Jazz mit Laser und Nadel: Gerade goutiert

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    • Hinterher eher Meditatives.

      Tigran Hamasyan: Luys i Luso

      Tiugran Hamasyan, Klavier
      Yerevan State Chamber Choir
      Harutyan Topikyan



      Es ist ganz sicher nur völlig oberflächlich, aber die Musik erinnert mich durchaus an die Werke Giya Kanchelis ...

      Gruß
      MB

      :wink:
      "Behalten Sie Ihren Hammer, Sie Rüpel!" (Paul Watzlawick)


    • Louis Armstrong : Stockholm 1959 AD: 16.01.1959

      Louis Armstrong (Trompete, Gesang) - Trummy Young (Posaune, Gesang) - Peanuts Hucko (Klarinette) - Billy Kyle (Klavier) - Mort Herbert (Bass) - Danny Barcelona (Drums)

      Hier mal mit zwei selten gespielten Stücken als Features für Billy Kyle (All the Things You are) und Peanuts Hucko (Autumn Leaves)
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)


    • Louis Armstrong : Louis Armstrong & His All Stars at the University of North Carolina AD: Mai 1954

      Louis Armstrong (Trompete, Gesang) - Trummy Young (Posaune) - Barney Bigard (Klarinette) - Billy Kyle (Klavier) - Arvell Shaw (Bass) - Kenny John (Drums) - Velma Middleton (Gesang)

      Das dürfte mit das vermutlich letzte Konzert in jener Besetzung gewesen sein. Kenny John, ein weitgehend unbekannter Drummer, hatte die Nachfolge von Cozy Cole angetreten. Wie man hören kann, ein ausgezeichneter Techniker, der viel Power in die Band brachte, aber leider durch seinen Alkoholismus und ein großes Mundwerk, sich rasch den Zorn aller Kollegen einschließlich Armstrong zugezogen hat. So wurde er von Louis gefeuert.

      John spielte mit u.a. Ruby Braff/Pee Wee Russell, Bobby Hackett, Phil Napoleon und Pee Wee Erwin. Dann hat sich seine Spur verloren. Ich meine, ihn auch bei Erroll Garner mal gelesen zu haben.



      Louis Armstrong : Live in Japan AD: 31.12.1953 , Yokohama & als "Zugabe" vom 25.10.1952 aus Firenze, Italien

      diese CD hat zwei seltene Live-Konzerte zusammengefasst. Das erste Konzert stammt von Silvester 1953 mit einer nur kurz so bestehenden Formation seiner All Stars. Neu in der Band war der Pianist Billy Kyle, der hier fast ausschließlich als Begleiter mitwirkt, weil er vermutlich die Arrangements der Stücke kaum oder überhaupt nicht kannte. Am Bass die Legende Milt Hinton, der kurzzeitig für Arvell Shaw in der Band war, dazu der auch hier exzellente Drummer Kenny John.

      Die Frontline wurde auch mit Trummy Young an der Posaune und Gesang für die nächsten 12 Jahre ausgezeichnet besetzt (er kam bereits 1952 in die Band). Er war ein kraftvoller Solist, der das gegenteil vom mehr filigranen Jack Teagarden war. Auch als Sänger war er ein ganz anderer Typ, der aber bereits in der Swing-Ära mit "Margie" in der Band von Jimmie Lunceford bekannt geworden ist 1938. Barney Bigard an der Klarinette war noch mit dabei.

      Die All Stars vom 25.10.1952 sind ebenfalls nur für diese Tournee zusammen gewesen. Nach dem Ausstieg von Earl Hines aus der Band war der Klavierstuhl fast so etwas wie ein "Wanderpokal" gewesen. Joe Sullivan, Joe Bushkin und Marty Napoleon saßen dort von 1951-1953, ehe der Oben erwähnte Billy Kyle übernahm und bis zu seinem Tode 1966 in der Band blieb, schnell auch als ihr "Music Director", der mit den neuen Kollegen die Arrangements durchging, sie schrieb zuvor und auch mal Louis selbst die Tonart oder die Melodie vorspielte, wenn er sie mal vergessen hatte (was in der Tat hin und wieder vorkam).

      Hier nun die Besetzung der Italien-Tournee : Louis Armstrong (Trompete, Gesang) - Trummy Young (Posaune, Gesang) - Bob Mcracken (Klarinette) - Marty Napoleon (Klavier) - Arvell Shaw (Bass) - Cozy Cole (Drums) - Velma Middleton (Gesang)

      Der Klarinettist Bob McCracken (1904-1972) dürfte der "normale" Jazzfan kaum kennen. Er spielte mit u.a. mit Joe Venuti, Frankie Trumbauer, Bud Freeman, Jimmy McPartland, Wingy Manone, Benny Goodman (1941). Später dann, nach seiner Mitwirkung bei den All Stars, spielte er mit Kid Ory (1953/54 und erneut ab 1959, hier zusammen mit Red Allen an der Trompete), Jack Teagarden, Ben Pollack, Wild Bill Davison.

      Marty Napoleon (1921-2015), der der Neffe des New Yorker Trompeters Phil Napoleon war, spielte nach dem Tode Billy Kyles von 1966-1971 erneut für die All Stars. Hier nun in der gleichen Funktion wie Kyle als Musikalischer Leiter der Band. Er war der letzte noch lebende All Star gewesen, bevor er 2015 hochbetagt verstarb. Er spielte mit u.a. Chico Marx, Georgie Auld, Joe Venuti und Charie Barnet. 1946 löste er seinen Bruder Teddy Napoleon (der viele Jahre mit Gene Krupa spielte) in der Band von Gene Krupa ab. Nach den Kriege hatte er ein eigenes Trio, spielte aber auch in dem Qartett "the Big Four" mit Buddy Rich, Chubby Jakckson und, wie ich mich recht erinnere, Terry Gibbs am Vibraphon. Von 1953 bis 1966 spielte er mit u.a., Charlie Shavers und Coleman Hawkins und hatte ein eigenes Trio.

      Arvell Shaw spielte mit Pausen viele Jahre mit Louis Armstrong, angefangen 1946 noch in der Bigband des großen Trompeters. So wirkte er von 1946-1951, 1952-1953, 1954-1956, 1960-1962, 1964-1965 in den All Stars mit. Dazwischen spielte er mit Teddy Wilson (1957-1958, auch später noch gelegentlich), Benny Goodman (1958 Europa, 1962 & 1965 jeweils Latein-Amerika), Sidnney Bechet, Earl Hines, Claude Hopkins, Barney Bigard, Red Allen, Wild Bill Davison, 1982 machte er eine Tournee mit Lionel Hampton und Axel Zwingenberger im Trio.

      In den 1980-er und 90-er Jahren wirkte er vor allem mit zwei Formationen, die das Erbe Louis Armstrongs weiterführten: Keith Smith' Wonderful World of Louis Armstrong und seiner eigene Band, die "Satchmo Legacy Band" und den "Armstrong Alumni Allstars von Pianist Lars Edegran. 1991 gab es auch Einspielungen mit der "Satchmo Legacy Band" und 2000 mit den Armstrong Alumni Allstars (die exzellent besetzt war: Tom Baker (Trompete) - Freddie Lonzo (Posaune) - Joe Muranyi (Klarinette, Ex-All Star 1967-1971) - Lars Edegran (Klavier) - Arvell Shaw (Bass, Vocals) - Bucky Pizzarelli (Gitarre) - Ernest Elly (Drums).
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)

    • (AD: 28. Mai 1962, Van Gelder Studio, Englewood Cliffs, New Jersey)

      Herbie Hancock, p / Freddie Hubbard, tp / Dexter Gordon, ts / Butch Warren, b / Billy Higgins, dr

      Geiler Sound.

      Armin
      "Musik ist für mich ein schönes Mosaik, das Gott zusammengestellt hat. Er nimmt alle Stücke in die Hand, wirft sie auf die Welt, und wir müssen das Bild zusammensetzen." (Jean Sibelius)


    • Aus dieser tollen Box die Jahre 1925-1931 , also vor allem Hot Five and Seven - Einspielungen. Unglaublich, was dieser großartige Musiker damals gespielt und geleistet hat. Wer nur seine späteren Jahre kennt, wird immer wieder verblüfft sein, was er damals aus seinem Horn herausholen konnte. Da gabs im Grunde keinerlei Konkurrenz. Allenfalls damals Jabbo Smith, der in der Tat ebenfalls großartig war.



      Dann noch Henry "Red" Allen mit dieser schönen Box. Leider sind die lieblos aufgemacht, dafür sehr günstig. Angefangen mit "Red Allen plays King Oliver" aus dem Jahre 1961, dann die großartige damals LP "Ride Red, Ride in Hifi" aus dem Jahre 1957, hin zu "Happy Jazz" aus dem Jahre 1955.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Wolfgang Muthspiel: Black and Blue



      Wolfgang Muthspiel - g
      Tom Harrell - tp, fl-h
      George Garzone - sax
      Larry Grenadier - b
      Alex Deutsch - dr
      Don Alias - perc

      rec. 12. - 18. Juli 1992 in Ludwigsburg

      Wolfgang Muthspiels Gitarrenspiel klingt hier streckenweise wie das von Mike Stern. Gelungenes Album des großartigen Gitarristen aus der Steiermark, der auch alle neun Stücke auf dieser CD komponiert hat.
      Für Rapper ist das Wort "ficken" dasselbe wie für Schlümpfe das Wort "schlumpfen". Es ersetzt einfach alle anderen Tu-Wörter. "Alter, hab' ich voll gefickt, ey" kann auch heißen: "Die Überweisung ist gestern bei uns rausgegangen."
      (Dieter Nuhr)


    • Louis Armstrong : Doctor Jazz - Eigentlich "Satchmo plays King Oliver" AD: 30.09. & 01./02.10.1959

      Louis Armstrong (Trompete, Gesang) - Trummy Young (Posaune) - Peanuts Hucko (Klarinette) - Billy Kyle (Klavier) - Mort Herbert (Bass) - Danny Barcelona (Drums)

      Die CD ist eine Mogelpackung, auf die ich beim Kauf reingefallen war. Sie enthält die Master Takes der LP "Satchmo plays King Oliver". Man macht mit dem Kauf letzten Endes nichts falsch, bekommt aber nicht die ebenfalls später veröffentlichten Altenate Takes.

      Die gibts dann hier :

      oder hier : Das ist die zur Zeit günstigste und auch vollständige Zusammenstellung der Ur-CD, also inclusive Alternate Takes. Die Bonus-Aufnahmen sollen von anderen Konzerten stammen.

      Klanglich ist die CD sehr gut gelungen. Die Interpretation der Werke lässt mich immer wieder ein wenig grüblerisch zurück. Seit dem Weggang von Edmond Hall, der 1955 Barney Bigard ablöste, ist die "Power-Frontline" Armstrong - Young - Hall nicht mehr die Alte. Hucko, der eine Art "dixielandisierten Benny Goodman" (Zitat Joachim Ernst Berendt) spielte, ist das "erdige Spiel" ziemlich "geklättet" worden. Das sollte sich bis zum Ende der All Stars so durchziehen. Daran konnte auch die kurzzeitige Rückkehr Barney Bigards nur noch bedingt ändern, da Bigard nicht mehr so ganz der Alte war, der 1947 in die Band kam.

      Bassist Mort Herbert ist auch kein Arvell Shaw, wenn gleich er aber kein Schlechter war. Doch Danny Barcelona, der sicher ein guter Techniker war, der sein Bestes gab, war einfach nicht der Klasse-Drummer, den eine All Star-Band benötigte. Er spielt nicht so, wie man sich den Stücken der Oliver-Band stilistisch nähern müsste, um den Gesamtklang positiv zu beeinflussen.

      Es ist eigentlich eine schöne CD, man kann sie sich jederzeit anhören, keine Frage, aber es bleibt bei mir immer der Beigeschmack, dass hier "mehr" möglich gewesen wäre, wenn z.B. ein Sid Catlett, Cozy Cole oder Jo Jones am Set gesessen hätte.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Archie Shepp:

      (AD: 21. Oktober 1967, Donaueschingen Musikfestival, live)

      - Archie Shepp, ts
      - Grachan Moncur & Roswell Rudd, tb
      - Jimmy Garrison, b
      - Beaver Harris, dr

      Wow, das ist fetzig.

      Armin
      "Musik ist für mich ein schönes Mosaik, das Gott zusammengestellt hat. Er nimmt alle Stücke in die Hand, wirft sie auf die Welt, und wir müssen das Bild zusammensetzen." (Jean Sibelius)


    • Edmond Hall: Teddy Buckner & The All Stars (= Louis Armstrong All Stars, aber ohne Louis selbst, dafür Teddy Buckner an der Trompete, Trummy Young (Posaune)) AD: 05. & 08. April 1958 Los Angeles
      & Jazz at the Savoy Café (= Ruby Braff (Kornett) , Vic Dickenson (Posaune) , Kenny Kersey (Klavier) , John Field (Bass) und Jimmy Crawford (Drums) ) AD: Dezember 1949 ,Boston

      Edmond Hall ist für mich von all den damaligen Dixieland-Klarinettisten jener mit der meisten Power, aber auch den besten Ideen gewesen. Dabei immer mit unglaublich viel Drive und Swing. Für mich stärker als Barney Bigard, Peanuts Hucko, Ernie Caceres (der aber auch exzellent Baritonsax spielte) oder Mezz Mezzrow. Pee Wee Russell hatte eine völlig eigene Tonsprache, den lasse ich mal weg jetzt. Doch das ist natürlich jetzt meine persönliche Ansicht.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Neu



      Jack Teagarden : "Chicago and all that Jazz" : AD: 30./31.10.1961, New York

      Jimmy McPartland (Kornett) - Jack Teagarden (Posaune, Gesang) - Pee Wee Russell (Klarinette) - Bud Freeman (Tenorsax) - Joe Sullivan (Kavier) - Eddie Condon (Gitarre) - Bob Haggart (Bass) - Gene Krupa (Drums)

      "The Dixie Sound of Jack Teagarden : AD: 29.01. - 05.02.1961

      Don Goldie (Trompete) - Jack Teagarden (Posaune, Gesang) - Henry Cuesta (Klarinette) - Don Ewell (Klavier) - Stan Puls (Drums) - Barrett Deems (Drums)

      Hier gibt es Chicago Jazz allererster Güteklasse. Zwei LPs auf einer CD. Und doch findet man klare Unterschiede. So ist Don Goldie sicher der größere Techniker gewesen auf der Trompete. Ich vergleiche ihn immer mit Dick Cathcart oder - noch extremer - Al Hirt. Es sind die damals vermutlich technisch versiertesten Trompeter des mehr traditionellen Jazz gewesen, aber irgendwie auch immer etwas "unterkühlt" und "overstyled" wirkend. Das konnte man bei ihren Vorgängern Max Kaminsky oder eben Jimmy McPartland so noch nicht vorfinden.

      Interessant ist es auch, sich mal das Schlagzeugspiel von Gene Krupa, der in den 1920-er Jahren neben George Wettling und Dave Tough DER Chicago-Drummer schlechthin, und Barrett Deems anzuhören. Krupa ist deutlich agiler, frischer und auch mir persönlich stilistisch "passender" agierende Drummer. Man konnte immer bei ihm hören, von wo er her kam, vom guten, alten Jazz. Deems agiert auch forsch, aber auch nicht annähernd so abwechlungsreich wie Krupa. Deems war schon bei den Louis Armstrong All Stars nicht gerade der inspirierendste Drummer gewesen, und auch hier geht er nicht als Sieger hervor, wenn man das mal so schreiben kann.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Neu

      [IMG:https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/51ywaKq7FJL.jpg]

      Teddy Buckner : A Salute to Louis Armstrong : AD : 1955-1959

      Wechselnde Besetzungen.

      Titel 1,2 & 18 : Teddy Buckner (Trompete, Gesang) - William Woodman,jr. (Posaune) - Joe Darensbourg (Klainette, Sopransax) - Harvey O.Brooks (Klavier) - Arthur Edwards (Bass) - Jesse Sailes (Drums) AD: 06.02.1955 & 15.10.1955 , Los Angeles

      Titel 3 : Wie zuvor, nur John Ewing (Posaune) für Woodman. AD: 08.10.1956 , Los Angeles

      Titel 4-11 : Teddy Buckner (Trompete, Gesang) - John Ewing (Posaune) - Joe Darensbourg (Klarinette, Sopransax) - Chester Lane (Klavier) - Arthur Edwards (Bass) - Jesse Sailes (Drums) AD: 03.&10.06.1957, LA

      Titel 12-13 : wie zuvor, nur Pud Brown (Klarinette) für Darensbourg AD: 30.07.1957, Los Angeles

      Titel 14-16 : Teddy Buckner (Trompete) - Trummy Young (Posaune) - Edmond Hall (Klarinette) - Billy Kyle (Piano) - Mort Herbert (Bass) - Danny Barcelona (Drums) AD: 05.&08.04.1958

      Titel : 17 : Besetzung wie 12/13 , nur Chaughey Roberts (Klarinette, Sopransax) für Pud Brown

      Der großartige Teddy Buckner dürfte damals mit der beste Trompeter des traditionellen Jazz gewesen sein. Er galt als unglaubliches Louis Armstrong-Double, auch optisch, so dass er hin und wieder in Filmen als Armstrong-Double aufgetaucht ist. Was man gemeinhin eher als Kriterium bezeichnet, kann man bei Buckner als Kompliment ansehen, denn er spielt wirklich großartig. Buckner (1909 - 1994) bereiste mit dem Trompeter Buck Clayton un dem Bandleader Teddy Weatherford Shanghai, spielte bis Ende 1948 mit u.a. Horace Henderson, Benny Carter und Lionel Hampton (1947/48), und war eher ein moderner Trompeter gewesen.

      1948 verpflichtete ihn der Posaunist Kid Ory für seine Band. Dort blühte er richtig auf, und wirkte bis 1954 bei ihm mit. Dann leitete er bis 1966 eine eigene Band, die mich sehr an die Bands von Earl Hines erinnert, die dieser ab 1955 leitete (oftmals mit Muggsy Spanier oder Marty Marsala an der Trompete). Sie klingen urwüchsiger, vitaler als z.B. die Armstrong All Stars. Auch irgendwie "jazziger", vielleicht auch "authentischer" als die doch recht eingefahrenen All Stars. Man kann das auch bei Kid Orys oder Jack Teagardens Bands so sehen, wobei bei Teagarden es wieder etwas anders war.

      Man kann das besonders in den Stücken hören, die Teddy Buckner mit seiner Band im Club Hangover 1955 gemacht hat. Diese Serie besticht durch eine erstaunlich gute Aufnahmequalität für damalige Live-Mitschnitte. Außerdem sind die ganzen Mitschnitte zuvor nie veröffentlicht worden. Das trifft auf die ganze Serie zu (mit u.a. Earl Hines, Red Nichols, Kid Ory und ihren damaligen Bands).



      Teddy Buckner (Trompete) - Williams Woodman,jr. (Posaune) - Joe Darensbourg (Klarinette, Sopransax) - Harvey O.Brooks (Klavier) - Arthur Edwards (Bass) - Jesse Sailes (Drums)
      AD: 25.06., 16.07., 23.07. und 30.07.1955 , Live aus dem Club Hangover - Joe Sullivan (Klavier) agiert als "Pausenpianist" zwischen einigen Stücken

      Hier kommt die eingespielte Band sehr gut rüber. Auch die Spielfreude, die die Musiker offenbar gerade in diesem Club immer wieder haben, ist zu hören. Besonders interessant ist der "Theme Song" der band: "Dear Old Southland". Er wurde 1930 von Louis Armstrong und dem Pianisten Buck Washington im Duett aufgenommen.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
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      Muggsy Spanier : MP's Ragtime Band : Live at Club Hangover, San Francisco , April/Mai 1953

      Muggsy Spanier (Kornett) - Ralp Hutchinson (Posaune) - Darnell Howard (Klarinette) - Mel Grant (Klavier) - Truck Parham (Bass) - Barrett Deems (Drums)

      AD: 11. & 18. April 1953

      Muggsy Spanier, bei dem man seine Herkunft vor allem von den schwarzen Bands direkt herleiten kann, steht ganz in der Tradition eines King Oliver. Vor allem aber auch dem Plunger-Spezialisten der Ellington-Band, Bubby Miley. Miley als auch Spanier waren Meister des Plunger-Spieles, was sie direkt von King Oliver übernahmen, aber weiter fortführten.

      Die Band spielt hier glänzend auf. Dabei sind auch zwei Musiker, die man heute kaum noch kennt, nämlich Posaunist Ralph Hutchinson, der 1950 aus England rüber in die Staaten gekommen war. Obwohl er völlig unbekannt war, nahm ihn Spanier in seine Band. Später wurde er Golf-Profi.

      Eine sehr ungewöhnliche Karriere. Pianist Mel Grant machte 1939 seine ersten Plattenaufnahmen mit Joe Venuti. Am Schlagzeug saß - richtig, Barrett Deems. 1947-1950 spielte er mit dem Trompeter Doc Evans. Kurz vor dem Gig im Hangover kam er für Joe Bushkin in die Band hinein. Gant gilt als meisterhafter Stride-und Ragtime-Pianist, aber auch als unerschütterlicher "Timekeeper". 1956 war er wieder mit Doc Evans im Studio. 1961 verlor sich seine Spur. Da machte er mit Dave Rerringtons Dixieland Band nochmals Plattenaufnahmen.

      Bassist Truck Parham spielte 1936-1938 mit Roy Eldridge, 1940-1942 mit Earl Hines und von 1942-1948 mit Jimmy Lunceford. Von 1950-1955 dann mit Muggsy Spanier, anschließend mit Herbie Fields, erneut Earl Hines und Louie Bellson. In den 1960-er Jahren dann vorwiegend mit dem Pianisten Art Hodes. Er verstarb 2002.

      Barrett Deems wurde vor allem von 1954-1958 als Mitglied der Louis Armstrong All Stars bekannt. Dabei spielte er zuvor sieben Jahre mit dem Geiger Joe Venuti (1937-1945), dann Jimmy Dorsey und Red Norvo. 1951 wurde er Mitglied in der band von Muggsy Spanier, bevor er zu den All Stars wechselte. 1960-1964 spielte er dann mit dem Ex-All Star Jack Teagarden. In den 1980-er Jahren leitete er eine eigene Bigband. 1998 verstarb er mit 84 Jahren.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
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      Henry "Red" Allen : Henry "Red" allen with the Alex Welsh Band AD: vermutlich 1967, ganz kurz vor seinem Tode

      Henry "Red" Allen (Trompete, Gesang) - Alex Welsh (Trompete) - Roy Williams (Posaune) - Al Gay (Klarinette, Tenorsax) - Fred Hunt (Klavier) - Jim Douglas (Gitarre) - Ron Rae (Bass) - Lennie Hastings (Drums)

      Alex Welsh ist vielleicht von den großen britischen Traditional Bands der nicht ganz so bekannte Bandleader gewesen. Doch er hatte immer hochrangig besetzte Bands, wie man hier lesen und auch hören kann. Doch Chris Barber und Humphrey Lyttelton waren auch dem breiten Publikum international sicher geläufiger, warum auch immer. Auch Ken Colyer, Terry Lightfoot, und Freddie Randall gehören in diese Richtung.

      Roy Williams spielte mit Terry Lightfoot Anfang der 1960-er Jahre, dann ab 1965 bis 1978. Dazu ab 1976 bis 1983 mit Humphrey Lyttelton. Al Gay spielte ab 1953 mit Freddie Randall, dann mit Bob Wallis, bevor er zu Alex Welsh ging. Fred Hunt war DER Pianist bei Welsh gewesen. So wirkte er von 1954-1962 + 1964-1974 in der Band mit. Später leitete er ein Trio mit dem Drummer Lennie Hastings.

      Auch Drummer Lennie Hastings spielte zunächst bei Freddie Randall (1950-1954), dann Alex Welsh (1954-1957). Er hatte dann eigene Bands (so auch in Düsseldorf) und spielte mit Nat Conella. Dann folgten weitere 10 Jahre mit der Welsh-Band, die er 1972 aus gesundheitlichen Gründen verlassen musste. 1978 starb er an den Folgen eines Schlaganfalls.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
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      @Mauerblümchen:
      Da hätte ich mir aber gleich das Live-Album gekauft, das um Längen besser ist ...

      Ich habe soeben folgendes Album gehört:

      Tony Bennett & Diana Krall: "Love is here to stay" (Deluxe Edition)



      Unglaublich, wie gut er noch mit seinen 92 Jahren klingt. Ich hatte ja schon das große Glück, beide jeweils live erlebt zu haben verehre Tony Bennett und Diana Krall sehr. :verbeugung1: Es ist ein warmes, sehr harmonisches Album geworden. Im Grunde ein tolles Herbst-Album. Fehlt nur noch das passende Wetter dazu. ^^ Und genau das Richtige für ein entspanntes Wochenende ... 8)
      "Zweierlei eignet sich als Zuflucht vor den Widrigkeiten des Lebens: Musik und Katzen." (Albert Schweitzer)