Jazz mit Laser und Nadel: Gerade goutiert

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Von Kenny Dorham als sideman habe ich natürlich eine ganze Reihe von Alben. Zuallererst fallen mir diese Joe Henderson-Alben ein

      aber auch Sonny Rollins-Alben wie


      Wenn ich über "Trompeta Toccata" gesagt habe "eher Mittelmaß", heißt das natürlich bei einer Blue Note-CD nicht, dass die Musik schlecht ist. Es macht bei mir halt seit etwa 30 Jahren nicht "Klick". Vom Hocker haut mich da gar nichts, aber einen Grund, die CD auszusortieren, sehe ich auf der anderen Seite ebenfalls nicht. Man hört sie sich halt hin und wieder mal an, und sie ist okay. Mehr nicht.

      b-major schrieb:

      Deine Dorham CD magst du meinethalben in die nächste Säckingen-Sammlung stecken , aber Una Mas muss sein .
      "Una Mas" kommt mir so dermaßen bekannt vor, dass ich davon ausgehe, sie entweder noch zu besitzen (dann ist sie aber irgendwo falsch einsortiert), oder aber sie jedenfalls mal besessen zu haben. Vielleicht verliehen und nie wieder bekommen? Davon gab es in den letzten paar Jahrzehnten leider jede Menge Beispiele...
    • Frisches Plastik:



      Andrew Cyrille Quartet: The News (2021)
      AC (dr), Bill Frisell (g), David Virelles (p, synth), Ben Street (b)

      Joa, das ist schon gut.

      Adieu
      Algabal

      ps [21:16]: naja, je länger es dauert, um so mehr entpuppt es sich als “plingpling”. Nicht jeder ist ein Paul Motian oder Paul Bley und beherrscht das Nichts und die Leere. Die hier beherrschen das jedenfalls nicht so richtig, sondern füllen es mit irgendwelchen Tönen, Phrasen, Skalen und Geklimper irgendwie auf. Nicht schlecht machen die das. Aber das Ergebnis ist auch nicht richtig gut. IMO.
      Keine Angst vor der Kultur - es ist nur noch ein Gramm da.


    • Vic(tor) Feldman : Transatlantic Alliance" AD: 03.01.1957 & 28.12.1956 , London/GB

      01: Dizzy Reece (Trompete) - Ronnie Scott (Tenorsax) - Tubby Hayes (Baritonsax) - Victor Feldman (Klavier) - Lennie Bush (Bass)- Tony Cromby (Drums)

      02: wie zuvor, nur Benny Goodman (Drums) für Cromby. Ja, auch die Briten hatten einen "Benny Goodman", aber der war wirklich Drummer gewesen

      03: Dizzy Reece (Trompete) - Victor Feldman (Klavier) - Lloyd Thompson (Bass) - Phil Seaman (Drums)

      04: wie 03

      05: Jimmy Deuchar (Trompete) - Victor Feldman (Vibes) - Terry Shannon (Klavier) - Kenny Napper (Bass) - Phil Seman (Drums)

      06: wie 05

      Das ist die britische Variante das amerikanischen West Coast-Jazz.

      Auf der Doppel-CD ist es der erste Teil der CD Nr.1.

      Der zweite Teil der CD Nr.1 beinhaltet die LP "Victor Feldman Modern Jazz Quartet , AD: 12.& 21.09.1955, London und einem Stück aus dem Album "Te Arrival of Victor Feldman")

      01-03: Victor Feldman (Vibes) - Tommy Pollard (Klavier) - Eric Peter (Bass) - Tony Cormby (Drums, Piano)
      04-05: Victor Feldman (Vibes, Klavier) - Scott la Faro (Bass) - Stan Levey (Drums) AD: 21./22.01.1957, Los Angeles, USA (aus dem Album "The Arrival of Victor Feldman")

      Die Zusammenstellung ist leider etwas unglücklich, weil so ein Stück eines weiteren Albums etwas hilflos alleine steht. Dabei bringt es den damals blutjungen Scott la Faro zusammen mit einem der frühesten Bop-Drummer zusammen. Die beiden Musiker arbeiteten damals auch regulär mit Feldman zusammen.

      Der Multi-Instrumentalist Victor Feldman (1934-1987) spielte, wie Lionel Hampton, Schlagzeug, Klavier und Vibraphon. Bereits mit sieben (!!!) Jahren trat er professionell auf, mit 10 Jahren wirkte er in einem Konzert mit der berühmten Army Air Force Band von Glenn Miller in London auf (Es gibt davon sogar ein Bild, wo er zusammen mit Miller fotografiert wurde).

      1955 siedelte er in die USA über, spielte dort mit Woody Herman, Howard Rumseys Lighthouse All Stars und 1959 mit Shelly Manne & His Men im berühmten Black Hawk Jazzclub auf. 1960-1961 wirkte er bei Cannonball Adderley, anschließend bei Stan Getz und 1963 Miles Davis (Album Seven Steps to Heaven) mit. Anschließend verschwand er in den Studios, wo er u.a. mit Frank Zappa arbeitete.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Tja, so selten ich Jazz gerade hör, so wichtig werden die Kronjuwelen :D Und das sind wenige. Eine



      Ist diese.


      :)
      "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
      (Shunryu Suzuki)
    • Neu



      Jo Jones : Jo Jones Special Septet AD: 11. & 16.08.1955, New York & "Vamp till Ready", 19.04.1960, New York

      01-07: Emmett Berry (Trompete) - Rudy Powell (Klarinette, Altsax, 4 only) - Buddy Tate (Tenorsax, 4 only) - Lucky Thompson (Tenorsax) - Count Basie (Klavier, 1,7) - Nat Pierce (Klavier, 2,3,5,6) - Pete Johnson (Klavier, 4 only) - Freddie Green (Gitarre) - Walter Page (Bass) - Jo Jones (Drums)

      08-19: Harry Edison (Trompete) - Bennie Green (Posaune) - Jimmy Forrest (Tenorsax) - Tommy Flanagan (Klavier) - Tommy Potter (Bass) - Jo Jones (Drums)

      Die beiden Alben mit der Beteiligung von Jo Jones, dem legendären Basie-Drummer der ersten Basie-Bigband, Das erste Album (01-07) hat natürlich einen deutlichen Basie-Touch mitbekommen, da Basie selbst, aber auch der "Weiße Count Basie" - Nat Pierce - dabei ist. Pete Johnson spielt etwas mehr Noten, passt aber auch prima zur Musik dazu.

      Das zweite Album, hier als "Beigabe" dazu gegeben, ist im Grunde das Edison/Forrest-Quintett plus Posaune und eben Jo Jones an der Stelle von Drummer Charlie Persip. Edison spiete bekanntermaßen 12 Jahre (1938-1950) in der alten Basie-Band, Forrest kam erst 1974 zu Basie, wirkte aber viele Jahre bei Jay McShann mit, der ebenfalls aus Kanas City stammte und dort eine eigene Bigband leitete (mit vielen zukünftigen Basie-Musikern, wie Paul Quinichette, Jimmy Forrest, Gene Ramey, Gus Johnson und natürlich auch Charlie Parker).

      eine wunderbar relaxt swingende CD, die man empfehlen kann, wem Archie Shepp, John Coltrane und Pharao Sanders zu wild und modern sind. Hier scheitern auch die Geister, wer was als "Kronjuwelen" bezeichnet (und ich will das nicht als Seitenhieb verstanden wissen an den sehr geschätzten Garcia). Für die Einen sind es unverständliche Plastikperlen, für Andere die Kronjuwelen. Am Ende werden beide mit "ihrer Musik" glücklich, alleine DAS zählt.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Neu

      Aber nicht die "Kronjuwelen" allzu wichtig nehmen, ok? Das hat ja mit Liebe zu tun und so gesehen hat ja jeder die seinen :D

      Eine Liveaufnahme der Love Supreme (die ich mag aber nie als eine der mir zentralen Coltraneaufnahmen gefühlt hab) muß irgendwann hierher. Daß Sanders da mitspielt ist für mich eher abschreckend, weil ich ihn zwar sehr schätze, aber erst nach Coltrane. Also kauf ich mir die wenn sie von 18 auf 8 Euronen gefallen ist - wird nicht allzu lange dauern -, weil ich nämlich nicht recht glaube daß sie mir Sachen wie "Meditations" oder "Sun Ship" ersetzen wird und andrerseits : weil ich gerade wenig Jazz höre (was sich ändern wird, wie immer).

      Aber natürlich irgendwann eine Muß-Anschaffung.

      Wenn ich mich mal wieder mehr mit Jazz befasse: Mangelsdorff wird das Vertiefungsthema sein :fee: Den liebe ich sehr, kenne ihn aber bei weitem nicht genau genug. Obwohl ja alles Erreichbare hier steht. (ich mag Posaune. Keiner hat sein Instrument so sehr in neue Universen gebracht wie er seines, jedenfalls in meimem Ohren. Und er blieb meist hörbar dabei...)


      :)
      "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
      (Shunryu Suzuki)
    • Neu

      garcia schrieb:

      Wenn ich mich mal wieder mehr mit Jazz befasse: Mangelsdorff wird das Vertiefungsthema sein Den liebe ich sehr, kenne ihn aber bei weitem nicht genau genug. Obwohl ja alles Erreichbare hier steht. (ich mag Posaune. Keiner hat sein Instrument so sehr in neue Universen gebracht wie er seines, jedenfalls in meimem Ohren. Und er blieb meist hörbar dabei...)
      Nun, er war schon extrem gewesen. Doch eines muss man ihm lassen: Er hatte unglaubliches Können auf seinem Horn, eine phänomenale Ausstrahlung und Ideen, das ist richtig. Ich hatte ihn ja nur einmal live im Konzert und einmal auf einer Geburtstagsparty eines Mitgliedes der HR-Bigband gehört, aber das war schon weltklasse gewesen (und ich hatte das Glück, viele exzellente Posaunisten mit Jazzgeschichte live zu erleben: Al Grey, Britt Woodman, Buster Cooper, Urbie Green, Slide Hampton, Curtis Fuller, Dan Barrett, Bill und John Allred, Bob Heavens, Roy Williams, Wayne André, Bobby Pring. Einige Namen wird den meisten Leuten hier nichts sagen, aber es sind alles Topp-Musiker mit ihrer eigenen Geschichte). Und bestimmt habe ich einige vergessen gerade.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Neu

      Ich höre sie nicht allzuoft , aber wenn mir danach ist , dann ist diese Platte großartig zu hören . ' a new perspective ' - donald byrd band & voices . Entscheidend sind die voices . Aufnahme 1963 Rudy Van Gelder .

      Hörprobe :youtube.com/watch?v=-adynBPor_…2LuWpZclz_voDEYfM&index=3
      Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang " "Not really now not anymore" "But I am good. What the hell has gone wrong?"
    • Joris Teepe - Don Braden Quintet: Pay as you earn

      Neu



      Der holländische Bassist Joris Teepe hat eine Reihe hervorragender Alben unter seinem Namen veröffentlicht, von denen ich vier besitze. Die Aufnahmesession zu diesem Mons Records-Album fand am 9. September 1993 in New York City statt. Vier Titel von Joris Teepe, zwei von Don Braden und eine Gemeinschaftskomposition der beiden Co-Leader finden sich auf dieser CD, dazu drei Standards von Miles Davis ("Nardis"), Horace Silver ("Strollin'") und Jerome Kern ("Yesterdays").

      Don Braden - ts
      Tom Harrell - tp
      Cyrus Chestnut - p
      Joris Teepe - b
      Carl Allen - dr

      Eine schöne Blowin' Session mit durch die Bank exzellenten Musikern.