Saint-Saëns, Camille - Klavierkonzert Nr. 2 g-moll op. 22

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    • Saint-Saëns, Camille - Klavierkonzert Nr. 2 g-moll op. 22

      Saint-Saëns komponierte dieses hochvirtuose Konzert in nur 17 Tagen für ein Konzert des russischen Komponisten, Pianisten und Dirigenten Anton Rubinstein. Gewidmet ist das Klavierkonzert Madame de Villiers.
      Am 13. Mai 1868, gut 10 Jahre nach dem Ersten, fand die Uraufführung mit Saint-Saëns persönlich am Klavier und Rubinstein als Dirigent in Paris statt. Die Uraufführung wurde zu einem Misserfolg (laut Wikipedia), aber ich habe auch gelesen, wo genau das Gegenteil behauptet wird.

      Andante sostenuto

      Der erste Satz beginnt mit einer langen Solokadenz des Klaviers, die bereits die Themen des Satzes enthalten. Das Orchester folgt daraufhin mit einigen Tuttischlägen, bevor das Hauptthema erklingt. Der Themenfluss wird zwischendurch immer wieder durch Einwürfe unterbrochen. Danach steigert sich das Klavier mit neuen Motiven und fallenden Tonleitern zu einem virtuosen Höhepunkt. Anschließend folgt wieder eine Solopassage, ähnlich dem Anfang des Satzes. Die Coda verklingt mit ausdrucksstarken Akkorden des gesamten Orchesters.

      Allegro scherzando

      Der 2. Satz ist ein 6/8-Scherzo. Das klavier leitet auch diesen heiteren Satz ein, das Orchester wirkt begleitend. Danach stimmen die Celli ein walzerähnliches Thema an, das vom Klavierund etwas später auch von den anderen Instrumenten aufgegriffen und verarbeitet wird. Das Scherzo klingt mit Holzbläsern und Klavier leise aus.

      Presto

      Das Finale beginnt einem rasanten im Forte vom Soloklavier vorgetragenem Thema. Das Klavier wird immer wieder von den Streichern bedacht. Nachdem das Hauptthema im Piano wieder aufgegriffen wird, nimmt der Satz weiterhin an Fahrt auf, wobei das Klavier die meiste Zeit im Mittelpunkt steht. Der Satz endet mit sehr kräftigen bis gewaltsamen Akkorden von Orchester und Klavier.




      Tacchino, Froment und das ORL bringen die Stimmungen des Konzertes in einer sauberen, sehr lebhaften Aufnahme exzellent rüber. Besonders das Finale rummst gewaltig.
    • Solch ein Thread (vielen Dank dafür!) ist ja auch immer ein Anlass, die vorgestellten Werke mal wieder zu hören. Also hab ich mich meine einzige Aufnahme rausgekramt (Rogé/Dutoit) und das g-moll-Konzert aufgelegt.

      Tja. Ich kann das für das einemal gut hören, hat Spaß gemacht. Da wird pianistisch was geboten, das hat Pathos (im Kopsatz), Pfeffer (im Presto) und Brillanz (fast immer). Aber auf Dauer kann ich mich mit der Gattung des Virtuosenkonzerts nicht so anfreunden: das Orchester ist kein wirklicher Partner, steuert oft nur Stützakkorde oder Klangbeimischungen bei, darf auch mal ein Thema spielen, könnte aber über weite Teile weggelassen werden, ohne dass groß was fehlen würde. Und auch im Klavierpart finde ich die Vorherrschaft der Figuration letztlich etwas ermüdend, wäre etwas harmonische Abwechslung schön. Macht im Konzertsaal aber bestimmt Effekt.


      Viele Grüße

      Bernd
      Details are always welcome. (Vladimir Nabokov)
    • Zwielicht schrieb:

      Tja. Ich kann das für das einemal gut hören, hat Spaß gemacht. Da wird pianistisch was geboten, das hat Pathos (im Kopsatz), Pfeffer (im Presto) und Brillanz (fast immer). Aber auf Dauer kann ich mich mit der Gattung des Virtuosenkonzerts nicht so anfreunden: das Orchester ist kein wirklicher Partner, steuert oft nur Stützakkorde oder Klangbeimischungen bei, darf auch mal ein Thema spielen, könnte aber über weite Teile weggelassen werden, ohne dass groß was fehlen würde. Und auch im Klavierpart finde ich die Vorherrschaft der Figuration letztlich etwas ermüdend, wäre etwas harmonische Abwechslung schön. Macht im Konzertsaal aber bestimmt Effekt.


      Vielleicht sind das die Gründe für einen Misserfolg der Uraufführung. Der Klavierpart ist zu solistisch und das Orchester quasi nur "Beisatz". Ein reines Virtuosen konzert halt.
    • Für mich ist eigentlich eher sekundär, wieviel das Orchester in einem Klavier-Konzert zu tun hat. Ich habe besagtes Konzert jetzt nicht im Ohr (bei seinem 3. ist das Orchester aber definitiv nicht irrelevant, da gibt es ein sehr prägnantes Hornthema), aber entscheidend ist dann halt wie gut mir gefällt, was der Virtuose so zu spielen hat. ;)
      Ich habe diese Klavierkonzerte auch erst letztes Jahr oder so kennengelernt; in dem wohlfeilen EMI-Duo mit Collard/Previn und war eigentlich recht angetan bzw. positiv überrascht, dennoch freilich keine Musik, die ich häufig hören oder in vielfachen Aufnahmen haben muss.
      ...a man who refuses to have his own philosophy will not even have the advantages of a brute beast, and be left to his own instincts. He will only have the used-up scraps of somebody else’s philosophy; which the beasts do not have to inherit; hence their happiness. Men have always one of two things: either a complete and conscious philosophy or the unconscious acceptance of the broken bits of some incomplete and shattered and often discredited philosophy. (G. K. Chesterton)
    • Kater Murr schrieb:

      Für mich ist eigentlich eher sekundär, wieviel das Orchester in einem Klavier-Konzert zu tun hat. Ich habe besagtes Konzert jetzt nicht im Ohr (bei seinem 3. ist das Orchester aber definitiv nicht irrelevant, da gibt es ein sehr prägnantes Hornthema), aber entscheidend ist dann halt wie gut mir gefällt, was der Virtuose so zu spielen hat. ;)
      Ich habe diese Klavierkonzerte auch erst letztes Jahr oder so kennengelernt; in dem wohlfeilen EMI-Duo mit Collard/Previn und war eigentlich recht angetan bzw. positiv überrascht, dennoch freilich keine Musik, die ich häufig hören oder in vielfachen Aufnahmen haben muss.


      So auch im 1. Klavierkonzert. 8+)

      Außerdem bin ich von diesen Konzerten sehr angetan, sonst würde ich keine Threads dafür starten. ;+)


      :wink:
    • Es gibt eine sehr schöne, sensibel, klar und selbstverständlich mit der nötigen Virtuosität gespielte Aufnahme mit dem formidablen Earl Wild, gekoppelt mit dem, hömm, immer wieder gerne genommenen Griegkonzert. Abgesehen von der tollen Interpretation begeistert die Tonqualität: It's a Chesky!



      Leider nur noch gebraucht zu kriegen.

      Eine frühe Sokolovaufnahme mit Järvi fliegt noch als Kopie bei mir rum, die hat mich aber nie sonderlich begeistert.

      Grüße
      vom Don
    • Nr.2 und 4 mit Entremont/Ormandy

      Hallo Treborian,

      die Saint-Saens-KK schätze ich wie Du auch --- aber ich bin der Meinung, dass ein Thread für alle 5 KK zusammen auch gerreicht hätte... ;+) :P :D Weil mir peresönlich das KK Nr.2 aber ganz besonders gut gefällt antworte ich Dir in diesem Thread.

      Ich habe mehrer GA durchprobiert. :thumbdown: Die zwar optimal gut klingende aber total langweilige GA mit Roge/Dutoit (Decca) habe ich bereits wieder abgesetzt. Eine Aufnahme bei der nun gar keine Spannung aufkommt. Ich war total enttäuscht.

      :thumbup: Als einzige GA habe ich mich entschieden die wirklich passable GA mit Chiccolini/Orchestre de Paris Serge Baudo (EMI) zu behalten. Die wurde unter den Favoritenaufnahmen ja bisher noch nicht genannt.... :thumbsup: Aber das ist alles nichts gegen die Einzelaufnahmen der Klavierkonzerte Nr.2 und 4 mit Entremont / Philadelphia Orchestra / Eugene Ormandy (SONY). Leider haben die beiden keine GA vorgelegt. Aber welch eine pianistische und orchestrale Klasse hier vorgelegt wird, lässt die anderen Aufnahmen dagegen verblassen: Das ist Feuer und Spannung pur mit einem Klavierpart, den den ich als einmalig bezeichnen würde !


      SONY, 1964, 1961, ADD

      :angel: Wenn Du diese CD noch nicht kennst, dann lass dich von diesem CD-Prachtstück überzeugen, wie Saint-Saens klingen sollte.

      Die formidable Aufnahme des KK Nr.2 mit Entremont/Ormandy (CBS) kenne ich bereits seit Jahrzenten und die hatte ich auch schon auf LP - niemals danach etwas annähernd besseres gehört ! Später dann mit dem Grieg - KK auf einer CBS-CD gekopplelt. :thumbsup: Diese alte CBS-CD ist klanglich sogar noch etwas natürlicher als die abgebildete SONY-CD, da es bei CBS (C1988) eine AAD-Übernahme ohne jegliches klangveränderndes Remastering ist.
      ;+) Natürlich muss ich schon wegen des KK Nr.4 und dem CC Nr.1 (auf der SONY CD) beide CD-Versionen behalten. Aber auf jeden Fall klingen beide Versionen CBS und SONY als CD auf jeden Fall besser als die CBS-LP.
      ______________

      Gruß aus Bonn

      Wolfgang
    • Das einzigste Klavierkonzert von Saint-Saëns, das ich kenne, ist zufälligerweise das 2. Deshalb habe ich auch nur eine Aufnahme davon aber die kann sich durchaus sehr gut hören lassen:


      (Aufnahmen von 1956 und 1958)

      Lionel
      "Musik ist für mich ein schönes Mosaik, das Gott zusammengestellt hat. Er nimmt alle Stücke in die Hand, wirft sie auf die Welt, und wir müssen das Bild zusammensetzen." (Jean Sibelius)
    • Lionel schrieb:

      Das einzigste Klavierkonzert von Saint-Saëns, das ich kenne, ist zufälligerweise das 2. Deshalb habe ich auch nur eine Aufnahme davon aber die kann sich durchaus sehr gut hören lassen:

      Saint-Saëns Nr. 2 war ein Leib und Magen-Stück von Rubinstein - er hat es immer und immer wieder gespielt. Am beeindruckendsten vielleicht in seinem Live-Mitschnitt aus der Carnegie Hall mit Dmitri Mitropoulos
      [Blockierte Grafik: http://ecx.images-amazon.com/images/I/51-nfGYVlTL._SL500_AA300_.jpg]

      Aber was sind andere Einspielungen dieses Klavierkonzerts gegen die Jahrhundertaufnahme schlechthin, gegen die Saint-Saëns Nr. 2-Aufnahme am äußersten Rand des pianistisch Machbaren, gegen die Interpretation, die m.E. zu den besten Einspielungen aller Zeiten gehört, und zwar nicht nur, was Saint-Saëns angeht, sondern was Klaviermusik überhaupt betrifft: Emil Gilels mit dem Orchestre de la Société des Concerts du Conservatoire de Paris unter der Leitung von André Cluytens (rec. 11.3.1954) - und das Ganze dann auch noch gekoppelt mit der meiner Einschätzung nach besten aller Einspielungen des Rachmaninow-Klavierkonzerts Nr. 3 mit denselben Beteiligten (rec. 13.6.1955)

      Ich habe dies an anderer Stelle schon mehrfach betont: diese CD ist der Pflichtkauf schlechthin für Klaviermusikliebhaber. Eine CD für die einsame Insel. Und zwar nicht nur dann, wenn man nur zehn dorthin mitnehmen darf. Sondern auch dann, wenn man sich auf fünf CDs beschränken muss (die anderen vier CDs sind meiner Meinung nach Beethoven Nr. 9 im Berliner Furtwängler-Mitschnitt vom März 1942, das Khatchaturian-Klavierkonzert mit William Kapell, das Warschauer Scriabin-Recital von Swjatoslaw Richter sowie "Kind of Blue" von Miles Davis). Wer sich mit dem empörten teleton-Argument "Das ist ja mono!!!" diese pianistische Hexerei entgehen lässt, dem ist einfach nicht mehr zu helfen. Sorry, lieber teleton: nicht böse gemeint :prost:
      I remember when I was 13 or 14 I wanted to become a conductor. But I thought: How can this be? I don't look like a conductor. Conductors look very old, come from Germany and have white hair. But I come from Mexico, am a kid and I'm a woman.
      (Alondra de la Parra)
    • Der Klang ist nach den Schnipseln zu urteilen aber gut anhörbares "Hifi-Mono". (Vor Jahren habe ich mal, da ich damals fast nie frontal vor den Boxen sitzend gehört habe, mal tagelang den Verstärker aus Versehen auf Mono geschaltet gelassen, bis ich es gemerkt habe. Inzwischen habe ich aber besseres Gerät.)
      Obwohl die Stücke, egal wie gut gespielt, sicher niemals unter den ersten 1000 slots für meine Insel wären (ebensowenig irgendwas von Khatchaturian oder Skrjabin) :D :hide: , kann man die Gilels-Scheibe ja mal vormerken.
      ...a man who refuses to have his own philosophy will not even have the advantages of a brute beast, and be left to his own instincts. He will only have the used-up scraps of somebody else’s philosophy; which the beasts do not have to inherit; hence their happiness. Men have always one of two things: either a complete and conscious philosophy or the unconscious acceptance of the broken bits of some incomplete and shattered and often discredited philosophy. (G. K. Chesterton)
    • Saint-Saens 2 mit Gilels

      Hallo music lover und kater murr,

      die Aufnahme mit Gilels/Cluytens (EMI, 1954) hatte ich gar nicht mehr in meiner Erinnerung gespeichert. Die CD ist auch in meiner EMI-Gilels-9CD-Box enthalten. Als Gilels-Fan muss man diese Box ja nun unbedingt haben ! Aber bei mir wegen der Beethoven - KK unter Szell, sowie den Hammeraufnahmen der Tschaikowsky-KK unter Maazel.

      Sowohl Rachmaninoff 3 und Saint-Saens 2 klingen trotz 1954/5 sehr verfärbt, dünn und topfig. Gilels natürlich, genau wie Du schreibst, eine pianistische Wucht der Extraklasse. Aber Du solltest mal die geil...feurige Orchesterbegleitung von Ormandy mit dem dünnen "Topfsound" von Cluytens vergleichen - dann bedarf es gar keiner weiteren Überlegungen.

      ;+) Da die guten Stereoaufnahmen mit Entremont/Ormandy (SONY) ungleich besser klingen - :thumbsup: und Entremont von dieser Gilels-Leistung überhaupt nicht weit entfernt ist, sondern ähnlich begeisterungswürdig - somit für mich keine Frage, wo bei mir aus klanglichen Gründen dann weit mehr Hörspass aufkommt.



      :wink: :) Trotzdem freut es mich, dass ich nun bereits mit Khatchturian-Kapell, Rachm 3 und Saint-Sains 2-Gilels drei Aufnahmen besitze, die bei Dir zu den "Fünf für die Insel" gehören. So kann man abschätzen was TOP-Interpretationen sind ! Trotzdem keine Frage - "teletontauglich" sind sie nicht, zumal es in allen drei Fällen TOP klingende Alternativen gibt, zu denen ich in der Praxis dann lieber greife.
      ______________

      Gruß aus Bonn

      Wolfgang
    • Ich mochte das Konzert anfangs nicht sonderlich, mittlerweile aber sehr.

      Man darf eben keine falschen Erwartungen an dieses Werk haben, dann ist man auch nicht enttäuscht.

      Für mich ist es auch nicht "ein reines Virtuosenstück" (was auch immer das sein mag), sondern ein sehr ernsthaftes und dramatisches Stück, das ganz unmittelbar zu packen vermag und keinen intellektuellen Umweg geht (einige scheinen das ja hier zu brauchen).

      Die von teleton genannte Entremont/Ormandy-Aufnahme ist absolut vorzüglich, ebenso die Earl Wild-Aufnahme.

      Die von musiclover favorisierte Gilels-Aufnahme kann ich aufgrund der wirklich unterirdischen Klangtechnik gar nicht empfehlen.

      Sehr hörenswert ist einmal mehr die vollkommen unterschätzte türkische Pianistin und Kempff-Schülerin Idil Biret. Ihre Naxos-Aufnahme mit James Loughran und dem Philharmonia Orchestra ist hervorragend:



      herzliche grüße,

      inland_empire
    • teleton schrieb:

      Hallo Treborian,

      die Saint-Saens-KK schätze ich wie Du auch --- aber ich bin der Meinung, dass ein Thread für alle 5 KK zusammen auch gerreicht hätte... ;+) :P :D Weil mir peresönlich das KK Nr.2 aber ganz besonders gut gefällt antworte ich Dir in diesem Thread.
      ...


      SONY, 1964, 1961, ADD

      :angel: Wenn Du diese CD noch nicht kennst, dann lass dich von diesem CD-Prachtstück überzeugen, wie Saint-Saens klingen sollte.

      Die formidable Aufnahme des KK Nr.2 mit Entremont/Ormandy (CBS) kenne ich bereits seit Jahrzenten und die hatte ich auch schon auf LP - niemals danach etwas annähernd besseres gehört ! Später dann mit dem Grieg - KK auf einer CBS-CD gekopplelt. :thumbsup: Diese alte CBS-CD ist klanglich sogar noch etwas natürlicher als die abgebildete SONY-CD, da es bei CBS (C1988) eine AAD-Übernahme ohne jegliches klangveränderndes Remastering ist.
      ;+) Natürlich muss ich schon wegen des KK Nr.4 und dem CC Nr.1 (auf der SONY CD) beide CD-Versionen behalten. Aber auf jeden Fall klingen beide Versionen CBS und SONY als CD auf jeden Fall besser als die CBS-LP.


      Hi teleton,

      Dank Deines Hinweises habe Ich diese CD mittlerweile auch in meinem Besitz. Ich kann da Deine Meinung teilen, vom Klang her nicht herausragend, aber trotzdem gut.

      :wink:
    • inland_empire schrieb:

      Die von musiclover favorisierte Gilels-Aufnahme kann ich aufgrund der wirklich unterirdischen Klangtechnik gar nicht empfehlen.
      Naja, "unterirdisch" ist nun was anderes. Die EMI-Klangqualität ist besser als bei so manchem 60er Jahre-Rundfunkmitschnitt. Wer HiFi/Stereo/DDD/Dolby Surround-Klangqualität über alles stellt, mag hier zwar abgeschreckt sein. Du bist doch sonst aber eigentlich nicht so engstirnig, lieber i_e, oder?
      I remember when I was 13 or 14 I wanted to become a conductor. But I thought: How can this be? I don't look like a conductor. Conductors look very old, come from Germany and have white hair. But I come from Mexico, am a kid and I'm a woman.
      (Alondra de la Parra)
    • Naja, "unterirdisch" ist nun was anderes. Die EMI-Klangqualität ist
      besser als bei so manchem 60er Jahre-Rundfunkmitschnitt. Wer
      HiFi/Stereo/DDD/Dolby Surround-Klangqualität über alles stellt, mag hier
      zwar abgeschreckt sein. Du bist doch sonst aber eigentlich nicht so
      engstirnig, lieber i_e, oder?

      Nun, lieber music lover, ich verfüge offensichtlich über ein sensibleres Gehör als Du (was nichts mit Engstirnigkeit zu tun hat) und dieses Gehör meldet mir: trotz Gilels und Cluytens ist diese Aufnahme nicht gelungen. Weißt Du, ich bin eben kein "Fan" von gewissen Interpreten, sondern differenziere immer sehr individuell, ob mir eine Aufnahme zusagt oder nicht. Dies solltest Du einfach mal zur Kenntnis nehmen.

      Herzliche Grüße von

      inland_empire
    • Ins Archiv der DCH wurde diese Aufführung des 2. Klavierkonzerts mit Kurt Sanderling am Pult der Berliner Philharmoniker sowie Yefim Bronfman am Klavier hochgeladen:

      digitalconcerthall.com/de/concert/52621

      Absolut Groß! Die Spannungs- und Melodiebögen, die Bronfman hier gestaltet, sind einfach phänomenal gut. Das ist nun die vielleicht beste Version, die ich kenne :ohnmacht1: .
      „Jeder Mensch hat einen Instinkt dafür, ob etwas echt ist oder vorgetäuscht. Aber ich glaube, Musiker sind durch ihr Training besonders empfindlich in dieser Hinsicht. Das macht sie nicht zu besseren Menschen, aber sie registrieren mehr.“ - Herbert Blomstedt