PERGOLESI: Stabat mater

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    • Stutzmann hat es nicht nur gesungen, sondern auch aufgenommen:

      Eine m.E. sehr gelungene Aufnahme, wobei meine bevorzugte die (gestrichene) mit Maria Zádori und Derek Lee Ragin ist.
      Für Lezhneva/Jaroussky konnte ich mich nicht so recht begeistern, obwohl ich sie sicher schön finde.
      Alles, wie immer, IMHO.
    • FairyQueen schrieb:

      Succubus schrieb:

      Bei Lezhneva ist es ebenfalls meine Premiere, aber wie es oben schon heißt, beide Stimmen wirken so dermaßen harmonisch miteinander, dass ich das Gefühl bekam, es könnte gar nicht anders sein. Wie aus einem Guss passt alles so dermaßen zusammen. Toll!

      Die CD werde ich mir besorgen, denn ich bin ein Riesenfan von Julia Lezhneva, siehe Thread. Wie schön wenn das die 1. Begengung mit Pergolesi war! Heute habe ich Jaroussky allerdings mit einer anderen Sopranistin gehört, Enoke Barath, die ich vom Königin Elisabth Wettbewerb in Brüssel schon kannte. Nicht dasselbe Ausnahmegenie wie Lezhneva, aber auch ziemlich gut und sehr harmonisch zu Jaroussky. Und es dirigiert die Contra-Altistin Nathalie Stutzmann, die das Werk gewiss selbst schon gesungen hat und daher eine intime Kennerin ist. Beeindruckend im schwarzen Anzug und weissem Hemd mit Manschettenknöpfen- nicht nur die Stimme ist viril, auch das Outfit... ;+) . Das Orchester Orfeo 55 spielt in Fontainebleau und das Ganze kann man auf Arte Concert sehen. Empfehlenswert :fee:

      Ich habe per Zufall diese Aufzeichnung auch gesehen und war sehr beeindruckt. Das Nathalie Stutzmann dirigiert war für mich eine echte Überraschung. Die beiden Solisten fand ich sehr gut obwohl mir die Stimme von Herrn Jaroussky nicht so liegt. Besonders angetan war ich davon, daß sie mit ziemlich viel Risiko gestaltet haben (tolle pp Passagen).
      Da ich kein Kenner von Pergolesis Musik bin habe ich mir am nächsten Tag diese Aufnahme angehört, die seit 2005 fast ungehört in meiner Sammlung steht :hide:


      Gemma Bertagnolli, Sopran
      Sara Mingardo, Alt
      Concerto Italiano
      Roberto Alessandrini


      klingt mir persönlich zu karg. War wohl auch der Grund warum sie so lange ungehört rumstand.
      Das ARTE Konzert hat mir sehr viel besser gefallen und ich werde mich wohl mal nach einer Alternativeinspielung umsehen. Interesse wurde auf alle Fälle geweckt.

      Gruß
      K-B

      "Was ein richtiger Musiker sein will, der muss auch eine Speisekarte komponieren können" (Richard Strauss)
    • Wie wäre es denn mit zwei männlichen Sängern? Dies ist, glaube ich, ein Novum. Valer Sabadus, ein junger schwäbischer Rumäne, kann füglich als einer der wenigen echten männlichen Soprane bezeichnet werden; Jaroussky, den ich ansonsten auch sehr schätze, ist ja eigentlich "nur" ein Counter. Es gibt von Sabadus bei der "Röhre" einiges von ihm probezuhören. Auf der CD ist zudem noch "Laudate Puerum" enthalten.

    • Lieber Cato, für mich ist schon ein männlicher Sänger eher ein Grund die Cd nicht zu kaufen, aber zwei?????? Am liebsten höre ich solche Partien von echten Altstimmen, da geht bei mir ncihts drüber. Mir gefällt die karge Allessandrini-Einspielung gerade wegen Sara Mingardo ausgesprochen gut, aber ich kann mich auch für etwas inkarniertere Interpretationen erwärmen. Man kann Trauer eben ganz verschieden leben und darstellen: in zurückhaltender Noblesse oder mit grossem Pathos. Das hängt vom Temperament und vom Ausdrucksbedürfnis ab. Die von Philbert empfohlene Aufnahme ist mir vollkommen unbekannt, aber da werde ich mal reinhören, wenn es irgendwo möglich ist. :fee:
      Jede Krankheit ist ein musikalisches Problem und die Heilung eine musikalische Auflösung (Novalis)
    • FairyQueen schrieb:

      Mir gefällt die karge Allessandrini-Einspielung gerade wegen Sara Mingardo ausgesprochen gut

      Sara Mingardo, die ich von der tollen Vivaldi Stabat mater Aufnahme kannte und deren Stimme ich sehr mag, war auch damals für mich die Kaufentscheidung. Vielleicht lag es einfach an meiner Erwartungshaltung, daß mich die Alessandrini Einspielung nicht erreicht hat.

      @CatoMaior: die Empfehlung ist bei mir auf der Wunschliste gelandet. Vielen Dank dafür. ich werde mich aber auch nach einer reinen Dameneinspielung umsehen. Möge der/die bessere gewinnen! :D

      Gruß
      K-B

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    • Werte Diskutanten,

      ich schrieb nicht, daß ich die "Doppelmänner" besser finde, ich wies nur darauf hin, daß die die erste (wahrscheinlich) einzige mit Männersopran und Altus ist. Man sollte experimentieren und allem gegenüber unvoreingenommen sein.
      Es gibt auch eine Aufnahme mit Knabensopran und Counter (Concerto vocale, Sebastian Hennig, Rene Jacobs), die mir gar nicht zusagt, weil der Bub oft nicht die langen Bögen der Melodie beherrscht und aushalten kann wie ein Erwachsener oder eine Frau.

      Hört einmal in die anderen Aufnahmen von Herrn Sabadus hinein; die Männlichkeit, die sich über seine natürliche Grenzen hinausschwingt (schlechte Metapher??), ist für mich das Reizvolle. Frau Lezhneva ist mir manchmal zu "dick", opernhaft.
      Aber de gustibus non est disputandum. Und ob es überhaupt etwas / einen besseren gibt?????
    • CatoMaior schrieb:

      Wie wäre es denn mit zwei männlichen Sängern? Dies ist, glaube ich, ein Novum. Valer Sabadus, ein junger schwäbischer Rumäne, kann füglich als einer der wenigen echten männlichen Soprane bezeichnet werden; Jaroussky, den ich ansonsten auch sehr schätze, ist ja eigentlich "nur" ein Counter. Es gibt von Sabadus bei der "Röhre" einiges von ihm probezuhören. Auf der CD ist zudem noch "Laudate Puerum" enthalten.


      Habe sie gerade bestellt. Müsste am Do da sein. Freue mich drauf und bin sehr gespannt.
      Gruß
      K-B

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    • Ach, es gibt ja doch enige, welche "männliche Engel" wie Sabadus schätzen!
      Ich kann dies aber noch "toppen": mal nach RADU MARIAN suchen, z.B.

      "https://www.youtube.com/watch?v=0cJKD-9SJBc"

      Leider ist vieles, das ich mir vor einem halben Jahr herunterlud, wieder "verloren".

      Der Herr, der aus Moldawien kommt, ist aus irgendwelchen medizinischen Gründen nicht in den Stimmbruch gekommen und kann also wie ein früherer Kastrat noch mit seiner Jungenstimme singen. Allerdings unterscheidet er sich fundamental von den oft etwas schwächlichen Knabensopranen, wie sie z.B. Harnoncourt bei seinen Bach-Kantaten einsetzt. Was ist davon zu halten?
      (Die grauenhafte Klangqualität bei der "Röhre" ist natürlich wegzuhören, wenn man das kann.)

      Die CDs, die amazon anbietet, kenne ich allerdings nicht; er singt eben viele der "Kleinmeister" (ich meine dies nicht abwertend) wie Bononcini und keinen Vivaldi oder Bach.
      Auch weiß ich nicht, ob wir jetzt eine Diskussion über Männerstimmen und Kastratentum beginnen sollten ...
    • Ihr Lieben, ich hab die beiden Männer gehört und ihr habt Recht: das ist höchste Gesangskultur, da gibt's nichts zu rütteln. Der Klang ist rein und schön und musikalisch ist es sehr überzeugend. Von einigen Tönen abgesehen wo man wirklich die Grenzwertigkeit hört, so etwa bei den Trillern im Nummer 2. Solange ich das nicht sehe und nur höre, geht es an. Leider bin ich in Sachen gender- correctness vollkommen ausserhalb der derzeitigen Diskussion. Wenn ein Mann aussieht wie ein Mann und wie eine Frau singt, geht bei mir irgendetwas schief im Kopf oder Bauch, oder wo auch immer. Ich kann das leider nicht wirklich geniessen. Für mich sind das artifiziell "bauchlose" Stimmen und Mann ohne Bauch is nun mal nix für mich. Ich kann auch in keinster Weise die sexuelle Anziehungskraft, die Kastraten offenbar auf Frauen hatten nachvollziehen Das sind natürlich vorsintflutliche bzw unzeitgemässe Vorurteile und ich bin mir der Problematik serh bewusst, aber wie der Vicomte de Valmont so schön sagt: dagegen bin ich machtlos...... :hide: Musikalisch kann ich das dennoch mit Abstrichen geniessen, die Interpretation ergibt sich einfach aus den stimmlichen Grenzen und das hat durchaus seinen Reiz. :fee:
      Jede Krankheit ist ein musikalisches Problem und die Heilung eine musikalische Auflösung (Novalis)
    • Aber, aber Fairy: Ist das nicht kitzelnde Erotik, wenn da die Grenzen verschwimmen? Ist der Sabadus nicht knackig und süß? Und so wunderbar jung (Jahrgang 1986). Als Mann sage ich, er ist schwul, ohne zu werten. Vielleicht haben die Kastraten den Frauen des Barock mehr geboten, als es ihre prüden Fürsten konnten?
      Der Herr Marian steht vielleicht wieder auf einem anderen Blatt: Er wirkt etwas aufgedunsen. Aber man sollte nicht von solchen Äußerlichkeiten ein musikalisches Urteil ableiten. Für mich zählt nur die Musik ...
    • Habe mir jüngst diese hier angehört:



      Trotz meiner immer noch etwas fremdelnden Haltung Counter-Tenören gegenüber, in diesem Fall dann Männersopran und Altus, hat mich die Aufnahme aber genau grad aus diesem Grund gereizt. Ich muss sagen, ich wurde nicht enttäuscht. Zum einen harmonisieren die beiden Herren vorzüglich wie ich finde und zum anderen gefällt mir Sabadus (den ich hier das erste Mal gehört habe) ausnehmend gut, wow! Musikalisch sicher auch sehr angenehm, wenn für meinen Geschmack auch etwas zu inhaltslos, ein bisschen hohl, aber insgesamt tolle Aufnahme.
      Jetzt fehlt mir rein anschaulich nur noch eine Aufnahme mit einem Damen-Doppel...die mit der Frau Netrebko wird wohl niemand hier empfehlen was? :P
      "Allwissende! Urweltweise!
      Erda! Erda! Ewiges Weib!"
    • Josquin Dufay schrieb:

      Ich mag das Stabat Mater auch sehr. Ich habe es hiermit kennengelernt:



      Es ist eine solistische Vorführung, sehr subtil und transparent gehalten. Das Ensemble spielt punktiert und zurückhaltend... Gruffydd Jones und Zazzo setzen sich gut voneinander ab. Sie sind beide präzise und klingen sehr angenehm. Hier kommt jene innige Qualität des Stabat Mater voll zur Geltung.
      Weil es so schön war, habe ich heute am Morgen gleich msl weitergemacht mit oben genannter und kann der Einschätzung nur zustimmen. Eine Aufnahme, die sehr intim und natürlich wirkt ohne das ich sie karg nennen würde. Gefällt mir gut.

      Ich werde es auch mal mit der auch hier erwähnten Alessandrini-Aufnahmen versuchen...
      "Allwissende! Urweltweise!
      Erda! Erda! Ewiges Weib!"
    • Zum Dritten...Stabat Mater nochmals mit zwei Herren, dieses Mal mit Jaroussky und Sabadus mit L'Arpeggiata live im Juli 2014 in Ludwigsburg.
      Zu hören hier: "https://www.youtube.com/watch?v=TBNHmcPtF_8

      Also gegenüber der Aufnahme mit Sabadus und Wey unter Hofstetter ist das hier (für mich) nochmals eine echte Schippe drauf, muss großartig gewesen sein live dabei zu sein. Es ist ein Wahnsinn wie die beiden Stimmen harmonieren und grad gegenüber Hofstetter und dem Neumeyer Consort hat für mich L'Arpeggiata ganz klar die Nase vorn (von ein paar winzigen Unstimmigkeiten, die evtl. der Live-Situation geschuldet sein mögen), eindeutig eine äußerst runde Sache. Ich bin sehr, sehr begeistert! :verbeugung1: :verbeugung1: :verbeugung1:
      "Allwissende! Urweltweise!
      Erda! Erda! Ewiges Weib!"
    • Der Kreis schließt sich für mich, nun also auch ein Frauenduo:



      Das Tempo ist gegenüber den Aufnahmen, die ich bisher gehört habe eher getragen und kam mir anfangs fast etwas behäbig vor, aber im Laufe des Hörens ist mir bewusst geworden, dass das einfach nur eine Vorprägung und somit Gewöhnung ist, die sich auch wieder verändern konnte, so empfinde ich letztlich das Tempo hier ebenso passend wie die anderen in anderen Aufnahmen, da sich bei dieser Aufnahme eben ein Ganzes ergibt, das ins sich einfach schlüssig ist. Der verinnerlichte Charakter des Hintergrundes dieses Werkes wird mir hier nochmals klarer und erzeugt eine weitere Facette in meiner Vorstellung. Wie ich es von Alessandrini schon von seinen Monteverdi-Opern kenne (speziel den Odysseus).
      Davon abgesehen singen beide Damen ganz wundervoll!
      :verbeugung1:
      "Allwissende! Urweltweise!
      Erda! Erda! Ewiges Weib!"
    • Es hört nicht auf...ich muss hier dann aber mal 2 Aufnahmen, die in sich nicht zwingend vergleichbar sind, trotzdem zusammen "abwatschen":



      Zum einen die Aufnahme mit der Netrebko unter Pappano und die unter Abbado mit Marshall/Terrani.
      Beide sind mir auf ihre Art viel zu "fett"/"dick". Hier im Thread wurde zwar schon, für mich zurecht, ein gewisser opernesker Hauch des Stabat Mater erwähnt, aber was grad die Netrebko bietet, schießt dann meilenweit übers Ziel hinaus. Sie singt per se nicht schlecht, aber für das Stück einfach total unpassend, viel zu veräußerst, opernhaft eben. Auch die Begleitung hat nur wenig von Innigkeit.
      Ähnlich sieht es bei der anderen Aufnahme aus, auch hier der Gesang mir viel zu Belcanto und alles viel zu "dick".
      Gefallen mir beide wenig.

      Bei der Dritten gibt es Ähnliches, wenn auch anders:



      Das Duo Fink/Prohaska finde ich zum einen recht unharmonisch miteinander, zum anderen könnte ich mit Frau Fink ganz gut leben, aber die Pohaska erscheint mir sich einfach sowas von gar nicht bewusst, welch Werk sie da darbietet, ihre Stimme könnte mir sogar gefallen, aber die unerträglich aufgesetzte und leblose Art des Singens, das dabei manchmal dann auch wieder recht dünne Momente hat, verleidet mir die im Grunde angenehme musikalische Begleitung. So eine Aufnahme, die ich weder richtig schlecht, noch richtig gut finden kann.
      "Allwissende! Urweltweise!
      Erda! Erda! Ewiges Weib!"
    • Es ist wohl eine Gewissens- und vielleicht auch nur Geschmacksfrage, ob das Stabat Mater eher streng kirchenmusikalisch oder mit opernhaftem Einschlag angegangen wird. Adäquat kann beides sein.

      Die Allessandrini - Aufnahme, die ich ersterem zuordnen würde, schätze ich sehr. Sie offenbart alle Facetten der Stabat - Mater - Aussage. Die spröden Streicher schaffen eine Ahnung des Schmerzes, den die Mutter ständig mit sich trägt, auch wenn die Aussicht auf das Paradies immer präsenter wird. Sara Mingardo kreiert das warmherziges Element der Liebe, das auch permanent zugange ist und Gemma Bertagnoli setzt das emotionale Auf- und Ab darüber, den sichtbaren Aufruhr der Seele (obwohl ihre Spitzentöne manchmal fast zu scharf sind).

      Eine instrumentale Stimmführung ist m. E, unerläßlich, das gibt der Stil vor, jedoch verträgt es durchaus auch in einem gewissen Maß ein Ausschwingen der Stimmen, wenn es nicht übertrieben wird. Ich habe jetzt in das Counter - Beispeil nicht hineingehört, kenne aber einige andere, bei denen ich eine gewisse Wärme im Ton vermisse.

      Wichtig ist, dass die Singstimmen und das Orchester sich hier hundertprozentig über die Stilform einig sind.

      LG

      Ulrica

      :wink1: :wink1:
      Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren (Bert Brecht)
    • Ich befasse mich gerade sehr intensiv mit dem Stabat mater und da ich kein gnädig einen halben Ton tiefer spielendes Barockorchester oder einen prima vista transponierenden Pianisten zur Verfügung habe, muss ich das singen, was in den Noten steht. Die einzige Aufnahme, die ich mit dieser modernen Frequenz habe, ist die von Abbado mit Marschall und Terrani. Ich finde sie durchaus anhörenswert und bei diesem dramatischen Thema ist es m.E. auch vertretbar, dicker aufzutragen. Kennt jemand andere gute Aufnahme mit moderner Frequenz? Ist hier ein Sopran, der das Werk schon komplett gesungen hat?
      Das Schöne an diesem Werk ist nicht nur die wunderbare Musik sondern auch die relativ grosse Freiheit, die es den Interpreten lässt. Wenn man sich fragt, welche Tempi und Verzierungen man, und wenn ja wie, singen soll, und wenn man dann die verschiedenen Aufnahmen hört:- der Spielraum ist schon enorm grösser als bei romantischen Werken gleichen Stils.
      Als ich eben diesen Thread aufmachte, kamen auf den 1. Seiten tolle Beiträge von Peter Brixius und Rideamus, die leider leider nicht bis zum Ende der 13 Nummern des Werkes gekommen sind. In solchen Momenten wird mir einmal mehr ganz deutlich, was wir an den Beiden hatten.

      :fee:
      Jede Krankheit ist ein musikalisches Problem und die Heilung eine musikalische Auflösung (Novalis)
    • Sagittarius schrieb:



      Eigentlich wollte ich vor ein, zwei Monaten die Doppel-CD wegen der "Messa di Santa Cecilia" von Scarlatti haben. Nur leider ist diese Aufnahme echte Grütze...
      Kein Wunder: die Santa-Cecilia-Aufnahme wurde 1961 aufgenommen... :S

      Discogs: Vanguard "The Bach Guild" BG-621

      Blanche Christensen & Jean Preston (s)
      Beryl Jensen Smiley (a)
      Ronald Christensen (t)
      Warren Wood (b)
      University of Utah Alumni Chorus
      Utah Symphony Orchestra
      D: Maurice Abravanel

      Dies ist gewiß keine HIP-orientierte Aufnahme... :/

      -----
      Zum Stabat Mater

      FairyQueen schrieb:

      Kennt jemand andere gute Aufnahme mit moderner Frequenz?
      Eine nicht ganz einfach zu beantwortende Frage - ich würde mich tatsächlich nach traditionellen Aufnahmen (älteren Datums) umsehen, die modernes Orchester aufweisen, dann sollte der moderne Kammerton einigermaßen getroffen sein. Ich nehme an, du möchtest die Partie singen, richtig?

      Vielleicht sowas?





      Ich muß aber sagen: ich kenne keine dieser Aufnahmen. Die Rossi-Einspielung oben links stammt aus den 1950er Jahren, George Guest ist auch etwas älter, die anderen sind aus den 1990er Jahren oder später. Inwieweit sie dir entgegenkommen, um den Gesang zu verzieren usw., kann ich natürlich nicht abschätzen - da könnte Abbado vielleicht auch schon reichen.

      Ich habe aber so gut wie keine neuen Aufnahmen gefunden, die sich nicht der HIPpen Lesart hingeben - egal, ob voll oder angelehnt. Die Orchester sind entweder gleich Barock- oder zumindest klein besetzt. Den Kammerton würde ich fast immer als 415 Hz vermuten, auch wenn ich es nicht genau weiß.

      Die ist wohl die Jüngste:

      Erst im Oktober erschienen.

      FairyQueen schrieb:

      In solchen Momenten wird mir einmal mehr ganz deutlich, was wir an den Beiden hatten.
      Das ist wahr... ;(
      "Interpretation ist mein Gemüse."
      Hudebux
      "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
      Jean Paul
    • FairyQueen schrieb:

      Ich befasse mich gerade sehr intensiv mit dem Stabat mater und da ich kein gnädig einen halben Ton tiefer spielendes Barockorchester oder einen prima vista transponierenden Pianisten zur Verfügung habe, muss ich das singen, was in den Noten steht.
      Hallo, Fairy,

      klar doch, es geht auf Karfreitag und Ostern zu und das ist Stabat - Mater - Time. Als Altistin muss ich mich nicht so sehr strecken, obwohl, ein f" kommt auch vor, und zwar alleine (Quae morebat...). Jedenfalls bin ich damit auch wieder dabei..
      Mit einer Transponierung auf einem modernen Klavier wäre ich auch vorsichtig. Das ist irgendwie ein anderer "Halbton" als etwa die Stimmung eines historischen Instruments, schwingt anders oder so ähnlich. Vielleicht könnt ihr ein Cembalo auftreiben als Option?

      Ich weiß, für den Sopran ist das manchmal unangenehm gesetzt. Meine Duettpartnerin schimpft auch. Als Referenz verweise ich auf meinen Beitrag vor deinem. Diese Aufnahme ist mE. nicht tiefer gesetzt. Man spielt moderne Instrumente, aber auf die Art der Alten Musik. Und die Interpretationsideen sind echt stark. Sie sind allerdings nirgends in Noten verzeichnet. Da braucht es mE. vieler Absprachen.

      LG

      :wink: :wink:
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