Max Regers Orgelwerk — Bach 2.0

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    • Hallo,
      Die Choralfantasien kenne ich, sind sehr zu empfehlen. Hier passt eigentlich alles.
      Großartig gespielt und die passenden historischen Orgeln. Enthält auch die Choralfantasie
      über" Wie schön leuchtet der Morgenstern " von Heinrich Reimann die ja Reger wohl zu seiner
      eigenen angeregt hat.
      Die Aufnahmen von Kurt Rapf kenne ich nur vom Probehören und einer Reszension von
      Friedrich Sprondel in " Fono Forum ". Die Tonqualität soll sehr unterschiedlich sein da
      teilweise die Masterbänder nicht mehr vorhanden sind. Es sind auch nicht alle Aufnahmen,
      einige sind wohl gar nicht mehr vorhanden. Ich weiß nicht ob das dann wirklich Sinn macht
      das vorhandene Material neu aufzulegen?
      Für die Zeit als das eingespielt wurde war das sicherlich sehr verdienstvoll.
      Damals dachte ja noch keiner an HIP.
      Die Reger-Biographie von Susanne Popp ist sehr zu empfehlen. Hab grade erst im Urlaub
      gelesen. Hat mich tief berührt.
    • link1907 schrieb:

      Die Aufnahmen von Kurt Rapf kenne ich nur vom Probehören und einer Reszension von
      Friedrich Sprondel in " Fono Forum ". Die Tonqualität soll sehr unterschiedlich sein da
      teilweise die Masterbänder nicht mehr vorhanden sind. Es sind auch nicht alle Aufnahmen,
      einige sind wohl gar nicht mehr vorhanden.
      Die FF-Rezension von Sprondel kenne ich nicht. Vermutlich wird Sie aber mit einem längeren Beitrag übereinstimmen, den der Autor im Pfeifenorgelforum veröffentlicht hat. Der Autor schlussfolgert dort nach einer längeren Analyse:


      Friedrich Sprondel schrieb:

      Ich schreibe euch das auch, damit ihr wisst, was auf euch zukommt, wenn ihr euch die Box anschaffen möchtet. Die ersten beiden CDs sind furchtbar anzuhören, man muss schon große Bereitschaft zum Abstrahieren mitbringen. Aber dann lernt man den Reger-Spieler Rapf durchaus zu schätzen. Und es gibt noch zwölf andere CDs in mindestens leidlicher, größtenteils aber ausgezeichneter Qualität. Man kann seinen Spaß haben. Ein bisschen muss man es aber auch wollen.

      Ich denke, ich sollte mir in der Tat einmal einen eigenen Eindruck verschaffen. Ein Saturngutschein liegt hier noch irgendwo herum. Den werde ich wohl demnächst in Dortmund opfern.

      BTW, gibt es Schwerpunkte für Dich hinsichtlich des Bachschen Orgelwerkes (als Hörer oder ggf. als Interpret)? Bevorzugst Du bestimmte Interpreten, lieber Wolfgang?
    • link1907 schrieb:

      Hallo,
      Die Choralfantasien kenne ich, sind sehr zu empfehlen. Hier passt eigentlich alles. Großartig gespielt und die passenden historischen Orgeln. Enthält auch die Choralfantasie über " Wie schön leuchtet der Morgenstern " von Heinrich Reimann die ja Reger wohl zu seiner eigenen angeregt hat.
      Danke, lieber Wolfgang, für die prompte Rückmeldung! Ich fürchte, diesbzgl. eine Investition tätigen zu müssen ... :zahlen1:

      Gruß
      MB

      :wink:
      Die Fähigkeit, geistige Transferleistungen in kurzer Zeit zu vollbringen, führt nicht immer zu tragfähigen Resultaten. So ist "ich kuk" bspw. keine korrekt gebildete Vergangenheitsform.
    • figure humaine schrieb:

      Vielversprechend klingt auch die (noch im Entstehen befindliche?) Gesamtaufnahme von Martin Schmeding, dem Organist des Berliner Doms,

      link1907 schrieb:

      Martin Schmeding ist übrigens nicht Berliner Domorganist, das ist Andreas Sieling.
      Sorry, das war wirklich ein Fehler... ich versuche auch gerade nachzuvollziehen, wie ich das in Verbindung bringen konnte, aber finde keinen Anhaltspunkt dafür. Danke für die Richtigstellung.
    • Mauerblümchen schrieb:

      Kennst Du die neue GA der Choralfantasien? Alleine schon das Label MDG weckt bei mir Fantasien ...

      Und wer noch nicht genug davon hat, diese CD zu hören, der kann den Interpreten auch schmökenderweise in einer neuen Veröffentlichung erleben:
      http://www.bodensee-musikversand.de/product_info.php?products_id=523149&MODsid=g6vppa0gqcr90l4kkkcd0nqv41

      (bei den großen Anbietern, die auch Partner dieses Forums sind, konnte ich die Veröffentlich nicht gelistet finden)

      Gerade eingetroffen und mal schauen, was es so hergibt....
    • Danke für den Tipp!

      Bislang musste wohl dieses Büchlein als Standardwerk herhalten:



      Gruß
      MB

      :wink:
      Die Fähigkeit, geistige Transferleistungen in kurzer Zeit zu vollbringen, führt nicht immer zu tragfähigen Resultaten. So ist "ich kuk" bspw. keine korrekt gebildete Vergangenheitsform.
    • Der Amazonas bietet das von figure humaine erwähnte Buch an:



      :wink:
      Es grüßt Gurnemanz
      ---
      Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
      Helmut Lachenmann
      Künstler und Schwein gelten erst nach dem Tode etwas.
      Max Reger
    • figure humaine schrieb:

      Mauerblümchen schrieb:

      Kennst Du die neue GA der Choralfantasien? Alleine schon das Label MDG weckt bei mir Fantasien ...

      Und wer noch nicht genug davon hat, diese CD zu hören, der kann den Interpreten auch schmökenderweise in einer neuen Veröffentlichung erleben:
      bodensee-musikversand.de/produ…6vppa0gqcr90l4kkkcd0nqv41

      (bei den großen Anbietern, die auch Partner dieses Forums sind, konnte ich die Veröffentlich nicht gelistet finden)

      Gerade eingetroffen und mal schauen, was es so hergibt....
      Berichte doch bitte einmal gelegentlich von Deinen Eindrücken zu der Szaboeinspielung, lieber figure humaine. Die Rezension von Ellenberger in organ kennst Du (der Interpret rezensiert den Interpreten)?

      organ-journal.com/de_DE/journa…nt/showarticle,40886.html

      Immerhin ist der Rezensent ein Kollege von Szabo und bekrittelt demzufolge Details, stellt aber gleichzeitig die Frage,


      Volker Ellenberger schrieb:

      ob eine Aufnahme von Regers Orgelwerken überhaupt adäquat rezensiert werden kann.

      Diese Vorgehensweise lässt mich momentan etwas ratlos zurück.
    • Yukon schrieb:

      Immerhin ist der Rezensent ein Kollege von Szabo und bekrittelt demzufolge Details,
      Der Rezensent hat am vergangenen Samstag, 3. September 2016, die sieben Choralphantasien Regers in der Christuskirche zu Mainz aufgeführt.
      mainz.de/kultur-und-wissenscha…428&sp-detail-date=158715

      Hier ein Rezension:
      allgemeine-zeitung.de/lokales/…ralfantasien_17264917.htm

      Gruß
      MB

      :wink:
      Die Fähigkeit, geistige Transferleistungen in kurzer Zeit zu vollbringen, führt nicht immer zu tragfähigen Resultaten. So ist "ich kuk" bspw. keine korrekt gebildete Vergangenheitsform.
    • Yukon schrieb:

      Berichte doch bitte einmal gelegentlich von Deinen Eindrücken zu der Szaboeinspielung, lieber figure humaine. Die Rezension von Ellenberger in organ kennst Du (der Interpret rezensiert den Interpreten)?

      organ-journal.com/de_DE/journa…nt/showarticle,40886.html
      Ich hatte gar nicht erwähnt, dass ich die Aufnahme besitze, aber du hast richtig vermutet: sie ist vorgestern ebenfalls bei mir eingetroffen :). Bisher habe ich nur zu kurz reingehört, um einen Eindruck wiederzugeben. Gründe für den Kauf waren der für mich bisher (ehrlicherweise) unbekannte Interpret und die Auswahl der Instrumente, die angemessen zu sein scheint, die mir aber wenig bekannt sind. Wie Mauerblümchen auch schon schrieb, ist die technische Qualität der Aufnahmen von MDG in aller Regel einwandfrei.

      Volker Ellenberger ist mir persönlich bekannt aus Vorträgen, Konzerten und Gesprächen. Seine Rezension der CD kannte ich allerdings noch nicht - vielen Dank für den Link! (Zugegebenermaßen lese ich viel zu selten Rezensionen, dabei lassen sich doch - wie auch in dieser - das ein oder andere Mal interessante neue Aspekte zu den besprochenen Werke erfahren.)

      Yukon schrieb:

      Immerhin ist der Rezensent ein Kollege von Szabo und bekrittelt demzufolge Details, stellt aber gleichzeitig die Frage, "ob eine Aufnahme von Regers Orgelwerken überhaupt adäquat rezensiert werden kann".
      Ich nehme an, dass er damit vor allem die anfangs erwähnten Schwierigkeiten mit dem Notentext meint: Reger schreibt nicht zwangsweise den Notentext nach seinen Vorstellungen auf, sondern so, wie er annimmt, dass ihn die Organisten seiner Zeit adäquat interpretieren können (weiterhin könnte jetzt beleuchtet werden, ob und in welchem Ausmaß das bei anderen Komponisten der Fall ist). Bei der Betrachtung und Interpretation des Notentexts in heutiger Zeit ergeben sich durch das Nachvollziehen dieser (zusätzlichen?) Ebene verständlicherweise häufig Schwierigkeiten.
      Davon abgesehen, gibt der Rezensent an, von der vorgestellten Choralphantasie ein anderes Verständnis als der Interpret zu haben, ohne dieses völlig abzulehnen.
    • Mauerblümchen schrieb:

      Der Rezensent hat am vergangenen Samstag, 3. September 2016, die sieben Choralphantasien Regers in der Christuskirche zu Mainz aufgeführt.
      mainz.de/kultur-und-wissenscha…428&sp-detail-date=158715
      Ein beeindruckendes Projekt... das Konzert hätte ich mir gerne angetan ;).

      Jan-Geert Wolff schrieb:

      "Bei dem fürchtete die Geistlichkeit im oberpfälzischen Weiden seinerzeit nämlich, er könne die Orgel der Pfarrkirche mit seinem furiosen Spiel beschädigen und forderte gar seine Absetzung."

      Die vor Ort in St. Johannis vertrene Geistlichkeit ist selbst kirchenmusikalisch tätig... insofern hätte ich da eher keine Bedenken ;).
    • Hallo,
      Ich muss gestehen das ich mit der Rezension von Volker Ellenberger nicht wirklich
      was anfangen kann. Eine Rezension sollte allgemeiner gehalten sein. Ich will ja nicht
      wissen wie er persönlich das jetzt spielen würde. Das kann er mit seinen Studenten besprechen.
      Eine Rezension soll ja auch eine Kaufhilfe sein. Ist sie aber in diesem Fall nicht.
      Aber in "organ" erscheinen des öfteren solch merkwürdige Rezensionen.
      Wesentlich hilfreicher finde ich da die Beiträge von Friedrich Sprondel (Fono Forum) oder auch
      Rainer Goede ( orgel-information.de).
      Beiträge von Friedrich Sprondel kann man ja auch im Pfeifenorgel Forum lesen.
    • link1907 schrieb:

      Hallo,
      Die Box mit Martin Schmeding ist bei jpc jetzt für EUR 199,99 erhältich.
      Hallo?! ... Und wer gibt so viel Geld dafür aus? Die Konkurrenz ist immerhin vorhanden ... Vor wenigen Jahren gab es eine Bruckner-Box mit Blomstedt bei einem kleinen Label, die war bei aller Begehrlichkeit genauso hors de prix.

      link1907 schrieb:

      op. 127 ist eines meiner Lieblingswerke der gesamten Orgelliteratur.
      Trüge ich einen Hut, ich zöge ihn jetzt ... habe es noch nicht geschafft, das kapitale Werk zu hören, ohne unterwegs doch mal mit den Gedanken abzuschweifen. Was ist denn Deine Lieblingsaufnahme? Ich habe eine Aufnahme mit Bernhard Buttmann in guter Erinnerung, die vor der GA bei Oehms entstanden ist. Das war bei arte nova, zusammen mit op. 73.

      Gruß
      MB

      :wink:
      Die Fähigkeit, geistige Transferleistungen in kurzer Zeit zu vollbringen, führt nicht immer zu tragfähigen Resultaten. So ist "ich kuk" bspw. keine korrekt gebildete Vergangenheitsform.
    • Ja das ist schon ein stolzer Preis.
      Ich frage mich in diesem Zusammenhang halt ob ich Regers Orgelwerk von einem Interpreten
      überhaupt hören möchte.
      ich halte es für sinnvoller mir aus den verschiedenen Einspielungen das zu kaufen was mir am
      meisten zusagt. Wobei die CDs mit Martin Schmeding ja auch einzeln schon recht teuer sind.
      Zumal ohne Booklet!
      Regers op. 127 ist schon ein Brocken! Man sollte es einfach einige Mal mit Notentext anhören.
      Soweit ich mich erinnere hörte ich es zum ersten Mal im Rundfunk mit Wolfgang Dallmann
      an der Link-Orgel der Michaelskirche Heidenheim, ein von H.Bornefeld konzipiertes modernes
      Instrument. Die Wiederentdeckung der spätromantischen Orgel lag ja damals noch in weiter Ferne.
      Auf LP erschienen dann ja verschiedene Orgelwerke Regers mit Heinz Wunderlich an der Kemper-Orgel
      von St.Jacobi in Hamburg.Auch ein eher modernes Instrument. Die Spielweise von Wunderlich sagt mir
      schon sehr zu.Einen Lieblingsinterpreten für das Werk habe ich jetzt nicht unbedingt.
      Leider habe ich es noch nie mit Christoph Bossert gehört. Von Wunderlich gibts ja auch eine neuere
      Einspielung aus dem Berliner Dom. Das ist natürlich die optimale Orgel für op. 127.
      Eine sehr schöne Einspielung habe ich mit Bernhard Haas an der Rieger_Orgel (1913) des Konzerthauses
      Wien. Diese enhält auch noch op.73. Sehr langsame Tempi!
      Bei Schmeding finde ich die Kombination Werk-Orgel nicht immer ganz glücklich.
      op. 127 war ja ein Auftragswerk zur Einweihung der damals größten Orgel weltweit ( rund 200 Register).
      Da finde ich die Walcker-Orgel der Lutherkirche Wiesbaden mit ihren knapp 60 Registern schon sehr
      bescheiden. Vor allem vermisse ich da im Pedal eine 32-Fuss-Zunge.
      Zumal er ja auch an größeren Orgeln aufgenommen hat.
      op. 127 könnte ich mir sehr gut an der Sauer-Orgel der Thomaskirche Leipzig vorstellen.
      Eine großartige Orgel ist auch Walcker-Orgel der Martinikerk in Doesburg.
      Sie wurde leider von keinem der Interpreten berücksichtigt.
      Man kann sie aber mit Cor van Wageningen und Reger hören. (Toccata Records)
      Sehr gut finde ich die Aufnahme mit Jean-Baptiste Dupont an der großen Steinmeyer-Orgel des
      Trondheimer Domes.
      Mit der Spielweise von Bernhard Buttmann kann ehrlich gesagt nicht viel anfangen.
      Da fehlt mir jegliche agogische Gestaltung die ich für Reger als unabdingbar halte.
      Von den neueren Einspielungen gefallen mir die mit Gerhard Weinberger eindeutig am besten.
      Finde ich einfach großartig gespielt.
      Sein Spiel hat einfach alles was ich bei Buttmann vermisse.
      Soweit erst mal.

      Gruß,
      Wolfgang
    • link1907 schrieb:

      Vor allem vermisse ich da im Pedal eine 32-Fuss-Zunge.
      Boah, was für ein Leckbrett... :D

      -----

      Nun mal ernsthaft:

      rel. 14.09.2016

      Die GA von Martin Schmeding ist ja brandneu (rec. 2014-2016), da wundert mich der Preis der Box nicht wirklich. Zumal es 17 Hybrid-SACDs sind - da muß die Kohle erstmal retourniert werden, ehe der Preis runter geht. Innerhalb der Box liegt der Kurs bei 11,76 € pro Scheibe. Für eine Neuveröffentlichung annehmbar.

      Aber da geht bestimmt noch was, später als Angebot - amazon und jpc sei Dank... :D :zahlen1:


      jd :wink:
      "Interpretation ist mein Gemüse."
      Hudebux
      "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
      Jean Paul