Schönberg – Wege und Zugang zu seiner Musik

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Amfortas09 schrieb:

      Supi, dass dir String auch fetzig rüberkommt. :thumbup:

      Gleichfalls zum Erst-Rendezvous mit op. 42 sei auch Aufnahme mit Cleveländern & Uchida unter Pierre dem Großen ans Herz gelegt.
      Einige User, die sich diese Studiokonserve (kaum zu glauben: es gibt auch gelungene Studiokonserven) gönnten, haben auch irgendwo in C. schon ihr enthusiastisches Feedback davon rüberwachsen lassen. Nicht bloß geile Transparenz, sondern auch Themen und Motive gesanglich mega-cool ausgeformt, dazu kontrastierendes unbarmherziges Aggro-Feeling........
      II. Molto allegro kommt mir wie Rückgriff auf seine frühere freiatonale Phase rüber… sowie der (kandenz-like? ) Übergang ins III. Adagio…



      youtube.com/watch?v=a1SA1-DvvI0
      Hab ich mir eben reingezogen, fand ich äußerst ansprechend. :) Tolle Interpretation samt Aufnahme und Abmischung. Allein die Hörner sind manchmal ein bisschen schwer zu hören. Dennoch potientiell eine neue Lieblingseinspielung.

      Erbsenzählerisch, ich weiß, aber ich wünschte, es würde endlich jemand merken, dass in Takt 335 das Fes in der Piccolostimme falsch aus Schönbergs (an dieser Stelle etwas unleserlichem) Particell abgeschrieben ist... Die Phrase sollte auf As enden, nicht Fes...


    • Melione schrieb:

      ich weiß, aber ich wünschte, es würde endlich jemand merken, dass in Takt 335 das Fes in der Piccolostimme falsch aus Schönbergs (an dieser Stelle etwas unleserlichem) Particell abgeschrieben ist... Die Phrase sollte auf As enden, nicht Fes...
      da müssen die Interpreten aber sehr veraltete Noten haben. In der Gesamtausgabe von 1975 (Reprod. Philharmonia-Taschenpartitur) steht As, was im Kontext auch zweifellos richtig ist.
      ---
      Es wäre lächerlich anzunehmen, daß das, was alle, die die Sache kennen, daran sehen, von dem Künstler allein nicht gesehen worden wäre.
      (J. Chr. Lobe, Fliegende Blätter für Musik, 1855, Bd. 1, S. 24).


      Wenn du größer wirst, verkehre mehr mit Partituren als mit Virtuosen.
      (Schumann, Musikalische Haus- und Lebensregeln).
    • Interessant. Habe bisher in jeder Aufnahme, in der ich drauf geachtet habe, das Fes gehört (so auch in der verlinkten mit Mitsuko Uchida)... Muss mal stöbern, ob ich eine mit As habe...

      Erbsenzähler-Hypothese: Vielleicht wurde das Fes zwar in der 1975er-Partitur, nicht aber in der Piccolostimme ausgebessert und schleicht sich dadurch an manchem Dirigenten vorbei...? Würde man ihm/ihr auch schlecht verübeln können, bei fast fünfhundert Takten Zwölftonmusik eine falsche Note nicht herauszuhören...


    • Melione schrieb:

      Vielleicht wurde das Fes zwar in der 1975er-Partitur, nicht aber in der Piccolostimme ausgebessert
      ich denke momentan, daß es sich sogar NUR um einen Fehler in den Stimmen handeln könnte (und vielleicht sogar erst in neueren, nach der GA hergestellten), auf yt gibts nämlich die Uchida-Aufn. mit mitlaufenden Noten, allerdings Klavierausz. für 2 Klaviere - vermutl. ältere Ausg. - , trotzdem ist die Piccolostelle klar vorhanden und zwar mit As! gespielt wird Fes, stimmt.

      youtube.com/watch?v=JEY9lmCZbIc

      die Partitur gibts in einer Ausg. aus den 40ern auch aus ISMLP, leider irgendwie momentan nicht zugänglich, befindet sich in irgendeiner Schlange (queue).

      daß Melione schärfer hört als Boulez e tutti quanti überrascht mich nicht wirklich ... ;)
      ---
      Es wäre lächerlich anzunehmen, daß das, was alle, die die Sache kennen, daran sehen, von dem Künstler allein nicht gesehen worden wäre.
      (J. Chr. Lobe, Fliegende Blätter für Musik, 1855, Bd. 1, S. 24).


      Wenn du größer wirst, verkehre mehr mit Partituren als mit Virtuosen.
      (Schumann, Musikalische Haus- und Lebensregeln).
    • zabki schrieb:

      die Partitur gibts in einer Ausg. aus den 40ern auch aus ISMLP, leider irgendwie momentan nicht zugänglich, befindet sich in irgendeiner Schlange (queue).

      Die IMSLP-Ausgabe habe ich mal gedownloadet als ich in Südkorea war, wo das legal ist. ;) Ist eine Studienpartitur von G. Schirmer, allerdings kein gestochener Druck sondern eine Schönschrift eines Kopisten. In Takt 335 steht Fes statt As.

      zabki schrieb:

      daß Melione schärfer hört als Boulez e tutti quanti überrascht mich nicht wirklich ... ;)

      *breit grins* Danke für die Schmeichelei :D


    • Melione schrieb:

      In Takt 335 steht Fes statt As.
      also dann sieht es so aus, daß es ein "alter" Fehler ist, der auch in den Stimmen steht. Habe auch 2 alte Aufnahmen getestet (Steuermann, Stadlen), beide mit Fes.

      habe versucht bei Schott rauszukriegen, ob es neuere Stimmen nach der GA gibt - unmögliche Seite, nichts gefunden.
      ---
      Es wäre lächerlich anzunehmen, daß das, was alle, die die Sache kennen, daran sehen, von dem Künstler allein nicht gesehen worden wäre.
      (J. Chr. Lobe, Fliegende Blätter für Musik, 1855, Bd. 1, S. 24).


      Wenn du größer wirst, verkehre mehr mit Partituren als mit Virtuosen.
      (Schumann, Musikalische Haus- und Lebensregeln).