Miles Davis - Ein Jazzleben im Spiegel seiner Aufnahmen

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    • Maurice schrieb:

      Benutzername schrieb:

      Lieber Maurice, es gibt ja noch die offiziell veröffentlichte "Live around the world". Darauf befindet sich u.a. der Track "Hannibal" vom - laut Booklet - letzten Auftritt (Frankreich, oder?).
      Montreux ist Frankreich, richtig. Laut Booklet war es Miles letzter Live-Auftritt gewesen. "Live Around the World" wurde erst 5 Jahre nach seinem Tode veröffentlicht. Dort findest Du Aufnahmen aus den letzten Jahren: 1988-1991. Du findest dort Aufnahmen aus Osaka/Japan , 07.08.88, Los Angeles/USA vom 14.08.88, Graz/Österreich, 01.11.88, 17.12.88, NYC, 12.04.89, Montpellier/Frankreich, 05.06.89, Chicago/USA, 20.07.90, Montreux/Frankreich und 21.07.91, Andernos-des-Rains/Frankreich.

      Also ist der 21.07.91 noch etwas später gewesen. Ich schrieb ja "dürften die letzten Töne von MD sein", sicher war ich mir nicht. Doch da sein Gesundheitszustand nicht gut war, wäre es nahe liegend gewesen.
      Ich bin gerade total müde und vielleicht deswegen verwirrt. Es ging doch zunächst um den Auftritt vom 8.7.91 in Montreux/Schweiz, oder? Also wäre der "Hannibal"-Track knapp zwei Wochen später in Frankreich gespielt...?
      ...schreibt Christoph :wink:
    • Benutzername schrieb:

      Ich bin gerade total müde und vielleicht deswegen verwirrt. Es ging doch zunächst um den Auftritt vom 8.7.91 in Montreux/Schweiz, oder? Also wäre der "Hannibal"-Track knapp zwei Wochen später in Frankreich gespielt...?
      Warum verwirrt? Du hast schon richtig gelesen. Davis hat offenbar am 08.07.1991 und am 20.07.1991 in Montreux gespielt. Am ERSTEN Termin auf dem Jazzfest, ob am 20.09.1991 der Auftritt ebenfalls noch zum dortigen Jazzfest gehört hat, weiß ich nicht. Und dann eben am 21.09.1991 in Andernos-des-Rains. Welcher Titel wo gespielt worden ist, kann ich leider nicht beantworten.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Mein Tag beginnt mit einer "Extrasensory Perception" ...

      Miles Davis: E.S.P. (1965)



      Ich hatte eigentlich damit gerechnet, dass mir das Album (bzw. die CD) erst nächste Woche zugeschickt wird, bekam dann aber (v. Amazon) eine zweite Mail mit dem Link zum Download des Albums. Ist also ein "Auto-Rip", was in diesem Falle jedoch nicht mit aufgeführt war/ ist.

      Also, hier stimmt wirklich alles! :verbeugung1: Okay, mal abgesehen vom Cover (Miles mit seiner Frances ...). :neenee1:

      Miles Davis (tp)
      Wayne Shorter (ts)
      Herbie Hancock (p)
      Tony Williams (dr).

      Tony Williams entwickelt sich zu meinem Lieblingsschlagzeuger. Seine Soli nerven niemals: einfach nur großartig! :thumbup: Diese Empfindung hatte ich bislang nur bei Eric Schaefer v. Michael Wollny Trio. Und er war zum Zeitpunkt der Aufnahme gerade einmal 20 Jahre alt. Wow! Wayne Shorter auch mal wieder große Klasse ...
      "Zweierlei eignet sich als Zuflucht vor den Widrigkeiten des Lebens: Musik und Katzen." (Albert Schweitzer)
    • Ohne Bild :

      "Miles Davis & Sonny Stitt AD: 11.10.1960, Olympia, Paris/Frankreich

      Miles Davis (Trompete) - Sonny Stitt (Tenorsax) - Wynton Kelly (Klavier) - Paul Chambers (Bass) - Jimmy Cobb (Drums)

      Hier nun ein weiteres Live-Konzert aus dem Jahre 1960. Es gibt erstaunlich viele Alben der beiden Europa-Tourneen, die Miles im Frühjahr und Herbst mit seinem Quintett machte. Im Frühjahr noch mit John Coltrane, der gedanklich und musikalisch schon weit weg war von Davis. Im Herbst dann mit Sonny Stitt, einem Alt/Tenoristen, der ganz klar im Bop-Lager steht. Er machte einen sehr guten Job, auch wenn er natürlich kein Erneuerer a la Coltrane war. Doch solche Musiker wachsen nicht auf den Bäumen.

      Bassist Paul Chambers steuert ein paar schöne Soli bei, Miles zeigt sich fast durch die Bank in sehr guter Form, aber es unterlaufen ihm immer wieder kleine "Kiekser", die man von solchen Musikern eigentlich nicht erwarten sollte.

      Jimmy Cobb agiert manchmal mit seinen Stöcken zu hart, doch ich frage mich immer wieder, ob alle Toningenieure einfach schon so taube Ohren haben, dass sie sowas nicht bereits beim Soundcheck gleich entsprechend einstellen können. Das war damals so, das ist heute nicht besser geworden.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
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      Miles Davis : "Miles Ahead" AD: 06.-27-05.1957, New York (Tracks 01-10)

      Miles Davis (Trompete, Flügelhorn) - Gil Evans - Orchestra (mit u.a.: Ernie Royal, Bernie Glow (Trompeten), Frank Rehak und Jimmy Cleveland (Posaunen), Lee Konitz (Altsax), Bill Barber (Tuba), Wynton Kelly (Klavier), Paul Chambers (Bass), Art Taylor Drums)

      Ein wirklich hervorragendes Album !! Miles ist übrigens, nicht wie geschrieben, nur auf dem Flügelhorn zu hören, sondern auch auf der gestopften Trompete (mit seinem geliebten Harmon Mute-Dämpfer). Allerdings hätte ich mich gefreut, wenn man auch so großartigen Musikern wie Lee Konitz, Frank Rehak, Waynton Kelly, Paul Chambers oder Jimmy Cleveland einige Soli zugestanden hätte.
      Viele Grüße sendet Maurice

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      "Blue Moods" AD: 09.07.1955 , New York

      Miles Davis (Trompete) - Britt Woodman (Posaune) - Teddy Charles (Vibes) - Charles Mingus (Bass) - Elvin Jones (Drums)

      Ich tue mir schwer mit dem Album. Miles spielt teilweise hervorragend, aber dann gibts immer wieder seine "Kiekser" an Stellen, die man einfach spielen MUSS, oder sie sein lassen sollte. Das kann MAL passieren, aber es sind immer wieder die gleichen Stellen, nämlich dann, wenn er versucht, sich in Tonhöhen zu bewegen, die man bei ihm eigentlich auf der Trompete "vergessen" hat einzubauen, Das nervt einfach. Britt Woodman ist sicher ein exzellenter Posaunist, aber hier wird er entweder falsch eingesetzt, oder er ist die falsche Wahl gewesen. Da Mingus aber später mit ihm zumindest auf den beiden Alben "Mingus,Mingus,Mingus,Mingus,Mingus" und "The Black and the Sinner Lady" zusammenarbeiten sollte, dürfte sich Mingus hier verzockt haben.

      Dagegen fand ich Teddy Charles mit seinem Vibraphon für eine hervorragende Wahl. Er hat für die Stücke immer die passende Begleitung oder das richtige Solo anzubieten. Auch Charles Mingus selbst spielt das, was man von ihm damals so zu erwarten hatte. Doch dafür fehlte der richtige Drummer. Elvin Jones scheint mir hier nicht so wirklich die passende Wahl gewesen zu sein. Das wurde bei Mingus erst dann wirklich klasse, als er Danny Richmond hatte.

      PS : Danke für den Link zur Einzel-CD, Newbie69
      Viele Grüße sendet Maurice

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