Eben den Blues bekommen oder auch bekämpft mit.....

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    • Andreas schrieb:

      Der unglaubliche Little Milton (diese LP gibts noch nicht auf CD)
      Der ist wirklich gut . Das Schöne ist, die Platte gibt es schon unglaublich lang als CD - seit 1989 !. Die japanische Ausgabe ist natürlich teuer , aber die reguläre gibt es je nach Quelle (gibt ja verschiedene amazonen und andere Anbieter) schon ab 10 . Feines Doppelpack .

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      Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang " - Don't all thank me at once (Scott Miller) - Ich behalte mir das Recht vor , Fehler zu machen .
    • Andreas schrieb:

      auch wenn beide LP`s offenbar nicht vollständig übertragen wurden).
      Die japanische CD ist komplett . 2014 limitiert erschienen , kostete um 1000 Yen (Spottpreis) . Nun natürlich teurer geworden . ( Im UK geringfügig billiger . In Japan liegt sie bei ca.15 € ).

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    • Dank an b-major für seinen freundlichen Hinweis, die obenstehende CD (Doppelpack Little Milton) ist soeben aus Japan eingetroffen:

      Hören tue ich aber jetzt was anderes, nämlich den phantastischen BluesSoul-Sänger Bobby Blue Bland.

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      Auf dieser Anthology ist alles drauf, was man für dieses Genre braucht, beginnend mit den herrlichen Chess-Aufnahmen ab 1952 über den orchestralen Schmalz in den 60igern bis zum Soul/Pop der 70iger und 80iger. Seine Version des T-Bone-Walker-Klassikers "I Call It Stormy Monday" mit der chromatischen Rückung, später auch von den Allman Brothers in der legendären Live at Fillmore East-Aufnahme übernommen, macht dieses Stück für mich überhaupt so großartig. Nicht unerheblichen Anteil hat sein phantastischer Gitarrist Wayne Bennett, den ich beim ersten Hören zunächst mit T-Bone Walker verwechselte.

      Seine Duokonzerte mit B.B King gehören zu den Blues-Sternstunden. Allerdings muß man sein offensichtlich als signature-Element eingesetztes und in späteren Zeiten allzu prominent verwendetes Gerotze mögen.

      :wink: Andreas
    • Weiter in die funky 70ger. Fettere, abgehangenere Grooves als mit der Rhythmusgruppe Bernard Purdie, Cornell Dupree und Chuck Rainey sind gar nicht mehr denkbar. Wenn dann noch der Gigant Gil Scott-Heron dazukommt, werden keine Gefangenen mehr gemacht. Wie hier auf "Artificialness", eine intelligente Abrechnung mit Richard Nixon in Form eines Briefes eines offenbar handgreiflichen Ehemannes, der den Vietnamkrieg mit seinem Ehealltag in Bezug setzt ("prevented reaction strike"):

      youtube.com/watch?v=uFt2Ny1hv_E
    • In einem Parallelthread war von Orgeltrios die Rede. Ein eigenes Genre, bei dem es neben der Virtuosität der Beteiligten im Besonderen auf die Fähigkeit des Organisten ankommt, mit den Füßen den Basspart absolut unabhängig von den Händen treibend und groovy darzubringen, wie zum Beispiel das Matt Schofield Trio:

      youtube.com/watch?v=Yfi9fKpm3yU


      Überhaupt Matt Schofield:



      Nicht die schlechteste Version von Albert King`s Breaking Up Somebodies Home
    • "Ronnie Jacobsen is the musicians musician. Respected and loved by his colleagues. Ronnie Jacobsen lets his inspiration shine through, and is not afraid of combining inspiration from both Muddy Waters and Prince in the same song. Genre-wise Ronnie Jacobsen finds himself in an exciting crossover between blues, soul and hip hop. This makes him unique. His musikal universe can be describes as a blue, organic witch brew, spiced with soulfull vocals, Sparkling guitar play, dreamy sound landscapes and hypnotic rythms."

      sagt der Veranstaltungshinweis des Notodden Blues Festivals über den norwegischen Allrounder.

      So weit kann ich gut mitgehen, wenn es sich um diese Platten handelt:



      und



      (zum Reinhören auf MP3 klicken)

      Seine neueste CD "The Blues In Me" kann dagegen leider nicht ganz mithalten.

      Überhaupt finde ich das sehr spezielle Genre des, ich nenne es mal Blues-Ambient, recht interessant. Ich kenne erst wenige vergleichbare Beispiele wie z.B. diesen Hammer aus Hamburg:



      Hier spielt Muddy Waters eine tragende Rolle.


      Oder hier: Auf dieser schönen Scheibe wird in dem 8. Stück Pablo`s Blues der großartige Robert Johnson mit seinem Klassiker Come In My Kitchen mit gekonntem Sampling sehr schön gewürdigt:



      Wer kann mehr von dieser Art empfehlen?
    • Ich liebe diese Scheibe, vor allem die zweite (De Ole Folks...) in der Taj solo spielt.


      Taj Mahal: Giant Steps / De Ole Folks At Home

      Finde übrigens die Trennung des Rock- und des Bluesbereiches nach wie vor diskussionswürdig, wenn auch in diesem Fall die Zuordnung nicht allzu schwer fiel. Am liebsten würde ich dieses Posting (diesen Tip) "drüben" nochmal posten bin aber zu faul... Und nun fehlt was Krasses in Krass gehört :(

      Aber Hauptsache jemand entdeckt es und die Sonne scheint ihm/ihr aus dem A... :kuss1:


      LG :D
      "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
      (Shunryu Suzuki)
    • Da es eine Blues-Schublade gibt , pack ich die Platte da mal rein . Nach meiner Erfahrung seit Jahrzehnten unterschätzt , und das wird sich auch nicht mehr ändern . Aber was Butterfield , Bishop und Co. 1967 einspielten hält auch heute noch allen Vergleichen stand . Jede Position ist stark besetzt , die Bläser sind integriert , das Repertoire eine Melange aus Klassikern und eigenen Stücken - die Spielfreude ist hörbar !



      Hörprobe : youtube.com/watch?v=rDQOGlQNXNs
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    • Neu

      Mit Katie Melua (Ausgangspunkt) und youtube (der Tod der Musik aber wenn man es gezielt einsetzt sensationell) weiter Musikgeschichte gelernt...

      Nobody Knows You When You're Down and Out
      Ein Blues Standard von Jimmy Cox (1882-1925) aus dem Jahr 1923 - wenn du mal runterrutschst, kennt dich keiner mehr...

      Bessie Smith 1929
      Derek and the Dominos (featuring Eric Clapton and Duane Allman) aus dem Album Layla and Other Assorted Love Songs 1970
      Eric Clapton 1992 (MTV Unplugged)
      Peter, Paul and Mary
      Otis Redding
      Rod Stewart
      Sam Cooke
      Janis Joplin und Jorma Kaukonen (Gitarre)
      B.B. King
      Nina Simone
      The Spencer Davis Group (1966)
      Katie Melua (2012)
      Zur Info: Bis auf weiteres keine aktive Moderationstätigkeit meinerseits.
      Herzliche Grüße
      AlexanderK
    • Neu

      Um das mal 'n bisschen zu illustrieren die grandiose Bessie Smith mit 'Nobody knows you...':

      youtube.com/watch?v=Zea-1Fzi9JQ

      Für mich immer ein Song und auch eine Interpretin, die genau den 'Blues' traf bzw. trifft. Eben aus dem Dreck und den Verzweiflungen des Lebens. Was bei Smith so völlig aus dem Erlebten kommend, klang, ist bei Alberta Hunter, obwohl ich ihr den Song auch abnehme, vielleicht doch schon ein Hauch von zu gewollt, zu sehr um einen künstlerischen Ausdruck bemüht.

      youtube.com/watch?v=YdaNlZhmHoM

      Hat Billie Holiday den Song eigentlich mal aufgenommen? Das hätte gepasst.

      :wink: Wolfram
    • Neu

      Wolfram schrieb:

      Hat Billie Holiday den Song eigentlich mal aufgenommen?
      Mitnichten . Aber wie wäre es , lieber Alexander , lieber Wolfram , wenn wir uns durch diese Interpretationsliste hören und dann unsere 5 Favoriten benennen ?

      secondhandsongs.com/performance/13105
      Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang " - Don't all thank me at once (Scott Miller) - Ich behalte mir das Recht vor , Fehler zu machen .
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      Danke für den Link, komme sicher gerne immer wieder drauf zurück. Mit Favoriten tu ich mir schwer, an sich ist für mich immer das was ich gerade höre der Favorit. Die stilistische Bandbreite zwischen Bessie Smith und etwa Rod Stewart ist aber schon extrem spannend.
      Zur Info: Bis auf weiteres keine aktive Moderationstätigkeit meinerseits.
      Herzliche Grüße
      AlexanderK
    • Neu

      AlexanderK schrieb:

      Die stilistische Bandbreite zwischen Bessie Smith und etwa Rod Stewart ist aber schon extrem spannend.
      Da gibt es noch andere Bandbreiten . Aber mein Vorschlag war auch mehr ein Verweis auf die schiere Fülle an Aufnahmen . Unbedingt hören sollte man aber mal Oscar Brown jun. mit seiner Version . youtube.com/watch?v=kv_zcnkEmOw Was man aus einem Song so alles machen kann , wenn man es kann !
      Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang " - Don't all thank me at once (Scott Miller) - Ich behalte mir das Recht vor , Fehler zu machen .
    • Neu

      b-major schrieb:

      Aber wie wäre es , lieber Alexander , lieber Wolfram , wenn wir uns durch diese Interpretationsliste hören und dann unsere 5 Favoriten benennen ?
      Meine Güte, die Liste ist ja nicht gerade kurz. ;( Aber ich fang mal ganz tapfer an. ;) Interessieren würde mich die Version mit Liza Minnelli, die leider nicht vorhanden ist. Da werde ich mich mal anderweit umschauen. Allerdings bezweifle ich, dass sie 1965 schon den richtigen Tonfall für den Song hatte. Das kam eigentlich erst später.

      b-major schrieb:

      Unbedingt hören sollte man aber mal Oscar Brown jun. mit seiner Version . youtube.com/watch?v=kv_zcnkEmOw Was man aus einem Song so alles machen kann , wenn man es kann !
      Fängt ja an wie 'n Weihnachtslied. ^^ Aber dann ist das wirklich sehr gekonnt. Ich bin mir nicht sicher, ob er nicht doch zu sehr nur das Material benutzt, ohne den Kern zu treffen. Aber das ist, wenn es so gekonnt ist, durchaus legitim. Zudem tolle Stimme!

      :wink: Wolfram
    • Neu

      Ich bin in der Liste bislang bis Nina Simone gekommen, die für mich ob ihrer Eigenheiten eigentlich immer dazu gehört. Aber eigentlich ist es bis dato weiterhin Bessie Smith, die ich am besten finde. Ansonsten Julia Lee, Louis Jordan (auch wenn der Ausschnitt ja sehr kurz ist) und LaVerne Baker. Dave van Ronk finde ich interessant, gerade auch die Verbindung zu Folk und Country, nur die Stimme finde ich auf Dauer unangenehm.

      Während ich das hier schreibe, bin ich noch ein wenig weiter gelangt. Jimmy Witherspoon und Odetta fand ich noch interessant, der jeweiligen Stimme wegen. Ansonsten begeistern mich die 60iger weniger. ^^

      Ich bin schon über 5 hinaus, aber die eigentliche Auswahl kommt ja auch erst am Schluss. ;) Schade übrigens, dass offensichtlich Dinah Washington den Song nicht aufgenommen hat.

      Ich merke im Vergleich allerdings immer mehr, wie sehr eine interessante und v.a. lebenserfahrene Stimme, jemand, der den sogenannten 'Knacks', wie Roger Willemsen das genannt hat, erfahren hat und in seiner Stimme bewahrt hat, mich dann v.a. anspricht und weniger das musikalische Arrangement.

      :wink: Wolfram