Jazz mit Laser und Nadel: Gerade goutiert

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • garcia schrieb:

      Die Solokombi aus Sax, Posaune und Vibraphon
      Wobei die Posaune oft im Vordergrund steht. Oder kam mir das nur so vor? Jedenfalls ist mir Robin Eubanks am ehesten in Erinnerung.

      Gruß
      MB

      :wink:
      Die Hammerklaviersonate macht anspruchsvoll. Von ihr berührt, wird man ungeduldig gegenüber vielem Mittelmäßigen und Mäßigen, das sich wer weiß wie aufspielt und doch nichts anderes ist als eine höhere Form der Belästigung. (Joachim Kaiser)
    • Mauerblümchen schrieb:

      Wobei die Posaune oft im Vordergrund steht.
      Das ist in den Dave Holland-Combos ziemlich häufig so, um nicht zu sagen: Standard. Eigentlich eine nette Idee, die dem Ganzen auch einen sehr eigenen Drive verleiht. Aber Potter am Saxophon ... ;(

      Bei mir läuft gerade eine weitere Neuerwerbung:



      Chicago/Sao Paulo Underground feat. Pharoah Sanders: Spiral Mercury (2014)
      Rob Mazurek (cornet, lectronics, fl, voice), Pharoah Sanders (ts, voice), Guilherme Granado (synth, samples, perc, voice), Mauricio Takara (cavaquinbo, perv, electronics), Matthew Lux (b), Chad Taylor (dr, mbira)

      Rob Mazurek kombiniert hier sein Chicagoer Improvisationskunst-Ensemble mit seinem Elektronik-Projekt aus Sao Paolo und peppt das Ganze mit Pharoah Sanders auf. 7 Mazurek-Kompositionen. Irgendwas zwischen Freiem Jazz, Space Brainfuck, Stockhausen und John Zorn (aber weniger zornig). Streckenweise durchaus nah an atmosphärischer Störung. Spricht mich an, die 'Soli' sind sogar oft sehr "schön" im Wortsinn (Sanders, wie ja eigentlich stets, reißt einen schier vom Stuhl, obgleich er hier oft fast dezent agiert). Muss ich hören, wenn im Hause hier alle anderen schon im Bett sind, sonst gibt's Einspruch, fürchte ich ...

      Adieu
      Algabal
      Keine Angst vor der Kultur - es ist nur noch ein Gramm da.
    • Neu

      Newbie69 schrieb:

      Fazit: Hätte Nils Landgren sich gesanglich stärker zurückgenommen, würde ich diesem Album 5 Sterne gegeben, trotz "Lobito". Nun vergebe ich lediglich 3,5 von 5 Sternen als Gesamtbewertung. Mit einem fähigeren Sänger wäre dieses Album sicherlich grandios geworden. Dann hätten sie sich allerdings nicht mehr "4 Wheel Drive" nennen können, sondern vielleicht ... "5 Stars".
      Heute gibt es auf rondomagazin.de eine recht freundliche Besprechung (dort werden 4 von 5 Sternen vergeben - also ein halber mehr als von Dir :) ).

      Hier der Link: rondomagazin.de/kritiken.php?kritiken_id=10618

      Adieu
      Algabal
      Keine Angst vor der Kultur - es ist nur noch ein Gramm da.
    • Neu

      Algabal schrieb:

      Heute gibt es auf rondomagazin.de eine recht freundliche Besprechung (dort werden 4 von 5 Sternen vergeben - also ein halber mehr als von Dir ).
      Ich erkenne nicht viele Unterschiede in der Bewertung jetzt. "Rondo" mag vielleicht den Gesang etwas mehr, doch das ist sicher Ansichtssache. Man kann also vor allem von einem grundsolidem Album sprechen, was keine Ausschläge nach Oben oder Unten hat. Das ist übrigens sehr oft das Ergebnis, wenn man Musiker dieser Güteklasse zusammen hat. Nur selten kommt echter "Murks" heraus dabei, und Alben, die dann gleich ganz Oben landen, kann man nun mal nicht alle Tage einspielen. Das war vor 50 Jahren auch nicht anders.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Neu

      Maurice schrieb:

      Ich erkenne nicht viele Unterschiede in der Bewertung jetzt.
      Ich auch nicht. Es ist ja auch nur ein halber Stern Unterschied und das liegt offenbar - was ja aus Newbies sehr nachvollziehbarer Besprechung deutlich hervorgeht - an der Einstellung zu Ls Gesang.

      Ansonsten: Du liegst mit Deinem grundsätzlichen Statement ganz sicher richtig! :)

      Adieu
      Algabal
      Keine Angst vor der Kultur - es ist nur noch ein Gramm da.
    • Neu

      Maurice schrieb:

      Ich erkenne nicht viele Unterschiede in der Bewertung jetzt. "Rondo" mag vielleicht den Gesang etwas mehr, doch das ist sicher Ansichtssache. Man kann also vor allem von einem grundsolidem Album sprechen, was keine Ausschläge nach Oben oder Unten hat. Das ist übrigens sehr oft das Ergebnis, wenn man Musiker dieser Güteklasse zusammen hat. Nur selten kommt echter "Murks" heraus dabei, und Alben, die dann gleich ganz Oben landen, kann man nun mal nicht alle Tage einspielen. Das war vor 50 Jahren auch nicht anders.
      Ein "grundsolides" Album ist wirklich eine sehr gelungene Formulierung. :thumbup:

      Algabal schrieb:

      Heute gibt es auf rondomagazin.de eine recht freundliche Besprechung (dort werden 4 von 5 Sternen vergeben - also ein halber mehr als von Dir ).

      Hier der Link: rondomagazin.de/kritiken.php?kritiken_id=10618
      Lieben Dank für den Link! ^^
      "Zweierlei eignet sich als Zuflucht vor den Widrigkeiten des Lebens: Musik und Katzen." (Albert Schweitzer)
    • Neu



      Cark Terry : Clark Terry and his Orchestra - Featuring Paul Gonsalves

      Clark Terry (Trompete, Flügelhorn) - Paul Gonsalves (Tenorsax) - Raymond Fol (Klavier) - Jimmy Woode (Bass) - Sam Woodyard (Drums)
      AD: October 1959, Paris

      Dieses Album läutet quasi die "Nach-Ellington-Zeit" von Clark Terry ein, der sich hier aber noch die Unterstützung dreier nun ehemaliger Kollegen aus der Band geholt hat, dazu kam der Pianist Raymond Fol. Das Album ist dann auch mehr dem moderneren Jazz zuzuordnen, auch wenn einzelne Nummern (Satin Doll, Mean to Me) noch mehr im Swing stehen. Ein sehr schönes Album, gerade auch, weil es nur mit "Satin Doll" ein Stück aus der Ellington-Zeit enthält, sonst aber Stücke von Clark Terry, Thelonious Monk, Raymond Fol, Babs Gonzales oder Turk/Anlert (Mean to Me) enthält.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Neu

      Diese:



      Paul Bley: Solo in Mondsee, live, April 2001 (2007)
      Paul Bley (p)

      Hm. Habe ich lange nicht gehört. Sehr lange nicht. Weiß nicht. Ist das Jarrett-Konzept des improvisierten Klavierabends, wobei Bley (IMO ohnehin der wesentlich interessantere Pianist) gar nicht erst versucht, seine Improvisationen manisch zu prolongieren. Enthalten sind 10 Impros (oder gar: Impromptus?), die zwischen 2 und 9 Minuten dauern. Irgendwie ist das aber trotzdem sehr viel „Musik als Sound-Environment“ für mein Empfinden. Naklar ist das sehr gut gespielt und inspiriert. Es ist ja auch Paul Bley. Aber, ach ... Ja. So ist das. Hm.

      Vielleicht hört AlexanderK das mal und erklärt mir die Musik ... Würde mich freuen!

      Adieu
      Algabal (der gleich mal die Scheibe austauschen wird)
      Keine Angst vor der Kultur - es ist nur noch ein Gramm da.
    • Neu



      Bin erst bei Track 4, wow!

      Die Synthese aus Duke Ellington und Cecil Taylor, gespielt von Bill Evans.

      Nein, das ist natürlich Quatsch! Sehr introvertierte, persönliche Musik, sehr viel Langsamkeit, nicht unähnlich dem oben vorgestellten und anderswo besprochenen anderen Soloalbum Bleys, aber minimalistischer und gleichzeitig perfekter (soweit das ein Kriterium für improvisierte Musik sein kann). Tolle Musik!
      Bernd

      Fluctuat nec mergitur
    • Neu

      Ich bin ja auch ein fürchterlich oberflächlicher Mensch. Darum mag ich ja vor allem Musik, die vordergründig expressiv ist ... :P ;)

      Adieu
      Algabal

      P.s.: die von dir gehörte/verlinkte Bley-CD hab ich trotzdem grade gekauft. :)
      Keine Angst vor der Kultur - es ist nur noch ein Gramm da.
    • Neu

      Diese::



      Paul Motian Trio: Trioism (1994)
      Paul Motian (dr), Bill Frisell (g), Joe Lavano (ts), Gast: Dewey Redman (ts)

      Auch viel Sound-Environment, ja - aber was für eins! Entreißt dir sehr subtil jeden Boden unter den Füßen und macht (centimeterhohe) Gänsehaut.

      Adieu
      Algabal
      Keine Angst vor der Kultur - es ist nur noch ein Gramm da.
    • Neu

      Algabal schrieb:

      Ich bin ja auch ein fürchterlich oberflächlicher Mensch. Darum mag ich ja vor allem Musik, die vordergründig expressiv ist ...
      Ach Quark!

      Nebenbei ist die vordergründig expressive Musik, die Du hier viel einstellst (soweit ich sie kenne, das ist nur ein wenig davon), ja auch keineswegs nur vordergründig. Aber das weißt Du ja sicher ;)
      Bernd

      Fluctuat nec mergitur
    • Neu

      Naja, sie (also die Musik, die ich hier einstelle) ist auch vordergründig expressiv. :D

      Paul Bley ist naklar alles andere als vordergründig und machte alles andere als „Möbelmusik“. Aber ich hab so ein kleines Problem mit Solo-Klavier-Jazz, fürchte ich. Werde mal daran arbeiten .... Noch ist es ja nicht zu spät.

      Adieu
      Algabal
      Keine Angst vor der Kultur - es ist nur noch ein Gramm da.