Mozart "Don Giovanni" , Staatsoper Hamburg,24.9.2011

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    • Mozart "Don Giovanni" , Staatsoper Hamburg,24.9.2011

      ein satz mit x,"das war wohl nix"...
      hilfe! wie kann man mozart nur so lieblos und klanglos spielen!
      ich glaube nicht,dass es an den hamburger philharmonikern liegt,die würden schon können,wenn man(n) oder besser frau sie denn liesse.
      simone young lässt jegliches gespür für einen mozart vermissen.es ist traurig und es ist ärgerlich.
      doris dörrie´s daneben gegangene inszenierung stört da kaum noch.
      aber kann es denn noch schlimmer kommen?
      da können die sänger/innen noch so dagegen ansingen,wenn frau young und das orchester nicht mitspielen,geht halt nichts.
      wolfagng koch wirkt teilweise gelangweilt,erst im letzten bild,zeigt er sängerisch u. darstellerisch,was ich mir von der rolle erwarte.
      warum wilhelm schwinghammer als leporello eine feuerrote perücke tragen musste,weiss wohl,doris dörrie alleine.gesungen hat er gut und streckenweise auch gut gespielt.
      elza van den heever als donna anna sang sich im laufe des abends gut in form,von ihrem spiel kann man das nicht sagen,ausser grosse augen machen,war´s das schon.
      christina damian als donna elvira,frl. rottenmeier höchstpersönlich.hätte mit ihrem kostüm sofort in der nä. heidi-verfilmung mitspielen können.auch sie konnte letztendlich gesanglich nicht gerade überzeugen.
      jongmin park als masetto war sängerisch u. schauspielerisch überfordert.
      ebenso und noch viel schlimmer,maria markina,ihr fehlte es total an gespür für mozart.
      nun muss ich schon zugestehen,dass es bei dieser orchestralen begleitung immens schwierig für die sänger sein muss,das richtige gefühl und gespür rüber zu bringen.

      dorris dörries idee mit dem weibliches tod als sinnbild durch die ganze inszenierung,mit einzuflechten,mag ja noch angehen.
      aber ihr und ihrer bühnenbildnerin ist nicht sonderlich viel eingefallen.
      einfach lauter überdimensionale einzelstücke,sei es ein bett,ein divan,eine steinplastik,ein baum,ein tisch mit kronleuchter(aus skelettknochen) oder eine riesige,liegende frauenfigur mit gespreizten beinen,die stark an arbeiten von mirò erinnert(der fluchtweg des don giovannis führt geradewegs durch eine riesengrosse rote vagina)...auf die bühne zu stellen, ist mir zu wenig.
      im hintergrund wird die weisse wand mit traumbildern der schlafenden donna ann,donna elvira u. zerlina bebildert.
      oder mit wolkenbildern,oder mit einem, mehr oder weniger, schemenhaften softporno,während leporello die errungenschaften seines herrn aufzählt.
      mir ist das zuwenig.das ist keine aussage.
      es hätt´so schön werden können.
      lg yago
      den Don Ottavio hätte ich fast vergessen,der wurde von
      Dovlet Nurgeldiyev hervorragend gesungen,leider wurde er von der regie ziemlich alleingelassen.das war einer hamburger staatsoper würdig.
      er erhielt auch den grössten applaus und bravi.