Die Klarinette

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    • Lieber Hudebux,

      wieviel Cent hat das denn ausgemacht?

      Das zeigt mal wieder, wie wichtig und sensibel Mundstück, Blatt, aber auch Befestigung und Birne für das Gesamtsystem Klarinette sind.


      maticus
      Bartolo hatte Recht. --- Andreas März
      This is Bartolo, King of the King of Wines. --- Alan Tardi
    • wieviel Cent hat das denn ausgemacht?
      Ziemlich viel. 20 Cent etwa.
      Hätte ich vorher nicht gedacht, dass das Mundstück auf die Tonhöhe solchen Einfluss hat.

      arundo donax schrieb:

      Hudebux und Maticus, was haltet ihr denn eigentlich von Kunststoffblättern (eine ehemalige Kommilitonin, die ich manchmal noch bei Muggen treffe, schwört inzwischen darauf!)?

      Einen ganz interessanten Beitrag zum Thema zum Thema Plaste versus Schilf habe ich eben auf Youtube gefunden: youtube.com/watch?v=JbNTzq3vaf4

      Herzliche Grüße

      Bernd
      Mit Kunststoffblättern habe ich noch keine eigene Erfahrung gemacht. Aber das Video kenne ich, und der Vergleich darin ist ja eher negativ. Ich werde wohl vorerst bei Schilf bleiben. Nur mal so überlegt, darf man überhaupt noch von einem Holzblasinstrument reden, wenn man auf Plastik spielt?

      Herzliche Grüsse
      Hudebux
    • Hudebux schrieb:

      Nur mal so überlegt, darf man überhaupt noch von einem Holzblasinstrument reden, wenn man auf Plastik spielt?
      Naja, man zählt ja auch die Querflöte pauschal zu den Holzblasinstrumenten, obwohl an einem nicht geringen Teil der modernen Böhmflöten kein Gramm Holz zu finden ist....

      Bei den Oboenrohren verhält es sich so, dass ich auch die allerneueste Generation der Plasteexemplare trotz ihres enorm hohen Preises (regulär 140 Euro pro Stück) in keinster Weise konkurrenzfähig finde. Bei den Klarinetten- und Saxophonblättern (es gibt inzwischen wohl auch welche aus Kompositmaterial) schien mir der Unterschied bislang nicht gar so groß zu sein.

      Herzliche Grüße

      Bernd
    • Hier Christoph Hartmann und Andreas Ottensamer:

      youtube.com/watch?v=1RCceu6UfCE

      Ich wusste garnicht, dass Plastik auch schon bei Oboenrohren Einzug gehalten hat.

      Nein, ich selbst habe noch keine Erfahrungen damit gemacht. Bisher hatte ich immer Vorbehalte dem Material gegenüber. Obwohl, die Vorstellung, nicht ständig neue (und z. T. schlechte) Blätter einspielen zu müssen, schon reizvoll ist...

      maticus
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    • maticus schrieb:

      Ich wusste garnicht, dass Plastik auch schon bei Oboenrohren Einzug gehalten hat.
      Und ich dachte, Du liest fleißig bei "uns" mit, maticus ;)

      Die legere-Rohre für Oboe gibt es seit zwei Jahren zu kaufen; und seit diesem Frühjahr gibt es auch endlich verschiedene "Härtegrade" .... aber bei den wenigen, die ich bisher testen konnten, war für mich von "unspielbar" über "klingt schrecklich" bis zu "ginge vielleicht zum üben" alles dabei ... und das "ginge vielleicht zum üben"-Rohr habe ich mir dann tatsächlich auch gekauft - das nehme ich, wenn wirklich nichts anderes mehr geht (wetterbedingt oder so ....)
      Der Klang ist aber lange nicht so schön wie es Holzrohre sein können ....auch der Ansatz ist entwas anstrengend, da das Rohr so weich ist ....

      Ich habe Christoph Hartmann schon vor etwa drei Jahren in der einen oder anderen Aufnahme sein legere-Rohr spielen gesehen und gehört - das war immer okay .... mich würde daher mal brennend interessieren, unter wieviel ausprobierten Rohren er dann immer das eine fand, das wirklich gut war ...

      Simon Fuchs, der Solooboist des Tonhalle Ochesters Zürich, berichtete auf dem Kurs, den ich vor zwei Jahren bei ihm besuchte, dass er in einem Berg von etwa 120 !!! von ihm ausprobierten Rohren tatsächlich zwei ! Stück fand, die er dann auch gekauft hat ... aber nicht, um darauf auch tatsächlich zu spielen, sondern damit er mitreden kann ....


      Dass allerdings Andreas Ottensamer auch schon lange und ausschließlich legere-Blätter spielt, wie er in dem Video behauptet, war mir ganz neu ...

      Aber auch von den Fagott-Rohren, die es auch schon länger von legere gibt, hört man hin und wieder, dass einige Profis diese gerne spielen ....
      Viele Grüße - Allegro

      Musik ist, die in den Noten versteckten Töne frei werden zu lassen (nach Philmus)
    • Allegro schrieb:

      Die legere-Rohre für Oboe gibt es seit zwei Jahren zu kaufen...

      Plastikrohre für Oboe und Fagott von anderen Herstellern gibt es allerdings schon viel länger; ich erinnere mich gut, dass ich noch vor dem Studium (also vor über 30 Jahren) ein solches Rohr ausprobiert habe. Es klang wie Hupe und stimmte in der Höhe grottenschlecht, so dass die Legere-Rohre schon so etwas wie einen Fortschritt darstellen. Trotzdem besteht in der Praxis am Ende für mich kein Unterschied zwischen "kann ich absolut nicht gebrauchen" und "besser, aber immer noch unbrauchbar"..... :D

      Allegro schrieb:

      Aber auch von den Fagott-Rohren, die es auch schon länger von legere gibt, hört man hin und wieder, dass einige Profis diese gerne spielen ....
      Der Fagottist meines zweiten Bläserquintetts hat sich ein solches Rohr gekauft. Verwendung findet es aber bei ihm nicht. Zitat: "Das Ding geht zunächst mal erstaunlich gut los, aber wenn man zwei Minuten darauf gespielt hat,merkt man, dass es völlig tot ist. Darauf kann ich keine Musik machen!".

      Zurück zur Klarinette :schaem1: - recht interessant sehen für mich die Blätter aus Verbundmaterial aus:

      thomann.de/de/fibracell_premier_30_bb_clarinet.htm

      Ich glaube, wenn ich Klarinettist wäre, wäre ich schon neugierig darauf, wie sich so etwas spielen lässt. Und im Gegensatz zu den Oboenrohren kosten diese Teile ja nicht die Welt...

      Herzliche Grüße

      Bernd
    • Ich habe meine Lehrerin gestern nach Plastikblättern gefragt. Sie seien garnicht so schlecht, klar besser geworden, aber selber spielt sie keine. Kennt aber einige Leute, die Plastik (Legere) spielen, manche gehen aber auch wieder zurück zu Arundo Donax. Es wäre auch nicht leicht, die richtige Kombi aus Blatt, Stärke und Mundstück zu finden. Ein Blatt soll so ca. 3 Monate halten, was auch immer das im Einzelfall heisst.

      Ich selbst habe gerade eine ganz angenehme Kombi (mit Arundo Donax Blättern) gefunden, deswegen habe ich wenig Lust, da mittelfristig wieder etwas ganz neues zu probieren.

      maticus
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    • Was mir gerade mal wieder auffällt, es gibt einige Klarinettisten, deren Väter berühmte Dirigenten sind:

      Andrew Marriner (LSO)
      Dmitri Ashkenazy
      Sacha Rattle

      Vielleicht gibt es ja noch mehr?


      maticus
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    • Ein früherer Lehrer von mir hatte für Dmitri Ashkenazy kein gutes Worte übrig, und mutmasste, dass er ohne seinen Vater eher nicht Karriere gemacht hätte. Ob das stimmt, kann ich nicht beurteilen.

      Jedenfalls ist ein berühmter Vater für die eigene Karriere wohl eine ambivalente Ausgangslage.
    • Ich kann zu Dmitri Ashkenazy und Sacha Rattle garnichts sagen. In der ersten Reihe, qua Bekanntheit, stehen sicherlich beide nicht. Ich weiss nur, dass ich vor vielen Jahren mal im Rundfunk in Italien eine Liveübertragung der Kammerversion der 4. Sinfonie Mahlers gehört habe (aus Locarno?), u. a. mit Dmitri Ashkenazy und, glaube, auch seinem Vater. (Ist ein Klavier dabei?)

      Bekannter ist sicherlich Andrew Marriner, und als Soloklarinettist beim London Symphony Orchestra wird er sicherlich unbestritten sehr gut sein, Beziehungen hin oder her. Bei meiner Lieblingsaufnahme von Mozarts Gran Partita ist er auch dabei.

      Ich wollte mit meinem Beitrag garnicht so sehr auf Beziehungen hinaus (obwohl das natürlich auch ein interessantes Thema ist), sondern eher darauf aufmerksam machen, dass diese megabekannten Persönlichkeiten auch sehr musikalische Kinder (in den genannten Fällen zufällig Söhne) hervorgebracht haben, die der großen Masse aber sicherlich nicht bekannt sind. Und das in diesen Fällen die Klarinette gewählt wurde --- was für Teilnehmer dieses Threads natürlich mehr oder weniger bedeutsam ist. Sagt das etwas über die Liebe dieser Dirigenten zur Klarinette aus?


      maticus
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    • Ich bin seit kurzem damit beschäftigt, meinen Tonbereich nach oben hin auszudehnen. Bisher (und auch noch nicht soo lange) ging es (gegriffen) bis zum g''', ohne dass ich behaupten könnte, dass dies trotz befriedigender Intonation immer sicher funktioniert, nun beziehe ich auch das gis''' und das a''' mit ein, auch in der Vorstellung, dass es sich damit auch nur bis zum g''' verbessert.

      Allerdings bemerke ich, dass oberhalb des g''' die Töne oft wegzubrechen drohen, d. h. stark in die Tiefe abrutschen. Ich glaube das gerade bei eher leichten und/oder altersschwachen Blättern festzustellen. Ist diese EInschätzung richtig bzw. normal? D. h. die Problematik ist i. d. R. geringer oder nicht vorhanden bei entsprechend kräftigen Blättern?


      maticus
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    • Neu

      Lieber Maticus,

      da kann ich leider nicht weiterhelfen, da ich immer auf den gleichen Blättern spiele. Mit meinen neuen Klarinetten komme ich leichter in die hohen Gefilde, aber auch nicht perfekt.
      Ende Oktober besuche ich einen Blattbaukurs. Da kann ich ja mal fragen.
      Gruss
      Hudebux