Schon gehört? - Die Capriccio-Kaufberatung

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    • Schon gehört? - Die Capriccio-Kaufberatung

      Hallo zusammen,

      soweit ich erkennen konnte, liegt ein derartiger Thread noch nicht vor. Sollte ich etwas übersehen haben, bitte ich um Löschung des Beitrages.

      Dieser Thread soll dazu dienen, mögliche Zweifel bei einer geplanten Anschaffung zu hinterfragen um somit vor Fehlkäufen bewahrt zu werden.

      Es versteht sich natürlich von selbst, dass jeder seinen eigenen Geschmack hat und niemand dafür verantwortlich gemacht werden darf, falls die Aufnahme trotz möglicherweise zahlreicher Befürworter doch nicht gefallen sollte.

      Selbstverständlich sollte auch darauf geachtet werden, dass man zuerst das Forum nach der betreffenden Aufnahme durchsucht um doppelte Besprechungen zu vermeiden.

      Ich hoffe auf zahlreiche Teilnahme und viele neue Anregungen!

      Viele Grüße

      Roger :wink:
      "Ich brauche keine Musikkritiker"
      (Gennadi Roshdestwenskij)
    • Anders Eliasson

      Hallo alle zusammen,

      da ich immer auf der Suche bin nach neu zu entdeckenden Komponisten der Gegenwart -insbesondere dann, wenn Roshdestwenskij dirigiert- bin ich auf folgende Aufnahmen gestoßen:


      "http://www.jpc.de/jpcng/cpo/detail/-/art/Anders-Eliasson-Sinfonia-f%FCr-Streicher/hnum/7910609[/url]

      "https://www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/art/Anders-Eliasson-Symphonie-Nr-1/hnum/5871786[/url]


      Kurze Ausschnitte können natürlich keinen Gesamteindruck ergeben, aber ich finde, die Musik übt eine gewisse Faszination aus. Natürlich besteht bei Musik, die gleich beim ersten mal fasziniert, auch eine gewisse Gefahr der schnellen Abnutzung. Aber grundsätzlich würde mich interessieren, ob ihr die Musik bzw. diese Aufnahmen von Eliasson kennt und welche Meinung ihr dazu habt.

      Empfehlungen für andere Aufnahmen des Komponisten sind natürlich auch jederzeit willkommen.

      Hier noch ein zwei links mit einem Porträt und einer (positiven) CD-Kritik:

      "http://www.nmz.de/artikel/konstanter-akt-der-befreiung[/url]

      "http://www.nmz.de/online/im-doppelpack-anders-eliassons-sinfonia-per-archi-in-zwei-neuen-einspielungen[/url]

      Viele Grüße :wink:

      Roger
      "Ich brauche keine Musikkritiker"
      (Gennadi Roshdestwenskij)
    • Schon gehört? - Die Capriccio Kaufberatung

      Servus,

      mir geht es oft so, dass ich, beispielsweise im Radio, in einer Konzertübertragung ein mir bis dato unbekanntes Stück höre und mich dieses Werk derart anspricht, dass ich es gerne via Tonträger näher kennen lernen möchte. Was liegt da näher, als sich hier an die Experten zu wenden und um eine Kaufberatung zu bitten.

      Oder es kommt eine Neuerscheinung auf den Markt und man möchte sich kurz austauschen, ob sie lohnenswert ist. Auch dazu soll dieser Thread herhalten.

      Kurze Kommentare sind genauso gern gesehen wie ausführliche Rezensionen oder gar Diskussionen, wobei letztere eventuell nach Klärung der Anfrage hier in einen speziellen Werkthread überführt werden könnten.


      Soviel zur Vorrede. Ich habe auch gleich einen aktuellen Fall: die Sinfonien von Sergej Prokofjew. Ich habe die Fünfte mit zunehmendem Vergnügen im Konzertmitschnitt gehört und verspüre nun den Wunsch, mehr von Prokofjew kennenzulernen. Also, welche Aufnahmen (gerne auch Gesamtaufnahmen) sind empfehlenswert? Und von welchen sollte ich lieber die Finger/Ohren lassen?


      herzliche Grüße,
      Thomas
      Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen.
      Helmut Qualtinger
    • Lieber Thomas,

      was Prokofiew betrifft, kann ich von meiner Warte aus auf jeden Fall die Gesamteinspielung von Neeme Järvi mit dem Royal Scottish National Orchestra auf 'Chandos' wärmstens empfehlen! Seine Vorliebe für wilde Exzesse, grelle Farben und starke Kontraste kommt in dieser Aufnahme (sowie in anderen Einspielungen, wie der "Oktober-Kantate", opus 74) des Prokofiew-Experten Järvi vortrefflich zum Ausdruck!
      Vor allem, was die mich am meisten begeisternden Symphonien Nr. 2 und 3, mit ihrer expressionistischen Ausdrucksintensität und Radikalität, angeht, gibt es wohl kaum eine bessere Wahl.

      Sergej Prokofiew (1891-1953):
      Symphonien Nr. 1-7
      Royal Scottish National Orchestra, Neeme Järvi
      Chandos, 1984/85, 4 CD



      :wink:
      Johannes
    • Hallo Thomas,

      eigentlich hatte ich einen Thread mit ähnlichem Inhalt schon gestartet, aber da er bisher ohne Antwort blieb, wird die Thematik wohl in Zukunft in diesem Thread abgehandelt.

      Was die Sinfonien von Prokofiev betrifft, würde ich Dir unbedingt einen "Gang" zu HMV nach Japan empfehlen - es gibt aus meiner Sicht keine wirkliche Alternative zu Roshdestwenskij (soweit ich mich erinnern kann ist Edwin derselben Meinung)! Und die Klavierkonzerte sowie eine historische Aufnahme direkt unter Prokofiev gibt es auch noch dazu.

      [Blockierte Grafik: http://img.hmv.co.jp/image/jacket/190/12/7/0/738.jpg]

      Hier der Link dazu:

      "http://www.hmv.co.jp/en/product/detail/1270738[/url]

      Viele Grüße :wink:

      Roger
      "Ich brauche keine Musikkritiker"
      (Gennadi Roshdestwenskij)
    • Servus,

      Besten Dank an Johannes, Andatino und Roger für die Empfehlungen!

      Ich habe mal in meinen Schallplatten-Altlasten gekramt und dabei 3 Stück mit Roshdestwenskij-Prokofjew gefunden, alte Eterna-Ausgaben von den Sinfonien 1 und 5-7. Scheint ja schonmal ein Treffer zu sein... :thumbsup:

      Johannes' Werbung für den Järvi hat mich sehr neugierig gemacht. Diese Box setze ich ganz weit oben auf die Einkaufsliste. Vergleichsmöglichkeiten schaden sicher nicht.

      Weitere Meinungen sind auch gern gesehen.


      Roshdestwenskij schrieb:


      eigentlich hatte ich einen Thread mit ähnlichem Inhalt schon gestartet, aber da er bisher ohne Antwort blieb, wird die Thematik wohl in Zukunft in diesem Thread abgehandelt.

      Sorry, ich habe deinen Thread übersehen. Shame on me!
      Ich hab's zwar ein wenig weiter gefasst als du, indem es nicht nur um Fragen nach konkreten Aufnahmen gehen soll, sondern wie in meinem Fall auch um Einstiegshilfen, aber von mir aus kann ein Mod die beiden Themen zusammenfügen.


      herzliche Grüße,
      Thomas
      Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen.
      Helmut Qualtinger
    • salisburgensis schrieb:

      Roshdestwenskij schrieb:


      eigentlich hatte ich einen Thread mit ähnlichem Inhalt schon gestartet, aber da er bisher ohne Antwort blieb, wird die Thematik wohl in Zukunft in diesem Thread abgehandelt.

      Sorry, ich habe deinen Thread übersehen. Shame on me!
      Ich hab's zwar ein wenig weiter gefasst als du, indem es nicht nur um Fragen nach konkreten Aufnahmen gehen soll, sondern wie in meinem Fall auch um Einstiegshilfen, aber von mir aus kann ein Mod die beiden Themen zusammenfügen.


      herzliche Grüße,
      Thomas
      Hallo Thomas,

      guter Vorschlag mit der Zusammenführung. Oder meinen Thread ganz löschen. Ich war dort ja sowieso nur Alleinunterhalter. Und den Eliasson habe ich inzwischen auch gekauft, nachdem darüber ausschließlich hymnische Kritiken zu lesen waren.

      Schämen brauchst Du Dich übrigens nicht, es war ja ohne Absicht.

      Viele Grüße :wink:


      Roger
      "Ich brauche keine Musikkritiker"
      (Gennadi Roshdestwenskij)
    • Guercoeur schrieb:


      Sergej Prokofiew (1891-1953):
      Symphonien Nr. 1-7
      Royal Scottish National Orchestra, Neeme Järvi
      Chandos, 1984/85, 4 CD





      Lieber Johannes,

      sind die beiden von dir gezeigten Ausgaben des Järvi-Prokofjews identischen Inhalts?


      :wink:
      Thomas




      @audicombinus
      Danke für's Zusammenfügen.
      Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen.
      Helmut Qualtinger
    • Sinfonien von Prokofiev

      Da wir gerade bei den Sinfonien von Prokofiev sind.
      Seit Kurzem gibt es eine Wiederveröffentlichung bei Brilliant (früher Decca):



      Der Dirigent ist Walter Weller (kennt den Jemand?)
      Die Aufnahmen entstanden zwischen 1974 und 1978.

      Ich habe die Box seit ein paar Tagen.
      Das Wenige, was ich bislang gehört habe, gefällt mir gut.
      (Sinfonie Nr.1 und Skythische Suite).

      Bis auf die 1.Sinfonie habe ich allerdings keine Vergleichsmöglichkeiten.
    • Die beiden Orchester sind natürlich hervorragend. Das ist klar. Die Tontechnik , wenn Decca, sicher ebenso.

      Walter Weller ist in GB viel bekannter als hierzulande.

      Er gehört zur guten 2. Garde. Meiner Meinung nach.


      Ich selber besitze ausser div. Einzelaufnahmen die GA von Chandos mit Järvi und die GA mit dem Japaner. Jetzt fällt mir der Name nicht mehr ein.

      R.
    • Weller war Konzertmeister der Wiener Philharmoniker, der auf die Idee kam, er könne dirigieren. Was ihn darauf brachte, entzieht sich meiner Kenntnis. Jedenfalls nahm er Stunden bei Krips, was zeigt, daß der Schüler eines guten Dirigenten nicht zwangsläufig selbst ein guter Dirigent wird. Weller pinselte dann in England herum, wo er geschätzt wurde, vielleicht, weil sich angesichts seiner Wiedergaben niemand beim Fünfuhrtee verschluckte. Derzeit ist er Chef des Belgischen Nationalorchesters, was gut passen würde, wenn Waterzooi wirklich nur eine simple Suppe wäre...
      Wellers Prokofiew ist eine grundsolide Angelegenheit, bei der jede Note akkurat dort steht, wo sie der Komponist hingesetzt hat und jeder Takt mustergültig aufgesagt wird. Prokofiew für die Elgar-Nation. Wer's mag...
      :wink:
      Na sdarowje! (Modest Mussorgskij)
    • Hallo Edwin,

      könntest Du vielleicht auch ein paar Worte zu Eliasson verlieren - oder ist der Komponist Dir nicht bekannt (was ich nicht glauben könnte)?

      Ich habe meine CD zwar bestellt, aber noch nicht erhalten und würde gerne wissen, was Du von Eliasson hältst.

      Danke vorab und

      viele Grüße :wink:


      Roger
      "Ich brauche keine Musikkritiker"
      (Gennadi Roshdestwenskij)
    • Mich würde interessieren was von dieser GA zu halten ist:



      Künstler: RSO Prag, Valek
      Label: Supraphon , DDD, 2003

      Die Hörproben lassen auf sehr transparenten Dvorak schließen, der sich auch HIP nicht verschließt.
      Wenn ich F10 auf meinem Computer drücke, schweigt er. Wie passend...
    • Edwin schrieb:

      Weller war Konzertmeister der Wiener Philharmoniker, der auf die Idee kam, er könne dirigieren. Was ihn darauf brachte, entzieht sich meiner Kenntnis.

      :mlol:

      Charmant.

      Ich finde die Weller-Einspielung gar nicht soooo schlecht, jedenfalls besser als die unter Rostropovich (was vielleicht keine Kunst ist, keine Ahnung – ich bin nicht so bewandert bei Prokofievs Symphonien). Allerdings kenne ich da schon Einzelaufnahmen, die mich deutlich mehr begeistern als die von Weller…

      "Prokofiew für die Elgar-Nation." :D

      Gruß, Cosima
    • Bernhard brachte mich heute auf die Idee, mich näher mit Poulenc zu beschäftigen.

      Jetzt schwanke ich zwischen 2 Aufnahmen:



      Für mich hat Interpretation grundsätzlich Vorrang vor Aufnahmequalität. Edwin hat im Tamino-Forum angedeutet, dass Prétre interpretatorisch besser sei als Dutoit, obwohl letzterer auch zu empfehlen ist. Allerdings bekommt man bei Decca für nur wenig Geld mehr eine Menge zusätzliches "Material" (es handelt sich um eine Box mit 5 CD´s).

      Meine Frage an euch:

      Welcher Alternative sollte man den Vorzug geben? Oder habt ihr ganz andere Vorschläge?

      Danke vorab und viele Grüße


      Roger
      "Ich brauche keine Musikkritiker"
      (Gennadi Roshdestwenskij)
    • Die habe ich vor Wochen erworben, seinerzeit kompetent beraten in einem anderen Forum - und bin glücklich damit: geistvoller Witz und Spritzigkeit, wie ich es bei Poulenc schätze, finde ich hier so wie ich es nur wünschen kann. Wenn Du es genauer nachlesen magst: Schau mal hier!

      PS: Aus Deinem obigen Beitrag entnehme ich gerade, daß Du dort offensichtlich schon geforscht hast, aber ich lasse den Link mal so stehen.
      Es grüßt Gurnemanz
      ---
      Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
      Helmut Lachenmann
      Künstler und Schwein gelten erst nach dem Tode etwas.
      Max Reger