Eben den Blues bekommen oder auch bekämpft mit.....

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    • Ich habe mir jetzt mal Liza Minnelli angehört und wie vermutet habe, finde ich sie für den Song noch zu jung. Ende der 80iger, mit all den Abstürzen, die sie bis dahin erlebt hatte, wäre sie mit Sicherheit intensiver gewesen und dem Song auch gerechter geworden.

      Hier eine Live-Version von 1972, die ich der Studio-Aufnahme vorziehe. Da zeigt sie schon, was sie draufhat, aber das wäre bestimmt noch besser gegangen.

      youtube.com/watch?v=keO6k7obm7Q

      :wink: Wolfram
    • Puuh, nach dem Blues forum mußte ich erstmal suchen :S
      ... und ich bin ja nach wie vor der Auffassung daß dies hier mit "eben krass gehört" zusammengelegt gehört, denn was ist denn krasser in Zeiten heutiger Radiopopmukke als der gute alte Blues?! :D

      Aber also hier:


      Buddy Guy "Blues Singer".

      Untypisch für Buddy: ein rein akustisches Album. Das erste Stück mit komischem hohen Gesang kann täuschen..

      Aber ab Track 2 (Hookers Crawling Kingsnake in einer herzumdrehenden Tiefenversion) läßt dieses Album nie mehr los.

      Grandios!


      LG :)
      "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
      (Shunryu Suzuki)
    • Hallo Garcia,
      Dann gönne Dir auch die elektrische Variante, "Sweet Tea", die vor der "Blues Singer" erschienen ist. Das erste Lied auf der "Blues Singer" ist eine Ikone. Hier mit dem Komponisten als Interpret, der genau für seine hohe Stimme bekannt war: youtube.com/watch?v=t7bNt3tGbnE. Die verlinkte LP ist die eine für die Insel. Das Lied kommt übrigens auch in dem Film "O brother where art thou'" vor.
      Gruß, Frank
    • Die

      war in derselben Bestellung mit dabei :D wurde aber meinerseits noch nicht erwähnt weil ich mit der "Blues Singer" angefangen hatte...

      Hier empfinde ich "Baby Please Dont Leave Me" und vor allem den 12minüter " I Gotta Try You Girl" als zentral. Und der Opener "Done Got Old", solo, akustisch, pur, ganz groß.

      Zwei Hammeralben eines Musikers, den ich bis dato nicht auf dem Schirm hatte (Anstoß war, übrigens, Scorceses Rolling Stones-Konzertfilm "Shine A Light", in dem er für ein Stück auf die Bühne kommt und diese Band (die in bester Form war) mal eben kurz an die Wand spielt... Da blieb mir die Spuke weg...)


      Beide Alben super, die Blues Singer liegt mir etwas mehr da ich es gern akustisch hab.


      LG :)
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    • Beryllo schrieb:

      mit dem Komponisten als Interpret, der genau für seine hohe Stimme bekannt war
      Skip James hat die Stimme eingesetzt , aber das Gros seiner Songs wurde in normaler Stimmlage vorgetragen .So habe ich ihn jedenfalls erlebt , und als er 1967 durch Deutschland tourte , mußte er sich bei seinen Auftritten ständige Rufe nach "I'm So Glad" anhören , bis er das Stück dann nolens volens spielte - auf dem im Vorjahr erschienenen Debut 'Fresh Cream ' hatte Cream den Titel gecovert , und das war wohl alles , was ein Teil des Publikums von ihm kannte . Aber er war richtig gut .
      Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang " - Don't all thank me at once (Scott Miller) - Jung sterben , aber so spät wie möglich ( F. Jourdain )
    • Immer schon ein Liebling... Seine sanfte Art korrespondiert so toll mit meinem heimlichen Paps, dem Namensgeber meines Namens hier :D und er hat ja auch in seinen Akustikprojekten immer mal wieder Sachen von ihm gespielt...



      Mississippi John Hurt halte ich für eine der größten Gestalten im Blues insgesamt. Was nur meine persönlichen Begrenzungen zeigt, klar, isso.

      Aber "den Blues bekämpft" - - - - das gelingt mir mit ihm wie mit nix sonst :D



      LG :)
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      (Shunryu Suzuki)
    • Wer Mississippi John Hurt mag, sollte auch seinen Bruder im Geiste mit Freuden goutieren:



      The incredible Mississippi Joe Callicot, Ladys and Gentleman.


      8) LG
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      (Shunryu Suzuki)
    • Geilste Stimme in der Schnittmenge von Soul und Gospel.

      Produziert von Ry Cooder.

      Eingespielt mit seiner damaligen Tourband.

      Große große Songs.

      Noch Fragen?






      LG :)
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      (Shunryu Suzuki)
    • Kam heute als vermutlich letzte Lieferung dieses Jahres.



      Raw Delta Blues, der Titel ist Programm... Macht mich ungeheuer an! Keine Ahnung von wann die Aufnahmen sind, aufgrund der Soundqualität tippe ich auf 30er des letzten Jahrhunderts. Aber alles direkt und voll aufs Maul - hier hat sich jemand wenig um seinen Nachruhm gekümmert und das ist gut so :)


      LG :)
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    • garcia schrieb:

      hier hat sich jemand wenig um seinen Nachruhm gekümmert
      Ich nehme an, hier fehlt ein "ein" vor "wenig". Das war vor allem Alan Lomax (von ihm stammt die World Library Of Folk And Primitive Music), der ihn in den 40ern für die Library of Congress aufnahm (Weitere Aufnahmen entstanden in den 60ern). Und Martin Scorsese, der ihn Anfang diesen Jahrhunderts in seine Reihe "... Presents the Blues" aufnahm.



      Und ja, Son House war großartig!
      Bernd

      Fluctuat nec mergitur
    • Was für ein Titel, "World Library Of Folk And Primitive Music)" , unglaublich :D das ist der gute alte 50er Rassismus wie er lebte und leider wohl noch lebt...

      Vielleicht stammen meine Aufnahmen daher. - also 40er statt 30er, aber dann bescheiden aufgenommen.

      Ob er sich um seinen Nachruhm gekümmert hat weiß ich nicht. Die mir vorliegenden Aufnahmen sagen "No, Sir", da spielt und singt einer ohne Rücksicht auf Verluste einfach sein Ding. Grandios und unbehauen...


      LG :)
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    • garcia schrieb:

      Vielleicht stammen meine Aufnahmen daher. - also 40er statt 30er, aber dann bescheiden aufgenommen.
      Die Aufnahmen stammen aus 1930, 1941 & 42 , und den 60ern . Typische Ausschlachtung .
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    • Mal wieder eines der besten Blues-Alben , daß seit seinem Erscheinen 1965 seinen Platz in meinem Olymp nicht räumen mußte , zu Gehör gebracht . Immer noch unnachahmlich . Junior Wells war stimmlich und mit der Harmonika jung , frisch und neugierig , Buddy Guy ( dessen Name aus vertraglichen Gründen auf den ersten Pressungen nicht stand und den wir erst von Bob Koester/Delmark erfuhren , der auf die schriftliche Nachfrage eines Freundes antwortete : That guy is Junior's buddy - da fiel bei uns der Groschen ) noch in seiner ersten , für mich besten Phase , die so bis Ende der 60er anhielt , mit vielen schnellem Noten und dünnem , beissendem Ton , immer nervös und treibend klingend , aber unverkennbar - ab 70 wurde er immer beliebiger , und dann ab 90 klang er wie viele , dabei immer ein großartiger Gitarrist bleibend ; schließlich die rhythm section , die damals wie die üblichen Jazz-Begleiter klangen , nur etwas emotionaler und ausgelassener , bis mir dann irgendwann dämmerte : so spielt keiner mehr , und so kann auch kaum noch jemand spielen . Und das Ganze zusammen dann noch mehr als die Summe seiner einzelnen Musiker . Besser wurde Chicago Blues nicht mehr . Geschichte - aber man kann daraus lernen - Hoodoo Man Blues !

      youtube.com/watch?v=0KxVtC6AUVc
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