Jazz mit Laser und Nadel: Gerade goutiert

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    • Johnny Varro : The J.V. Swing Seven : Ring Dem Bells AD: 06./07.11.2007, NYC

      Randdy Sandke (Trompete) - Dan Barrett (Posaune) - Ken Peplowski (Klarinette, Altsax) - Scott Robinson (Tenorsax) - Johnny Varro (Klavier,Arr.) - Frank Tate (Bass) - Joe Ascione (Drums)

      Eine sehr schöne CD, wer den Mainstream Swing liebt. Die Besetzung ist absolut erstklassig, die Firma Arbors für ihre hervorragend klingenden Einspielungen bekannt. Die Titel gehören weitgehend in die Swing-Ära, mit "Ausreißern" nach Vorne und Hinten. "Corner Pocket", "Stompy Jones", "Ring Dem Bells", "Come Sunday" aus den Band Books von Count Basie und Duke Ellington, "Sonny Speaks" stammt von dem sehr früh durch tagischen Herointod verstorbenen Sonny Berman war eines der Parade-Stücke der Woody Herman First Herd, "Sweet Substitute" und "Buddy Bolden's Blues" stammen von Jelly Roll Morton, um mal einen Teil der Titel zu erwähnen.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Hier mal wieder Jazz nach langer Abstinenz:


      Paul Motian drums / Charles Brackeen saxes / J. F. Jenny-Clarce bass: "Le Voyage"

      (allerdings hier aus der Box)


      Gehört diese zu meinen 10 Lieblingsjazzalben? Gut möglich :D



      LG :)
      "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
      (Shunryu Suzuki)
    • youtube.com/watch?v=GPyU0T_AcYs

      Ein Duett - Gitarre und Gesang -
      Jamiroquai - Virtual Insanity Cover by Leche con Canela


      Ich frage mal, wie euch das gefällt. Später schreibe ich dann auch, warum ich gefragt habe. Danke.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Nach NMAs achter jetzt allein mit Aziza:



      Aziza Mustafa Zadeh (p, voc)

      Was für eine Ersterscheinung! Trotz des großartigen „Always“-Trios ist das Debutalbum (1991) für mich ihr stärkstes Album.

      Adieu
      Algabal
      Keine Angst vor der Kultur - es ist nur noch ein Gramm da.
    • He Du Anstecher! ;) :top: Die habe ich mir für heute auch vorgenommen. Habe was Aziza Mustafa Zadeh betrifft neun CDs verfügbar, es scheint aber seit 2007 nichts mehr nachzukommen (?). Live spielt sie öfter in Deutschland (nächste Chance 22.11.2019 Theaterstübchen Kassel!). Habe sie vor ein paar Jahren in Fürstenfeldbruck live erlebt (solo). Meine Lieblingstitel aus "Always" (vorgestern und gestern begeistert wieder gehört, danke für den Impuls!): Der Opener (das Titelstück), das erschütternd berührende "Quiet Earth" im Gedenken an das Massaker von Chodschali und der wunderschöne Melodiebogen des "Insult". Die teilweise sensationell raschen fast jazzetüdenartig dahinflitzenden anderen Titel (tolles Jazztrio!) verblüffen natürlich auch alle, atemberaubend gute Jazzmusik.
      Zur Info: Bis auf weiteres keine aktive Moderationstätigkeit meinerseits.
      Herzliche Grüße
      AlexanderK
    • Ich kenne nur fünf Scheiben von Aziza Mustafa Zadeh, zwei davon auch nur beiläufig. Gut kenne ich die ersten drei Platten, also das Solodebut, das Always-Trio und „Seventh Truth“ (1996). Letzteres auch eine spannende Platte, wenn sie hier auch streckenweise recht weit von dem, was man gemeinhin unter „Jazz““ versteht, weggeht und dann eine Art improvisierten azerbaidschanischen Art-Folk zelebriert. Habe die Platte als eine schwächere in Erinnerung und das prüfe ich mir jetzt mal nach:



      Adieu
      Algabal
      Keine Angst vor der Kultur - es ist nur noch ein Gramm da.
    • Neu

      Bei mir läuft mal wieder dieses grandiose neue Album von Ausnahmepianist Fred Hersch mit der WDR Big Band unter der Leitung von (neben Maria Schneider) meinem Lieblings-Big Band-Leiter schlechthin: Vince Mendoza.


      All compositions by Fred Hersch
      All arrangements by Vince Mendoza

      Fred Hersch - piano
      WDR Big Band
      conducted by Vince Mendoza

      rec. in Köln 28.1. - 4.2. 2019
      Wenn ein Komponist nicht von sich sagen kann, etwas getan zu haben, was vor ihm noch niemand getan hat, kann er nicht behaupten, überhaupt etwas getan zu haben.
      (Paavo Heininen)
    • Neu

      Hier diese.


      Archive Shepp / Horace Parlan: "Goin'. Home".

      Shepp Sax, Parlan Piano.

      Entstanden nach der Freeperiode von Shepp. Ein Klassiker, lauter alte Gospelnummern auf den innersten Kern skelletiert und auf sehr intime und intensive Weise im Duo zelebriert. Wer nachvollziehen will, welch ein großartiger Saxophonist Shepp eigentlich sein konnte, ist hier viel besser bedient als mit den älteren, freejazzigen Impulsesachen (denen ich Ayler oder P. Sanders oder Art Ensemble of Chicago oder oder oder weit vorziehe (ohne sie garnicht zu mögen)).

      Hier aber ist Shepp ganz bei sich selbst. Dies ist Great American Black Music.

      Normalerweise brauche ich Baß und Drums, aber hier, hier garnicht.


      LG :)
      "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
      (Shunryu Suzuki)
    • Neu

      Ich muss ja sagen, dass ich Jazz in den letzten Jahren immer nur sehr sporadisch höre. Dann packt es mich aber meistens wieder und ich gebe mich dem ganz exzessiv hin. Nun bin ich angeregt durch Jim Jarmush Film 'Permanent Vacation' mal wieder auf Charlie Parker gekommen. Mal gespannt, wie das jetzt weitergeht.



      Charlie Parker und Dizzy Gillespie finde ich eine unnachahmliche Kombination. Bei beiden liebe ich diesen Drang zur Freiheit, dieses Versinken und dieses Grenzenausloten. Aber auch den jeweiligen Ton und in diesem Fall dieses wunderbare Aufeinanderhören.

      :wink: Wolfram
    • Neu

      garcia schrieb:

      Hier diese.


      Archive Shepp / Horace Parlan: "Goin'. Home".

      Shepp Sax, Parlan Piano.

      Entstanden nach der Freeperiode von Shepp. Ein Klassiker, lauter alte Gospelnummern auf den innersten Kern skelletiert und auf sehr intime und intensive Weise im Duo zelebriert. Wer nachvollziehen will, welch ein großartiger Saxophonist Shepp eigentlich sein konnte, ist hier viel besser bedient als mit den älteren, freejazzigen Impulsesachen (denen ich Ayler oder P. Sanders oder Art Ensemble of Chicago oder oder oder weit vorziehe (ohne sie garnicht zu mögen)).

      Hier aber ist Shepp ganz bei sich selbst. Dies ist Great American Black Music.

      Normalerweise brauche ich Baß und Drums, aber hier, hier garnicht.


      LG :)
      Lieber Garcia, wie ich oben schrieb, habe ich ja immer Jazz- oder Klassikphasen und Jazz war lange nicht dran. ^^ Deshalb habe ich deinen Beitrag jetzt erst gelesen.

      Archie Shepp habe ich einmal in der 'Fabrik' live erlebt und obwohl ich begeistert war, hat er mein Herz nicht entflammt, um es mal pathetisch auszudrücken. Aber das hier haut mich mal wieder um. Nun liebe ich im Jazz sowieso die möglichst kleinen Besetzungen ganz besonders und von daher kommt mir das eh entgegen. Aber dieses verloren im eigenen Selbst herumfantasierende Saxophon trifft mich wirklich sehr.

      Dank dir für diesen Tipp.

      :wink: Wolfram
    • Neu

      garcia schrieb:

      Hier diese.


      Archive Shepp / Horace Parlan: "Goin'. Home".

      Shepp Sax, Parlan Piano.
      Eine meiner absoluten Lieblingsplatten. Die beiden haben auch noch eine tolle Blues-Scheibe gemacht, aber die Gospels finde ich noch besser. Falls Bass erwünscht, dann die Duo-Platte mit Niels-Henning Øersted-Pedersen. Shepp ist klasse, empfehlenswert auch seine Quartett-Aufnahmen für Venus-Records.

      Gruß, Frank
    • Neu

      Oh, und ich habe soeben festgestellt, dass Vincent Peiranis Album "Living Being II: Night Walker" (mit u. a. Émile Parisien) in Frankreich zum "Jazz-Album des Jahres" gekürt wurde. :) :thumbup:
      Muss ich doch gleich mal wieder reinhören, obwohl ich ansonsten derzeit sehr viel Klassik höre ...



      Wobei ich dies eher als "Crossover-Jazz" bezeichnen würde ...
      "Wer Werte verteidigen will, hat sie schon aufgegeben. Man kann Werte nur leben, sodass sie manifest werden und Strahlkraft erlangen." (Hagen Rether)
    • Neu

      Bin noch bei Archie Shepp. Hier mit dieser Scheibe:



      Ich finde, der hier eher 'abgehackte' Stil von Archie Shepp passt wunderbar zu den Kompositionen von Parker und zu den Standards. Eine wunderbare Neuinterpretation, quasi ein Hinüberbringen Parkers in die Neuzeit.

      :wink: Wolfram
    • Neu

      Nat King Cole: Just One Of Those Things

      (AD: Juli & August 1957, Capitol Studios, Los Angeles)

      Nat King Cole, Vocals
      Orchester, Arrangements und Leitung: Billy May

      Starke Aufnahmen, klingt als wären Nat King Cole und die Musiker gerade eben aus dem Studio gekommen. Prominent aufgenommene Tuba im Bassregister der Bläser; klingt sehr cool.
      "Musik ist für mich ein schönes Mosaik, das Gott zusammengestellt hat. Er nimmt alle Stücke in die Hand, wirft sie auf die Welt, und wir müssen das Bild zusammensetzen." (Jean Sibelius)
    • Neu

      Lionel schrieb:

      Nat King Cole, Vocals
      Orchester, Arrangements und Leitung: Billy May

      Starke Aufnahmen, klingt als wären Nat King Cole und die Musiker gerade eben aus dem Studio gekommen. Prominent aufgenommene Tuba im Bassregister der Bläser; klingt sehr cool.
      Kleine Anmerkung mal dazu. Seit Miles Davis die Aufnahmen von "Birth of the Cool" gemacht hatte 1949, war der Tuba-Sound als Melodie-Instrument vor allem an der Westküste sehr verbreitet gewesen. Vor allem Shorty Rogers hat ihn dort populär gemacht. Doch bereits Mitte der 1940-er Jahre wurde Joe Parks an der Tuba der Vorreiter dieser "kleinen Welle", als er im Orchester von Tommy Dorsey saß. So war er 1944 an den Aufnahmen zu "Opus One" beteiligt, wenn ich das aus dem Kopf heraus richtig wiedergebe gerade.

      Billy May galt als einer der fähigsten Arrangeure dieser Zeit. Sein Handwerk hatte er bereits ab 1939/40 in der Band von Charlie Barnet ("Cherokee") und dann vor allem 1940-1942, in der Band von Glenn Miller ("Serenade in Blue") bewiesen. Er spielte in beiden Bands Trompete, auch oft die Soli. Ebenfalls galt May als starker Trinker, sicher nicht unüblich damals.

      Billy May machte damals auch eine Reihe eigener Aufnahmen, etwa 1951-1953 mit einer eigenen Bigband, die einen ganz eigenen Unisono-Saxophon-Sound hatte, der als Vorbild die Bigband von Jimmie Lunceford hatte. Damals galten diese Einspielungen mal als "sensationell" und waren DER letzte Schrei gewesen.

      May war der bevorzugte Arrangeur und Bandleader für Frank Sinatra und Peggy Lee bei deren Einspielungen, aber er ging auch mit Ella Fitzgerald, Louis Armstrong oder Sammy Davis,jr. ins Studio. Die Titelmelodie des Films "The Man with the Golden Arm" stammt von ihm, während die restliche Filmmusik von Elmer Bernstein geschrieben wurde.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Neu

      Vielen Dank einmal mehr Maurice für die immer wieder interessanten jazzgeschichtlichen Erläuterungen! :top:
      In letzter Zeit, angestochen durch Algabal, auch wieder mal gehört:



      Aziza Mustafa Zadeh

      Ja wirklich, eine extrem starke Solo CD!
      Zur Info: Bis auf weiteres keine aktive Moderationstätigkeit meinerseits.
      Herzliche Grüße
      AlexanderK