Jazz mit Laser und Nadel: Gerade goutiert

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    • Ja, noch dabei schon, aber nur noch mit winzigen Spurenelementen was die Prägung der Musik anbelangt... Diese Spätphase ist nicht meines.

      Aber dieses:

      Hier lief "Message to our Folks", das erdigste der drei Alben, also Track 6-9 von CD1.


      LG :)
      "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
      (Shunryu Suzuki)
    • garcia schrieb:

      aber ich mag sie immer noch nicht, wie das meiste was Coltrane nach dem Weggang von (nicht nur, aber vor allem) Elvin Jones gemacht hat.
      Elvin Jones ist damals gegangen, weil Coltrane von ihm gefordert hat "frei" zu spielen. Interessant ist, zu WEM Jones anschließend gegangen ist - für vier Tage übrigens : Du Duke Ellington !!!! Das ist kein Scherz jetzt. Das war 1966, und beim Duke war mal wieder etwas durcheinander auf dem Schlagzeug-Stuhl: Sam Woodyard, Louie Bellson, Bobby Durham, Elvin Jones, Rufus Jones......
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Ach, ach, ich höre wieder mal diese:



      Paul Bley: Fragments (1986)
      Paul Bley (p), John Surman (ss, bs, bcl), Bill Frisell (g), Paul Motion (dr)

      Ist eines jener musikalischen Ereignisse, für die zu hören allein es lohnt, geboren worden zu sein (und den ganzen Mist, der da dran hängt, tragen zu müssen).

      Davor gabs “Picasso” von C. Hawkins. Das Gedudel ging mir aber alsbald ganz gehörig auf die Nerven und musste ausgestellt werden. Not my cup of tea.

      Adieu
      Algabal
      Keine Angst vor der Kultur - es ist nur noch ein Gramm da.
    • Algabal schrieb:

      Davor gabs “Picasso” von C. Hawkins. Das Gedudel ging mir aber alsbald ganz gehörig auf die Nerven und musste ausgestellt werden. Not my cup of tea.
      Nur mal so als Info : Das "Gedudel" war in historischer Meilenstein der Jazzgeschichte. Es war die erste Aufnahme eines Solo-Instrumentes ohne Begleitung. Und als "Gedudel" würde ich diese große Leistung nicht einordnen, doch okay, ich will darüber nicht streiten. Ich empfinde bei Coltrane und den meisten Nachahmern auch nur "Gedudel", und das dürfte Dich eher zum Kopfschütteln veranlassen, als das Spiel Coleman Hawkins' in "Picasso".
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Na, Algabal, wenn das so ausdrückst

      "Ist eines jener musikalischen Ereignisse, für die zu hören allein es lohnt, geboren worden zu sein (und den ganzen Mist, der da dran hängt, tragen zu müssen)."

      ... dann wird da genug dran sein um diese Platte einfach mal zu bestellen. Was ich hiermit getan habe :)


      LG :)
      "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
      (Shunryu Suzuki)
    • Damit es jeder selbst entscheiden kann. Hier mal "Picasso" von Coleman Hawkins

      youtube.com/watch?v=eCKOoP1Gm50

      Und hier mal zwei frühe Einspielungen mit Charlie Parker aus dem Jahre 1942. Es ist meines Wissens nach ein Privat-Mitschnitt, der erst in den letzten Jahren veröffentlicht worden ist.

      youtube.com/watch?v=dpeIL7LHY3o

      youtube.com/watch?v=Z3vACbUETa0


      Wir haben ja hier einige Fans von Paul Bley. Daher auch für euch ein kleines "Schmankerl" aus dem Jahre 1953. Es sind vier Titel, auf denen bei drei Stücken Charlie Parker mitspielt, auf zwei Stücken der Tenorist Brew Moore, jeweils begleitet vom jungen Paul Bley und einer lokalen Rhyhtmusgruppe.

      youtube.com/watch?v=u1rQ3dyOfuA

      Und hier mal etwas aus der Bigband-Ära mit dem jungen Charlie Parker. 1941 war das gewesen. Da klang die Bigband von jay McShann doch schon recht modern.

      youtube.com/watch?v=96cp57GjoaQ

      Und hier das früheste Solo von Dizzy Gillespie, was ein wenig an den Bop erinnert, den er wenige Jahre später spielen wird.

      youtube.com/watch?v=qPdlwnBt52M

      Hot Mallets aus dem Jahre 1939, in einer kleinen Besetzung um Lionel Hampton

      Und hier mal Lester Young aus dem Jahre 1943, mit einer hervorragenden Rhythm Section um Johnny Guarnieri (Klavier) - Slam Stewart (Bass) und Sid Catlett (Drums) :

      youtube.com/watch?v=5us7_0A1WZg

      Und hier Charlie Parker auf dem Tenorsax. 1947, mit Miles Davis an der Trompete :

      youtube.com/watch?v=GQaihi_4-tc

      Es gibt noch eine kleine Sensation aus dem Jahre 1943, auch hier mit Charlie Parker auf dem Tenorsax. Es ist ein privater Mitschnitt, der erst vor einigen Jahren mal auf den Markt gekommen ist.Leider findet man diese Aufnahme nicht auf Youtube.

      Das ist mir einfach mal so in die Finger gefallen, als ich "Picasso" gesucht und gefunden habe.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Maurice schrieb:

      Algabal schrieb:

      Davor gabs “Picasso” von C. Hawkins. Das Gedudel ging mir aber alsbald ganz gehörig auf die Nerven und musste ausgestellt werden. Not my cup of tea.
      Nur mal so als Info : Das "Gedudel" war in historischer Meilenstein der Jazzgeschichte. Es war die erste Aufnahme eines Solo-Instrumentes ohne Begleitung. Und als "Gedudel" würde ich diese große Leistung nicht einordnen, doch okay, ich will darüber nicht streiten. Ich empfinde bei Coltrane und den meisten Nachahmern auch nur "Gedudel", und das dürfte Dich eher zum Kopfschütteln veranlassen, als das Spiel Coleman Hawkins' in "Picasso".
      Das Stück “Picasso” war gar nicht gemeint, sondern die gleichnamige CD aus folgender Box:

      Link funzt mal wieder nicht.

      Coleman Hawkins: The Bebop Years

      Bis zu Hawkins Solo-Picasso bin ich gar nicht gekommen (es ist Track 19, ich hab aber schon bei Track 5 aufgegeben). Das Solo höre ich mir abends aber mal an. Versprochen!

      Meine unqualifizierte Einlassung war auch nur die Äußerung eines höchstsubjektiven Geschmacksurteils.

      Adieu
      Algabal
      Keine Angst vor der Kultur - es ist nur noch ein Gramm da.
    • Meinst Du diese CD hier:

      smile.amazon.de/Bop-Years-Cole…1559429469&s=music&sr=1-1


      Algabal schrieb:

      Das Stück “Picasso” war gar nicht gemeint, sondern die gleichnamige CD aus folgender Box:

      Link funzt mal wieder nicht.

      Coleman Hawkins: The Bebop Years

      Bis zu Hawkins Solo-Picasso bin ich gar nicht gekommen (es ist Track 19, ich hab aber schon bei Track 5 aufgegeben). Das Solo höre ich mir abends aber mal an. Versprochen!

      Meine unqualifizierte Einlassung war auch nur die Äußerung eines höchstsubjektiven Geschmacksurteils.
      Okay !! Danke für Deinen Hinweis. Eigentlich hatte Hawkins auch in dieser Zeit kaum mal eine schlechte Einspielung vorgelegt. Ich hatte es auf "Picasso" bezogen. Geschmack ist immer subjektiv, und auch völlig in Ordnung.

      Ich war z.B. heute Abend in einem Konzert, was die Musik Groover Washingtons als Haupt-Thema hatte. Nicht meine Welt, aber ein exzellenter Abend, mit einer tollen Band und einem richtig hammergeilen Saxophonisten. Doch letzten Endes würde ich rmir keine CD von ihm kaufen wollen.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Newbie69 schrieb:

      Piano Works IX: Joachim Kühn und Michael Wollny - Live at Schloss Elmau (2008)



      8)

      Die hab ich am vergangenen Samstag nach ausgiebigem Probehören erstmal nicht gekauft. War mir irgendwie zu unentschieden (also ich mir und die Musik sich). Muss ich nochmal reinhören.

      Hier läuft gerade:

      The United Jazz an Rock Ensemble: Highlights

      Eine best of-Compilation des UJAREs, was gar nicht so einfach ist zusammen zu stellen, wie ich meine. Atmet erfrischend den Geist der 1980er. Mensch, was waren wir optimistisch damals! Mag ich immer noch sehr.

      Adieu
      Algabal
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    • The Pasadena Roof Orchestra : 25th. Anniversary AD: 1993

      Einfach nur exzellente Musik der 1920-er/30-er Jahre. Dazu ein sehr stimmiges Programm mit bekannten ("Lullaby of Broadway", "Ol' Man River", "Puttin' on the Ritz", "I want to be Happy", "Happy Day are here Again", "St.Louis Blues") und weniger bekannten ("You ought to see Sally on Sunday", "By the Fireside", "Kansas City Kitty", "Old Man Blues" und dem wunderschönen "Home of Passadena") Stücken.

      Besetzung:

      Enrico Tomasso+ Malcolm Baxter (Trompeten)-Stephen Shaw (Posaune) - Andre Pummell (Alt+Baritonsax, Klarinette) - Keith Gemmell (Sopran+Altsax,Klarinette) - Robert Fowler (Tenorsax, Klarinette) - Simon Townley (Klavier) - John Arthy (Bass, Sousaphone, Leader) - John Sutton (Drums) - Duncan Galloway (Gesang)
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Egal , ob hier oder unter 'Krass' - der Doctor gehört in die Rubrik " Nicht zu fassen" . Eines meiner absoluten Lieblingsalben aus gegebenem Anlass , mit ein wenig Trauer und Wehmut gehört , aber diese Musik bleibt ja : Mercenary / Dr.John & The Lower 911 .

      youtube.com/watch?v=2mbdpbKjpg…X_UwACI9-opBxeMyaJIqICjF7
      Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang " - Don't all thank me at once (Scott Miller) - Ich behalte mir das Recht vor , Fehler zu machen .
    • Bleibt noch , an den Session-Gitarristen Mac Rebennack zu erinnern - als solcher begann er , und manchmal kehrte er zu seinen Anfängen zurück .
      youtube.com/watch?v=P-qX_1WSn68&list=RDmvyGO7nCK6M&index=5

      Und eine gute Stunde Dr.John mit The Lower 911 : youtube.com/watch?v=d1K9nyxI5eY Tokyo 19/10/2010
      Dr. John(Piano, Organ, Vocals)+ / John Fohl(Guitar)/ David Barard(Bass)/ Herman Ernest Ⅲ(Drums)+ 2011
      Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang " - Don't all thank me at once (Scott Miller) - Ich behalte mir das Recht vor , Fehler zu machen .
    • Hier gibt es das kongeniale 70er Duo
      Heiner Goebbels / Alfred Harth



      "Vom Sprengen des Gartens"
      Goebbels: Piano, Accordeon, Sax
      Harth: Saxes, Klarinetten

      Goebbels hat ja sehr abgedrehte Theatermusiken gemacht später. Reizt mich auch. Kennt die wer, gibt's da Tips?


      LG :)
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      (Shunryu Suzuki)
    • Sehr sehr geil übrigens, diese freejazzigen Kammerduos. Besonders wenn Accordeon und Saxophon Zwiesprache halten. Und untypisch unteutonisch, das Ganze, fmp-fern sozusagen, dies ist zwitschernde, hochintelligente Kammermusik für Zwei, lyrische Momente nicht ausgeschlossen und nicht auf Krampf auf Unhörbar getrimmt, trotzdem frei wie ein Vogel. Unbedingt kennenlernenswert! Diese beiden wollen Musik machen aber ohne sich irgendwelche Fesseln anlegen zu lassen. Aber Musik soll es sein. Eine seltene Zwischenzone. Ich mag das sehr (Algabal fühl dich angesprochen :D )


      LG :)
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      (Shunryu Suzuki)
    • Hier wieder Michael Wollny bzw. das "Michael Wollny Trio":

      Weltentraum Concert Edition: Live at Jazzclub Unterfahrt, München (2013)



      Daraus allerdings nur das Live-Album, das ich als mp3-Album gekauft habe. Großartig!!!! :verbeugung1: :verbeugung1: Nicht zu verwechseln mit "Weltentraum Live" (aus der Philharmonie Berlin).

      Abweichungen vom Live-Album der Philharmonie: „Redux“ aus dem "[em] 3" Album ( [em]: Eva Kruse, Michael Wollny, Eric Schaefer), „Whale“ und Purcells „When I‘ m laid in Earth“.
      Gorilla Biscuits gefällt mir allerdings auf dem Philharmonie-Album etwas besser. Ich muss dazu sagen, dass Michael Wollny ja immer viel improvisiert und daher jede Live-Version bei ihm unterschiedlich klingt. Ein tolles Album!!! :)
      "Zweierlei eignet sich als Zuflucht vor den Widrigkeiten des Lebens: Musik und Katzen." (Albert Schweitzer)
    • Neuer Hörstoff für Algabals Ohren:



      Paul Bley/Gary Peacock/Paul Motian: When will the Blues Leave (2019)
      Bley (p), Peacock (b), Motian (dr)

      Am Mittwoch i-wo in Berlin erworben, gestern Abend mit ganz viel Spaß im Ruhrgebiet gehört! Ein Konzertmitschnitt aus 1999. Großteils Bley- oder Bley/Peacock-Kompositionen, ein Stück von Ornette Coleman (das Titelstück eben) und als Zugabe die Interpretation eines Gershwin/Gershwin-Songs. Ich mag dieses gleichermaßen inspirierte wie abgeklärte, freie Kammerspiel der drei Herren ungemein gern. Es ist echt eine Freude, dass ECM offenbar noch ein paar Schätze in den Archiven (oder sonstwo) hat ... Gestern Abend war ein guter Tag!

      Adieu
      Algabal
      Keine Angst vor der Kultur - es ist nur noch ein Gramm da.