Yuja Wang - eine Ausnahmepianistin startet durch

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    • Kirche---Dorf Teil2

      Habe mir nochmal die "Rhapsody in blue" angehört und verglichen.
      Frau Wang hat wahrlich "keinen Schimmer vom Jazz."
      "Mensch Mädel, Gershwin swingt!", möchte man ihr zurufen, " da geht es nicht nur um Noten, da geht es um das dahinter!"
      Weshalb das hier noch nicht aufgefallen ist, keine Ahnung,
      (Eine Idee liefert mir der alte Chauvie Spruch von Frank Sinatra:"Frauen verstecken ihre O-Beine durch einen tiefen Ausschnitt")
      Sie macht aus Gershwin sowas wie Schopeng. Geht garnicht!

      Michael (Schlechtriem), ich habe verstanden!

      Gruß aus Kiel
      Ich vergesse niemals ein Gesicht. Doch bei Ihnen mache ich eine Ausnahme! (Groucho Marx)
    • Der komplette Klavier-Abend von "Verbier 2016"
      Schumann "Kreisleriana" - Ravel "Scarbo" (aus "Gaspard de la nuit") - Beethoven "op. 106"

      => "https://www.youtube.com/watch?v=3q5aZeLdqgY"

      (... nicht nur zur allfälligen Klärung gewisser Vortragsbezeichnungen ;-)... )
      Liebe Grüße,
      Berenice

      Colors are like music using a short cut to our senses to awake our emotions.
    • Den "Piano- resp. Miss-Wang-Aficionados" möchte ich beim Schumann ganz unbedingt den Vergleich mit der Performance in der Carnegie Hall empfehlen!
      => "https://www.youtube.com/watch?v=1vPJUOD5XBU"
      Liebe Grüße,
      Berenice

      Colors are like music using a short cut to our senses to awake our emotions.
    • Ein 2014 bei der DG erschienenes Yuja Wang-Album wurde bisher in diesem Faden noch nicht erwähnt. Ich habe auch bisher einen Bogen um dieses Album gemacht, weil ich solchen Projekten sehr skeptisch gegenüber stehe. Gleichwohl frage ich mal in die Runde: Kennt jemand von Euch diese CD?



      Es handelt sich um den Soundtrack zum Film "Summer in February", der von Benjamin Wallfisch komponiert wurde. Yuja Wang spielt Soloklavierstücke und Stücke für Klavier und Orchester, es wirken ferner mit: Jack Liebeck (Violine), Raphael Wallfisch (Cello) und das Chamber Orchestra of London, geleitet vom Komponisten.

      [Blockierte Grafik: https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/71laceQxx1L._SL1364_.jpg]

      Fahrstuhlmusik? Dickliche Soße? Oder doch ganz ansprechend? Da das Album inzwischen zu einem relativ günstigen Preis gehandelt wird und der Cellist Raphael Wallfisch ja auch kein Schlechter ist, überlege ich mir mittlerweile doch einen "Testkauf"...
      "This is a song about love and loss. Which makes it exactly like every other song I've ever written."
      (Marc Cohn)
    • Ich habe sie mir gerade für 8,75 € im Amazon Marketplace bestellt (jpc-Preis ist 17,99 €). Okay, dann bin ich ja mal auf Deine Meinung gespannt, lieber AlexanderK :cincinsekt:
      "This is a song about love and loss. Which makes it exactly like every other song I've ever written."
      (Marc Cohn)
    • Lieber Musikliebhaber

      Diese Aufnahme kenne ich nicht, denn auch ich meide solche Produktionen. Das ist vielleicht ein Fehler, denn die Wallfisch`s sind phänomenale Musiker.
      Benjamin ist der Sohn des Cellisten Raphael Wallfisch und der Enkel der legendären Anita Lasker-Wallfisch (einer Überlebenden des unsäglichen "Mädchenorchesters" von Auschwitz.)

      Aber ich möchte sehr gerne hinweisen auf Wang`s Exegesen der Brahms-Balladen op.10 (Carnegie-Hall, live), die ich sehr gerne höre, weil ich das Brahms-Idiom als realisiert empfinde (ach, wie ich mir doch hier das hochkompetente Urteil eines Christian Köhn wünschen würde...).

      Ich könnte mir vorstellen, dass der geniale 21-jährige Johannes zufrieden ist mit einer genialischen 29-jährigen, clara-würdigen Interpretin, die den Mut hat, sich dem deutschen Repertoire zu stellen. Mit Bravour!

      youtube.com/watch?v=8ANRNNoqXdA

      Gruss von Walter
    • Ja, großartig. Ich finde aber auch das raue, trockene Cellospiel sehr attraktiv. Insgesamt ist die Rachmaninow Cellosonate ein fantastisches Stück, und wohl auch ziemlich schwierig, wenn man das so sieht. Gibt es die in dieser Kombi auch auf CD (oder DVD)?

      maticus
      Social media is the toilet of the internet. --- Lady Gaga
    • Berenice schrieb:

      little note - für Yuja- und Serjosha-Fans:
      Phänomenal, wie Yuja Wang diesen vertrackten Lauf im "allegro scherzando" von Rach's Cello-Sonate meistert:
      ab 4:04 youtube.com/watch?v=UYBX7K5irIc
      Da ertrag ich selbst Capuçons schnaubend-ruppiges Spiel
      2009/2010 habe ich diese Sonate im Akkord als "Begleitung" unseres Tanztheaters aufgeführt.
      Etwa 30 mal am Stück, das hatte was und hat auch Spaß gemacht.

      Auf der Bühne zwar, aber es wurde dazu eben getanzt.
      Da standen der Pianist und ich halt nicht im Rampenlicht, sondern wir haben den Background abgeliefert.
      Der virtuose Pianist war unser damaliger Studienleiter, der das toll gespielt hat.
      Überhaupt sind fast alle Pianisten im Hause, seien es Studienleiter oder Korrepetitoren, große Virtuosen auf dem Klavier.
      Unsung Heroes, wenn man so will.

      Natürlich nicht mit Frau Wang vergleichbar-die ist schon extrem over the top, eben Weltklasse- aber doch näher dran an diesem Niveau, als man denken könnte.

      Und ich muß bemerken, daß der Cellopart gegenüber dem Klavierpart extremst leichter ist.
      Daher habe ich auch ein Problem mit einem jungen Stier wie Capuçon, der da schnaufend und mit wilder Gebärde durchpflügt,
      als würde es sich um sonstwas handeln.

      Mir wäre das peinlich.
      Nichts gegen expressives Spiel-das sollte klar sein- , aber eine völlig unnötige Verausgabung zu faken, das finde ich nicht schön.
      Aber das kommt natürlich an, besonders von einem jungen und blendend aussehendem Capuçon .

      Der Pianist nämlich muß sich hier total verausgaben, während der Cellist wunderbare Kantilenen singen darf.
      Gut, das muß man auch als Cellist erst mal können.
      Und nicht zu knapp, das ist schon auch eine Kunst, über welche man lange reden kann.
      Aber der technische Unterschied zum Klavierpart ist trotzdem enorm.
      Der musikalische natürlich nicht, aber den Cello-Part kann man als Cellist auch nobel und
      expressiv gestalten, ohne die ganze Zeit so zu tun, als wäre man mit dem Klavierpart auf Augenhöhe.

      Das ist man nämlich als Cellist in dieser Sonate überhaupt nicht, sondern nur Gast.
      So empfinde ich es jedenfalls.

      LG,
      Michael
    • Michael Schlechtriem schrieb:

      Der Pianist nämlich muß sich hier total verausgaben, während der Cellist wunderbare Kantilenen singen darf.
      Gut, das muß man auch als Cellist erst mal können.
      Und nicht zu knapp, das ist schon auch eine Kunst, über welche man lange reden kann.
      Aber der technische Unterschied zum Klavierpart ist trotzdem enorm.
      Der musikalische natürlich nicht, aber den Cello-Part kann man als Cellist auch nobel und
      expressiv gestalten, ohne die ganze Zeit so zu tun, als wäre man mit dem Klavierpart auf Augenhöhe.

      Das ist man nämlich als Cellist in dieser Sonate überhaupt nicht, sondern nur Gast.
      So empfinde ich es jedenfalls.

      Dieses Statement zu Rachmaninoffs Cello-Sonate op. 19 spricht mir aus der Seele!
      Danke, Michael!



      Danke auch für das "2. Prokofiev"!
      In der Tat:

      Michael Schlechtriem schrieb:

      Das ist nicht von dieser Welt, das ist ungeheuerlich.
      Irre, nicht zu fassen.
      Liebe Grüße,
      Berenice

      Colors are like music using a short cut to our senses to awake our emotions.