank

      Ein Freund meines Berliner Herbergvaters hat ca. 300 Livekonzerte archiviert und hütet sie wie einen Schatz.
      Ich höre heute Musik aus der Zeit als Jazz noch nicht so streng roch. Oder ist es garnicht Jazz?
      Soft Machine 6 und NDR 1973!


      Gruß aus Kiel

      PS. Irgendwie putzig. Ich wollte mit dem Zappa "Schnack" eigentlich eine Lobeshymne auf die GOGO Penguins einleiten, doch das hat niemanden interessiert.
      PPS: Wer Zappa kennt weiß, dass keine, aber auch keine seiner Platten (und ich habe 71! mal eben überschlagen) nicht von vorne bis hinten durchkomponiert ist. Insofern ist sein "Jazz" kein Jazz.
      Ich vergesse niemals ein Gesicht. Doch bei Ihnen mache ich eine Ausnahme! (Groucho Marx)
    • Ja, so sind sie halt, die "selbst ernannten Intellektuellen" die die ewig dudelnden Onanien eines Elton Dean abfeierten!
      Dabei wurde die Gruppe erst ab SM 4 interessant, vorher war es "Kifferdreck", ok, 3 ging!
      Gruß aus Kiel
      Ich vergesse niemals ein Gesicht. Doch bei Ihnen mache ich eine Ausnahme! (Groucho Marx)
    • Nach Fourth war es aus - was nicht unbedingt mit dem Weggang von Robert Wyatt etwas zu tun hat . Fourth war Jazz - und dann kam Fuschen oder wie das da heißt . Ratledge fiel nicht mehr viel ein , Dean wurde es langweilig , und Marshall war kein schlechter Drummer , aber eben nur irgend ein Drummer .Und Hopper machte Töne .Das Progessive erstarrte . Hat mir damals leid getan , aber es gibt immer etwas anderes Gutes zu entdecken . Und Lol Coxhill never let me down .
      Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang "
    • Nicht meine Meinung:
      Jeder, der 4, 5 , 6, 7 und Bundless hört, weiß, das Du nicht Recht hast. Einfach nur Dummes Zeugs, was Du da von Dir gibst.
      Tut mir leid, aber das "Nuhrsche Gesetz" gilt auch für Dich. wie auch für mich. :thumbsup:
      Wenn man so gar keine Ahnung hat, einfach mal die Fresse halten...
      Gruß aus Kiel
      Ich vergesse niemals ein Gesicht. Doch bei Ihnen mache ich eine Ausnahme! (Groucho Marx)
    • Ich höre gerade Track 6 von der 2.CD dieser Zusammenstellung , Mousetrap/Noisette/Backwards/Moustrap Reprise/Esther's Nose Job = für mich mit das Schönste , was Soft Machine an Jazz gemacht haben. Und doc , Du hast da Schaum am Mundwinkel ,nee, weiter links .

      Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang "
    • "Kifferdreck" kann nie verkehrt sein

      Gruß, euer Forumsdeadhead :D 8)
      "Die Wahrheit im Vollsinn des Wortes dreht sich nicht um wichtigtuerische Überlegungen zum Leben nach dem Tod. Sie dreht sich um das Leben vor dem Tod. Sie dreht sich um die Frage, wie man dreißig oder sogar fünfzig Jahre alt wird, ohne sich die Kugel zu geben." (DFW," Dies hier ist Wasser")
    • Doc Stänker schrieb:

      Wer Zappa kennt weiß, dass keine, aber auch keine seiner Platten (und ich habe 71! mal eben überschlagen) nicht von vorne bis hinten durchkomponiert ist. Insofern ist sein "Jazz" kein Jazz.
      Damit unterstellst Du, dass etwas Durchkomponiertes kein Jazz sein kann. Eine zumindest diskutable These. Zum Diskutieren fehlt mir aber gerade die Lust. Ich höre lieber Musik.

      Bei mir läuft gerade "Faces under the influence - A Jazz Tribute to John Cassavetes" von Tim Hagans mit der NDR Bigband
      Für Rapper ist das Wort "ficken" dasselbe wie für Schlümpfe das Wort "schlumpfen". Es ersetzt einfach alle anderen Tu-Wörter. "Alter, hab' ich voll gefickt, ey" kann auch heißen: "Die Überweisung ist gestern bei uns rausgegangen."
      (Dieter Nuhr)
    • music lover schrieb:

      Damit unterstellst Du, dass etwas Durchkomponiertes kein Jazz sein kann. Eine zumindest diskutable These.
      Sagen wir mal so : Im Jazz ist nun mal die Improvisation ein sehr wichtiger Bestandteil, und eben auch der vielleicht größte Unterschied zur "konzertanten Musik". Ich habe bewusst nicht "Klassischen Musik" geschrieben, um auch ja noch Platz für die "Grauzone" zu haben. Jelly Roll Morton, Ellington oder Mingus hatten auch viele Stellen auskomponiert, aber mit Musik, die zuvor auch "erimprovisiert" worden ist. Ein eigenes Thema ist das, noch dazu ein sehr Interessantes.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • ​Nochmal zu Zappa

      Klar, das sehr vieles von ihm komponiert wurde, siehe "The Black Page" für Schlagzeug. Doch erinnere ich ein Interview mit Zappas Schlagzeugern und /Innen
      Terry Bozzio, Chester Thompson, Chad Wackerman, Ruth Underwood und Ralph Humphrey
      youtube.com/watch?v=ztoeFXJsxJI
      Dort wird ausgesprochen, das er beim weitaus umfangreicher als im Jazz üblichen Komponierten immer Raum für diverse Soli lies.

      Im Übrigen gibt es ja noch im Jazz das Wort "Arrangieren". Und das Arrangement von ner Komposition abzugrenzen fällt mir als interessiertem Laien schwer.
      Hierzu würde ich gerne ne Diskussion lesen.
      Gruß aus Kiel
      Ich vergesse niemals ein Gesicht. Doch bei Ihnen mache ich eine Ausnahme! (Groucho Marx)
    • Zur Unterscheidung Komposition / Arrangement kann hier sicherlich ziemlich jeder Substantielleres sagen als ich... aber erstmal so aus der Hüfte geschossen würde ich meinen, daß bei Arrangement bereits vorgefertigte (komponierte?) Elemente zusammengebaut werden (was aber auch Raum für Improvisationen lassen kann, wofür der Zappa ja ein sehr schönes Beispiel ist), bei Komposition aber alles erstmal quasi aus dem Nichts erschaffen werden muß. Der Rohstoff muß ja da sein den man dann in ein Arrangement fügen kann.

      Spannende Frage. Bin gespannt auf Meinungen von berufeneren Schreibern hier.

      LG
      "Die Wahrheit im Vollsinn des Wortes dreht sich nicht um wichtigtuerische Überlegungen zum Leben nach dem Tod. Sie dreht sich um das Leben vor dem Tod. Sie dreht sich um die Frage, wie man dreißig oder sogar fünfzig Jahre alt wird, ohne sich die Kugel zu geben." (DFW," Dies hier ist Wasser")