Wieviele Gesamtaufnahmen habt ihr? (Schöne Sammlungen zum Ansehen)

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    • Und wie sieht es inzwischen in dieser Rubrik aus? Hat jemand noch Zuwachs bekommen und möchte uns seine Spitzenreiter mitteilen? Seit dem letzten Eintrag sind nun über drei Jahre ins Land gegangen, da kann man das Spielchen nochmal neu starten.

      Also: was sind die meisten Einspielungen eines Werks in eurer Sammlung - und wieviel Stück sind es?

      :D
      "Interpretation ist mein Gemüse."
      Hudebux
      "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
      Jean Paul
    • 15x Schuberts Streichquintett: Budapest, Stern/Casals, Heifetz, Weller, Melos, ABQ, Tatrai, Marlboro, Orpheus, Vellinger, Petersen, Vogler, Hagen, Archibudelli, Heimbach/"Spannungen".
      Ich habe in den letzten zwei Jahren allerdings eine (Naxos) aussortiert, dafür in dem Zeitraum Archibudelli und Melos/Rostropowitsch neu angeschafft... will aber noch ein paar aussortieren

      Einige Beethoven-Sinfonien und Klaviersonaten dürften in noch höherer Anzahl vorhanden sein, da bin ich aber zu faul, genauer nachzusehen, da zu viele in irgendwelchen Pianistenboxen stecken.
      Tout le malheur des hommes vient d'une seule chose, qui est de ne pas savoir demeurer en repos dans une chambre.
      (B. Pascal)
    • Hmm, gute Gelegenheit, mal gedankliche Inventur vorzunehmen. Was mir so einfällt (ist auch die Frage, was eine "GA" genau ist; (ganze) Opern/Ballette zähle ich jetzt mal nicht dazu):

      Schostakowitsch Sinfonien: Haitink, Barschai, Kondraschin. Von Ashkenazy, V. Petrenko, Gergiew, Jansons, Roschdestwenski, K. Sanderling... habe ich nur "Fast-GA's", also bis auf wenige alle als Einzelaufnahme.

      Schostakowitsch Streichquartette: Borodin (1-13, Chandos), Borodin (Melodiya), Mandelring, Sorrel, Pacifica, Quatuor Danel, Rubio. "Fast-GA": Eder (Naxos), Beethoven (Melodiya).

      Schostakowitsch Klavierwerke: Decca (verschiedene Interpreten), Caroline Weichert.

      Bartok Streichquartette: Alban Berg, Hagen.

      Beethoven SQ (nur späte): Emerson.

      Beethoven Sinfonien: Karajan (die letzte DDD, alles Einzelaufnahmen).

      Beethoven Klavierkonzerte: Serkin-Ozawa-BSO (Telarc).

      Beethoven Klavierkonzerte: Andras Schiff (ECM). Viele Einzelaufnahmen.

      Mozart Klavierkonzerte: Uchida-Tate-ECO (Philipps).

      Mahler-Sinfonien: Boulez. "Fast-GA": Abbado (Luzern-Videos).

      Sibelius-Sinfonien: Blomstedt, Colin Davis (LSO), Segerstam (Ondine).

      Prokofjew-Sinfonien: Neeme Järvi (Chandos).

      Prokofjew: Klavierkonzerte: Ashkenazy-Previn-LSO, Bronfman-Mehta-IPO

      Scriabin Klavierwerke: Maria Lettberg.

      Rachmaninow Klavierkonzerte: Ashkenazy-Haitink (Decca). Sehr viele Einzeleinspielungen von Nrn. 2 und 3.

      Brahms Sinfonien und Klavierkonzerte: Chailly-Leipzig. Viele Einzelaufnahmen.


      Mehr fallen mir jetzt auf Anhieb nicht ein. Also so Größenordnung 30. Es mögen noch weitere geben, aber insgesamt habe ich, finde ich, nur wenige GA's. Dafür oftmals viele Einzelaufnahmen.

      maticus

      P.S. Vielleicht habe ich die Absicht des Threads auch missverstanden, da ich z. B. ganze Opern explizit nicht genannt habe.
      Social media is the toilet of the internet. --- Lady Gaga
      Und wer Herr Reichelt ist, weiß ich auch erst seit Montag. --- Prof. Dr. Christian Drosten
    • maticus schrieb:

      ist auch die Frage, was eine "GA" genau ist
      Gut, da ist vielleicht der Titel Gesamtaufnahme etwas verkehrt (der stammt ja nicht von mir) - ich meinte nicht GA einer Werkgruppe, sondern welche einzelnen Werke habt ihr in wieviel Einspielungen. Also: Beethoven 9, Aida, Forellenquintett usw.

      Aber GAs bestimmter Werkgruppen sind natürlich auch gern gesehen... :cincinsekt:

      Was ihr so habt... :wink:
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      Hudebux
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      Jean Paul
    • Nabend,

      Gesamteinspielungen von Gesamtaufnahmen (oder ist es umgekehrt?) sind dann zwangsläufig GAGA. Ich finde, das beschreibt es recht gut - egal ob es 10 Ringe, 10 Mahler-Syms, 10 Bach-Motetten oder 10 was-auch-immer sind :pfeif: :saint:

      Also hier bei mir ein GAGA (10 Mal die Mahler-Symphonien) :clap: :clap: :clap:
      Schöne Grüße, Helli


      Immer cool bleiben.
    • Oje.....

      Sibelius (alle Sinfonien: Berglund 2x, Rattle, Sir C.Davis - seine letzte GE live, Sakari, Saraste, Barbirolli, dazu die eingespielten Teil-GE von Karajan EMI und Bernstein DG, Inkinen Naxos)
      Carl Nielsen (Ole Schmidt, Neeme und Pavo Järvi, Saraste, Sir C.Davis - Live, Kuchar, Roshdestvenskij)
      Brahms (Kurt Sanderling -Staatskapelle Dresden, Herbig, Barenboim/Chicao SO, Klemperer, Karajan - DG 77/78)
      Schubert (Karajan - EMI, Sir C.Davis)
      Schumann (von Dohnanyi, Chailly,Konwitschny, Norrington/RSO Stuttgart, Armin Jordan, St.Skrowaczewski/Deutsche RPhSaarbrücken,Gaudenz, Levine/BPhO)
      Dvorak (Suitner)
      Rachmaninov (Jansons - EMI)
      Glasunov (Serebrier)
      Miaskowsky (Svetlanov)
      Rimsky-Korsakov (Neeme Järvi)
      Tschaikowsky (Andrew Litton)
      Halvorsen (Neeme Järvi - Chandos, Vol.1-4)
      Johan Svendsen (Mikkelsen, Neene Järvi - BIS, Dausgaard - Chandos)
      Mendelssohn (GA der Streichersinfonien - Hofstetter)
      Vaughan-Williams (Haitink, Boult - Stereo EMI)
      Langgaard (Dausgaard -DaCapo)
      Ludvig Irgens Jensen (Orchesterwerke - CPO)
      Suk (Petrenko-CPO)
      Elgar (Barbirolli)
      Haydn (Sinfonien, Dennis Russell Davies)
      Weingartner (Sinfonien-CPO)
      Mahler (Bertini)
      Bruckner (Paternostro, Chailly)

      Das mal so grob zusammen gestellt. Ob das bei allen jetzt maximal 3 Jahre her ist, vermag ich nicht zu sagen. Könnte aber hinkommen. Dazu viele separate Einspielungen, die den Rahmen endgültig sprengen.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Bei GA sind bei mir wohl Beethovens Sinfonien der Spitzenreiter: 10 und 3 "beinahe", dazu vermutlich für die meisten Sinfonien etwa noch mal so viele Einzel-CDs
      Weingartner (außer 1+2), Toscanini (außer 6), Furtwängler (außer 2+8), Scherchen, Cluytens, Leibowitz, Karajan 1962, Bernstein (Mix aus CBS und DG), Norrington/EMI, Wand, Gielen, Harnoncourt, Brüggen

      Beethovens Violinsonaten: Heifetz, Ferras, Francescatti, Frank, Kremer, Faust, Cerovsek
      Beethovens Klaviersonaten: Schnabel, Arrau, Heidsieck, Gulda, Lucchesini, Gilels (mit den unvermeidlichen Lücken), dann noch sehr viele Einzelaufnahmen, von einigen Sonaten vermutlich um die 20 (weil sie als "Beifang" immer wieder dabei sind)
      Beethovens Cellosonaten: Casals/Serkin, Rostropowitsch/Richter, Tortelier/Heidsieck, Vogler/Canino, Wispelwey/Lazic
      späte Quartette fast so viele wie Schubert-Quintett: Busch, Budapest, Ungarisches, Juilliard, Smetana, Yale, LaSalle, Hagen, Petersen, Emerson, Melos, Musikverein und je nach Werk noch einzelne weitere.
      op.18: Ungarisches, Juilliard, Melos, Musikverein, Smithson, Turner + einzelne
      usw.


      Goldbergvariationen: 2x Gould, Rosen, Dershavina, Shepkin, Tipo, Leonhardt, Pinnock, Dantone, Streichtrio (Kremer u.a.)


      Aber zweistellig ist sonst nur recht wenig und meistens auch nur knapp; wie ich oben schon mal schrieb, kommt bei mir die Masse wohl eher durch recht viele Werke in 3-7 Aufnahmen als durch >10 oder gar >20 zustande.
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      (B. Pascal)
    • Da ich primär in der Breite sammle, sind Werke mit mehr als 5 Aufnahmen bei mir eher die Seltenheit. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass es bei mehr als einem Dutzend Aufnahmen des selben Werkes einen deutlichen Erkenntnisgewinn gäbe. Aber das möge jeder für sich selber entscheiden. Vielleicht ist es ja bei vielen auch das "Fafner Syndrom": "Ich lieg und besitz".
      Allerdings habe ich auch etwa 1 Dutzend Werke oder Werkgruppen, die ich aus Neugier, grenzenloser Bewunderung oder zum intensiverem Kennenlernen mehrfach beschafft habe. Dazu zählen z.B.

      JS Bach Goldbergvariationen (9)
      Brahms KK1 + 2 (jeweils 11)
      Liszt Sonate (16)
      Rachmaninov KK3 (11)
      R Strauss Der Rosenkavalier (6)
      Beethoven Klavierkonzerte (10)

      Es gibt auch nur ganz wenige Interpreten, von denen ich unbesehen alles beschaffen würde, da mich in erster Linie die Musik interessiert und weniger derjenige der sie aufführt.
      Bei Klaviermusik habe ich neben bewusst beschafften Werken auch eine Menge "Beifang" aus gemischten Programmen (häufig Live Mitschnitte). Allerdings gibt es noch so unendlich vieles was ich noch nicht gehört habe, dass ich lieber etwas davon beschaffe, als den x-ten Aufguss eines Standardwerkes zu kaufen. Manchmal lasse ich mich allerdings von einem günstigen Angebot oder dem Rat eines Freundes dazu verleiten.

      Mein Interesse gilt jedoch bei einigen Komponisten der vollständigen Dokumentation ihres Werkes, was ich gelegentlich bereits komplett oder fast komplett erreicht habe (was mit gewissen Einschränkungen auch für das Notenmaterial gilt):

      J.S. Bach
      Beethoven
      Schubert
      Robert & Clara Schumann
      Alkan
      Chopin
      Mendelssohn
      Brahms
      Wagner
      Liszt
      Fauré
      Mahler
      R Strauss
      Scriabin
      Debussy
      Ravel
      Wolf
      Dohnanyi
      Zemlinsky
      Schönberg, Berg & Webern
      Poulenc
      Godowsky
      Rachmaninov

      Peter
      "Sie haben mich gerade beleidigt. Nehmen Sie das eventuell zurück?" "Nein" "Na gut, dann ist der Fall für mich erledigt" (Groucho Marx)
    • Solche Ansammlungen gibt es bei mir eigentlich nur mit Mendelssohn. Die Streichquartette und die Klaviertrios habe ich jeweils über 15x, die Symphonien jeweils mindestens 10 - 15x. Aber das ist ein Sonderfall. Ansonsten gehe ich eher so wie einige andere hier in die Breite. Allerdings kaufe ich alle 1 - 2 Jahre jeweils eine neue Aufnahme des WTK und der Sei Solo von Bach.
      Im Zweifelsfall immer Haydn.
    • Ich sehe die Grenze normalerweise auch bei 10 Aufnahmen (bzw. weit häufiger eher bei 5) und wenn ich mehr als das habe, war es meistens Beifang oder ein (evtl. vorübergehendes) spezielles Interesse an einem Stück. Es gibt aber natürlich unterschiedliche breite Spektren dessen, was überhaupt an Aufnahmen vorliegt. Extrembeispiel Bach: Sehr viele Aufnahmen in sehr unterschiedlichen Stilen, Herangehensweisen, sogar Instrumenten (gerade bei Orgeln, aber auch Cembali, Clavichord etc.). Beim Schubertquintett ist vor einigen Jahren mein Bestand von dreien (ABQ, Petersen, Casals), die ich schon Jahre hatte, aufgrund einer Forendiskussion auf gut 10 "explodiert" und dann habe ich vor etwa zwei Jahren, wieder angeregt durch ein Vergleichshören, noch zwei weitere angeschafft, u.a. weil ich noch keine à la "HIP" hatte. Aber dieses Vergleichshören hat mir eigentlich eher demonstriert, dass bei diesem Stück mir die Unterschiede meisten eher geringfügig vorkommen bzw. sie keinen großen Einfluß auf die Freude beim Hören haben. Und deutlich anders (wie z.B. Heifetz & friends beim Schubert-Quintett) kann auch eher eine bloße Kuriosität sein.
      Tout le malheur des hommes vient d'une seule chose, qui est de ne pas savoir demeurer en repos dans une chambre.
      (B. Pascal)
    • Bei mir sind v.a. jene Werke sehr stark vertreten, zu denen ich große Zuneigung empfinde, die aber diese oder jene schwache Stelle haben und wo die Interpretation deshalb an Bedeutung gewinnt. Ein gutes Beispiel wäre Mendelssohns c-Moll Trio, das ich sehr liebe, dessen langsamer Satz aber bei einer zu harmlosen Interpretation dröge klingen kann. Wenn dieses Bewusstsein mal erwacht ist, probiere ich praktisch unaufhaltbar einem Interpretationsideal nachzuforschen (oder besser: nachzukaufen).
      Im Zweifelsfall immer Haydn.
    • Wagner Ringe 10 verschiedene Aufnahmen, von denen 5 Stück ich sehr selten höre.
      Von anderen Wagner-Opern sehr viel, gerade von Knappi habe ich etliches gesammelt.
      Von Beethoven Furtwängler, Karajan, Böhm, Walter und Zinman. Von Bach auch etliches gesammelt, was Matthäuspassionen, Konzerte, Kammermusik und dergleichen angeht.
      Daneben lege ich meine Sammlung eher Richtung Breite an, wobei ich aber auch stark beschränke, damit ich einigen Sachen mehrmals hören kann und nichts untergeht in der Sammlung. Bach-Wagner-Beethoven ist meine Linie.
      Gib dich nicht der Traurigkeit hin, und plage dich nicht selbst mit deinen eignen Gedanken. Denn ein fröhliches Herz ist des Menschen Leben, und seine Freude verlängert sein Leben.

      Parsifal ohne Knappertsbusch ist möglich, aber sinnlos!
    • Eine explizite Suche nach der "besten" Aufnahme oder Unzufriedenheit mit allen, die ich schon habe, ist bei mir eher selten. Es gibt zwar etliches nicht, was ich mir anhand meiner Kenntnis vorliegender Interpretationen als interessant vorstellen könnte, z.B. ein durchweg zügiges "klassizistisches" Schubert-Quintett à la Heifetz, nur mit besserem Klang und weniger dominanter 1. Geige oder konsequenteres Tempohalten im Mittelteil des Adagio (s. im Thread dort), aber direkt unzufrieden bin ich, mit dem, was ich habe, eher selten. So etwas spielt indirekt vielleicht aber doch eine gewisse Rolle. Freilich gibt es nicht allzuviele Werke, die ich meine so gut zu kennen, dass solche Aspekte überhaupt eine Rolle spielen. Es hängt sicher auch ein wenig damit zusammen, ob es sich um Werke handelt, die in vielen dutzend oder gar hunderten von Einspielungen vorliegen (wie Beethovensonaten oder Schubertquintett) oder solche, bei denen es noch einigermaßen überschaubar ist wie Kammermusik von Haydn oder Mendelssohn und bei denen man vielleicht eher noch "Luft nach oben" oder Platz für alternative Zugänge sieht.

      Dann gibt es natürlich auch noch den Punkt, dass man berühmte oder häufig empfohlene Aufnahmen mal gehört haben will...
      Tout le malheur des hommes vient d'une seule chose, qui est de ne pas savoir demeurer en repos dans une chambre.
      (B. Pascal)
    • Bei mir ist es auch nicht Unzufriedenheit im eigentlichen Sinne. Vom c-Moll Trio bspw. habe ich nämlich durchaus eine Aufnahme, die mich rundum zufriedenstellt (Florestan Trio). Aber die Idee, es könnte eventuell eine noch begeistendere geben, spornt an zu weiteren Käufen. Allerdings habe ich schon geraume Zeit keine weitere Aufnahme dieses Werks gekauft, da ich zurzeit hauptsächlich Barockmusik höre und die letzten 5 Einspielungen lange nicht so toll waren wie eben mein Favorit. Vielleicht geht es eben doch nicht besser.....
      Beim WTK ist es weniger die Hoffnung auf Verbesserung denn die auf ein neues Erlebnis (neue Instrumentenwahl, Tempi, etc..). Die nicht so festgelegte Barockmusik hat da sicherlich einen Vorteil gegenüber der minutiös durchgeplanten Musik späterer Zeiten.
      Im Zweifelsfall immer Haydn.
    • Wenn man viel Musik hört und darüber liest, kommt es öfters vor, dass man eine neue Aufnahme eines bekannten Stückes einfach besser findet als die welche man bereits sein Eigen nennt, und das führt dann zur garnicht so wundersamen Brotvermehrung. So hatte ich vor Jahren ein Aha Erlebnis mit den Goldbergvariationen und Angela Hewitt. Zuvor war Glenn Gould mein Favorit, aber nachdem ich Frau Hewitt gehört hatte war es damit vorbei. Ähnlich bei der Sonate von Liszt. Da mussten Horowitz und Argerich Michael Korstick weichen, der mittlerweile sogar einer derjenigen ist, von dem ich ohne Ansehen des Werkes etwas kaufen würde. Auf diese Weise kommt dann einiges zusammen.

      Aber bei mir wichtigen Werken hole ich ganz gerne ein "Zweitmeinung" ein, einfach um unterschiedliche Aspekte beleuchtet zu bekommen. Seit geraumer Zeit nutze ich jedoch die Naxos music Library, was mir die Anschaffung vieler Aufnahmen erspart, da ich zunächst einmal Probehören kann. Aber da ich ganz in der Tradition eines Fafner (s.o.) lebe, möchte ich die Aufnahmen, welche ich für wichtig halte dann auch haben.

      Peter
      "Sie haben mich gerade beleidigt. Nehmen Sie das eventuell zurück?" "Nein" "Na gut, dann ist der Fall für mich erledigt" (Groucho Marx)
    • Am meisten GA dürfte ich von den Brahms Sinfonien haben:
      Bernstein 2x, Böhm, Giulini, Karajan, Klemperer, Kempe, Kubelik, Kertesz, Szell, Walter, Levine, Solti, Leinsdorf, Dohnanyi, Rattle, Furtwängler, Schmidt-Isserstedt, Janowski.

      Bei Beethoven Sinfonien sieht es ähnlich aus.
      Bernstein 2x, Böhm, Karajan, Klemperer, Kempe, Kubelik, Szell, Walter, Leinsdorf, Furtwängler, Wand, Cluytens, Blomstedt, Gielen, Chailly

      Und dann bei den Streichquartetten:

      Bartok:
      Alban Berg, Juilliard, Tokyo, Tatrai, Guarneri, Vegh, Novak, Emerson, Hagen, Belcea, Fine Arts, Keller, Vertavo

      Beethoven:
      Alban Berg, Melos, Amadeus, Ungarisches, Budapest (2x), Italiano, Emerson, Koeckert, Schäffer, Tokyo, Belcea, Vegh, Pascal, Fine Arts, Guarneri, Artemis

      Ich gehe davon aus, dass ich nach der Pensionierung Zeit habe, das alles zu hören :D
    • Witzigerweise fehlt bei Dir auch die Bartókaufnahme des Takács-Quartetts! Fehlen mir leider auch noch, da schwer und nur hochpreisig erhältlich. Empfehlen könnte ich Dir aber noch die alten Aufnahmen des Ungarischen Streichquartetts und die relativ neuen des Mikrokosmos Streichquartett:



      Beide Aufnahmen sind mMn höchstes Niveau und ziemlich gegnsätzlich. Die alte ist eher weich und schönklingend, die neue schroff.
      Im Zweifelsfall immer Haydn.
    • Felix Meritis schrieb:

      Empfehlen könnte ich Dir aber noch die alten Aufnahmen des Ungarischen Streichquartetts und die relativ neuen des Mikrokosmos Streichquartett:
      Äh, die Ungarische habe ich in meiner Auflistung vergessen :P

      Die Mikrokosmos war mir bisher immer zu teuer.

      Ja, die Takacs habe ich auch auf der Liste, aber bisher nicht als Schnäppchen gefunden.