Yuja Wang - eine Ausnahmepianistin startet durch

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    • maticus schrieb:

      Gibt es die in dieser Kombi auch auf CD (oder DVD)?

      Rachmanninoffs Cello-Sonate mit Gautier Capuçon
      gibt es auf CD in einer live Aufnahme (Lugano Festival 2005) mit Lilya Zilberstein:


      ( youtube.com/watch?v=XjMe1YL9MCQ youtube.com/watch?v=3CF-xSm9tOk youtube.com/watch?v=QLRQn-MLNYk )

      und in einer Studio-Produktion (2008) mit Gabriela Montero




      In der Kombi "Yuja Wang / Gautier Capuçon" ist mir auf CD bis jetzt nichts begegnet,
      aber "music-lover" weiß da sicher mehr ...
      (Das YT-Video mit dem "allegro scherzando" => youtube.com/watch?v=UYBX7K5irIc ist ein Mitschnitt vom Festival "St Prex Classics 2013". Die Komplettaufnahme ist leider nicht mehr online. Ein "Schnipsel" aus dem Schluss-Satz hier => youtube.com/watch?v=_1fbGIXfEgQ )


      Ein Mitschnitt von 2008 (Santa Fe) in der Kombi "Yuja Wang / Lynn Harrell" findet sich auf YT:
      youtube.com/watch?v=q3i0O7cxGa4 youtube.com/watch?v=Ztl-Ql2XqN0
      youtube.com/watch?v=L6XSBhNKrAI youtube.com/watch?v=8kcn1OVplg4
      Liebe Grüße,
      Berenice

      Colors are like music using a short cut to our senses to awake our emotions.
    • Berenice schrieb:

      In der Kombi "Yuja Wang / Gautier Capuçon" ist mir auf CD bis jetzt nichts begegnet,
      aber "music-lover" weiß da sicher mehr ...
      Auf CD gibt es von den beiden nichts, aber auf YouTube ist eine große Zahl von Live-Mitschnitten von Yuja Wang im Duo mit Gautier Capuçon sowie in Trio- und Quintett-Besetzungen mit Gautier Capuçon und anderen Musikern (insbesondere Leonidas Kavakos) abzurufen:
      youtube.com/results?q=yuja+wan…r+capucon&sp=SADqAwA%253D

      Inzwischen ist das Rätsel gelüftet: Auf diesem Album

      finden sich eine CD und eine DVD, wobei sich auf der DVD das vor wenigen Monaten im TV ausgestrahlte Porträt "Through the eyes of Yuja" befindet. Die CD enthält überwiegend Schnipsel aus altbekannten DG- und Decca-CDs, jedoch auch (weswegen bei mir heute der Bestellfinger zuckte) mit der Scarlatti-Sonate G-Dur K. 455, der "Polka de V.R." von Rachmaninow, einer Live-Aufführung der Toccata op. 11 von Prokofiew aus Caracas von 2013 (vermutlich als Zugabe bei den Orchesterkonzerten mit Dudamel im Februar 2013 in Caracas mitgeschnitten) sowie dem Art Tatum-Arrangement von "Tea for two" vier Neuerscheinungen. Siehe hier:
      [IMG:https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/71-sLD2MTVL._SL1050_.jpg]
      Information ist nicht Wissen, Wissen ist nicht Weisheit, Weisheit ist nicht Wahrheit, Wahrheit ist nicht Schönheit, Schönheit ist nicht Liebe, Liebe ist nicht Musik. Musik ist das Beste.
      (Frank Zappa)
    • Liebe Berenice, lieber music lover,

      danke für die Hinweise.

      Ich habe mir gerade nochmal das Video mit Prok-2 und Paavo Järvi angeschaut, diesmal auf TV und über die Hifi-Anlage (trotz HD-Qualität ist Klang und Bild (Wiederholrate?) nicht so perfekt):

      youtube.com/watch?v=jvrF-sbwvF0

      Ich denke, ich habe dies Konzert noch nie so toll gehört. Was natürlich, aber nicht nur, an Yujas glasklarem und virtuosem Spiel liegt, sondern auch an Paavo Järvi; interessant finde ich, wie sehr er die Holzbläser oft in den Vordergrund bringt. Hervorragend ist auch die Zugabe.

      Ich habe auch noch ein Video mit Bartok-1 "gefunden" (Tonqualität nicht ganz so doll):

      youtube.com/watch?v=xVGA6goHQMM


      maticus
      Bartolo hatte Recht. --- Andreas März
      This is Bartolo, King of the King of Wines. --- Alan Tardi
    • Dank auch von mir lieber music lover für den Produkthinweis. Ich warte noch ein paar Wochen, vielleicht kommt das Produkt ja auch in hiesige Läden, derzeit ist es noch Import. Habe mir neulich auch die Verbier Mendelssohn DVD nach Deiner Empfehlung zugelegt und bin wirklich sehr angetan, vor allem vom Sextett.
      Herzliche Grüße
      AlexanderK
    • AlexanderK schrieb:

      Habe mir neulich auch die Verbier Mendelssohn DVD nach Deiner Empfehlung zugelegt und bin wirklich sehr angetan, vor allem vom Sextett.
      Das freut mich! Diese Klaviersextett-Aufnahme ist so dermaßen gut, dass ich sie Berenice für ihren Klavierolymp-Thread angedient habe. Yuja Wang ist wirklich eine so ausgezeichnete Kammermusikerin, dass es schade ist, dass die DG sie immer nur als Solistin oder mit Orchester auf CD präsentiert. Ihre einzige Kammermusik-CD ist nämlich auf Decca erschienen (Brahms-Gesamtwerk für Violine und Klavier mit Kavakos).

      Über einen Kammermusikabend mit Yuja Wang (sie trat mit Gautier Capuçon im Kieler Schloss auf) hatte ich im Juli 2012 in diesem Faden mal Folgendes geschrieben:

      music lover schrieb:

      Neben mir saß gestern eine Dame, die vielfach in diesem Schumann, Brahms und Rachmaninow gewidmeten Konzert nur noch mit dem Kopf schüttelte und auch einmal einen Laut ausstieß, was alles nur eins besagte: sie konnte nicht fassen, was für ein Klavierspiel sie gerade erlebte. Ähnlich ging es mir beim ersten Konzert von Yuja Wang (und auch gestern wieder). Die Dame sagte mir nach dem Konzert, sie habe noch nie etwas Vergleichbares erlebt und freue sich so, dass es so guten jungen Nachwuchs gibt.

      Eine Eigenschaft von Yuja Wang, die mir bereits (wie im Eröffnungsposting geschildert) bei ihren Konzerten mit Orchester auffiel, bestätigte sich gestern wieder: sie geht unglaublich auf ihren musikalischen Partner ein, hört sehr genau hin, was der andere (gestern Gautier Capucon, im Orchesterkonzert z.B. die Bläsersolisten) macht und ist mit ihrem Partner dadurch geradezu traumwandlerisch sicher "zusammen". Im ganzen Konzert habe ich gestern nicht die kleinste Unsauberkeit gehört (und das übrigens, obwohl eine Fliege im zweiten Teil des Abends um Yuja Wangs Kopf herumschwirrte, was sie sicher gestört haben dürfte).

      Mit ihrer stupenden Virtuosität zu punkten, hat Yuja Wang längst nicht mehr nötig. Natürlich lieferte sie entsprechende Passagen in den schnellen Sätzen der Sonate für Cello und Klavier g-moll op. 19 von Rachmaninow mit Bravour ab, aber viel mehr scheint sie inzwischen das nuancierte Ringen um leise Töne, Zartheit und Poesie zu interessieren, das Sich-Einlassen auf den musikalischen Partner (der vom Pianisten nicht akustisch überdeckt werden darf) sowie das Herausarbeiten von Nebenstimmen und das Hörbarmachen polyphoner Geflechte. Der Fugenbeginn des letzten Satzes der Sonate für Cello und Klavier Nr. 1 e-moll op. 38 von Brahms war ein schönes Beispiel.
      Information ist nicht Wissen, Wissen ist nicht Weisheit, Weisheit ist nicht Wahrheit, Wahrheit ist nicht Schönheit, Schönheit ist nicht Liebe, Liebe ist nicht Musik. Musik ist das Beste.
      (Frank Zappa)
    • music lover schrieb:

      Yuja Wang ist wirklich eine so ausgezeichnete Kammermusikerin, dass es schade ist, dass die DG sie immer nur als Solistin oder mit Orchester auf CD präsentiert. Ihre einzige Kammermusik-CD ist nämlich auf Decca erschienen (Brahms-Gesamtwerk für Violine und Klavier mit Kavakos).

      Yuja Wang und Leonidas Kavakos werden am 5. Februar 2017 im Münchner Prinzregenten-Theater einen Duo-Abend spielen mit Schubert, Debussy, Beethoven
      muenchenmusik.de/veranstaltung…s_und_Yuja_Wang-3582.html

      München ist immer eine Reise wert ...
      Liebe Grüße,
      Berenice

      Colors are like music using a short cut to our senses to awake our emotions.
    • Noch interessanter finde ich ehrlich gesagt ihre aktuelle Tournee mit ihrem neuen Kammermusikpartner Martin Grubinger! Die Kammermusikabende mit Grubinger und anderen Musikern finden im Dezember 2016 in Wien, München, Berlin, Zürich und Tel Aviv statt:
      yujawang.com/calendar/
      Leider nicht in Hamburg...

      Ihr neuer Bartók-Schwerpunkt zeigt sich übrigens in diesen Konzerten mit Grubinger (Sonate für zwei Klaviere und Schlagzeug) ebenso wie in den Konzerten mit Kavakos in Turin, Paris, Ludwigshafen, Düsseldorf, Madrid, North Bethesda, New York City, Seattle, San Diego, Costa Mesa und Santa Barbara (dort jeweils die Sonate Nr. 1 cis-moll für Violine und Klavier). Nur in wenigen anderen Städten (u.a. München) spielen sie nicht Bartók. Zwischen diesen beiden Kammermusik-Tourneen mit Grubinger und Kavakos spielt sie zudem in Peking und in Taiwan alle drei Bartók-Klavierkonzerte: Nr. 2 und Nr. 3 (an einem Abend) in Peking, Nr. 1 bei zwei Konzerten in Taiwan.

      Jede Wette, dass die DG im nächsten Jahr eine Yuja Wang-CD mit allen Bartók-Klavierkonzerten herausbringt, möglicherweise als Doppel-CD gepaart mit der Bartók-Sonate für zwei Klaviere und Schlagzeug. Ich bin gespannt!
      Information ist nicht Wissen, Wissen ist nicht Weisheit, Weisheit ist nicht Wahrheit, Wahrheit ist nicht Schönheit, Schönheit ist nicht Liebe, Liebe ist nicht Musik. Musik ist das Beste.
      (Frank Zappa)
    • Klavier und Schlagzeug, oh weh...
      Gib dich nicht der Traurigkeit hin, und plage dich nicht selbst mit deinen eignen Gedanken. Denn ein fröhliches Herz ist des Menschen Leben, und seine Freude verlängert sein Leben.

      Parsifal ohne Knappertsbusch ist möglich, aber sinnlos!
    • music lover schrieb:

      Jede Wette, dass die DG im nächsten Jahr eine Yuja Wang-CD mit allen Bartók-Klavierkonzerten herausbringt, möglicherweise als Doppel-CD gepaart mit der Bartók-Sonate für zwei Klaviere und Schlagzeug. Ich bin gespannt!
      Hoffentlich hast du recht.


      maticus
      Bartolo hatte Recht. --- Andreas März
      This is Bartolo, King of the King of Wines. --- Alan Tardi
    • Und Volodos ist und bleibt eine Ausnahmeerscheinung, größer als Horowitz und alle anderen.
      Und er nimmt sich wohl stark zurück.

      Wang dagegen ist mit Sicherheit die technisch beste Pianistin unserer Zeit in der Warnehmung, aber nur, weil sich Volodos ungemein zurücknimmt.
      Keine Ahnung warum, aber er wird seine Gründe haben.
      Denn ansonsten gäbe es gar keine Diskussion, eigenaritg.
    • Michael Schlechtriem schrieb:

      Wang dagegen ist mit Sicherheit die technisch beste Pianistin unserer Zeit in der Warnehmung
      Also ich halte ja Marc-Andre Hamelin für den "technisch" besten Pianisten. Man höre sich nur seine eigenen Etüden oder Paganini-Variationen an oder wie er Alkan und Godowsky spielt, unfassbar. Oder galt die Aussage ausdrücklich nur für weibliche Pianistinen?

      Aber in der Wahrnehmung ist Yuja Wang präsenter, da hast du wohl recht (allein schon, weil Hamelin kaum Kern-Repertoire spielt). Sei's drum, ich mag sie und ihr charakterliches Spiel trotzdem sehr gerne. Ist doch kein Wettkampf...
      „Jeder Mensch hat einen Instinkt dafür, ob etwas echt ist oder vorgetäuscht. Aber ich glaube, Musiker sind durch ihr Training besonders empfindlich in dieser Hinsicht. Das macht sie nicht zu besseren Menschen, aber sie registrieren mehr.“ - Herbert Blomstedt
    • Ihr Prokofiew Konzert mit den Berlinern habe ich mir auf youtube angesehen, war wirklich atemberaubend, ich war nach diesem Konzert ziemlich perplex.
      Gib dich nicht der Traurigkeit hin, und plage dich nicht selbst mit deinen eignen Gedanken. Denn ein fröhliches Herz ist des Menschen Leben, und seine Freude verlängert sein Leben.

      Parsifal ohne Knappertsbusch ist möglich, aber sinnlos!
    • Tichy1988 schrieb:

      allein schon, weil Hamelin kaum Kern-Repertoire spielt
      Das stimmt schon lange nicht mehr. Er spielt alles, und neuerdings besonders gern Kernrepertoire (leider), wohl um zu demonstrieren, das er auch dieses Repertoire drauf hat.

      Peter
      "Sie haben mich gerade beleidigt. Nehmen Sie das eventuell zurück?" "Nein" "Na gut, dann ist der Fall für mich erledigt" (Groucho Marx)
    • Eusebius schrieb:

      Tichy1988 schrieb:

      allein schon, weil Hamelin kaum Kern-Repertoire spielt
      Das stimmt schon lange nicht mehr. Er spielt alles, und neuerdings besonders gern Kernrepertoire (leider), wohl um zu demonstrieren, das er auch dieses Repertoire drauf hat.

      Peter

      Ganz kleiner Einspruch, Euer Ehren -
      Hamelin's Programm z.B. am 24. Februar 2017 in München ist imho nicht unbedingt "Kernrepertoire" im eigentlichen Sinn:

      Maria Szymanowska Nocturne B-Dur
      Franz Liszt Soirée de Vienne Nr. 9 (nach Schubert)
      Sergej Prokofieff Walzer-Suite nach Schubert
      Samuel Feinberg Sonate für Klavier Nr. 5 e-Moll op. 10; Sonate für Klavier Nr. 6 h-Moll op. 13
      Sergej Ljapunow Aus "12 Études d'exécution transcendante" Nr.10 "Lesginka"; Nr.12 "Élégie en mémoire de François Liszt"

      => agplrecords.de/hamelin%20programm.htm

      Hamelin bleibt sich treu, zumindest in München ... ;)
      Liebe Grüße,
      Berenice

      Colors are like music using a short cut to our senses to awake our emotions.
    • Berenice schrieb:

      Sergej Ljapunow Aus "12 Études d'exécution transcendante" Nr.10 "Lesginka"; Nr.12 "Élégie en mémoire de François Liszt"

      => agplrecords.de/hamelin%20programm.htm

      Hamelin bleibt sich treu, zumindest in München ...
      Der Ljapounov wurde aus dem Programm genommen. Stattdessen gibt es die Fantasie von Schumann. Also wenn das kein Mainstream ist ..

      Peter
      "Sie haben mich gerade beleidigt. Nehmen Sie das eventuell zurück?" "Nein" "Na gut, dann ist der Fall für mich erledigt" (Groucho Marx)