Jazz mit Laser und Nadel: Gerade goutiert

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    • Hier das letzte von Hadens “Montreal Tapes”-Konzerten, nämlich jenes von 8. Juli 1989:



      Charlie Haden’s Liberation Music Orchestra
      Charlie Haden (b), Tom Harrell (tp), Stanton Davis (tp), Ken McIntyre (as), Ernie Watts (ts), Joe Lovano (ts), Ray Anderson (tb), Sharon Freeman (frh), Joe Daley (tb), Mick Goodrick (g), Geri Allen (p), Paul Motian (dr)

      :) :!: :!: :!:

      Adieu
      Algabal
      Keine Angst vor der Kultur - es ist nur noch ein Gramm da.
    • Um mich in die Stimmung für den Kauf der Complete-Atlantic-Recordings-Box, aus dem Thread für Charles-Mingus-Empfehlungen zu bringen, habe ich nochmal ›Mingus Mingus Mingus Mingus Mingus‹ reingeschmissen:



      Charles Mingus (b), Jerome Richardson (sax, fl), Dick Hafer (ts, cl, fl), Richard Williams (tp), Don Butterfield (tu), Jaki Byard (p) sowie

      …in den Stücken 1 und 4–7: Booker Ervin (ts), Eddie Preston (tp), Britt Woodman (tb), Walter Perkins (dr)
      …in den Stücken 2 und 3: Eric Dolphy (as, fl), Charlie Mariano (as), Rolf Ericson (tp), Quentin Jackson (tb), Dannie Richmond (dr)

      Sehr geschmeidige Bigband-Musik, die in unaufmerksamen Momenten allerdings auch schonmal davongrooven kann und plötzlich merkt man, dass mehrere Stücke an einem vorbeigegangen sind, weil man mal kurz nicht aufgepasst hat.
    • Zuletzt gehört:

      Falkevik
      Louder Than I'm Used To



      Ein norwegisches Jazztrio mit Sängerin an den Tasteninstrumenten, die eher balladesken Songs mit leichtem Pop-Touch, sechs Songs englisch, ein Song norwegisch, ein reiner Instrumentaltitel, The Little Prince - und den finde ich am stärksten.

      In der Zeitschrift Piano News entdeckt und als Sammler von CDs auf denen Bösendorfer Flügel zu hören sind erworben.
      Zur Info: Bis auf weiteres keine aktive Moderationstätigkeit meinerseits.
      Herzliche Grüße
      AlexanderK
    • Bianca Gismonti Trio: Primeiro Céu



      Wow, was für ein tolles Klaviertrio! Beschämend, dass ich erst so spät auf diese brasilianische Formation aufmerksam geworden bin. Aber ihre Alben sind wirklich htf und ihre Auftritte in Deutschland selten. Wie schön, dass ich sie am 28. September im Jazzclub Hannover live erleben werde.

      Bianca Gismonti - p, voc
      Antonio Porto - b
      Julio Falavigna - dr
      Wenn ein Komponist nicht von sich sagen kann, etwas getan zu haben, was vor ihm noch niemand getan hat, kann er nicht behaupten, überhaupt etwas getan zu haben.
      (Paavo Heininen)
    • Mein nächstes Klaviertrio-Hören ist ebenfalls ein Vorgriff auf ein bevorstehendes Live-Erlebnis, nämlich am 28. Oktober im Kleinen Saal der Laeiszhalle in Hamburg. Dann werde ich endlich erstmals das Fred Hersch Trio live erleben. Bisher ergab sich einfach nicht die Gelegenheit dazu.

      Eine der großartigsten Klaviertrio-Aufnahmen, die ich kenne:


      Fred Hersch - p :verbeugung1:
      Drew Gress - b
      Nasheet Waits - dr

      rec. live at "The Village Vanguard", N.Y.C., 5/2002
      Wenn ein Komponist nicht von sich sagen kann, etwas getan zu haben, was vor ihm noch niemand getan hat, kann er nicht behaupten, überhaupt etwas getan zu haben.
      (Paavo Heininen)
    • Zum Abschluss des Abends eine der vielleicht großartigsten Klaviertrio-Aufnahmen aller Zeiten:


      Esbjörn Svensson - p :verbeugung1: :verbeugung1: :verbeugung1:
      Dan Berglund - b
      Magnus Öström - dr

      rec. live in Hamburg 22.11.2006
      Wenn ein Komponist nicht von sich sagen kann, etwas getan zu haben, was vor ihm noch niemand getan hat, kann er nicht behaupten, überhaupt etwas getan zu haben.
      (Paavo Heininen)
    • music lover schrieb:

      Zum Abschluss des Abends eine der vielleicht großartigsten Klaviertrio-Aufnahmen aller Zeiten:


      Esbjörn Svensson - p :verbeugung1: :verbeugung1: :verbeugung1:
      Dan Berglund - b
      Magnus Öström - dr

      rec. live in Hamburg 22.11.2006

      Diese CD kenne ich immer noch nicht - dabei finde ich ihr knapp anderthalb Jahre zuvor mitgeschnittenes Konzert aus Berlin (19.04.2005) toll (obgleich das von der Richtung her ja eigentlich gar nicht so mein Ding sein sollte). Vielleicht sollte ich Hamburg doch auch mal kaufen .... ?

      Meine Lieblings-Klaviertrio-Aufmahme ist übrigens - Überraschung! - keine mit Paul Bley, sondern eine mit McCoy Tyner, nämlich ein Konzert mit Avery Shape (b) und Louis Hayes (dr) im Musicians Exchange Cafe aus dem Jahr 1987 (24./25.07.):



      Das Konzert ist von verschiedenen Labels unter unterschiedlichen Titeln (“Live at the Musicians Exchange Cafe”, “What’s New”, “Hip Toe”, “The real McCoy” [letzteres nicht zu verwechseln mit Tyners gleichnamigen Blue Note-Album) veröffentlicht worden. Es ist jedenfalls ein ganz, ganz großartiges Trio!

      Adieu
      Algabal
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    • Louis Armstrong : The Standard Oil Sessions AD: 20.01.1950, San Francisco

      Nicht mit den All Stars, aber mit Jack Teagarden (Posaune, Gesang) und Earl Hines (Klavier), dazu mit Lyle Johnson (larinette) und Clancy Hayes (Gitarre). Bas und Drums kann man leider nicht mehr erfahren.

      Ich habe etwas Probleme, was die ganzen Lobhudeleien angeht bei dieser CD. Das ist sicher damals sehr unterhaltsam gewesen, aber so großartig, wie die Ankündigung, aber auch die Rezensionen ausfallen, finde ich das Ganze nicht. Da waren die All Stars selbst um Längen besser gewesen 1950.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)


    • Benny Goodman : Aus der 20 Cd-Box die Jahre 1935/36

      Die Aufnahmen dieser Box fangen im Januar 1928 an und enden 1949 mit Goodmans Bop-Bigband und dem Titel "Egg Head" am 15.10.1949 . Die Box hat auch das erste Carnegie Hall Konzert vom 16.01.1938 mit dabei.

      Die anderen CDs bringen auch jene Titel, die man überhaupt nicht mit Goodman in Verbindung bringen würde. Echte Raritäten quasi, etwa "Get Rhythm in Your Feet" oder Hoagy Carmichaels "Ballad in Blue". Ich versuche mich mal die nächsten Tage, da durch zu hören.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Die britische Jazz-Szene war immer ein wenig insular . Da passierten Sachen , die man ( ich) auf dem Kontinent nicht so richtig mitbekam . Beispiel : Ian Carr beginnt für mich Ende der 60er mit Nucleus . Aber zwischen 1964 und 1969 machte er 5 Alben mit dem Don Rendell / Ian Carr Quintet für EMI Columbia in der Lansdowne Serie , deren Originale schon mal vierstellige Summen kosteten . Zu recht ? Als im letzten Jahr eine 5 LP Box der Complete Lansdowne Recordings erschien , war sie binnen Wochen ausverkauft ! Vor Jahren (2004 ?) hatte BGO die Aufnahmen auf CD - teilweise 2 auf einer - herausgebracht . Ich habe alles verpennt . Nun insistierte ein Freund , ich müsse die neue LP Version von Shades of Blue unbedingt hören und dann kaufen , oder auch umgekehrt . Von den wiederentdeckten Masterbändern in Stereo abgemischt , quasi 1 zu 1 das originale Cover , Texte auf der Inner sleeve - nun suche ich die Box . Die ersten 4 Alben kann ich bedingungslos empfehlen : Shades Of Blue , Dusk Fire , Phase III und Live . Und das ich nicht der Einzige bin , der die Band damals oder in den Folgejahren verpasst hat , ist kein Trost . Da ist mir einfach zu viel entgangen . Aber schön , wenn man Freunde hat , durch die man zum Glück gezwungen wird .



      youtube.com/watch?v=Gv1DBDAGrd0 Shades Of Blue
      youtube.com/watch?v=dxYDdao2Tn8 Sailin'
      youtube.com/watch?v=uy3pwTmUzdk Just Blue

      Mehr Info : jazzviews.net/don-rendall--ian…recordings-1965-1969.html
      Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang " - Don't all thank me at once (Scott Miller) - Jung sterben , aber so spät wie möglich ( F. Jourdain )
    • b-major schrieb:

      Die britische Jazz-Szene war immer ein wenig insulär
      Oh, da muss ich aber sofort und vehement Einspruch erheben. Der britische Jazz hatte bereits vor dem 2.Weltkrieg eine sehr lebendige Szene, nicht ohne Grund traten bereits sehr früh Musiker vom Kaliber eines Louis Armstrong oder Duke Ellington dort auf.

      Richtig ist, dass der britische Jazz unmittelbar NACH dem 2.Weltkrieg rasant an Fahrt aufgenommen hat, wie auch die deutsche Szene. Gerade im traditionellen Jazz war man mit Bands wie jenen von Chris Barber, Humphrey Lyttelton, Alex Welsh, Kenny Ball, Ken Colyer, Mr.Acker Bilk, Monty Sunshine und natürlich Beryl Bryden ein Fixpunkt der Wiederbelebung des alten Jazz überhaupt.

      Die Ted Heath-Bigband galt als eine der besten Bigbands weltweit, übrigens mir Don Rendell 1955/56 als einer der Solisten in deren Reihen. Die Band tourte sogar durch die USA, dies geschah im Austausch mit der Stan Kenton-Bigband, die ein Gastspiel in England gab (auch hier wieder mit Rendell übrigens).

      Man sollte auch nicht George Shearing vergessen, der ab 1949 in den USA einen großen Erfolg hatte.

      Neben Rendell gab es eine Reihe von ganz ausgezeichneten Musikern, die auch in den Staaten durchaus geschätzt wurden. Etwa Stan Tracey am Klavier/Vibraphon, die Bassisten Peter Ind und Ike Isaaks, die Trompeter Kenny Baker (viele Jahr bei Ted Heath), James "Jimmy" Deuchar, Dizzy Reece (aus Jamaika allerdings), die Drummer Tony Crombie und Phil Seeman, Ronnie Verrell, Jack Parnell und Kenny Clare (der später als Drummer auch mit der Francy Boland/Kenny Clarke-Bigband spielte), die Pianisten Brian Dee, Rox Foxley und Brian Lemon, der Gitarrist Dave Cliff, die Posaunisten Jack Armstong, Don Lusher, George Chisholm, Keith Christie, die Klarinettisten John Defferary und Sammy Remington, Roy Willox am Altsax. Es gab auch noch zwei Baritonsax-Spieler, deren Namen mir gerade nicht einfallen wollen....Barry Martyn lebt seit 1960 etwa in New Orleans und hatte dort großen Erfolg.

      Sie alle sind auch teilweise in den USA bekannt geworden, und alle richtig gute Leute, die man auch auf vielen CDs/Platten hören kann.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Maurice schrieb:

      Oh, da muss ich aber sofort und vehement Einspruch erheben.
      Lieber Maurice , das mußt Du nicht . Erstmal mußte ich mich korrigieren : Es muß 'insular' heißen , ohne ä , mein Fehler , und ich habe es auch nicht Schwedisch geschrieben , obwohl das Gemeinte da auch stimmen würde . Die englische Jazzscene , wollte ich ausdrücken , war mehr oder weniger - ist noch ? - in einer 'splendid isolation' . So habe ich es empfunden , und Jazzfreunde von der Insel haben mir nie widersprochen , sondern " you may say so " geantwortet . - Kennst du die Aufnahmen des Rendell / Carr Quintets ?
      Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang " - Don't all thank me at once (Scott Miller) - Jung sterben , aber so spät wie möglich ( F. Jourdain )
    • b-major schrieb:

      Die englische Jazzscene , wollte ich ausdrücken , war mehr oder weniger - ist noch ? - in einer 'splendid isolation' . So habe ich es empfunden , und Jazzfreunde von der Insel haben mir nie widersprochen , sondern " you may say so " geantwortet .
      Okay. Nun, mit den Briten, denen ich bis jetzt gespielt habe, war das Thema übrigens nie wirklich eines gewesen. Auch ganz interessant, oder nicht? Darunter waren übrigens zwei Ex-Barber-Kollegen, die auch beide in New Orleans teilweise gelebt haben. Vielleicht waren sie auch nur "very British", also zurückhaltend gewesen.


      b-major schrieb:

      Kennst du die Aufnahmen des Rendell / Carr Quintets ?
      Nein, überhaupt nicht. Doch ich kenne einige Aufnahmen mit Do Rendell als Sideman.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Gestern Abend lief bei mir diese (ganz sicher ein Kandidat, den ersten Platz in der Kategorie "Tolle Alben mit saublöden Titeln, die nicht dazu einladen, die Platte überhaupt auch nur ansatzweise Ernst zu nehmen" zu gewinnen):



      Freddie Hubbard: Ready for Freddy (1961)
      Freddie Hubbard (tp), Bernard McKinney (euphonium), Wayne Shorter (ts), McCoy Tyner (p), Art Davis (b), Elvin Jones (dr)

      Ziemlich sehr gutes Hardbop-Ding! :jaja1:

      Man fragt sich allerdings wirklich, warum gefühlte ca. 95% aller Jazz-Alben mit Titeln (häufig auch mit Covern) versehen sind, die dem Creativitätsniveau der enthaltenen Musik echt spotten. Liegt das vielleicht daran, dass ziemlich vielen Jazzmusikern ziemlich wenig zu ihrer Musik einfällt (außer eben der Musik selbst)? Ich fürchte, das könnte es sein. Musik, die sich selbst genügt. In anderen Zusammenhängen würde man eben von "Absoluter Musik" sprechen. Vielleicht sollte man dann als Jazzer konsequenterweise auf Albumtitel verzichten oder einfach "Album No 1" drauf schreiben. Ich jedenfalls fände »Freddie Hubbard: Album No 5« deutlich attraktiver als »Freddie Hubbard: Ready for Freddie«.

      Adieu
      Algabal
      Keine Angst vor der Kultur - es ist nur noch ein Gramm da.
    • Algabal schrieb:

      Man fragt sich allerdings wirklich, warum gefühlte ca. 95% aller Jazz-Alben mit Titeln (häufig auch mit Covern) versehen sind, die dem Creativitätsniveau der enthaltenen Musik echt spotten. Liegt das vielleicht daran, dass ziemlich vielen Jazzmusikern ziemlich wenig zu ihrer Musik einfällt (außer eben der Musik selbst)? Ich fürchte, das könnte es sein. Musik, die sich selbst genügt. In anderen Zusammenhängen würde man eben von "Absoluter Musik" sprechen. Vielleicht sollte man dann als Jazzer konsequenterweise auf Albumtitel verzichten oder einfach "Album No 1" drauf schreiben.
      Die Namensgebung dürfte nicht mal in der Hand von Freddie Hubbard gelegen haben, daher würde ich das mal so nicht stehen lassen. Er war am Anfang seiner Karriere, da gab es keine großen Mitspracherechte für Newbies, und das "Blue Note-Label" war damals eine verdammt große Nummer gewesen.

      Hubbard war zu diesem Zeitpunkt bei dem mir völlig unbekannten Label "Vee-Jay Records" unter Vertrag. Das Label war ein Independet-Label, welches von 1953-1966 existierte. Es umfasste Rhythm&Blues, Jazz, Blues und Gospel. Daher dürfte Hubbard daran gelegen gewesen sein, bei Blue Note unterzukommen.

      Ich habe das jetzt in Teilen vermutet, aber bei Blue Note waren bekanntlich einige der besten Trompeter des Modern Jazz unter Vertrag, bzw. machten Einspielungen, etwa Kenny Dorham, Leo Smith, Lee Morgan, Donald Byrd, um ein paar aufzulisten.

      Über McCoy Tyner muss ich nicht viel schreiben hier, Elvin Jones auch nicht. Art Davis gehört zu den unterschätzten Bassisten des Modern Jazz, der mit u.a. Dizzy Gillespie, John Coltrane, Thelonious Monk oder auch dem Los Angeles Philharmonic Orchestra spielte.

      Bernard McKinney (*1932) ist hier der "große Unbekannte" im Bunde. Er änderte später seinen Namen in Kiane Zawadi (1965), und ist in erster Linie Posaunist. Er spielte mit Sonny Stitt, Barry Harris, Art Blakey, Dinald Byrd, Pepper Adams, Illinois Jacquet (in 1980-er Jahren erneut in dessen Bigband), Slide Hampton Benny Golson, Sun Ra. Also eine interessante Vita.

      Zawadi spielte ab 1961 mit Hubbard (Alben 1961, 1966 und 1968) mehrere Alben ein. Nach Hubbard war er vor allem in Bigbands (etwa Frank Foster, Sun Ra) und auch viel in Broadway-Orchestern. 1992 gab es eine Einspielung mit Joe Henderson.

      Das mal zu Hubbard und seine Sideman.....
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Maurice schrieb:

      Er war am Anfang seiner Karriere, da gab es keine großen Mitspracherechte für Newbies, und das "Blue Note-Label" war damals eine verdammt große Nummer gewesen
      Naja, es betrifft ja nicht nur den frühen Freddie Hubbard, sondern zahlreiche Jazz-Veröffentlichungen, die unter völlig nichtssagenden bis doofen Titeln erscheinen. "Ready for Freddie" ist einfach nur besonders doof. Aber du hast wahrscheinlich recht: er hatte vermutlich kein Mitspracherecht. Was aber nur beweisen würde, dass den Produzenten und Verlegern auch nix Sinnvolles zu der Musik einfällt, die sie produzieren resp. verlegen. Das macht die Musik daselbst aber natürlich nicht schlechter.

      Adieu
      Algabal
      Keine Angst vor der Kultur - es ist nur noch ein Gramm da.
    • Algabal schrieb:

      Naja, es betrifft ja nicht nur den frühen Freddie Hubbard, sondern zahlreiche Jazz-Veröffentlichungen, die unter völlig nichtssagenden bis doofen Titeln erscheinen. "Ready for Freddie" ist einfach nur besonders doof. Aber du hast wahrscheinlich recht: er hatte vermutlich kein Mitspracherecht. Was aber nur beweisen würde, dass den Produzenten und Verlegern auch nix Sinnvolles zu der Musik einfällt, die sie produzieren resp. verlegen. Das macht die Musik daselbst aber natürlich nicht schlechter.
      Ich widerspreche Dir ja überhaupt nicht, aber es gibt auch teilweise "bescheuerte" Titel. Denke mal an "Freddie Freeloader" , oder "C-Jam Blues". Das sind mal zwei Beispiele größter Kreativität von solchen Größen wie Miles Davis und Duke Ellington, also keine Pappnasen. Im Gegenteil, Ellington war eigentlich mit den Titeln recht kreativ gewesen.

      Es gibt auch im Modern Jazz den Titel "Einbahnstraße" von Ron Carter. Das ist sicher kreativ, aber schon höchst ungewöhnlich für einen amerikanischen Jazzmusiker.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)