Jazz mit Laser und Nadel: Gerade goutiert

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    • Hier zwei CDs mit dem Veteranen Kid Thomas Valentine der, 1896 geboren, noch in einem Prä-Louis Armstrong-Stil spielt. Seine Mitstreiter sind ähnlich alt wie er, und haben bis ans Ende ihrer Tage in New Orleans - und bei Louis Nelson - rund um die Welt - den Freunden des alten Jazz viel Freude bereitet.

      Die CD "Same Old Soupbone" wurde am 08.Oktober 1968 eingespielt, die Doppel-CD am 13.Oktober 1968 und 23.April 1965

      Die Besetzungen sind fast identisch: Kid Thomas Valentine (Trompete, Gesang) - Louis Nelson (Posaune) - Emanuel Paul (Tenorsax) - Joseph Butler (Bass) - Sammy Penn (Drums) sind immer dabei. Dazu kam der Pianist Charles Hamiton.

      1965 spielte George Guesnon (Banjo) mit, Octave Crosby (Klavier) ersetzte Charles Hamilton am Klavier.

      Es ist keine "perfekte" Musik, sie ist aber sehr innig und mit dem typischen Feeling und Rhythmik des alten New Orleans-Jazz gespielt worden. Valentine war bis zu seinem Tode 1987 aktiv, Nelson verstarb drei Jahre später mit 88 Jahren. Auch er war bis zum Ende seines Lebens aktiv gewesen.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Ich weiß lieber Music Lover... Allein, die Lloyd Discoraphie ist uferlos und irgendwo muß ich ja anfangen

      Die Scheibe mit der ich begann und die ich sehr liebe ist diese :




      Eine unfaßbare, wundervolle, traumschöne Aufnahme...

      LG :fee:
      "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
      (Shunryu Suzuki)
    • Zuletzt gehört, persönlicher Eindruck:



      Piano Works - Romantic Freedom

      Die 2005 bei ACT (9749-2) veröffentlichte CD mit zwölf Soloaufnahmen von bemerkenswerten Jazzpianisten, enthalten auch in der Piano Works 5 CD Box von ACT mit den ersten vier CDs der darauf folgenden Einzelreihe, bringt starke Jazz-Soloklavier-Statements und stellt alle so vor, dass man gerne mehr von ihnen hören möchte.
      Bugge Wesseltoft, aus Norwegen stammend, spielt Greensleeves mit leichtem Groove.
      Der bekannte deutsche Jazzpianist Joachim Kühn improvisiert über den 2. Satz aus Mozarts Klarinettenkonzert.
      Michael Wollnys Träumerei There Again ist ein starkes Ausrufezeichen des 1978 geborenen deutschen Shooting Stars, seine erste Soloaufnahme.
      Energischer, perpetuum-mobile-artig antreibender, gibt sich US-Star Brad Mehldau, acht Jahre älter als Wollny, einer Resignation hin.
      Ein gewichtiger Monolog über einer ruhigen Basslinie ist das Prelude In D-Minor des 2008 allzu früh verstorbenen schwedischen durch e.s.t. bekannten Pianisten Esbjörn Svensson.
      Einen sakralen Raum imaginiert der aus Polen kommende 1971 geborene Leszek Możdżer mit Sanctus – örtlich genauso wie atmosphärisch.
      Des US-Amerikaners Richie Beirach Musica Callada (# 15) wirkt beim Durchhören der CD wie ein Gedanke zwischendurch.
      Der Schweizer Jazzpianist George Gruntz (1932-2013) hingegen würdigt den von Victor Young 1949 für den gleichnamigen Film veröffentlichten Song My Foolish Heart, der zum Jazzstandard wurde, auch erzählend, aber „in time“.
      Die Sacred Circles des US-Amerikaners Kevin Hays beginnen punktuell, um sich aber bald fast wie ein Orgelvorspiel anmutend einzupendeln.
      Mit leicht südlichem Flair geht es mit dem Kubaner Ramón Velle nach Andalucía, frei nach Ernesto Lecuona.
      Poverty, die ganz große Wehmutsmusik Ennio Morricones, eines der berühmtesten Filmthemen, wird mit dem 1970 in Braunschweig geborenen Jens Thomas auch jazzig eingegroovt.
      Ein ausführliches rezitiativisches, noch einmal gewichtiges Statement gibt zum Schluss der in Paris lebende Amerikaner Eric Watson mit Exits ab.
      Herzliche Grüße
      AlexanderK
    • Ich habe im Weltmusikbereich kein "Eben gehört" gefunden (vielleicht weil ich blind bin 8) ) daher mal hier, Jazz hat ja ein großes Herz



      Steht zwar Alice Coltrane drauf, sind aber schamanistisch wirkende Gesänge mit orientalischer Rhythmik, wunderbar auf seine Art aber hier an sich OT. Aber ich mag das.


      LG :)
      "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
      (Shunryu Suzuki)
    • garcia schrieb:

      Ich habe im Weltmusikbereich kein "Eben gehört" gefunden (vielleicht weil ich blind bin 8) ) daher mal hier, Jazz hat ja ein großes Herz



      Steht zwar Alice Coltrane drauf, sind aber schamanistisch wirkende Gesänge mit orientalischer Rhythmik, wunderbar auf seine Art aber hier an sich OT. Aber ich mag das.


      LG :)
      Könnte auch hier passen. Nur so als Anregung/Idee/Vorschlag.
      "Musik ist für mich ein schönes Mosaik, das Gott zusammengestellt hat. Er nimmt alle Stücke in die Hand, wirft sie auf die Welt, und wir müssen das Bild zusammensetzen." (Jean Sibelius)
    • Da würde es auch wunderbar hinpassen. Und ich war mal wieder blind :D wie immer: schöne Platte isses aber SEHR weltmukkeartig, kein Jazz.
      "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
      (Shunryu Suzuki)
    • Und wo wir gerade bei Alice Coltrane sind (heut kam ein Paket mit ihren Sachen :D )



      Einer dieser Impulse! Twoofer... Die erste Platte ist scheußlich. AC spielt hier überwiegend Harfe. Im Trio, also ohne Bläser. Das hätte sie besser bleibenlassen... Jedenfalls mich erreicht das garnicht, es soll wohl "spirituell" sein, ich finde es blanken Kitsch, nichtmal gut gespielt.

      Aber ab Track 7 wird alles noch schlimmer. AC bringt ganz schreckliche Coverversionen von My Favorite Thing und Love Supreme, über die eh schon hilflos wirkende Mukke hat sie noch einen triefende Geigenkleister gelegt der das Unhörbare noch unhörbarer macht... Mein Fehlkauf des Jahres

      Ich hätte die 6€ mal besser spenden sollen.

      LG :)
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      (Shunryu Suzuki)
    • Garcia schrieb:

      Die erste Platte ist scheußlich.
      habe die cd auch dieses Jahr gekauft und war ebenfalls enttäuscht, allenfalls unter der Dusche zu ertragen, bei fließendem Wasser (ihr Album 'Journey to Satchidananda' hat mir hingegen vor ein paar Jahren einige schöne Stunden geschenkt).
    • Fließendes Wasser hilft mir da auch wenig :D es war ein Fehlgriff... Aber ich habe auch Schönes entdeckt bei meiner Annäherung an Alice. Morgen mehr der Akku schwächelt
      "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
      (Shunryu Suzuki)
    • Heute - mal wieder - der Pianist "mit den soghaften Klängen" (siehe Artikel):

      actmusic.com/News/Kuenstler/Ku…zburg-fuer-Michael-Wollny

      Gestern wurde ihm der Kulturpreis der Stadt Würzburg überreicht.

      Ich freue mich riesig auf mein nächstes Wollny-Konzert (leider erst im März) - mit Heinz Sauer, der mittlerweile 85 Jahre alt ist.

      "Zweierlei eignet sich als Zuflucht vor den Widrigkeiten des Lebens: Musik und Katzen." (Albert Schweitzer)


    • Henry "Red" Allen : "Dixiecats" AD: 08. & 15.Mai 1957 , New York

      "Red" Allen (Trompete) - Tyree Glenn (Posaune) - Buster Bailey (Klarinette) - Boomie Richman (Tenorsax) - Willie "The Lion" Smith (Klavier) - Arvell Shaw (Bass,08.Mai) - Milt Hinton (Bass,15.Mai) - Zutty Singleton (Drums)

      Henry "Red" Allen,jr. (1908-1967) war das Bindeglied zwischen dem alten Jazz und Swing. Er steht in der Linie Bunk Johnson - Louis Armstrong - Red Allen - Roy Eldridge/Charlie Shavers - Dizzy Gillespie und galt als der erste Trompeter, der die Verlagerung des Tones vom "auf dem Schlag" hin zum mehr offenen Spiel voran getrieben hat. Er stammte aus New Orleans und begann noch in der Brass Band seines Vaters, dem Trompeter Henry Allen,sr. in Algiers, bevor er mit u.a. Sam Morgan, Sidney Devigne und George Lewis spielte. Ab 1927 bei King Oliver und Clarence Williams.

      1929 erhielt er seinen ersten Plattenvertrag bei Victor in New York, die ihn "als Antwort auf Louis Armstrong" aufbauen wollten. Dort spielte er mit dem Orchester von Luis Russell 1929-1933. Von 1933-1937 spielte er mit Fletcher Henderson und Lucky Millinder, von 1937-1940 erneut bei Russell. Dort "versauerte" er quasi nur, da Russell die Begleitband von Louis Armstrong war.

      Ab 1940 leitete er bis zu seinem Tode eigene Bands, zunächst ein Sextett, in dem der Posaunist J.C.Higgnbotham und Klarinettist Buster Bailey oftmals mitwirkten. Später kam der Pianist Sammy Price dazu. Später reduzierte er die Band auf Quartett-Stärke wie andere Kollegen (so Jonah Jones in etwa) auch. 1959 gehörte er für die Europa-Tournee Kid Orys zu dessen Band.

      1964, 1966 und 1967 (also kurz vor seinem Tode noch) besuchte er als Solist Europa und spielte dort vor allem mit der Band des britischen Trompeters Alex Welsh, aber auch mit Humphrey Lyttelton, u.a.

      Leider blieb Allen der großen Öffentlichkeit weniger geläufig als andere Kollegen des alten Jazz und Swing. Dabei brachte er alles mit, was einen Topp-Trompeter damals auszeichnete: er spielte eine exzellente und kraftvolle Lead-Trompete, konnte recht gut singen in einem persönlichen Stil, kopierte nicht Armstrong, da er weitgehend auf Ausflüge in die hohe Lage seines Instrumentes verzichtete, hatte ein hervorragendes Gedächtnis, konnte exzellent mit seinem Publikum umgehen, was er immer wieder in seinen Bann zog, galt als exzellenter Bandleader, der auch reine Session-Bands sofort zu einer Einheit bringen konnte, hatte ausgezeichnete Manieren, kam nie zu spät zu einem Auftritt und galt als sehr zuverlässig.

      Hier bei dieser Session kommt das Ganze sehr gut zum Tragen.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Newbie69 schrieb:

      Kurz noch zur CD und zur DVD:
      CD: Live In Hamburg 2015
      DVD: Live At Leverkusener Jazztage 2014.
      Ah, dann ist das 2016 produziert worden. Ich habe die nur via Qobuz gestreamt (ohne Nadel oder Laser). Die DVD habe ich natürlich nicht.

      Schon ein sehr ausgefeiltes Programm mit starker Entwicklung im Verlauf. War den Ausflug in die Jazz-Welt jedenfalls wert. :thumbup:
    • Leider klappt die Verlinkung nicht, daher mal nur so: What a Life !!

      Bob Hunt : Bob Hunt's Duke Ellington Orchestra : 25./26.Januar 1999, GB

      Tolle Band und Besetzung. Britische Musiker spielen z.T. total unbekannte Musik des frühen Ellington, aber ohne das Ganze zu sehr zu kopieren.

      Mike Henry (Trompete) - Enrico Tomaso (Trompete, Ventil-Posaune) - Bob Hunt (Posaune, Ventil-Posaune, Tenorsax) - Tom Jack (Klarinette, Altsax) - Nik Payton (Klarinette, Altsax, C-Melody-Sax, Tenorsax) - John Barnes (Altsax, Tenorsax, Baritonsax, Klarinette) - Martin Litton (Klavier) - Tom Langham (Gitarre, Banjo) - Martin Wheatley (Gitarre, Banjo) - Graham Read (Bass, Tuba) - Nick Ward (Drums)

      Mike Henry und Bob Hunt spielen inzwischen mit Chris Barber, das als Info. John Barnes spielte lange mit Alex Welsh und Humphrey Lyttelton.

      Eine exzellente CD, die man Freunden der Musik Duke Ellingtons ans Herz legen könnte.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Auch nicht im System ist diese Doppel-CD aus der Reihe "The Cradle of Jazz" , hier mit Muggsy Spanier und Jelly Roll Morton.

      Die Einspielungen mit Spanier stammen aus den Jahren 1944-1946. Die meisten Stücke werden mit Lou McGarity (Posaune), Pee Wee Russell (Klarinette), Gene Schroeder (Klavier) und Bob Haggart (bass) gespielt. Weitere Mitspieler sind Vernon Brown (Posaune), Peanuts Hucko (Karinette), Ernie Caceres (Baritonsax), Nick Caiazza, Bud Freeman (Tenorsax)Eddie Condon, Carl Kress und Hy White (Gitarre), Trigger Alpert (Bass), Dave Bowman (Klavier), George Wettling, Joe Grauso und Charlie Carroll (Drums)

      Die Einspielungen mit Jelly Roll Morton stammen aus den Jahren 1926 bis 1928. Hier wirkten u.a. George Mitchell (Kornett), Ward Pinkett, Ed Anderson und Edwin Swayzee (Trompeten), Kid Ory (Posaune), Omer Simeon und Johnny Dodds, Barney Bigard, Russell Procope (Klarinette), Johnny St.Cyr und Lee Blair (Banjo, Gitarre), Bud Scott (Gitarre), Quinn Wilson (Bass), Baby Dodds, Tommy Benford, Manzie Johnson (Drums) , Jelly Roll Morton natürlich Klavier.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • @Maurice: Sind das die betreffenden CDs?
      und : ist zwar keine Doppel-CD aber auf den CDs Nr. 9 & 10 sind die Aufnahmen mit Muggsy Spanier und auf den CDs Nr. 11 & 12 die Aufnahmen mit Jelly Roll Morton enthalten. Details siehe hier.
      "Musik ist für mich ein schönes Mosaik, das Gott zusammengestellt hat. Er nimmt alle Stücke in die Hand, wirft sie auf die Welt, und wir müssen das Bild zusammensetzen." (Jean Sibelius)