Jazz mit Laser und Nadel: Gerade goutiert

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    • Kam heut auch, braucht keine Worte, ist halt atemberaubend und ich Dösbaddel lern sie halt mit fast 58 erst kennen. Selbst schuld. Umso besser jetzt :D




      :)
      "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
      (Shunryu Suzuki)
    • garcia schrieb:

      Kam heut auch, braucht keine Worte, ist halt atemberaubend und ich Dösbaddel lern sie halt mit fast 58 erst kennen. Selbst schuld. Umso besser jetzt :D




      :)
      Ach, sei doch froh, sowas noch “neu” kennenlernen zu können! :)

      Freut mich sehr, dass sie Dir gefällt (hatte aber eigentlich auch nix Gegenteiliges erwartet... - ist eben eines der ganz klar besten Jazz-Alben ever).

      Adieu
      Algabal
      Keine Angst vor der Kultur - es ist nur noch ein Gramm da.
    • Hier wieder Paul Motian.

      Bill Evans Trio: The Complete Village Vanguard Recordings (25. Juni 1961)

      CD 1 - Evening Set No. 1, Evening Set No. 2

      BIll Evans, piano
      Scott LaFaro, bass
      Paul Motian, drums



      Cornett Oleman? Ok, danke für den Tipp ...

      Gruß
      MB

      :wink:
      "Es ist ein Jammer, dass die Dummköpfe so selbstsicher und die Gescheiten so voller Zweifel sind." - Bertrand Russell
    • Heute erstmal diese.


      Völlig anders als spätere, vornehmlich zur Untermalung von Naturdokus geeignete Garbarek-ECMs, aber - zwei Jahre später - auch total andre Musik als auf der "African Pepperbird". Dies ist recht dunkle, sehr introvertierte und balladeske Triomusik. Vesala an den Drums beeindruckt mich sehr durch das Spielen eher mit den Pausen als den Schlägen, Andersen am Baß kommt hier viel mehr zum Tragen als auf der früheren Scheibe, und Garbarek selbst ist auf dem Weg zu "seinem" Sound ein gutes Stück weiter ohne daß man da schon Nebelhörner und Mövengeschrei assoziieren würde. Aber expressiv/free wie auf der Pepperbird gibts nur noch gelegentlich und wenn dann gebremster.

      Irgendwer auf der Suche nach Idealmusik für einen verregneten Novemberabend bei schwerem Rotwein? Aber kitschfrei? Dies wird so schnell nicht übertroffen werden können. Und gelegentlich rütteln sie einen wieder wach, als hätte jemand das Fenster aufgemacht und ein bißchen Eisregen weht übers Glas.

      Sehr schöne Platte, diese.


      :)
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      (Shunryu Suzuki)
    • Gestern noch:



      Vor 1.500 Fans gab die 1941 in Schaffhausen geborene Schweizer Jazzpianistin Iréne Schweizer am 8.8.2005 ein knapp einstündiges Klavier-Solokonzert im KKL Luzern, das auf CD veröffentlicht wurde (Intakt 108). Dass diese Pianistin stark vom Modern Jazz Thelonious Monks geprägt ist, zeigt sich nicht nur in der einzigen Fremdkomposition des Programms, Monks Oska T., es zieht sich stilistisch durch alle Improvisationen – energisch rezitativisches eher perkussives Jazzklavierspiel, meist herber Charakter, forsch und impulsiv, sehr bestimmt wirkt diese persönlichkeitsstark vorgetragene Klaviermusik auf mich. Das erste Stück, das Titelstück First Choice, ist mit fast 20 Minuten das längste, eine nahezu verbissene Fragebatterie nach einem rhythmischen Halt. Erst nach etwa 15 ½ Minuten scheint dieser gefunden und die Pianistin groovt los, ein African Dance (so bezeichnet im Booklet), die linke Hand gibt die grimmige Basis, die rechte Hand soliert freigespielt drauflos. Dass die Pianistin eine Stürmerin ist, keine Ruhepolausbreiterin, unterstreicht das zweite Stück, fast zehn Minuten lang, Into the Hall of Fame. Die Tracks 3 bis 7 sind dann kürzer, alle unter fünf Minuten. The Ballad of the Sad Café, auch schon (wie im Booklet bemerkt wird) auf Iréne Schweizers Album „Piano solo 1“ zu hören, gibt sich dem Titel gemäß deutlich balladesker. Scratching at the KKL lotet auch die Klänge der Klaviersaiten perkussiv aus. The Loneliness of the Long Distance Piano Player setzt das grimmig impulsiv Rezitativische der ersten Stücke fort. Erst gegen Ende dieser Improvisation kommt es wieder zu einer kurzen rhythmischen Festigung. Richtig ausbreiten darf sich diese nicht, lieber bricht die Pianistin beinhart ab. Das vorletzte Stück ist die Reverenz an Monk, das letzte, Jungle Beasts II, reizvoll zwischen Blues, Swing und diesem nun schon typischen ungestümen Gestus changierend, eine Reverenz an ein weiteres Vorbild der Künstlerin, Don Cherry.
      Herzliche Grüße
      AlexanderK
    • Übrigens, lieber MB, immer nur streamen gildet nicht :D Deine Meinung zur Bill Evans at Village Vanguard interessiert mich sehr.

      Denn mein Finger kreist über dem Bestellbutton (die EinzelCDs hatte ich mal), und obgleich das mir eigentlich zu soft war hatte es Magie...

      Was hälst du von diesen Aufnahmen? Es muß ja nicht so differenziert sein als habe da jemand Bachs Kantaten neu aufgenommen... Aber ein heiliger Gral, jedenfalls für Jazzfans, ist auch dieses. Wie siehst du das? Ich bin gespannt...


      :D
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      (Shunryu Suzuki)
    • garcia schrieb:

      Übrigens, lieber MB, immer nur streamen gildet nicht Deine Meinung zur Bill Evans at Village Vanguard interessiert mich sehr.
      Lieber Garcia, das gildet wohl! :D Aber danke für Dein Interesse ... hoffentlich ist es bei mir Ahnungslosen hinreichend substantiiert ...

      ... sehr coole Aufnahmen. Klaviertrioglück scheibenweise. Aber vielleicht hören andere das ja anders. Ganz bestimmt ist das so ...

      Es gab früher schon Teilaufnahmen wie "Sunday at the Village Vanguard" oder so, die waren ja bestens beleumundet. Hier also zu unserer Freude das volle Paket.

      Gruß
      MB

      :wink:
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    • Übrigens, lieber Garcia, die drei Scheiben habe ich tatsächlich physisch ... mein Strömer bietet nur einzelne Tracks aus der Box ... ja, das gibt's ...

      Gruß
      MB

      :wink:
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    • Nun, in einigen Tagen habe ich sie denn auch physisch. Möge mein Bankberater sich die Haare raufen. Aber ich will das hier haben.


      :)
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    • garcia schrieb:

      Nun, in einigen Tagen habe ich sie denn auch physisch. Möge mein Bankberater sich die Haare raufen.
      :D :zahlen1:

      Hier wieder Getrommel vom Feinsten.

      Manu Katché: Live in Concert

      Luca Aquino, trp
      Tore Brunborg, sax & synth bass
      Jim "James" Watson, piano & Hammond B3
      Manu Katché, drums



      Gruß
      MB

      :wink:
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    • @garcia

      Die "Afric Pepperbird" hätte ich grad beinahe bestellt. Aber dann hab ich - zum Glück! - noch gesehen, dass Terje Rypdal beteiligt ist. Und dessen Gitarrenspiel kann ich gar nicht leiden. <X

      So hab ich dann einfach die "Typdikon" gekauft. Deine Beschreibung liest sich ja auch vielversprechend!

      Adieu
      Algabal
      Keine Angst vor der Kultur - es ist nur noch ein Gramm da.
    • Die African Pepperbird ist allerdings besser und Rypdals Rolle recht rudimentär - wenn du Garbarek in Ekstase hören willst mußt du halt den Gitarristen im Nebenzimmer in Kauf nehmen...er stört nicht :D Aber die dunkle Tryprichon mag ich auch.


      Hier

      Braxton Quintett in Basel 1977.

      Ein Jahr zuvor in Dortmund war ja viel Leichtigkeit drin, und Humor. Hier zeigen sie was ne Harke ist. Sehr gut. Aber vielleicht ein bissel verwechselbar. Hat mich zu 70 Prozent abgeholt, weitere Hörsitzumgen werden zeigen wo der Rest bleibt...


      :)
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    • Aber wenn du was bestellen willst wegen meiner Tips,... Nimm die Hal Russell

      Sie wird dich nachhaltig begeistern!
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      (Shunryu Suzuki)
    • Nun also diese:

      Ornette Coleman: The Shape of Jazz to Come

      Ornette Coleman, alto sax
      Don Cherry, pocket trumpet
      Charlie Haden, bass
      Billy Higgins, drums



      Gruß
      MB

      :wink:
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    • Mauerblümchen schrieb:

      The Shame of Jazz to Come
      Findest Du sie so schlimm? Die ist doch großartig! :P

      ***

      Ich hatte dieser Tage Colemans erste vier Alben gehört. Vom Erstling



      über die zweite Platte (diesmal ohne Piano)



      zu



      sind es wirklich zwei Riesenschritte! Danach geht es einen kleinen Schritt zurück; auch die vierte



      ist stark, fällt aber gegen "Shape" doch deutlich ab! Da verspricht der Titel deutlich mehr, als die Platte halten kann.
      Bernd

      Fluctuat nec mergitur
    • Mandolin Swing - wunderschön! Phil Lawrence , der in seiner langen musikalischen Laufbahn auch mit David Grisman und Chris Thile zusammenarbeitete , hat während des Lockdowns eine CD mit Titeln von oder à la Django Reinhardt aufgenommen . Wie die zuvor genannten Mandolin - Virtuosen schon zeigten , ist die Mandoline ein wunderbares Instrument , mit dem sich auch trefflich Jazz spielen läßt . Aber überhaupt sind diese Stücke schon allein wegen ihrer Lockerheit und Stimmung hörenswert . Näheres bei Bandcamp , mit der Möglichkeit , alle Werke zu hören .( Auch auf youtube) .

      youtube.com/watch?v=gEZP5mooPT…iOkAjbJ5Gek9JbJs&index=10

      phillawrencemandolin.bandcamp.com/releases
      Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang " "Not really now not anymore" - Und Bernd lacht -
    • Hier wieder Katché.

      Manu Katché: Playground

      Mathias Eick, trp
      Trygve Seim, sax
      Marcin Wasilewski, piano
      Slawomir Kurkiewicz, bass
      Manu Katché, drums



      Gruß
      MB

      :wink:
      "Es ist ein Jammer, dass die Dummköpfe so selbstsicher und die Gescheiten so voller Zweifel sind." - Bertrand Russell
    • Diese:



      Andrew Hill: Point of Departure (1964)
      Kenny Dorham (tp), Eric Dolphy (as, bcl, fl), Joe Henderson (ts), Andrew Hill (p). Richard Davis (b), Anthony Williams (dr)

      Ach, was für eine großartige Platte!

      Adieu
      Algabal
      Keine Angst vor der Kultur - es ist nur noch ein Gramm da.
    • Hier läuft die Schließung letzter Lücken in der Diskographie des früheren Archie Shepp. Eben eingetroffen



      was ja schon mal einen langgehegten, aus Mondpreisgründen aber nicht erfüllten Wunsch erfüllt. Wenn nun auch mal die Donaueschingen für einen halbwegs menschlichen Preis wiederveröffentlicht werden könnte wär es das...

      Obige im ersten Stück saustark, in den andren auch ein Gewinn. Aber Shepp liebe ich halt seit Jahrzehnten eh sehr.

      Morgen dann diese, kam auch heut an aber benötigt mehr Zeit als einen späten Restabend:



      Wenn diese Duoplatte alter Bluesstücke (mit Horace Parlan, Piano) auch nur annähernd an die Schwesterplatte "Goin' Home" (nämliche Besetzung, aber Gospels) rankommt, dann wird das eine zurückhaltende aber sehr intensive Douaufnahme sein, die traditionell und mit den alten Impulsesachen nicht vergleichbar, aber großartig ist.



      :)
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      (Shunryu Suzuki)