Eben den Blues bekommen oder auch bekämpft mit.....

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    • Bei mir gibt es immer mal wieder einen Schwapp aus der Box



      Die alphabetische Reihenfolge lässt einen immer wieder in überraschendes Gebiet kommen. Bei mir läuft im Moment Gutgelauntes von Willie Dixon. Wie sich in der Folge zeigt, kann er auch anders. Bei der Auswahl vermisse ich "Little Red Rooster" u.ä, d.h. Titel, die folgenreich waren. Von "Spoonful" habe ich gleich mehrere Coverversionen, da hätte mich das "Original" einfach interessiert. Aber trotzdem finde ich für mich die große Box gut, auch wenn sie mich hin und wieder dazu bringt, etwas "nachzukaufen". Ja, das habe ich mir so mit 27 oder so vorgenommen, meine Konzentration auf Klassik und Rock irgendwann im Alter wieder auszuweiten - etwa auf Blues. Ein gütiges Schicksal hat mich nun in eben diesen Lebensabschnitt kommen lassen


      Liebe Grüße Peter
      .
      Auch fand er aufgeregte Menschen zwar immer sehr lehrreich, aber er hatte dann die Neigung, ein bloßer Zuschauer zu sein, und es kam ihm seltsam vor, selbst mitzuspielen.
      (Hermann Bahr)
    • Ich hatte vor zwei Wochen einige Bluesmusiker über youtube gehört. Dann hatte ich zwei Bestellungen aufgegeben - heute ist die erste eingetroffen:



      Blind Willie McTell
      King of the Georgia Blues



      Ich höre gerade einige Songs daraus an.


      jd :wink:
      "Interpretation ist mein Gemüse."
      Hudebux
      "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
      Jean Paul
    • :wink:

      Der perfekte Tag: Man fährt die Mosel rauf von Trier nach Metz, dort geht man in einen typischen Plattenkramladen Discover, in den vielleicht mal drei Leute passen, neben all den Stapeln schwarzen Goldes. Hoffentlich hat man dort wieder echte Schätze gefunden. Danach geht es zum Dejeuner zu Thierry, hmmmm..formidable! Dann geht es zu dem tollen La Face Cachée, noch besserer Laden. Dort nimmt man auch alten Schrott in Zahlung und kann anschließend gegen echte Perlen tauschen, zum fairen Preis. Zum Schluss in das Bistro nebenan und man genießt einen Pastis oder Cognac, je nach Jahreszeit. Dann fährt man die Mosel wieder runter und zurück in das ebenso wunderschöne Trier.

      Diesmal dabei entdeckt und gekauft:



      Grandios!

      Gruß, Frank
    • Heute morgen war zum Wach-Werden perfekt die Debut-CD von Annika Chambers mit den Houston All-Stars - Making My Mark, 2014 Montrose Records (Bei Partnern nur als Download).

      :juhu: :juhu: :juhu:

      Moderner Texas-Blues und blueslastiger Soul mit einer gehörigen Portion Funk und der sehr starken Stimme von Annika Chambers, die keine junge Frau mehr ist, obwohl es ihre CD-Debut ist. Sie war wohl viele Jahre in der US-Army, bevor sie begann, sich in der Blues-Szene Houstons rumzutreiben und dort bald Aufsehen erregte. Für die angenehmerweise nicht zu perfekt-sterilen Arrengements sorgte Bassist/Producer Larry Fulcher, für gute EGitarren-Soli Corey Stoot, Brad Absheer und David Carter, gute Texas-Blues-Shouter-Sax-Arbeit von Anthony Terry & Kyle Turner.

      :wink: Matthias
    • Letzten Monat waren wir in ihrem Konzert – Wahnsinn! Ich habe mich am längsten gegen den überwältigenden Eindruck gewehrt und, wie ich das gern mache, angefangen mich an kleinen Unebenheiten hochzuziehen, um mir nicht eingestehen zu müssen, daß da gerade etwas sehr Wundervolles passiert. Aber nicht lange. Nach fünf Songs war ich weggeblasen wie die anderen und fröhlich wie ein kleines Kind.



      Schotten, die den Blues bekommen, gut. Ist ja in jedem Falle interessant. Aber damit hätte ich niemals gerechnet. Nimmo, den einige von Projekten mit seinem Bruder vielleicht schon kennen, singt dermaßen genial, daß man ihn vor lauter Dankbarkeit schwarz anmalen möchte. Riesenrespekt auch vor seiner Gitarrenarbeit. Wie unglaublich geschmackvoll er spielt und wie absolut songadäquat! Pure craftsmanship! Vermutlich sehr weit oben unter europäischen Bluesgitarristen. Er setzt ein bißchen sehr viel Wah ein, meist aber passt es auch. Und Höhepunkt dieser ganzen ersten Platte (es gibt inzwischen zwei, die erste ist ein bißchen „besser“, weil rauer und dergl.) ist natürlich sein minutenlanges Solo auf dem Clapton-Cover „Old love“!



      Leider gibt es im Netz nicht die Studioversion, die ist so ungeheuer intensiv. Weitere Anspieltips: Der Klassiker „Mr. Highway Man“. Auf der zweiten CD, die letztes Jahr erschienen ist, gibt es ein großartiges Cover des ohnehin genialen Free-Songs „Heavy load“. Dann von der ersten Platte unbedingt auch „Lose control“, „Broken heal“ und „Heart without a soul“.

      "http://www.youtube.com/watch?v=OzYvXCj8j68"

      Die können nämlich auch richtig klasse Songs schreiben, die Kings Kings. Geht dahin! Kauft das! Hört das. Das ist gut.

      :wink:

      "In the year of our Lord 1314 patriots of Scotland, starving and outnumbered, charged the field of Bannockburn. They fought like warrior poets. They fought like Scotsmen. And won their freedom."

    • Lieber Wettergraf, was für eine nette Stippvisite.

      Ich habe auch eine CD der Nimmo Brothers:



      Von der war ich jedoch etwas enttäuscht, zwar nicht wirklich schlecht, gradliniger Bluesrock der hardrockigeren Sorte, aber irgendwie auch etwas langweilig. Hier fehlten mir Ideen und leider auch richtig gute E-Gitarrensoli. Aber bei Gelegenheit versuche ich es nach deinem Beitrag noch mal mit den King Kings.

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      Hallo Peter,

      ist Bessie Smith nicht toll? Unglaubliche Ausdruckskraft und auch ungewöhnlich gute Begleitung, für die sie, wie für ihr ganzes Show-Unternehmen, schon selbst verantwortlich war.

      Ein besonders schönes Tribute-Album aus dem Geist des radikalen Chicagoer AACM hat die Pianistin, Organistin und Sängerin Amina Claudine Myers aufgenommen, das ich mir jetzt mal wieder eingelegt habe:



      :juhu: :juhu: :juhu: :juhu: :juhu:

      Amina Claudine Myers ist Mitglied des AACM. der seit den End-60ern bestehenden radikalen afroamerikanischen Chicagoer Musikerinitiative, und seit Jahrzehnten in der Chicagoer und New Yorker Free-Jazz- und Creative-Jazz-Szene aktiv, auch immer mal wieder mit eigenen Bands. Derzeit ist sie vor allem in den Bands von Archie Shepp tätig. Als Hammond-Organistin ist sie eine, der ganz wenigen, die die progressive Tradition von Larry Young, dem 'Coltrane der Hammond B3', fortgesetzt hat. Als Pianistin ist sie vor allem ihrem Lehrer, dem AACM-Mitgründer Muhal Richard Abrams, verpflichtet. Als Sängerin hat sie, so auch auf dieser Aufnahme, afrikanische Gesangstechniken in den Jazz und Blues eingebracht. Aber man hört bei ihr auch immer wieder durch, dass sie schon als Kind in der Kirche der Schwarzen die Orgel gespielt und gesungen hat. AACM-Konzeption ist moderner, auch oft avantgardistischer Creative Jazz und Free Jazz, aber in der ganzen Tradition von dem, was sie "Great Black Music" nennen. So ist das Neuere dann auch hier recht behutsam eingeführt und auch Myers eigene Kompositionen fügen sich bestens in dieses wunderbare Tribute-Album ein.

      Die letzten Tage lief bei mir aber vor allem ein anders Tribute-Album und dies nun 'reiner' akustischer Delta-Blues: Die neue CD von John Mooney, ein Tribute für Son House.

      John Mooney - Son And Moon 2014 Fatback Records

      :juhu: :juhu: :juhu: :juhu: :juhu:

      Nur als Download hier: "http://www.amazon.de/Son-Moon-John-Mooney/dp/B00JLCY450/ref=sr_1_10?ie=UTF8&qid=1398901619&sr=8-10&keywords=John+Mooney"

      John Mooney ist in den frühen 70er noch selbst zu Son House gepilgert, um beim alten Blues-Meister, dessen Songs auch im Rock unzählige Male gecovert wurden, zu lernen. Hier beschränkt er sich ganz auf die National Steel Guitar und foot stomping und erweist sich selbst nun als Meister der akustischen Slide-Guitar. Auch seine Stimme ist im Guten gealtert. Good Morning Little School Girl klingt dadurch nun jedoch mit dieser Stimme nicht bloß dirty, sondern völlig verboten :D

      Es gibt unendliche viele Son House Covers und Tributes, aber nur ein Tribute-Album ist genauso gut und das lief natürlich bei mir letztens auch wieder, nachdem das Mooney-Rez-Exemplar bei mir eingetroffen war:



      :juhu: :juhu: :juhu: :juhu: :juhu:

      Rory Block ist ebenfalls eine exzellente Gitarristin und Sängerin, hat sich hier aber noch eine zweite Gitarre und Harmonica zur Verstärkung geholt.

      Ihre ganze Serie von akustischen Tribute-Alben, bislang auch noch für Robert Johnson, Mississippi John Hurt und Mississippi Fred McDowell kann ich nur uneingeschränkt empfehlen.

      :wink: Matthias
    • Bridget Kelly Band - Forever In Blues, 2014 Alpha Sun Records

      :juhu: :juhu: :juhu: :juhu:

      Scheint es bislang in Deutschland nur als Download zu geben:

      "http://www.amazon.de/Forever-Blues-Bridget-Kelly-Band/dp/B00L284WU8/ref=sr_1_1?s=dmusic&ie=UTF8&qid=1403127108&sr=1-1&keywords=Bridget+Kelly+Band"

      Ihre zweite Scheibe ist deutlich besser, als ihre eher durchwachsener Erstling:



      Forever In Blues ist eine mit 15 guten eigenen Songs prall gefüllte elektrische Memphis-Blues- und Texas-Blues-Scheibe. Bridget Kellys Stimme überzeugt mich mit einer Oberfläche von etwas kühler Abgeklärtheit, hinter der dann doch immer wieder Abgründe von Melancholie und stärkeren Gefühlen lauern. Das gelingt ihr überzeugend mit viel Laid-Back und gesanglichen Dehnungen, für die sie sich wohl einiges bei Billie Holiday, wenn sie Blues sang, abgehört hat, in Szene zu setzen. Gitarrist Tim Fik finde ich ebenfalls sehr überzeugend, klar, wie heute so viele, besonders von Stevie Ray Vaughan beeinflußt, aber das ist ja nichts Schlechtes, besonders, wenn man, wie Fik, durchaus eigene Akzente setzen und dabei zu einem eigenen Tonfall kommen kann und sich nicht wie ein Klon anzuhören bemüht. Auch Bassist Mike Hammer ist eher variabler als so oft die E-Bassisten im Blues, obwohl er eher ökonomisch, aber druckvoll spielt.

      :wink: Matthias
    • City Boys All Stars – Blinded By The Night. Live From The Cutting Room, NYC 2013, 2014 City Boys All Stars Eigenlabel

      :juhu: :juhu: :juhu:

      Stark bläserlastige mittelgroße Formation erstklassiger Musiker um den Saxophonist Lou Marini und den Multi-Instrumentalisten Tom Malone, der so ziemlich alles blasen kann. Beide dürften vor allem von Blood, Sweat & Tears und der Blues Brothers Band bekannt sein und haben, quer durch alle Sparten auf unzähligen Alben für scharfe Bläsersätze gesorgt.Musikalisch gibt es überwiegend Soul-Blues mit viel Brass Rock und Funk, etwas Soul und R & B und sehr guten Bläser-Jazz-Soli, besonders von TausendassaLew Soloff an der Trompete. Saxophonist Andy Snitzer kenne ich eher als Post-Bopper, Trompeter Tony Kadleck aus dem Maria Schneider Orchestra, Al MacDowell, der tolle Soul-Patterns klasse variierend einbringt, als E-Bassist von von Ornette Coleman, aber sie haben hier hörbar Spaß, leichte, aber gut gemachte Mitgeh-Musik zu machen, wofür sie sich auch ziemlich gute Sängerinnen und Sänger ausgesucht haben. Nur God Bless The Child ist zwar prima gesungen, aber das funkige Drauflos-Brass-Rock-Arrangement nimmt dann doch dem Song viel an Wirkung. Unter den weiteren Musikern überzeugt vor allem die funkige Gitarre von Mike Mevola.

      :wink: Matthias


    • Sehr angetan vom Hendrix-Cover "Voodoo chile". Ich weiß nicht, ob das noch astreiner Blues ist, aber doch.

      "https://www.youtube.com/watch?v=OEJh2FFUUoU

      Grüße, nichts als Grüße,

      :wink:

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    • Was man so findet. Aufgenommen im Jahr 1965, wird im nächsten Jahr 50. NUR : man merkt es nicht ! Für mich seit Erwerb der LP 1967 ein unübertroffener Klassiker , der dennoch immer wieder staunen läßt, was damals in einer -tja, hier passt es einfach - Sternstunde aufgezeichnet wurde. Zeitlos ? Ich meine, ja.

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      Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang " - Don't all thank me at once (Scott Miller) - Jung sterben , aber so spät wie möglich ( F. Jourdain )
    • Den Tag über Bruno Walter ...aber zum Coast Guard Westküsten IPA von Ratsherrn passt Little Walter doch besser .

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