Jazz mit Laser und Nadel: Gerade goutiert

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    • (AD: 19. & 28. Dezember 1956, Capitol Studios, Hollywood, Los Angeles)

      Nat King Cole singt Songs in Arrangements von Gordon Hill Jenkins; produziert von Lee Gilette.
      "Musik ist für mich ein schönes Mosaik, das Gott zusammengestellt hat. Er nimmt alle Stücke in die Hand, wirft sie auf die Welt, und wir müssen das Bild zusammensetzen." (Jean Sibelius)
    • Wolfram schrieb:

      was für ganz persönliche Interpretationen
      Ich muss gestehen , daß mir Inge Brandenburg nach Deinem post mit Chet Baker eingefallen ist . Da gibt es viele Ähnlichkeiten im Lebenslauf . Dank an Alexander K. für den Hinweis auf die Doku . Ich wollte nicht weiter gehen , da die Platte auch ohne Hintergrund für sich klingt .
      Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang " - Don't all thank me at once (Scott Miller) - Jung sterben , aber so spät wie möglich ( F. Jourdain )
    • b-major schrieb:

      Inge Brandenburg . Wir hatten ja sonst nichts . Aber um die müssen uns alle beneiden !
      Sie war wirklich klasse gewesen. Danke für die Erinnerung an sie.

      Da möchte ich aber auch die ebenfalls in Leipzig geborene Jazz-Pianistin Jutta Hipp mit einbringen. Es ist fast so, wie bei Ella Fitzgerald und Billie Holiday. Die Eine kommt aus der etwas besseren Gesellschaft, die Andere ist aus einem problematischen Umfeld Zuhause gewesen.

      Und das ist die Kurve zu Ella Fitzgerald und Billie Holiday, die ich gerade mir anhöre:



      Aus der 10-CD-Box die CD "Ella & Billie at Newport AD: July 1957

      Ella Fitzgerald (Voc) - Don Abney (Klavier) - Wendell Marshall (Bass) - Jo Jones (Drums)
      Billie Holiday (Voc) - Mal Waldron (Klavier) - Joe Benjamin (Bass) - Jo Jones (Drums)

      Billie war zu diesem Zeitpunkt schon ziemlich am Ende gewesen. Ihre Stimme war extrem brüchig, ihre Aussage und ihr Rhythmusgefühl aber noch immer Sonderklasse. Vielleicht war sie da noch besser als die große Ella.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)


    • Aus der Box die CD "An Evening with Billie Holiday AD: 01.04.1952 & 27.07.1952

      01-06 : Billie Holiday (Voc) - Joe Newman (Tp) - Paul Quinichette (Ts) - Oscar Peterson (Klavier, Orgel) - Freddie Green (Git.) - Ray Brown (Bass) - Gus Johnson (Dm)
      07-08 : Billie Holiday (Voc) - Charlie Shavers (Tp) - Flip Philips (Ts) - Oscar Peterson (Klavier) - Barney Kessel (Git.) - Ray Brown (Bass) - Alvin Stoller (Dm)

      Wunderbare Scheibe !! Ihre Stimme war hier in recht guter Verfassung gewesen, die Begleiter spielen sehr einfühlsam, selbst Oscar Peterson hält sich wohltuend zurück.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Ach, ach, ich höre mal wieder mal diese:



      Paul Bley: Fragments (1986)
      Paul Bley (p), John Surman (ss, bs, bcl), Bill Frisell (g), Paul Motion (dr)

      Es kann alles soooooo schön sein. Für Augenblicke.

      Adieu
      Algabal
      Keine Angst vor der Kultur - es ist nur noch ein Gramm da.


    • Weiter mit der Box und diesen beiden damals noch Platten:

      "Body and Soul" AD: 03.,04.,07. & 09.01.1957

      Billie Holiday (Voc) - Harry Edison /Tp) - Ben Webster (Ts) - Jimmy Rowles (Klavier) - Barney Kessel (Git.) - Red Mitchell (Bass) - Larry Bunker (Dm)

      "An Evening with BH" : AD: 01.04. & 27.07.1952

      Billie Holiday (Voc) mit Joe Newman/Charlie Shavers (Tps) - Paul Quinichette/Flip Philips (Ts) - Oscar Peterson (Klavier, Org.) - Freddie Green/Barney Kessel (Git.) - Ray Brown (Bass) - Gus Johnson/Alvin Stoller (dm)

      Es lässt sich leider nur eines der Einzel-Cover einstellen.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)


    • Weiter mit der Box : "Stay with Me" AD: 14.02.1955, NYC

      Billie Holiday (Voc) - Charlie Shavers (Tp) - Budd Johnson (Ts) - Tony Scott (Klarinette) - Billy Taylor (Klavier) - Billy Bauer (Git.) - Leonard Gaskin (Bass) - Cozy Cole (Dm)

      Hin und wieder taucht als Pianist auch Carl Drinkard auf, aber er hat definitiv nicht gespielt. Er wurde, nach Meinungsverschiedenheiten mit Bille selbst und Bassist Gaskin, direkt gefeuert und kurzfristig durch den hervorragenden Billy Taylor ersetzt. Auch an den Drums gibt es hin und wieder leichte Missverständnisse, denn es war im Studio zufällig auch Jo Jones anwesend, aber hier spielt ebenfalls sicher Cozy Cole, der auch stilistisch etwas anders spielt als Jones. Weniger das Becken zischen lassend, zurückhaltender als Jones es manchmal macht.

      Man höre mal genau hin, wie Billie die Melodien verändert, sie viel freier und "moderner" auffasst, als viele andere Sängerinnen. Sie geht da auch völlig anders als etwa Ella Fitzgerald vor. Man kann ihre Seelenverwandtschaft zu Lester Young gut nachvollziehen. Gerade Rhythmisch eine unglaubliche Flexibilität zeigend. Für mich nach wie vor auf einer Stufe mit Ella Fitzgerald stehend.

      Beeindruckend auch die Mitmusiker von ihr. Wie sie sich der Stimmung völlig problemlos anpassen, ihre Soli wunderbar dem Ganzen unterordnen und anpassen.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)


    • Ella & Louis : AD: 16.08.1956

      Ella Fitzgerald (Voc) - Louis Armstrong (Tp, Voc) - Oscar Peterson (Klavier) - Ray Brown (Bass) - Herb Ellis (Git.) - Buddy Rich (Dm)

      Es ist einfach nur zeitlos schön !!
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Maurice schrieb:

      Ella & Louis : AD: 16.08.1956

      Ella Fitzgerald (Voc) - Louis Armstrong (Tp, Voc) - Oscar Peterson (Klavier) - Ray Brown (Bass) - Herb Ellis (Git.) - Buddy Rich (Dm)

      Es ist einfach nur zeitlos schön !!
      :clap: :clap: :clap:

      Ella und Louis waren geradezu siamesische Zwillinge was die musikalische Übereinstimmung, dieses scheinbar instinktive Ineinanderverwobensein angeht. Das habe ich sonst nur bei Ella und Duke Ellington 'Live in Stockholm' erlebt.

      :wink: Wolfram
    • Wolfram schrieb:

      Ella und Louis waren geradezu siamesische Zwillinge was die musikalische Übereinstimmung, dieses scheinbar instinktive Ineinanderverwobensein angeht. Das habe ich sonst nur bei Ella und Duke Ellington 'Live in Stockholm' erlebt.
      Ach, das tut mir sehr leid für Dich. Dann höre Dir mal die großartige Billie Holiday mit Lester Young und Teddy Wilson an. Das ist mal eine Alternative, auch in der Ansatz - und Improvisationsweise der beiden großartigen Künstlerinnen.

      Ich gebe übrigens am 22.11.19 in Frankfurt/Main ein Konzert mit der jungen, aber exzellenten Sängerin Selenia Gulio, in dem wir ein wenig Stücke von Ella & Louis spielen/bzw. singen. Wobei ich als Trompeter den Part von Louis übernehmen muss/darf. Doch wir werden diese beiden Giganten nicht kopieren, denn damit fällt man nur auf die Nase.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Maurice schrieb:

      Ach, das tut mir sehr leid für Dich. Dann höre Dir mal die großartige Billie Holiday mit Lester Young und Teddy Wilson an. Das ist mal eine Alternative, auch in der Ansatz - und Improvisationsweise der beiden großartigen Künstlerinnen.
      Die Aufnahmen kenne ich sogar, fand sie für mich (und darum ging es in meinem Beitrag) zwar grandios, allerdings hatte ich das Gefühl, dass sie nicht diese instinktive Übereinstimmung erzielen.

      Klar ist, dass beide in ihrer Herangehensweise an Musik ganz anders waren, eigentlich nicht vergleichbar. Wie du schon sagst, eben eine Alternative.

      :wink: Wolfram
    • Heute muss es mal wieder etwas Jazz sein ...

      Jeff Goldblum & The Mildred Snitzer Orchestra (2019)



      ... feat. Anna Calvi, Fiona Apple, Gina Saputo, Sharon van Etten, Inara George, Miley Cyrus und Gregory Porter.

      Gefällt mir sogar noch besser als sein Debütalbum. :thumbup: Tolle Evergreens, großartig zum Besten gegeben.
      "Wer Werte verteidigen will, hat sie schon aufgegeben. Man kann Werte nur leben, sodass sie manifest werden und Strahlkraft erlangen." (Hagen Rether)
    • Wolfram schrieb:

      Die Aufnahmen kenne ich sogar, fand sie für mich (und darum ging es in meinem Beitrag) zwar grandios, allerdings hatte ich das Gefühl, dass sie nicht diese instinktive Übereinstimmung erzielen.
      Dann dürftest Du einer der wenigen Menschen sein, die diese zwischen der Holiday und Young, aber auch den beiden mit Teddy Wilson nicht hören. Man muss dazu sagen, dass diese Aufnahmen damals bunt zusammengestellt worden sind. Später kannten sich die Musiker und ihre Spielarten sicher weitaus besser, was das Zusammenspiel natürlich vereinfachte.

      Als Billie Holiday in den 1950-er Jahren ihre Titel mit anderen großartigen Swing-Musikern einspielte, war diese Basis zwar auch vorhanden, aber sie wurden ohne Lester Young, Teddy Wilson und Buck Clayton gemacht. Paul Quinichette, den man nicht ohne Grund "Vice-Pres" nannte (sein Ton und seine Phrasierung waren so sehr dem Spiel Lester Youngs ähnlich, dass Lester selbst es nicht ertragen konnte, weil er zu dieser Zeit nur noch selten an seine alten Glanz-Zeiten heran kam), Ben Webster oder Budd Johnson waren neben Joe Newman, Charlie Shavers und Harry "Sweets" Edison ihre Partner gewesen. Teilweise spielten auch der Klarinettist Tony Scott oder der Altsaxophonist Benny Carter mit.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Schrecklich. Aber beim Durchhören meiner (lächerlich kleinen) Jazzsammlung bin ich jetzt halt beim Buchstaben "W".

      Tony Williams: Emergency

      Tony Williams - Drums and Vocals
      John McLaughlin - Guitars
      Larry Young - Organ



      Gruß
      MB

      :wink:
      Un homme d'esprit est perdu s'il ne joint pas à l'esprit l'énergie de caractère. Quand on a la lanterne de Diogène, il faut avoir son bâton. (Nicolas-Sébastien de Chamfort)