Wenn Choristen im Konzert nix zu tun haben...

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    • Im allgemeinen wird das ja auch in die Hauptproben einbezogen. Und beim Einsingen vor der Aufführung, in "Arbeitskleidung", wurde in meinem Chor das leise Aufstehen und Hinsetzen noch mal besonders "geübt": denn auch das Rascheln von Röcken oder Anstreifen an die Partitur kann sich störend auswirken. ;+)
      Klemperer: "Wo ist die vierte Oboe?" 2. Oboist: "Er ist leider krank geworden." Klemperer: "Der Arme."
    • Nicht jeder Dirigent gibt Hinweise, wann der Chor aufstehen soll und wann nicht. Das hatten wir bislang eigentlich nur, wenn der Chor nicht "aus dem Stück heraus" aufsteht, sondern vor dem Einsatz. Damit es eben schön einheitlich aussieht. Die Ansage zur Carmina war einfach: Nach Teil I hinsetzen, kurz vor Stück 18 aufstehen bis Ende.

      CB hab ich jetzt noch nicht so oft gemacht, dafür aber 9. Beethoven schon "etwas häufiger", und da hatte bislang jeder Dirigent andere Wünsche. Ich trag's mir in die Noten ein, weshalb es ganz praktisch ist, wenn man die während der eigenen "Pause" offen haben darf. Nicht, weil ich das Stück nicht kenne, sondern weil ich mir Sonderwünsche nicht merken kann ;)

      Zettel bekommen wir nicht, meist Ansagen vor oder während der Anspielprobe kurz vor dem Konzert. Hinsetzen und aufstehen wird nur geprobt, wenn die Bänke/Bühne laut knarzt.

      Generell versuche ich, die Zeit auf der Bühne zu genießen. Das ist immerhin mein Hobby, wo kämen wir da hin, wenn man da keinen Spaß mehr dran hätte. Ja, gut, bei B9 wird das allmählich schwierig. Man kann immer noch das Orchester beobachten. Das ist mitunter auch sehr interessant. Was die Leute so alles auf dem Notenständer stehen haben ...
    • Die Lerche schrieb:

      Nicht jeder Dirigent gibt Hinweise, wann der Chor aufstehen soll und wann nicht. Das hatten wir bislang eigentlich nur, wenn der Chor nicht "aus dem Stück heraus" aufsteht, sondern vor dem Einsatz. Damit es eben schön einheitlich aussieht. Die Ansage zur Carmina war einfach: Nach Teil I hinsetzen, kurz vor Stück 18 aufstehen bis Ende.


      echt? ?( - Gut, ich war in einem Kirchenchor - und in der Kirche wirken sich Geräusche stärker aus. Wir haben auch oft in Konzertsälen gesungen, a cappella oder mit Orchester; aber man war da einfach schon "gedrillt", auch unser Dirigent. ;+)
      Dennoch war nicht immer alles bierernst. Aber manchmal war es andererseits auch sehr berührend (Distler: Totentanz) ...
      Wir haben eigentlich immer mitgelesen, soweit ich das überblicken konnte - blättern kann man ja auch leise (auch da: "gedrillt") ... ;+) Bei manchen Solopartien habe ich allerdings auch einfach nur zugehört. Wenn's besonders schön war. :)
      Klemperer: "Wo ist die vierte Oboe?" 2. Oboist: "Er ist leider krank geworden." Klemperer: "Der Arme."
    • Eine kleine Anekdote zum Thema:

      vor einigen Jahren wirkte ich als Choraushilfe bei einer Aufführung der Matthäus-Passion mit. Genauer gesagt zwei Aufführungen an einem Wochenende: Samstag und Sonntag. Der Chor war sehr groß, der Platz klein - kurzum: der Chor sollte die gesamte Zeit der Aufführung stehen. Die einzige Erleichterung war eine kleinere Pause in der Mitte der Aufführung. Mir haben selten die Füße derart weh getan. :S Bei der zweiten Aufführung griff ich zu einem vermeintlichen Trick: die Männerstimmen standen hinten und gingen auch von hinten auf - niemand sah also meine Füße bzw. Schuhe. Also sang ich die zweite Aufführungen in meinen (zwar recht dezenten aber augenscheinlich nicht sehr Konzert-tauglichen) Wanderschuhen. Ich fand mich sehr clever - zog dann aber kleinlaut in der kleinen Pause schnell meine Konzertschuhge wieder an. Ich kann Euch hiermit berichten dass man in Wanderschuhen zwar hervorragend wandern kann, aber nicht sehr komfortabel auf der Stelle steht. 8+)

      LG, der Thomas. :wink: