Neuartige Finanzierung für Kölner Bühnen

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Neuartige Finanzierung für Kölner Bühnen

      Um den Spielbetrieb in 2012/13 zu sichern,
      sollen die Kölner Bühnen ermächtigt werden, einen Kassenkredit in Höhe
      von sechs Millionen Euro aufzunehmen.
      Zitat aus dem heutigen Kölner Stadtanzeiger (online), s. auch hier:

      "http://www.ksta.de/html/artikel/1332436859216.shtml"

      Karin Beier hat für das von ihr verantwortete Schauspiel schon vehement widersprochen,

      "http://www.ksta.de/html/artikel/1332436859535.shtml"

      Selbst der KStA kommentiert diese Art Geldbeschaffung nicht sehr freundlich:

      "http://www.ksta.de/html/artikel/1332436859247.shtml"


      Wer vergibt eigentlich Kredite bei denen von vorneherein klar ist, dass sie nie zurückgezahlt werden können?

      Vielleicht denkt ja die Kölner Verwaltung, dass ihre Bühnen dem nächst Überschüsse erarbeiten ...


      lg vom eifelplatz, Chris.
    • eifelplatz schrieb:

      Wer vergibt eigentlich Kredite bei denen von vorneherein klar ist, dass sie nie zurückgezahlt werden können?
      Hm, manche Bank tut das schon, wenn die hinterlegten Sicherheiten Aussicht auf ein gutes Schnäppchen machen...

      Aber was hätten die Kölner Theater da zu bieten? ich kenne deren Rechtsform nicht. Die Gebäude werden der Stadt gehören, nicht dem Theater - und selbst wenn, an wen läßt sich in der Zwangsversteigerung schon mal eben ein Opernhaus loswerden. Mit Kulissen und Kostümen macht man auch keinen Reibach; und die Mitarbeiter als Sklaven verkaufen funktioniert auch nicht.....

      Bleibt also eigentlich nur der Weg der Bürgschaft. Da als Bürge aber nur die Stadt infrage kommt, ist es letztlich nur ein buchhalterischer Trick. Die Summe steckt nicht mehr im aktuellen Kulturetat sondern wird ja nur "eventuell irgendwann" fällig.

      Lg
      FafnerHH
    • Diabolus in Opera schrieb:

      Oh weh, nicht nur der FC steckt in Köln in der Krise ... :(

      Zitat aus dem KStA

      Ganz anders äußerte sich der Fraktionschef der Linken, Jörg Detjen:
      „Eine Oper, die weltweit bekannt ist, die brauchen wir hier in Köln
      nicht.“
      Vielleicht wird die Oper demnächst aus ähnlichen Gründen weltweit so bekannt wie der FC ... die KVB ... das Stadtarchiv ... der Esch-Fond und die neuen Kölner Messehallen ... usw. Die Stadt hat eben viel zu bieten!

      Auf die Frage, wo man wohne, antworten manche Kölner schon: "Aus der Nähe von Düsseldorf".


      lg vom eifelplatz, Chris.
    • eifelplatz schrieb:

      Auf die Frage, wo man wohne, antworten manche Kölner schon: "Aus der Nähe von Düsseldorf".
      :cursing: :faint:

      O Gott, Chris, mal bloß nicht den Teufel an die Wand!!! :stern:


      jd :S
      "Interpretation ist mein Gemüse."
      Hudebux
      "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
      Jean Paul
    • musica schrieb:

      Nochmehr, in einem Interview erklärte er gestern auf Bayern Klassik, dass er seinen Vertrag kündigt, da die Auflagen von Seiten des Hauses nicht erfüllt werden.

      Da ich keine Operngängerin bin, kann ich die Aussagen der handelnden Personen nicht einordnen, geschweige denn beurteilen.

      Der KStA vom 18. 04. kommentiert die Angelegenheit so


      lg vom eifelplatz,Chris.
    • musica schrieb:

      in einem Interview erklärte er gestern auf Bayern Klassik, dass er seinen Vertrag kündigt, da die Auflagen von Seiten des Hauses nicht erfüllt werden.
      Das bestätigt eine heutige Notiz des Kölner Stadtanzeigers, nach der Stadt und Intendant eine Aufhebungsvereinbarung zum 31.08.2013 anstreben.

      Da fällt mir ein, daß ich lange nicht mehr in der Deutschen Oper am Rhein war.
      Bernd

      Fluctuat nec mergitur
    • Quasimodo schrieb:


      Da fällt mir ein, daß ich lange nicht mehr in der Deutschen Oper am Rhein war.
      Ich auch nicht. Das ändert sich in den nächsten Wochen aber.

      Der Kölner Spielplan 2012/2013 ist jetzt auf der Internetseite. Wenn das Geld mittendrin ausgeht und der Intendant weg ist - warten wir mal ab ob Stenz bleibt - dann hören sie vermutlich einfach auf zu spielen.
    • hmmm....
      Regel Nummer eins:
      Kredite nur für Invest, nicht für Konsum.
      Weiß eigentlich schon Klein-Moritz. Und sollten eigentlich alle spätestens 2009 gelernt haben.
      Also: wir investieren. Wie hoch ist denn dann die Rendite der Kölner Bühnen, die sie mit diesem Kredit erwirtschaften wollen?
      viele Grüße

      Bustopher


      Sapere aude
    • mh. Da hinkt der Kölner Verlag wohl etwas hinterher: Nach deren letzten Meldungen arbeiten die Anwälte beider Seiten - Stadt und Intendant - an einem Aufhebungsvertrag. Nebenbei soll geklärt werden, ob eine fristlose Kündigung des Intendanten möglich ist. Heute veröffentlicht der Stadtanzeiger ein Interview mit dem Bürgermeister der Stadt Bonn - auch zum Thema `was brauchen wir in Bonn und Köln ein Opernhaus`. Na dann...
    • Falls jemand noch Lust auf dieses Trauerspiel hat:

      hier habe ich - chronolgisch sortiert - einen Link zu den google-news der letzten vier Wochen eingestellt.

      Besonders interessant bzw. erschreckend sind die (Leser-) Kommentare im KStA; allerdings scheint mir die Berichterstattung des KStA auch kein Musterbeispiel von Neutralität.

      Général Lavine schrieb:

      In der Tat ist der Intendant Laufenberg nun abhanden gekommen



      dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/1739574/



      ... und das justament, als der FC wieder einen Präsidenten bekam :huh:
      Lieber General,

      dass die kölschen Stadtpolitiker und der kölscheste aller Fussballvereine etwas gemeinsames haben, lässt sich nicht verleugnen. Beide sind nicht erstligafähig.

      Allerdings kann man auch hier feststellen: Der Fisch stinkt vom Kopf her. Leider stinkt inzwischen in Köln sogar das Wasser, in dem er schwimmt.


      lg vom eifelplatz, Chris.
    • Liebe Chris,

      aufgrund dieser unerträglichen Odeurs hab ich nach langer Passion die Konsequenz gezogen, es den Heinzelmännchen gleich getan und die Stadt nach 37 Jahren verlassen - und nicht die U-Bahn genommen. Was der kölschen Seele an Leidensfähigkeit zugemutet wird, geht auf keine Kuhhaut... Bornierte Stümper, Dilettanten, Klüngeler, Betrüger und Spinner gibt es überall. Dass sie aber in Gänze von einer Quasi-Millionenstadt und ihren wesentlichen Institutionen Besitz ergreifen und sie dauerhaft in ihren Klauen haben, dürfte - von Schilda mal abgesehen - schon einzigartig sein.

      Cheers,

      Lavine :wink:
      "You gotta grab'em by Debussy" (DJ Trump)
    • Spielplan Oper Köln

      Ausschnitt aus dem KStA von heute:

      "Demzufolge wird es 2012/13 auf jeden Fall diese Produktionen geben: "La forza del destino", "Le nozze di figaro", "My Fair Lady", "Fidelio", "Così fan tutte", "La clemenza di Tito" "L'Artaserse", "Anna Bolena" und "The Turn of the Screw".

      "Der Kartenvorverkauf für die Opernspielzeit 2012/2013 beginnt an diesem Samstag. Es werden Tickets für die von der Opernleitung angesetzten Produktionen bis Ende März 2013 erhältlich sein."