Schoeck: Penthesilea - Oper Frankfurt, 4.9.2011 (Premiere)

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    • Schoeck: Penthesilea - Oper Frankfurt, 4.9.2011 (Premiere)

      Musikalische Leitung: Alexander Liebreich
      Regie: Hans Neuenfels
      Bühnenbild: Gisbert Jäkel
      Kostüme: Elina Schnizler

      Penthesilea: Tanja Ariane Baumgartner
      Prothoe: Marion Ammann
      Meroe: Britta Stallmeister
      Oberpriesterin der Diana: Katharina Magiera
      Achilles: Simon Neal
      Diomedes: Guy Mannheim
      Ein Herold / Ein Hauptmann: Dietrich Volle
      Oberste: Oda Pretzschner

      Chor der Oper Frankfurt
      Frankfurter Opern- und Museumsorchester



      Das ist die Übernahme einer vier Jahre alten Baseler Produktion, die Alviano bereits an anderer Stelle rezensiert hatte.

      Eine phänomenale Aufführung, die man unbedingt erlebt haben sollte! Mir war Schoecks Oper bisher nur aus dem Salzburger Mitschnitt unter Gerd Albrecht bekannt. Daher hatte ich mir eine gewisse Skepsis gegenüber dem Werk bewahrt, das ich streckenweise faszinierend fand, in den scheinbar immer ähnlich instrumentierten expressionistischen Dauerzuckungen allerdings auch streckenweise etwas ermüdend. Nichts davon in der Frankfurter Aufführung: hier hört man eine großartige Vielfalt von instrumentalen und vokalen Tonfällen und Klangfarben. Das geht zum einen sicherlich auf die Fassung von Mario Venzago zurück, die sich offenbar - darüber muss man sich im klaren sein - weitreichende Eingriffe in das Schoeck'sche Original erlaubt. Zum anderen ist es aber auch ein Verdienst des Dirigenten Alexander Liebreich und des Frankfurter Museumsorchesters: bei ihnen kommt die Partitur nicht mehr primär grell und zuckend zur Geltung wie bei Albrecht, sondern viel differenzierter, dynamisch abgestufter, klangfarbenreicher, spannender - etwa in lang ausgehaltenen Fermaten und Pausen. Die Mischungen der Instrumente, insbesondere der vielfältig eingesetzten zehn Klarinetten, sind wunderbar ausgehört. Großartig!

      Das war tatsächlich seit fast dreißig Jahren die erste Inszenierung von Hans Neuenfels an der Frankfurter Oper - Intendant Loebe hat mit seinem sicheren Gespür für begrenztes Risiko und Publikumserfolg die Baseler Produktion eingekauft, die schon von der Zeitschrift "Opernwelt" ausgezeichnet worden war. Und dies war eine richtige Entscheidung: von den vier Neuenfels-Inszenierungen, die ich in den letzten Jahren gesehen habe, ist das die stärkste. Alviano hat das ja im obigen Link beschrieben: Die ständige ungeheure Spannung, unter der die Sänger stehen, die konzentrierte Choreographie, ein enormes Gefühl für das Timing von Auftritten und Abgängen. Einen solch ausgefeilten Spannungsbogen habe ich auf der Opernbüne nur selten erlebt: dazu gehört auch die Entscheidung, den Tod des Achill als szenische "Leerstelle" im Dunkel mit mikrophonverstärkten Stimmen zu inszenieren. Auch die ironischen Brechungen kamen nicht, wie sonst gelegentlich bei Neuenfels, überdimensioniert, sondern genau richtig dosiert: die griechischen Soldaten als Abziehfiguren, Klavier und Schimmel zur zentralen Liebesszene. Die Balance zwischen den antikisierenden und den teils bürgerlichen, teils trashigen Elementen war perfekt.

      Im Zentrum Tanja Ariane Baumgartner als Penthesilea. Die Rolle hat sie sichtbar verinnerlicht (Baumgartner war schon in Basel dabei), souverän spielt sie alle Facetten aus, singt und spricht (!) tadellos und äußerst wortverständlich. Die Schlusszene ist eine Klasse für sich. Fast mithalten kann der ebenfalls sehr intensiv agierende und gelegentlich etwas die in der Höhe prunkende Stimme ausstellende Achill von Simon Neal. Extraklasse, wie schon von Alviano aus Basel berichtet, die Schauspielerin Oda Pretzschner in der von Venzago hinzuerfundenen Rolle der Obersten: von hoher körperlicher und szenischer Präsenz und gekonnt die Tonfälle wechselnd - wenn man da an die schultheaterhaften Deklamationskünste von Dernesch, Adam & Co in der Albrecht-Aufnahme denkt, ist man Venzago für die Entscheidung dankbar, große Teile des gesprochenen Textes dieser neuen Rolle anzuvertrauen (ähnlich hat sich ja schon Edwin hier geäußert). Das geht notwendigerweise etwas auf Kosten der Rolle der Prothoe, die viel Text und Aktion verliert, dadurch etwas blass wirkt. Marion Ammann vermag das nicht ganz wettzumachen, schlägt sich aber szenisch und sängerisch achtbar (der gesungene Text bleibt bei ihr aber unverständlich). Solide bis gut der Rest des Ensembles. Vorzüglich der Chor.

      Etwas merkwürdig der Einsatz der Übertitelungsanlage: Dass man den gesprochenen Text nicht zeigt, ist klar. Warum und nach welchen Kriterien aber nur etwa ein Fünftel des gesungenen Textes übertitelt wurde, erschloss sich mir nicht. Entweder - oder. Man sollte sich also vor Besuch der Aufführung das Libretto nochmal konzentriert durchlesen (gibt's auch im Internet) bzw. beim Hören einer Aufnahme mitlesen.

      Einhelliger Beifall für alle Beteiligten, am stärksten für Frau Baumgartner. Auch Neuenfels, der einige besonders aktive Fans im dritten Rang hatte, dürfte das Frankfurter Opernpublikum von vor dreißig Jahren kaum wiedererkannt haben.

      Einen Überblick über kommende Vorstellungstermine sowie einige visuelle Eindrücke von der Aufführung (runterscrollen!) kann man sich hier verschaffen.


      Viele Grüße

      Bernd
      Details are always welcome. (Vladimir Nabokov)
    • Ich habe dieses Machwerk heute abend an der Oper Frankfurt/M. über mich ergehen lassen und sogar die neunzig Minuten komplett durchgehalten, was ich mir selber hoch anrechne.
      Hat es sich gelohnt? Nein.
      "Penthesilea" ist ein perverses, abartiges, mieses, schlecht komponiertes Stück, das zu Recht vergessen wurde. Es in einem Atemzug mit wahrhaftigen Meisterwerken wie "Salome" und "Elektra" zu nennen, ist absolut lächerlich und unzutreffend.
      Die Inszenierung von Hans Neuenfels ist zum Abgewöhnen. Daß dieser Mann nicht ganz dicht ist, ist ja allgemein bekannt, und jetzt weiß ich auch warum. Ein Stück über eine Kannibalin korrespondiert offensichtlich wunderbar mit seinen sexuellen Begierden. Höhepunkt ist die Szene am Ende, wo sich Penthesilea auf drei blutüberströmte Lederreisekoffer mit Leichenteilen stürzt und sie wie von Sinnen abküsst. Brechkotzwürg.
      Im Einführungsvortrag wurde den Besuchern von der Dramaturgin "neunzig Minuten Rausch" versprochen. Stattdessen gab es neunzig Minuten nervtötendes dissonantes Getöse, permanentes Overacting auf der Bühne, alle stehen unter Hoch- bzw. Überdruck und scheinen irgendwas eingeworfen zu haben, damit sie auch ja schön durchgeknallt wirken.
      Ich habe gar nicht erst versucht, die Handlung zu verstehen, sie war sowieso egal. Seltsame Melodrameinschübe wechselten ab mit kurzen Gesangspassagen. Die Übertitelungsanlage zeigte nur passagenweise den Text an - wahrscheinlich nur die von Herrn Neuenfels für relevant erachteten Stellen. Reine Willkür.
      Fazit: Kolossaler Scheissdreck.
      Das Publikum bestand zur Hälfte aus überdrehten Neuenfelsfans und hochgestochenen Pseudointellektuellen und zur anderen Hälfte aus normalen Besuchern, die am Ende entsprechend zögerlich applaudierten.
      Ich hätte eigentlich einen Buhsturm für angemessen erachtet.
      Für die erlittenen Kopfschmerzen hätte ich gerne Schmerzensgeld von der Oper Frankfurt.


      inland_empire
    • Schön, mal eine kontroverse Meinungsäußerung zu lesen. Über die musikalischen und musiktheatralischen Qualitäten der Schoeck-Oper sind wir offenbar unterschiedlicher Meinung. Es wäre interessant, dies im allgemeinen Thread über Penthesilea zu diskutieren.


      Ich beschränke mich hier überwiegend auf Aspekte, die konkret die Frankfurter Produktion betreffen:

      inland_empire schrieb:

      Die Inszenierung von Hans Neuenfels ist zum Abgewöhnen. Daß dieser Mann nicht ganz dicht ist, ist ja allgemein bekannt, und jetzt weiß ich auch warum. Ein Stück über eine Kannibalin korrespondiert offensichtlich wunderbar mit seinen sexuellen Begierden. Höhepunkt ist die Szene am Ende, wo sich Penthesilea auf drei blutüberströmte Lederreisekoffer mit Leichenteilen stürzt und sie wie von Sinnen abküsst. Brechkotzwürg.


      Nunja, Salome küsst am Ende der gleichnamigen Strauss-Oper den blutüberströmten, abgeschlagenen Kopf des Jochanaan. Das finde ich nicht weniger drastisch. Auch "brechkotzwürg"?

      Ich bin über die "sexuellen Begierden" von Hans Neuenfels nicht im Detail orientiert, wundere mich aber doch über den Kurzschluss der Person des Regisseurs mit seiner Inszenierung. Neuenfels macht hier wirklich nichts anderes, als das Stück ziemlich textgetreu zu inszenieren. Die Leiche des Achill wird laut Libretto von Penthesilea und ihren Hunden zerstückelt (Sie liegt, den grimm'gen Hunden beigesellt/Und reißt die Glieder-die Glieder des Achill reißt sie in Stücken!). Der zerstückelte Leichnam des Achill wird dann auf die Bühne gebracht und am Schluss von der Titelheldin geküsst. Das einzige, was Neuenfels ändert: der Leichnam ist nicht von einem "wallenden Purpur" verdeckt, sondern in Koffer verpackt.

      Der Vorwurf trifft also zu Unrecht Neuenfels, er müsste an Schoeck gerichtet werden. Oder vielmehr wäre - da Schoeck eine kondensierte, aber sonst fast wörtliche Fassung seiner Vorlage liefert - Heinrich von Kleist der richtige Adressat. Dieser hat zwar in der Tat den antiken Penthesilea-Mythos umgearbeitet, konnte sich dabei aber auf diverse andere Fälle von Leichenschändung und -zerstückelung in der antiken Mythologie berufen (ab und zu soll sowas ja sogar in der Realgeschichte vorkommen).

      Die Entfesselung der Emotionen, die Brutalität des Geschlechterkampfs, die Analogie "Küsse-Bisse" gehören für mich zum Faszinierendsten an Kleist-Drama und Schoeck-Oper.


      inland_empire schrieb:

      Stattdessen gab es neunzig Minuten nervtötendes dissonantes Getöse


      Konsonantes Getöse wäre dem Sujet ja auch kaum angemessen. In der Tat, harmonisch ist Schoeck hier auf der Höhe der Entstehungszeit. "Getöse" finde ich aber etwas ungerecht, spielen sich große Teile der Oper doch im Piano- und Pianissimo-Bereich ab.


      inland_empire schrieb:

      permanentes Overacting auf der Bühne, alle stehen unter Hoch- bzw. Überdruck und scheinen irgendwas eingeworfen zu haben, damit sie auch ja schön durchgeknallt wirken


      Stimmt, es ist Neuenfels und den Darstellern wirklich hervorragend gelungen, die emotionale Entgrenzung, zudem zwischen den sich rasch verschiebenden Fronten eines Schlachtfelds, in Körpersprache zu übersetzen.


      inland_empire schrieb:

      Ich habe gar nicht erst versucht, die Handlung zu verstehen, sie war sowieso egal.


      Schwer zu verstehen im Sinne von "die Grenzen des Verstands übersteigend" ist das Drama/Libretto von Kleist/Schoeck bestimmt.

      Von der Handlungslogik her sehe ich aber keine so großen Schwierigkeiten. Wo hat's denn gehakt?


      inland_empire schrieb:

      Die Übertitelungsanlage zeigte nur passagenweise den Text an


      Das hat mich auch gewundert - ich hatte es ja oben schon angemerkt und vorherige Lektüre des Librettos empfohlen:

      "http://www.opera-guide.ch/opera.php?uilang=de&id=329#synopsis" (auf "Libretto" klicken)


      Viele Grüße

      Bernd
      Details are always welcome. (Vladimir Nabokov)
    • Zwielicht schrieb:

      Schön, mal eine kontroverse Meinungsäußerung zu lesen. Über die musikalischen und musiktheatralischen Qualitäten der Schoeck-Oper sind wir offenbar unterschiedlicher Meinung. Es wäre interessant, dies im allgemeinen Thread über Penthesilea zu diskutieren.


      Ich beschränke mich hier überwiegend auf Aspekte, die konkret die Frankfurter Produktion betreffen:

      inland_empire schrieb:

      Die Inszenierung von Hans Neuenfels ist zum Abgewöhnen. Daß dieser Mann nicht ganz dicht ist, ist ja allgemein bekannt, und jetzt weiß ich auch warum. Ein Stück über eine Kannibalin korrespondiert offensichtlich wunderbar mit seinen sexuellen Begierden. Höhepunkt ist die Szene am Ende, wo sich Penthesilea auf drei blutüberströmte Lederreisekoffer mit Leichenteilen stürzt und sie wie von Sinnen abküsst. Brechkotzwürg.


      Nunja, Salome küsst am Ende der gleichnamigen Strauss-Oper den blutüberströmten, abgeschlagenen Kopf des Jochanaan. Das finde ich nicht weniger drastisch. Auch "brechkotzwürg"?

      Ich bin über die "sexuellen Begierden" von Hans Neuenfels nicht im Detail orientiert, wundere mich aber doch über den Kurzschluss der Person des Regisseurs mit seiner Inszenierung. Neuenfels macht hier wirklich nichts anderes, als das Stück ziemlich textgetreu zu inszenieren. Die Leiche des Achill wird laut Libretto von Penthesilea und ihren Hunden zerstückelt (Sie liegt, den grimm'gen Hunden beigesellt/Und reißt die Glieder-die Glieder des Achill reißt sie in Stücken!). Der zerstückelte Leichnam des Achill wird dann auf die Bühne gebracht und am Schluss von der Titelheldin geküsst. Das einzige, was Neuenfels ändert: der Leichnam ist nicht von einem "wallenden Purpur" verdeckt, sondern in Koffer verpackt.

      Der Vorwurf trifft also zu Unrecht Neuenfels, er müsste an Schoeck gerichtet werden. Oder vielmehr wäre - da Schoeck eine kondensierte, aber sonst fast wörtliche Fassung seiner Vorlage liefert - Heinrich von Kleist der richtige Adressat. Dieser hat zwar in der Tat den antiken Penthesilea-Mythos umgearbeitet, konnte sich dabei aber auf diverse andere Fälle von Leichenschändung und -zerstückelung in der antiken Mythologie berufen (ab und zu soll sowas ja sogar in der Realgeschichte vorkommen).

      Die Entfesselung der Emotionen, die Brutalität des Geschlechterkampfs, die Analogie "Küsse-Bisse" gehören für mich zum Faszinierendsten an Kleist-Drama und Schoeck-Oper.


      inland_empire schrieb:

      Stattdessen gab es neunzig Minuten nervtötendes dissonantes Getöse


      Konsonantes Getöse wäre dem Sujet ja auch kaum angemessen. In der Tat, harmonisch ist Schoeck hier auf der Höhe der Entstehungszeit. "Getöse" finde ich aber etwas ungerecht, spielen sich große Teile der Oper doch im Piano- und Pianissimo-Bereich ab.


      inland_empire schrieb:

      permanentes Overacting auf der Bühne, alle stehen unter Hoch- bzw. Überdruck und scheinen irgendwas eingeworfen zu haben, damit sie auch ja schön durchgeknallt wirken


      Stimmt, es ist Neuenfels und den Darstellern wirklich hervorragend gelungen, die emotionale Entgrenzung, zudem zwischen den sich rasch verschiebenden Fronten eines Schlachtfelds, in Körpersprache zu übersetzen.


      inland_empire schrieb:

      Ich habe gar nicht erst versucht, die Handlung zu verstehen, sie war sowieso egal.


      Schwer zu verstehen im Sinne von "die Grenzen des Verstands übersteigend" ist das Drama/Libretto von Kleist/Schoeck bestimmt.

      Von der Handlungslogik her sehe ich aber keine so großen Schwierigkeiten. Wo hat's denn gehakt?


      inland_empire schrieb:

      Die Übertitelungsanlage zeigte nur passagenweise den Text an


      Das hat mich auch gewundert - ich hatte es ja oben schon angemerkt und vorherige Lektüre des Librettos empfohlen:

      "http://www.opera-guide.ch/opera.php?uilang=de&id=329#synopsis" (auf "Libretto" klicken)


      Viele Grüße

      Bernd
      :kiss:


      "Alles Syphilis, dachte Des Esseintes, und sein Auge war gebannt, festgehaftet an den entsetzlichen Tigerflecken des Caladiums. Und plötzlich hatte er die Vision einer unablässig vom Gift der vergangenen Zeiten zerfressenen Menschheit."
      Joris-Karl Huysmans
    • Über die musikalischen und musiktheatralischen Qualitäten der Schoeck-Oper sind wir offenbar unterschiedlicher Meinung.
      Offenbar. Aber zum Glück wird dieses Stück sowieso wieder in der Versenkung verschwinden.

      Das finde ich nicht weniger drastisch. Auch "brechkotzwürg"?
      Nicht unbedingt weniger drastisch, aber bei "Salome" macht es mehr Spaß. Richard Strauss hat im Ggs. zu Othmar Schoeck musiktheatralisches Gespür und war ein großartiger Orchestrator. Da lässt man sich auch einen abgeschlagenen Kopf gefallen.

      Ich bin über die "sexuellen Begierden" von Hans Neuenfels nicht im
      Detail orientiert, wundere mich aber doch über den Kurzschluss der
      Person des Regisseurs mit seiner Inszenierung.
      Tja, der Eine empfindet es so, der Andere so. Neuenfels hat diese Inszenierung dermaßen sexualisiert, daß sich dieser Verdacht einfach aufdrängt.

      Neuenfels macht hier wirklich nichts anderes, als das Stück ziemlich textgetreu zu inszenieren.
      Aha. Deshalb wohl auch die Schauspielerin, die in dieser Inszenierung eine so dominierende Rolle hat, daß man denkt, man sitzt hier im Schauspiel und verfolgt die Kleistsche Penthesilea in der Originalfassung. Wollte das Schoeck so? Wohl kaum. Ich fühlte mich durch die Neuenfelssche "Bearbeitung" so manipuliert und vergewaltigt, daß sich in mir ein riesiger Hass gegen diese Inszenierung aufbaute.

      Der Vorwurf trifft also zu Unrecht Neuenfels, er müsste an Schoeck gerichtet werden.
      Das möchte ich mal da hingestellt sein lassen.

      Konsonantes Getöse wäre dem Sujet ja auch kaum angemessen.
      Das hat ja auch keiner verlangt.

      In der Tat, harmonisch ist Schoeck hier auf der Höhe der Entstehungszeit.
      Gemessen an welchen Werken?

      "Getöse" finde ich aber etwas ungerecht, spielen sich große Teile der Oper doch im Piano- und Pianissimo-Bereich ab.
      Na, dann scheinen wir zwei unterschiedliche Opern besucht zu haben.


      Stimmt, es ist Neuenfels und den Darstellern wirklich hervorragend
      gelungen, die emotionale Entgrenzung, zudem zwischen den sich rasch
      verschiebenden Fronten eines Schlachtfelds, in Körpersprache zu
      übersetzen.


      Ja, das ist wirklich ganz hervorragend gelungen! Die Darsteller waren alle so dermaßen "emotional entgrenzt" daß sie vor lauter emotionaler Entgrenztheit so unglaubwürdig und aufgesetzt rüberkamen und künstlich dramatisieren mussten, daß es an Peinlichkeit nicht mehr zu überbieten war. Glückwunsch!

      Schwer zu verstehen im Sinne von "die Grenzen des Verstands übersteigend" ist das Drama/Libretto von Kleist/Schoeck bestimmt.
      In erster Linie hat es wohl die Grenzen des Verstands von Hans Neuenfels überstiegen. Und zwar so absolut, daß außer heisser Luft und Getöse von diesem Stück nichts übriggeblieben ist.

      Von der Handlungslogik her sehe ich aber keine so großen Schwierigkeiten. Wo hat's denn gehakt?
      Siehe oben.


      Im Übrigen, lieber Zwielicht, solltest du evtl. mal Deinen feuilletonistischen Schwafelstil überdenken. Ich weiß nicht, ob Du zuviel "Opernwelt" liest, aber wenn Du nicht aufpasst, wirst Du bald genauso "emotional entgrenzt" daherkommen wie Neuenfelssche Figuren.


      Herzlichst,
      inland_empire
    • Lieber inland empire,

      Bernd Zwielicht ist auf Deine Polemik mit grosser Sachlichkeit eingegangen, dafür gebührt ihm Dank. Du hast lediglich Deine Abneigung gegen das Stück und gegen den Regisseur Hans Neuenfels in drastische Formulierungen gepackt, sowas hätte ich z. B. unkommentiert gelassen. Warum bist Du allerdings dann auch noch in unangemessener Form gegenüber Bernd aufgetreten? Was bringt Dich dazu, mit Deinem letzten Satz demjenigen vor das Schienbein zu treten, der Willens ist, sich auch mit Deinem Text inhaltlich auseinanderzusetzen? Dafür fehlt mir dann jedes Verständnis,
      Der Kunst ihre Freiheit
    • inland_empire schrieb:

      Im Übrigen, lieber Zwielicht, solltest du evtl. mal Deinen feuilletonistischen Schwafelstil überdenken. Ich weiß nicht, ob Du zuviel "Opernwelt" liest, aber wenn Du nicht aufpasst, wirst Du bald genauso "emotional entgrenzt" daherkommen wie Neuenfelssche Figuren.


      Äh, wer schwafelt? :P

      Inhaltslose Poemik gegen in feine Ironie gekleidete Wohlinformiertheit - Grobe Keule gegen Florett. :D

      :wink: Matthias
    • @ inland_empire:
      Vorsicht! Sonst werden wir noch böser als Du.
      Angriffe gegen die Person sind in Capriccio sehr schnell auf der schwarzen Liste.
      Das gilt sowohl für Personen, die weniger fundiert als Zwielicht schreiben als auch für Angreifer, die mehr als er schwafeln...

      audiamus
      "...es ist fabelhaft schwer, die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen." - Johannes Brahms
    • Hallo zusammen,

      Bernds Bericht, sowie Alvianos Bericht zur Baseler Aufführung der Produktion haben mich sehr neugierig auf Stück und Inszenierung gemacht. Insbesondere hätte mich auch das Dirigat von Alexander Liebreich interessiert, den ich als künstlerichen Leiter des Münchner Kammerorchesters sehr schätze. Inhaltslose Polemiken hätten mich auch nicht abgeschreckt. Aber leider, leider, leider hat die Frankfurter Oper ohne Rücksicht auf unseren Terminkalender geplant, so daß ich leider keine Aufführung besuchen kann. Schade :cry:

      Viele Grüße,

      Melanie
      With music I know happiness (Kurtág)
    • @ inland_empire: DU scheinst auch irgendetwas eingeworfen zu haben, was dir nicht bekommen ist!
      "Eine Semmel enthält 140 Kalorien, 700 Semmeln pro Jahr ergeben 98000 Kalorien,
      diese benötigt man, um eigenhändig 1 Elefanten 9 Zentimeter weit zu tragen. Aber wozu?"
      (Loriot)
    • Gestern abend habe ich die Aufführung besucht - für mich war es sozusagen ein Sprung ins kalte Wasser, denn weder das Kleist-Stück (das ich immerhin in den letzten Tagen überflogen habe) noch die Oper waren mir bislang bekannt. Das führte auch dazu, daß ich Schwierigkeiten hatte, mich in der Handlung zurechtzufinden (lag auch an der bereits kritisierten lückenhaften Übertitelung). Dazu kommt, daß mir die Thematik des Stücks, der Geschlechterkampf in expressionistischer Darstellung, zur Zeit nicht so nah ist (ähnlich geht es mir mit Strauss/Salome, Berg/Lulu, Schreker/Die Gezeichneten, Schönberg/Erwartung), aber das ist natürlich meine Sache, keine Kritik am Stück.

      Umsomehr konnte ich mit der Musik anfangen: Die eigenartige Instrumentation mit entsprechend dunklen, manchmal schrillen Klangfarben (raffiniert der Einsatz der beiden Klaviere), die Fähigkeit des Komponisten, fast eineinhalb Stunden die Spannung zu halten, kontrastreich, im Wechsel von freitonalen, clusterartigen Klangflächen mit ausschweifenderen kantablen Phasen, das fand ich beeindruckend!

      Auch die Personenregie war lebendig, organisch, wirkte nie aufgesetzt oder übertrieben. Großartig die Protagonistin Tanja Ariane Baumgartner! Und was Zwielicht über die Leistung von Dirigent und Orchester schreibt, kann ich nur unterstreichen.

      Soweit in Kürze, was bereits ausführlicher gesagt wurde.

      Noch ein Gedanke zur Inszenierung: Neuenfels gestaltete das Stück ja recht nahe am Libretto und verzichtete darauf, die brutalen Aspekte drastisch auf die Bühne zu bringen, so habe auch ich das empfunden. Interessant fand ich da den Kontrast der Figuren mit dem Bühnenbild: Die Amazonen treten überwiegend "klassisch" auf, mit Pfeil und Bogen, wie aus einem antiken Schauspiel entnommen. Die Bühne dagegen deutete Antikes nur an (in einer Säule, glaube ich): Der Raum erinnerte mich eher an die Aula eines Gymnasiums, wie das architektonisch so um 1930 ausgesehen haben könnte: nüchtern, sachlich und etwas lieblos. Für mich hatte das etwas von einer Schüleraufführung (auch die gesprochenen Passagen wirkten ein wenig so). Und das schien mir durchaus so beabsichtigt! Mir schien, daß damit eine Distanz visualisiert wurde, eine Fremdheit gegenüber dem antiken Mythos, der nicht unmittelbar, sondern vermittelt, als "Bühne auf der Bühne" thematisiert wurde.

      Gekommen ist mir der Gedanke auf der Heimfahrt bei der Lektüre des Programmbuchs, in dem der Regisseur in einem Beitrag recht ausführlich und deutlich seine Befremdung über idealisierte Bilder der klassischen Antike darlegt.

      Wie auch immer: Außer mir wohnten der gestrigen Aufführung noch vier weitere Capricciosi bei, die sich vielleicht noch äußern mögen...?! ;+)

      :wink:
      Es grüßt Gurnemanz
      ---
      Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
      Helmut Lachenmann
      Künstler und Schwein gelten erst nach dem Tode etwas.
      Max Reger
    • Gestern abend war ich auch in der Vostellung von "Penthesilea" und ich kann mich nur den Ausführungen von Zwielicht und Gurnemanz anschließen.

      Am meisten war ich von der Musik Othmar Schoecks beeindruckt, die zwar schon einerseits dissonant-expressiv geprägt ist aber andererseits gibt es auch sehr viele zurückgenommene Passagen von einer fast schon kammermusikalischen Transparenz, was ich sehr faszinierend finde. Die Sängerin der Titelrolle Tanja Ariane Baumgartner fand ich grandios wegen ihrer sängerischen aber auch ihrer schauspielerischen Qualitäten. Daneben hat die Schauspielerin Oda Pretzschner, welche die Sprechpartien übernahm, auch einen starken Eindruck auf mich gemacht. Chor, Orchester und Dirigent waren sehr gut.

      Die Inszenierung fand ich auch in sich stimmig und ein "Overacting", was auch immer das sein mag, konnte ich beim besten Willen nicht feststellen. Insgesamt hat mir diese Oper in dieser Inszenierung sehr gut gefallen.

      Lionel
      "Musik ist für mich ein schönes Mosaik, das Gott zusammengestellt hat. Er nimmt alle Stücke in die Hand, wirft sie auf die Welt, und wir müssen das Bild zusammensetzen." (Jean Sibelius)
    • Ich war am Freitag, dem 23.9. in der Aufführung. Ich kann Allen nur zustimmen, die sich euphorisch ausgesprochen haben. Kleist's Werk mit Musik von Schoeck in einer Inszenierung von Neuenfels, das ist großes Theater.

      Da ich ja seit Anfang letzter Woche nun auch Neuenfels' Biografie (Das Bastardbuch) lese, möchte ich auf zwei Dinge hinweisen, und nachfragen, ob jemand etwas davon kennt.

      Dem Bastardbuch ist zu entnehmen (es gibt einen Anhang mit der Auflistung sämtlicher Inszenierungen von Hans Neuenfels!), daß Neuenfels die Penthesilea von Kleist in Berlin 1981 am Schillertheater inszeniert hat, Premiere war am 27. Juni 1981, die Penthesilea spielte seine Frau Elisabeth Trissenaar, das Bühnenbild damals stammte von Hans Neuenfels und Anna Viebrock. Nun findet sich auch ein Foto dieser Inszenierung in dem Bastardbuch, nämlich von der Schlußszene, und die sieht dem, was wir in Frankfurt sehen können, sehr ähnlich (Koffer, Rollstuhl, blutverschmierte Penthesilea). Weiterhin wurde diese Inszenierung sogar extra verfilmt (Regie: Hans Neuenfels, Produktion: Regina Ziegler Filmproduktion), bzw. als Dokuarbeit festgehalten unter dem Titel "Heinrich Penthesilea von Kleist". Dieser Film lief dann im Forum des internationalen Films auf der Berlinale 1983.

      Meine Fragen:

      1.) Gibt's den Film irgendwo?
      2.) Kennt hier zufällig jemand die 1981-er Inszenierung aus Berlin und könnte uns dazu etwas sagen?

      Matthias
      "Bei Bachs Musik ist uns zumute, als ob wir dabei wären, wie Gott die Welt schuf." (Friedrich Nietzsche)
      "Heutzutage gilt es schon als Musik, wenn jemand über einem Rhythmus hustet." (Wynton Marsalis)
      "Kennen Sie lustige Musik? Ich nicht." (Franz Schubert)
      "Eine Theateraufführung sollte so intensiv und aufregend sein wie ein Stierkampf." (Calixto Bieito)
    • pfuetz schrieb:

      1.) Gibt's den Film irgendwo?
      Der Film ist mal 1993 in 3Sat gezeigt worden, und eine DVD gibt es leider nicht. Es gab ihn mal 1992 auf VHS vom Label Allstar. Ich habe aber nirgendwo eine Verkaufseintragung darüber gefunden.

      Allerdings habe ich das hier gefunden:

      "https://www.download-films.de/?session=SAhNCbaJAbB5x0CRh6Nc7k5epGHT1j&film=1084"

      Das ist aber kostenpflichtig, und die Länge beträgt angeblich 108 Minuten (original sind 144 Min., als PAL 139 Min.). Zur Qualität kann ich nichts sagen.


      jd :wink:
      "Interpretation ist mein Gemüse."
      Hudebux
      "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
      Jean Paul
    • Einen Trailer (der ist wohl legal, weil er auf download-.films hinweist) fand ich noch unter:

      "http://video.google.com/videoplay?docid=4582911636836314215"

      Matthias

      P.S.: Danke, bin gar nicht auf die Idee gekommen, einfach mal danach zu googlen...
      "Bei Bachs Musik ist uns zumute, als ob wir dabei wären, wie Gott die Welt schuf." (Friedrich Nietzsche)
      "Heutzutage gilt es schon als Musik, wenn jemand über einem Rhythmus hustet." (Wynton Marsalis)
      "Kennen Sie lustige Musik? Ich nicht." (Franz Schubert)
      "Eine Theateraufführung sollte so intensiv und aufregend sein wie ein Stierkampf." (Calixto Bieito)
    • Hallo,


      offensichtlich ist dieser Film nie auf DVD veröffentlicht worden und die VHS-Version scheint es auch schon lange nicht mehr zu geben. Im Internet habe ich herausgefunden, dass dieser Film vom ZDF co-produziert wurde. Vielleicht hilft es, wenn man Kontakt mit dem ZDF (ZDF-Mitschnittdienst) aufnimmt, um eine Kopie auf DVD zu bekommen, denn in deren Archiv müsste sich der Film noch befinden. Ich habe das schon zweimal so gemacht, d. h. einmal hatte ich vom WDR und dann vom ZDF DVD-Kopien von Filmen bekommen, die es entweder nie oder nicht mehr zu kaufen gibt. Das ist zugegeben nicht ganz billig aber wenn man sehr daran interessiert ist dann ist es besser als nichts.

      Lionel
      "Musik ist für mich ein schönes Mosaik, das Gott zusammengestellt hat. Er nimmt alle Stücke in die Hand, wirft sie auf die Welt, und wir müssen das Bild zusammensetzen." (Jean Sibelius)
    • Penthesilea 1981 Schiller-Theater

      pfuetz schrieb:

      2.) Kennt hier zufällig jemand die 1981-er Inszenierung aus Berlin und könnte uns dazu etwas sagen?

      pfuetz schrieb:

      Dem Bastardbuch ist zu entnehmen (es gibt einen Anhang mit der Auflistung sämtlicher Inszenierungen von Hans Neuenfels!), daß Neuenfels die Penthesilea von Kleist in Berlin 1981 am Schillertheater inszeniert hat, Premiere war am 27. Juni 1981, die Penthesilea spielte seine Frau Elisabeth Trissenaar, das Bühnenbild damals stammte von Hans Neuenfels und Anna Viebrock. Nun findet sich auch ein Foto dieser Inszenierung in dem Bastardbuch, nämlich von der Schlußszene, und die sieht dem, was wir in Frankfurt sehen können, sehr ähnlich (Koffer, Rollstuhl, blutverschmierte Penthesilea). Weiterhin wurde diese Inszenierung sogar extra verfilmt (Regie: Hans Neuenfels, Produktion: Regina Ziegler Filmproduktion), bzw. als Dokuarbeit festgehalten unter dem Titel "Heinrich Penthesilea von Kleist". Dieser Film lief dann im Forum des internationalen Films auf der Berlinale 1983.

      Tatsächlich habe ich diese Inszenierung 1981 im Schiller-Theater gesehen, und sie gehörte zu meinen nachhaltigsten Erlebnissen im Sprechtheater überhaupt. Neben Trissenaar spielten Hermann Treusch (Achill) und Katharina Thalbach (Prothoe, wenn ich mich richtig erinnere). Das ist nun schon 30 Jahre her und die Erinnerung nicht mehr gar so präsent. Allerdings habe ich einige Elemente in den Besprechungen der Franfurter Schoeck-Aufführung wiedererkannt, so die Koffer in der Schlusszene. Die Athmosphäre dieser Szene im Schiller-Theater ist mir allerdings völlig anders in ERinnerung, weil Elisabeth Trissenaar den Schlussmonolog ganz nachdenklich ("Küsse? Bisse?...") geradezu lyrisch gestaltet hat und die ungeheure Wirkung aus dem Kontrast zwischen diesen leisen Tönen und dem monströsen Geschehen entstand. Sehr bewegend!

      Den Film kenne ich nicht; den Längenangaben zufolge müsste er gegenüber der Bühnenaufführung erheblich gekürzt sein; die hat nämlich, wenn ich mich recht erinnere, fast vier Stunden gedauert.

      Schoecks Penthesilea kenne ich nur von Platte/CD. Dieser hochemotionale Dauerdruck hätte zu dem geradezu behutsamen Grundton der Schillertheater-Inszenierung kaum gepasst.
    • Mir ging es erstmal nur darum, rauszufinden, wie viel sich Neuenfels selbst zitiert hat (bin skeptisch geworden durch Knabes absolut mißlungene Selbstzitiererei beim Tristan in Mainz, wo er blind bei seinem Lohengrin in Mannheim klaute). Es scheint also so zu sein, daß Neuenfels nur kleine Teile als Ideen übernahm, und zur Musik, und der doch zeitlich viel kürzeren Oper (verglichen mit Kleists Theaterstück) dann stringente neue Ideen entwickelt hat.

      Danke für all die Infos!

      Matthias

      P.S.: 1981 waren beteiligt (laut Angaben aus dem Bastardbuch):

      Dramaturgie: Peter Rüedi
      Musik: Heiner Goebbels
      Kamera/Filme: Frank Banuscher

      Darsteller:
      ========
      Elisabeth Trissenaar (Penthesilea)
      Katharina Thalbach (Prothoe)
      Nicole Heesters (Asteria)
      Verena Peter (Meroe)
      Lieselotte Rau (Die Oberpriesterin)
      Charlotte Joeres (Arsinoe)
      Edith Robbers (Cynthia)
      Berta Drews (Die Oberste)
      Hermann Treusch (Achilles)
      Ulrich Hass (Odysseus)
      Jörg Holm (Diomedes)
      Holger Madin (Antilochus)
      Hans-Joachim Grubel (Adrast)
      Hans-Eckart Eckhardt (Der Ätolier)
      "Bei Bachs Musik ist uns zumute, als ob wir dabei wären, wie Gott die Welt schuf." (Friedrich Nietzsche)
      "Heutzutage gilt es schon als Musik, wenn jemand über einem Rhythmus hustet." (Wynton Marsalis)
      "Kennen Sie lustige Musik? Ich nicht." (Franz Schubert)
      "Eine Theateraufführung sollte so intensiv und aufregend sein wie ein Stierkampf." (Calixto Bieito)